Europa ist wie die E-Mobilität – gute Idee aber irgendwie wird es nicht zum Renner. Ideen und Technologien setzen sich immer dann durch, wenn sie einen selbsterklärenden oder offensichtlichen Mehrwert für eine überwiegende Mehrheit der Bevölkerung haben. Bei Ideen wie Europa als Zentralstaat aller Europäer kann man sich auf der Metaebene fragen, warum dieses Gebilde nicht schon längst entstanden ist, wenn das so große Synergieversprechen für die einzelnen Länder ergeben hätte. Hier gibt anscheinend verschiedene Faktoren die Größenwachstum von politischen Strukturen hemmen.
Souveränität, Macht und Steuerung – Zentralstaat – Feudalstrukturen - Totalitarismus
Rückkoppelungsschleifen – Demos kratie – Wer ist das Volk?!
Sicherheitsorganisation – Sicherheitsinteressen – koloniale Tendenzen - Eroberungsgelüste
Kulturen und Sprachen – Selbstorganisation – Kulturimperialismus – Minderheiten-Meinungsfreiheit - Religion
Geschichte – der Neue Mensch als virtuelle Gegendefinition zur analogen Entwicklungsgeschichte
Zur völligen Unmöglichkeit wird eine Staaten- und Gemeinschaftsbildung wenn es starke Abhängigkeiten zu Akteuren außerhalb der Gruppe gibt. Die massive Reduktion der Freiheitsgrade des zu bildenden Gebildes führt zwanghaft zu einer Erstarrung und Verengung von Lösungsräumen durch die exponentiell ansteigende Menge an Nebenbedingungen. Dadurch ergibt sich auch, dass Wachstums- und Erweiterungsprozesse zu einer diskret unlösbaren Komplexitätserhöhung führen müssen.
Optimierungen finden nur noch für immer kleinere und immer selektivere Gruppen statt. Diese müssen gegen immer größeren Widerstand von immer mehr Gruppen und Strukturen stark normativ, mit hohem Täuschungsaufwand und Technologieeinsatz am Ende totalitär-absolutistisch durchgedrückt werden. Dadurch kommt es zu einer massiven Verschlechterung des Systemwirkungsgrades durch Vergemeinschaftung (um nicht Verstaatlichung zu sagen) der Lösungsfindungen. Alternativlos wird die zentralistische Minderheiten-Macht-Lösung zum Problem für fast alle. In einem funktionierenden föderalen System optimiert sich jede politische Ebene selbst und aggregiert nach oben ein relatives Optimum unter der optimalen Einhaltung der Randbedingungen der Ebenen. Dies stellt jedoch einen hohen Systemaufwand dar, der durch die Korrelation mit der Systemgröße das Wachstum solcher Lösungsfindungsprozesse natürlich begrenzt.
Jenseits von wie immer gearteten Überlegungen zu einer funktionierenden Gemeinschaft der europäischen Staaten gibt es eine real existierende Struktur, mit einer großen Anzahl an Fehlentwicklungen, Illusionen und kritischen Systemschäden.
Keine klare räumliche Definition von Europa, speziell an der Schnittstelle zu Asien. Aber auch Überseegebiete, Ex-Kolonien, Stützpunkte in EU-Staaten (z.B.: GB/Zypern GB/Spanien) – Israel - Grönland
Keine klare Definition der Souveränität der einzelnen EU-Staaten gegenüber von ausländischen Staaten (Stützpunkte der USA in Europa – wieviel Macht kann die USA auf welches Land wie stark projizieren?)
Abnehmende Autarkie und Autonomie bezüglich des Finanz- und Wirtschaftsgeschehens. Strategische Abhängigkeit von den USA, Abgrenzung zur NATO
DI Mathias Gruböck begonnen am 14.02.2026
Pensionyst
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