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31 März 2018

Strukturelle Untreue

http://orf.at/stories/2432399/

Drehtüreneffekt - aha, früher hat man das Korruption genannt, wenn einer sein öffentliches Amt und die daraus entstandenen Netzwerke danach an den Meistbietenden verhökert hat. Das Grundlegende Problem der EU-Zentrale ist, dass sie kaum bis gar nicht einem Wahlvolk verantwortlich sind - die meisten werden ja nicht einmal formal zur Vertretung der Interessen der Bürger nach Brüssel entsannt. Da wird ernannt, planstellenbesetzt, quotengeregelt und interessenverbandelt was das Zeug hält. Kommissare begegnen da Räten wie im alten Rom Consuln Provinzkönigen. Warum kann man den EU-Zentralisten nicht einfach verbieten Geschäftskontakte zu ehemaligen Kollegen zu pflegen, die plötzlich als Agenten auch außereuropäischer Interessen (meist Finanzinteressen - z.B.: Goldman Sachs) fungieren? Man hat einen EU-Parlamentarier noch nie so oft sein Wahlvolk befragend gesehen wie sich mittaglich von Lobbyisten anfüttern lassend. Wo doch Brüssel so tolle Restaurants haben soll. Diese Mischpoche von brüsseler Zentralisten verfuttert die Idee von Europa und lässt es sich nachher noch ordentlich vergolden. Für manche Parteifunktionäre in Österreich wäre da sofort der Tatbestand der Untreue gegeben. Wenn sie von der ehemals falschen Färbung waren. 

DI Mathias Gruböck                                                                                         Baden, 31.03.2018
Unternehmens- und Organisationsberater

08 April 2016

Monokulti





Wozu? Deutsch ist in Sinne der Globalisierung ein aussterbende Dialekt der angelsächsischen Sprache. Wozu den Migranten mühevoll und kostenintensiv Deutsch beibringen? Dafür werden jetzt die Volksschulen zu Sprachfördereinrichtungen umgestaltet, das als Reaktion darauf, dass jetzt bereits ca. ein Sechstel der Volksschulabsolventen funktionale Analphabeten sind! Österreichische Dialekte sind am Rückzug, vieles klingt nur noch wie Deutsch-Rap mit Migrationshintergrund - Hey Digger (wobei nie klar ist ob mehr Menschen in den deutschen Sprachraum migrieren oder ob Deutsch in die globale Leitkultur migriert wird. Unterschiedliche Kulturen, Traditionen und Sprachen sind der Feind der Globalisierung, da diese über den Zwischenschritt "Multikulti" eine marktoptimierte, virtualisierte "Monokulti" einkocht. Klar muss man das Repetieren abschaffen um die Kinder nicht unnötig lange von Facebook und Youtube fernzuhalten.

Kulturen, Sprachen und sogar die Soziallehren der diversen Religionen sind Anpassungen an lokale oder regionale Gegebenheiten um das autarke Überleben und eine nachhaltige Existenz der Menschen zu ermöglichen. Dies führt zur Bindung lokaler Gesellschaften – zu einer Gemeinsamkeit. Wir und Uns. Die Globalisierung zielt auf die profitmaximierte Versorgung von bedürftigen Kunden ab. Kunden sind im Allgemeinen nicht mehr in der Lage sich selbst zu Versorgen und müssen ihre Bedürfnisse durch Wirtschaftsorganisationen befriedigen lassen. Dies wird durch Zentralisierung (Verstädterung) und durch Versorgungsabhängigkeiten erzielt.

Autarkie und Nachhaltigkeit (Nicht-Abhängigkeit) werden dadurch per se zu Gegenkonzepten für den Wachstumszwang der zentralisierenden Abhängigkeitswirtschaft. Diese bietet den Teilnehmern solange Vorteile gegenüber der Autarkie und der Unabhängigkeit, solange sie die geweckten Bedarfe decken kann. Bedarfdeckungssicherung als oberstes Sicherheitsziel. Indem kulturelle, sprachliche oder religiös-ehtische Bedürfnisse vereinheitlicht werden, wird die Variantenvielfalt reduziert und die Versorgung der Märkte gesichert. Gleichzeitig steigt aber die Abhängigkeit der Teilnehmer an diesen Monokultursystemen. Befriedigung oder sogar Glück wird immer mehr von den vom System bereitgestellten Möglichkeiten abhängig. Das Verhältnis der Menschen, die sich weltweit selbst versorgen können zu denjenigen, die sich Zentralversorgungssystemen anschließen verändert sich laufend zu Gunsten der urbanen Zentralknoten und deren Synergieleistungen.

Möglicher Weise ist die Schaffung einer Monokultur, so das gelingt, ein Beitrag zur mittelfristigen Überlebenssicherung der Menschheit. Zuvor müsste aber die nachhaltige Energiebereitstellung dieser, derzeit nicht nachhaltigen Systeme gelöst werden. Dies bezieht sich speziell auf die Nahrungsmittelgewinnung. Derzeit ist es jedenfalls so, dass ein Großteil der Menschheit nicht in nachhaltigen Systemen lebt. Im Gegenteil besteht bei einer wirtschaftlichen Wachstumskurve über dem Bevölkerungswachstum der Verdacht der steigend negativen Energiebilanz. Große Züge der Monokultur tragen Anzeichen davon, diese systematische Schwäche zu ignorieren oder gar zu vertuschen. 

DI Mathias Gruböck                                                      Nondorf, 08.04.2016
Unternehmens- und Organisationsberater