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05 Mai 2021

Zum Artikel: Amazon und die wackeren Kämpfer gegen Steuervermeidung

 

Sehr geehrter Herr Urschitz,

ich finde schon, dass man das mit der Legalität von Steuerhinterziehung nicht einfach so hinnehmen kann. Klarer Weise haben sich die Konzerne jede Form von Gruppenbesteuerung um viel Geld "herauslobbyiert". Dass man dann die Legalität dieser eindeutigen Interessen-Steuerpolitik als gottgegeben hinstellt ist schon etwas defätistisch. Es ist schon klar, dass der durchschnittliche Steuerzahler einem Politiker oder auch Beamten nicht seinen Lebensabend durch hochdotierte Beraterverträge oder Jobs in Lobby-Netzwerk-Organisationen vergolden kann.

Ich erinnere Sie an die Kampagne zur Beseitigung des Bankgeheimnisses, wo jeder Zahnarzt unter Generalverdacht stand nicht seinen gemeinschaftlichen Beitrag zu liefern. Oder die jahrelangen juristischen Aktivitäten um ehemals LEGALE Steuerkonstruktionen eines Herrn Grassers schlussendlich als kriminell umzudefinieren.

Ein Milliardenkonzern, der bei zweistelligen Steigerungsraten jahrelang keinen Gewinn abwirft, ist Liebhaberei. Oder "andere externe Kosten" stellen zumindest den Anfangsverdacht für Geldwäsche dar. Wenn Amazon russisch wäre, würden die nicht so locker damit durchkommen. Wenn sogar die Bilanz trotz massiv steigender Umsätze einen Verlust von 1,19 Milliarden Euro ausweist, dann denke ich mir, dürfte das Geschäftsmodell grundsätzlich nicht funktionieren. Hier stünde dann noch Konkursverschleppung oder gar betrügerische Krida im Raum. Also, mit dem Normalo-Bürger und Steuerzahler würde so umgesprungen werden.

Und Rechtsstaaten oder Steuergesetzgebungen die vor Finanzmächten einknicken werden auch nicht lange den normierenden Anspruch gegenüber der Gemeinschaft aufrecht erhalten können. Vielmehr ist spätestens seit CETA das Regime des Rechts durch eine Gemengelage aus Gutsherrnprinzipien gesteuert über Law-Firms und eingestillt über Lobbyistenhorden/Thinktanks/Auftragsexperten aberodiert. Diese, mit viel Geld hergestellte "Legalität" dem werten Publikum dann wieder als unumstößliche Rechtsvorschriften rückzufüttern macht Journalismus eher zum Marketinginstrument von Interessensgruppen. Dies ist aber auch ein verständlicher Prozess, da, in Zeiten in denen die meiste Information inflationär und kostenlos verbreitet wird man eben schauen muss wer noch Interesse daran hat dafür zu zahlen.

Mit freundlichen Grüßen

DI Mathias Gruböck

Analyst

15 März 2020

EU-Boeing

Wo ist eigentlich die Milliardenklage der EU gegen Boeing wegen der Schummelsoftware - ah nein - wegen der Killersoftware? Im Gegensatz zu Software im Autobereich, die Testsituationen erkannten um den Verbrauch zu minimieren und niemand (trotz milliardenschwerer transatlantischer Medien-, NGO- und Expertenkampagne) daran gestorben ist, sind durch die Fehlfunktionen (?) fast 1000 Menschen gestorben. 

Es stellt sich natürlich die Frage ob es eine Fehlfunktion oder ein Feature ist. Wenn die Software zu erkennen glaubt, dass jemand eine Maschine massiv nach unten drücken will, dann zieht sie partout hoch. Mhmm - vielleicht mal als automatisches Anti-Wolkenkratzerkollisionssystem angedacht. 

Jetzt stellt ein Congress-UA fest, dass es schwere konstruktive Fehlkonzeptionen im Dunstkreis des Ringelringelreiha-Spiels zwischen FAA-Boeing-(Anm. Homelandsecurity) gegeben habe. Das ist in den USA immer so - das war schon bei der Columbia-Absturzuntersuchung so - hochhirarchische Strukturen, die sich vollkommen widerstandslos gegenüber wirtschaftlichem und politischem Druck zeigen. Immer der gleiche Duktus: Wenn die Realität nicht den Vorgaben entspricht wird eben die Realitätsdarstellung (Wortgebung) angepasst. Wenn man nicht foltern soll es aber tut, dann nennt man das eben einfach "intensivierte Verhörmethoden" und schon passts wieder. Wenn man gerne seinen Entwicklungsvorsprung in der Drohnentechnologie auch in Passagierflugzeugen implementiert sehen würde, dann würde man das Ding vielleicht mcas (Maneuvering Characteristics Augmentation System - also vielleicht Steuerungscharacteristikzusatzsystem) nennen. Also vereinfacht vielleicht besser Zusatzsteuerungssystem - also ähnlich wie beim "selbstfahrenden Automobil" (Selbstfahrenden Selbstbewegenden) einfach eine algorithmusgesteuerte Fernsteuerung - also letzten Endes zeitversetzt gesteuert durch einen Programmierer. Höchstwahrscheinlich gibt es da aber auch die Schnittstelle zur echtzeitigen Fernsteuerung - wie es sie auch beim "selbstfahrenden Auto" also programm-ferngesteuerten Auto geben wird. (zumindest die Fernabschaltung, die es bereits gibt) 

Nur, wo ist da die EU? Wo gibt es hier eine Klage - gleich mal so 20 Milliarden - weil ein bissal mehr als VW alleine nur in den USA gezahlt hat. Nichts - die bekannte Brüsseler Nullnummer. Haben die Lobbyisten schon erklärt, dass sie das nicht wollen!? Und überhaupt, waren es wahrscheinlich die Russen irgendwie. Oder HUAWEI. Oder der Beelzebub in Kombination mit den Antichristen. Eben die Putin und HUAWEI.

DI Mathias Gruböck                                                           Baden, 15.03.2020
Analyst

08 März 2020

Klarstellen


Europa sollte sich einmal endlich entscheiden. Das halbherzige mittraben bei diversen Regimechange-Aktivitäten der USA im nordafrikanischen EU-Nachbarraum (Lybien, Syrien, Libanon, Iran, Afghanistan, Jemen etc.) mit gleichzeitiger Eskalation des Palästina-Problems durch Vorantreiben von Weder-Noch-Lösungen (Weder Ein- noch Zweistaatenlösung – implizite Verdrängungs-Vertreibungslösung der Palästinenser in den besetzten Gebieten, kann nicht so weitergehen.

Das ganze Migrations-Flucht-Thema kommt aus ebendiesen, meist desaströsen neokolonialen verdeckten Kriegen, die immer die gleichen verbündeten Weltherrnmonopol-Strategen des „Westens“ betreiben um die Rahmenbedingungen für die „Märkte“ ihren Wahlkampfgeldgebern genehm zu manipulieren. Eigentlich ist es so wie in ganz alten Zeiten als sich bei aufkommender Dürre die Nomadenvölker um die letzten Wasserquellen schlugen – Verknappung der Ressourcen führte und führt augenscheinlich in menschlichen Großgruppen IMMER nur zu einem – zu Krieg und Vertreibung. Und zur Vernichtung der Konkurrenz.

Jetzt spielt die Türkei im aktuell umkämpften Raum Syrien – Irak – Iran eine sehr schwierige Rolle. Auf der einen Seite im transatlantischen Verteidigungsverbund (?) verbunden kommt sie mittlerweile von allen Seiten unter Druck. Die Strategie der Zuwendung zu Europa wurde ja durch die neoliberal-christlich-weiße Falange torpediert. Gleichzeitig greift Saudiarabien massiv nach der Vorherrschaft unter den Sunniten. Dies führte sehr bald zur Schwächung der republikanisch – laizistischen Tradition in der Türkei. Auch die Unterstützung der Kurden der USA und vor allem durch Deutschland brachte die Türkei an den Rand der territorialen Zersetzung – eine Situation ähnlich wie in der Ukraine entstand – daher wohl auch die Zuwendung der Türkei in Richtung Russland. Das Scheitern der Destabilisierung und des Versuches des Regimechanges auch in Syrien durch den hybrid angreifenden Westen in Kooperation und hauptsächlicher Finanzierung der Saudis eröffnete wohl in den Augen der türkischen Strategen die Chance sich im Machtkampf in diesem Gebiet (wie meist geht es wohl um Pipeline-Routen) „zurückzurunden“. Die geplanten Pipelinestrecken gehen wohl allesamt bei Idlib oder in der Gegend vorbei Richtung Mittelmeer. Teile in der EU (wahrscheinlich genau die, die Nordsteam II mittorpedierten) wollten ja auch gleich einen Einsatz der EU-Truppen, offenbar auf Basis des PESCO-Militärbündnisses, rund um Idlib durchsetzen. Im neuen Politmarketing heißt ja Luftkriegsführung jetzt „Flugverbotszone“ (vergleiche Libyen). Jedenfalls versucht jetzt die Türkei den Leidensdruck auf Europa zu erhöhen um die Europäer zu Eingreifen in Syrien zu bewegen. Damit hätte die Türkei ein wichtiges Faustpfand – die eroberten syrischen Gebiete – im großen Spiel dieser Region. Alleine wird die Türkei in Syrien wohl scheitern.

Die EU wird weitertun wie gehabt und keine klaren Entscheidungen und Strategien verfolgen. Alle sofort raus aus Syrien, die dort nicht hingehören – damit wäre eine reelle Chance für eine Wiederansiedlung und einen Wiederaufbau gegeben. Einstellung aller Hegemoniebestrebungen von welchen ausländischen Kräften wo auch immer. Reinstallation des guten alten Begriffes der „Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten von souveränen Staaten“. Weil sonst übernimmt man konkludent Verantwortung für die Menschen die dort Leben und die durch die komplexen Regimechangespielchen geflohen sind. Eine riesige Existenzenvernichtungsmaschine implementiert zur Steigerung der Machtfülle von ach so marktgetriebenen, pseudodemokratischen Lobby‘s. Wobei Lobbyismus per se antidemokratisch ist, da er Einfluss einer Interessensgruppe (Minderheit) auf die Machtausübung der Mehrheit nimmt und das gegen die Interessen der Mehrheit, weil sonst müsste man ja gar nicht lobbyieren. Eigentlich ist Lobbyismus antiparlamentarisch und strukturell korrumpierend.

DI Mathias Gruböck (Analyst) Baden, 08.03.2020

28 Juli 2019

Animal Farm, oder die Nachfütterung der Eliten



Wirtschaftsberatung Öttinger? Keine Interessenskonflikte? Diese Hochburg der Demokratie, die EU, hat lauter Ex-Kommissionspräsidenten und Kommissare als Goldman Sachs und sonstigen “ausländischen Investoren“-Berater, die für ihre aufopfernden Dienste honoriert werden. Also von “gutem“ westlichen Geld, das vorher nahezu steuerfrei aus Europa rausgezogen werden durfte. Dank der Hilfe der jetzt bezahlten ex-kommissarischen Berater. Speziell CDU Recken müsste doch die schlechte Presse des Herrn Judas wegen seiner 30 Silberlinge (entspricht heute in Dollar..) bekannt sein - oha nein, es sind ja immer die bösen Russen die die EU zersetzen wollen (weil das ihr wichtigster Markt ist?!?!) und der muselmanische Iran, der sich bösartig gegen eine Superverarschung der NATO-Weltregenten wehrt.

Als Wirtschaftsberater kann der Herr Öttinger dann plötzlich genau die gekauften Gesetzestexte fabrizieren, die er als Wirtschaftskommissar von Lobbyisten wie dem Ex-Kommissionspräsidenten Baroso nehmen musste, weil er selbst offenkundig die Zeit nicht hatte, solche Nebensächlichkeiten im eigenen Haus zu erledigen. Da vertrat er ja auch nur die Interessen des EU-Rates (ähm Kommission !?) und konnte nicht auch noch Lobbyisten, sozusagen NGO`s des Finanzkapitals, ihre Interessenslagen durch ihre Gesetzesvorschläge vergeblich und vor allem umsonst einstillen lassen. Jetzt ist ja der Rat ungefähr ähnlich demokratisch für die Auswahl von Kommissaren und Präsidenten legitimiert wie Landeshauptleute oder Landesministerpräsidenten bei der Wahl eines Staatskanzlers oder -präsidenten, aber das sind ja nur unmaßgebliche Feinheiten in der Selbstbeweihräucherung als reife oder liberale Demokratie. Das hilft auch gleich dabei andere Regierungen als Diktatoren, Tyrannen oder sonstwie zu diffamieren und gefällige selbsternannte Präsidenten von unkooperativen Ölländern mal schnell als demokratische Oberhäupter ihrer Länder anzuerkennen – meist nur um die mutwillig konfiszierten Goldreserven dieser Länder durch den neuen Marionettenpräsidenten gleich in die, frei nach dem Wiener Protokoll gesäuberte Botschaft dieses Landes in die USA überstellen zu lassen. Wäre ja das erste Land, dass seine „Befreiung“ durch die überhaupt nicht an Erdöl interessierten USA nicht selbst bezahlen müsste.

Da waren ja einige der europäischen präsumtiven Nochamtsträger-Berater ganz vorne dabei um sich bei CEVRON einen kleinen Stempel in der JÖ-Schau Payback-Kartensammlung zu holen. Man kann ja nie wissen wo man in den USA vorsorglich mal das Sputum aufsaugt, damit man sich selbst einen schönen Lebensabend mit dem Supergerstl sichern kann.


DI Mathias Gruböck                                                                                               Altidona, 29.07.2019
Analyst



21 August 2018

Gute Werte-Korruption


Unsere Werte - ein Land der EU, dass seit Jahren in Korruption (aber natürlich von der guten, westlichen Seite) versinkt und sich jede außereuropäische Macht Raketenbasen ganz nach belieben bauen, oder sich Goldminen unter den Nagel reißen kann. Wenn 4000 West-Trolle gegen Putin in Russland demonstrieren berichten die Medien als ob ganz Russland in Aufruhr wäre. In Bukarest demonstrieren 80.000 gegen die himmelschreiende Korruption der gleichen West-Lobbys die auch sonst gerne "nichtkonservative" Regierungen installieren und instrumentalisieren (vergl. seit neuestem in Spanien) - warum befindet sich der rumänische Leu eigentlich nicht im freien Fall so wie die wirtschaftskriegerischen Ziele in Venezuela, der Türkei und im Iran? Wer ist denn da der große Mastermind in Europa, der Währungen auf- und ab bewegt und so gerne seine selbstgeschulten Kader überall installiert? Gibts da nicht einen Freund von Ex-BK Kern, von der SPÖ (Schwesterpartei von der PSD), der da eigene Kaderschmieden hat, aus denen wiederum die Führungspersönlichkeiten in den von den USA im kalten Krieg eroberten Gebieten (ehemalige Warschauer Pakt-Staaten) entspringen? Unsere Werte! Zitat Wikipedia:"Im Demokratieindex 2016 belegte Rumänien Platz 61 von 167 Ländern, womit das Land als eine „defekte Demokratie“ gilt.[68]" Aber wir müssen uns ja um die Demokratie in Russland kümmern - nennen es vorsorglich nur noch autokratisches Regime. Da treibt ein führungsloses Europa in Zeiten herum, die auf immer mehr (Ressourcen-) Kriege getrimmt sind. Ein Herr Junker fährt nach Trump-City und kauft den Amis mehr Flüssiggas und Gen-Soja ab. Wie genau verteilt er den Scheißdreck über Europa? Mittels 5-Jahresplan oder Zwangsdeputaten? Das ist die absolute Irrsinnsantwort auf die Klimakrise, die Ukraine kauft Kohle aus den USA, Europa Flüssiggas, dafür kauft Europa mehr benzinbetriebene Muscle-Cars und Kampfflieger aus den USA mit dem dann nicht durch Zoll belasteten europäischen Aluminium. Die USA betreiben unter Trump weiter ihr "hard-selling" weil sie offenbar produktionsseitig zu sehr ins Hintertreffen geraten sind. Das kann durch die sehr volatilen, weil eigentlich nur durch die Umgehung der geltenden Rechts- und Abgagbenstrukturen so erfolgreichen Internet-Katalogfirmen (Telefonbücher und Quellekataloge mit schneller Suchfunktion und direkter Anbindung ans Bestellsystem) nicht wirklich vollwertig kompensiert werden. Das Problem der Branche - sie ist nicht echt, nur virtuell. Auch wenn jetzt in jedem Auto ein fernüberwachtes Mobiltelefon/Smartphone mitfährt. Da wird an der Übernahme der Kontrolle zwar strategisch gearbeitet aber, das wird noch sehr sehr lange brauchen - und wofür eigentlich? Damit die Internet-Kontrolleure auch wirklich in die Realität eingreifen können? Guten Morgen Alexa - wie spät ist es? Wie heiße ich und was soll ich heute machen? Aber da es in der Welt nach wie vor nicht, wie uns alle weis machen wollen um Werte sondern nach wie vor einfach um die Macht geht, muss sich Europa schleunigst dazu bewegen, seine Kräfte zu bündeln (und keine BREXIT-NATO-AUFRÜSTUNG-DIESELSKANDAL-IRANKRIEGE - Geschichten) und eine wirkliche synergetische (Welt-)Machtgröße im wirtschaftlichen, politischen, kulturellen und vor allem im militärischen Gebiet (wieder) zu werden. Solange die Europäer nicht kapieren, dass die NATO gegen den Ost-Block gegründet wurde und mittlerweile der Großteil des Warschauer Paktes in der NATO integriert ist - die NATO also eigentlich ein Definitionsproblem hat (nicht zuletzt seit "Verteidigungskriegen" am Hindukusch) solange wird sich Europa nicht selbst zentrieren (!) können. Einfaches Gedankenexperiment: Man würde in der NATO einfach die USA durch Russland ersetzen. Man bräuchte viel weniger Geld und Ressourcen als jetzt um sich zu schützen und hätte einen ordentlichen Wirtschaftsraum mit allen Ressourcen der Welt. Aber so lange die Europäer nicht merken, dass sie eigentlich ein totes Pferd reiten und deshalb nicht vom Fleck kommen, solange werden wir weiter erfolglose Demonstrationen in Bukarest gegen die "gute" Korruption erleben. 

DI Mathias Gruböck                                                         Nondorf, 21.08.2018
Unternehmens- und Organisationsberater

31 März 2018

Strukturelle Untreue

http://orf.at/stories/2432399/

Drehtüreneffekt - aha, früher hat man das Korruption genannt, wenn einer sein öffentliches Amt und die daraus entstandenen Netzwerke danach an den Meistbietenden verhökert hat. Das Grundlegende Problem der EU-Zentrale ist, dass sie kaum bis gar nicht einem Wahlvolk verantwortlich sind - die meisten werden ja nicht einmal formal zur Vertretung der Interessen der Bürger nach Brüssel entsannt. Da wird ernannt, planstellenbesetzt, quotengeregelt und interessenverbandelt was das Zeug hält. Kommissare begegnen da Räten wie im alten Rom Consuln Provinzkönigen. Warum kann man den EU-Zentralisten nicht einfach verbieten Geschäftskontakte zu ehemaligen Kollegen zu pflegen, die plötzlich als Agenten auch außereuropäischer Interessen (meist Finanzinteressen - z.B.: Goldman Sachs) fungieren? Man hat einen EU-Parlamentarier noch nie so oft sein Wahlvolk befragend gesehen wie sich mittaglich von Lobbyisten anfüttern lassend. Wo doch Brüssel so tolle Restaurants haben soll. Diese Mischpoche von brüsseler Zentralisten verfuttert die Idee von Europa und lässt es sich nachher noch ordentlich vergolden. Für manche Parteifunktionäre in Österreich wäre da sofort der Tatbestand der Untreue gegeben. Wenn sie von der ehemals falschen Färbung waren. 

DI Mathias Gruböck                                                                                         Baden, 31.03.2018
Unternehmens- und Organisationsberater

17 Mai 2017

Wie man Anti-EU-Stimmung schürt


Das sind ja wirklich Seppeln bei der EU - über Ungarn müssen sie abstimmen - wo keiner wirklich genau weiß worum es in dem Hochschulstreit geht, außer dass sich Ungarn offenbar gegen einen in Osteuropa allmächtigen US-Investor abzugrenzen versucht. Und wie mächtig der Herr Soros ist, zeigt wie alle in der EU spuren (seine Medien, seine Ex-Stipendiaten, seine NGOs, seine Investitierten) Das beschäftigt ganz Brüssel, die halbe europäische Medienwelt und ist Wasser auf die Mühlen aller EU-exiter.
Dann schaut man ins Mittelmeer und dort agieren jetzt mafiöse Slepperbanden einfach unter dem Mäntelchen von NGOs und schon ist alles wieder rechtskonform. Migranten fahren jetzt genau 3 Meilen von der Küste Lybiens weg um dann von den NGOs "gerettet" zu werden. Das sind natürlich alles privat finanzierte NGOs - so wie am Maidan, so wie in Syrien, so wie überall - vornehmlich US-Gelder von US-Investoren (die auch mal gerne gegen den Euro spekulieren) mit ihren eigenen Strategien und politischen Zielen. Das wird auch noch von den gesponserten, gekauften oder sonstwie lobbiierten EU-Parlamentariern gerne protegiert, da muss man keine Rechtsstaatlichkeitsverfahren anstreben.
Her mit der Kohle, her mit dem Zaster und dafür bekommst du (fast) deinen Investorenschutz, deine Geheimgerichte, deine EEC (incl. des Schwarzmeerraumes). Keiner fragt sich zum Beispiel wer die Kandidatur des Herrn Marcon finanziert hat? Der geht einfach hin und macht einen Wahlkampf gegen alle etablierten Parteien. Wer steht da finanziell dahinter? Aber wurscht. Das macht ja nichts, Hauptsache gegen Russland, gegen Rechts und für "wer zahlt schafft an". Wie lange wird sich der alte Kontinent noch erlauben können einfach nicht nachzufragen woher bei den NGOs das Geld kommt? In den USA muss man US-Bürger sein um einen Fernsehsender betreiben zu dürfen und NGOs müssen seit 1917 ihre Finanziers offenlegen. Wo ist das Problem - NGO - Nicht Regierungs Organisationen heißt noch lange nicht, dass sie nicht von den gleichen Klüngeln gesteuert werden, die auch Regierungen steuern.
Und wie das funktioniert sieht man sehr schön an dem Fall der CEU in Ungarn. Sie vergibt dem Vernehmen nach auch US-Uniabschlüsse obwohl sie nur in Budapest residiert. Das kann eine ungarische Universität, die nicht von Soros kontrolliert wird nicht. Wenn die Ungarn einen gesetzliche Regelung dagegen anstreben, dann fährt von der EVP, über alle linken Parteien (inklusive der EU-Kommission) und so ziemlich jedes Leitmedium in Europa zu Felde.
Der Herr Soros hat die EU ganz schön im Griff. Geld regiert die Welt. Vor allem die europäische. Gerüchten nach hat der Herr Soros auch ganz eigene Vorstellungen über die ethnische Zusammensetzung Europas. Also immerhin sagt das sein ehemaliger Protegé Orban, der sein Hoffnungsträger noch gegen die Kommunisten war. Nur kennt ihn Victor Orban eben auch - wie er die Machteliten in den EEC heranzieht und dann an zentralen Positionen der Macht einsetzt (vergl. Ukraine). Liebe EU: Wie steht es eigentlich mit den „vorläufig“ freigegebenen 28 Milliarden Euro für die Ukraine auf Wunsch auch von US-Investoren? Wo ist da die Rechtsstaatlichkeit? 

DI Mathias Gruböck                                                                                                 Baden, 17.05.2017
Unternehmens- und Organisationsberater

24 April 2017

Bürger - innenbewegung


Motte Allerechtevorbehalten mit "Bürger_innenbewegung" ist einem offenbar kein sprachverhunzender Blödsinn zu verwirrend um ihm nicht auf dem Frauenförderungsaltar zu huldigen. Politisch korrekt-verballhornte Kunstsprachen sind derart hirnwichserischer Unfug, der bisher nur aus totalitären Systemen kam. Am besten gleich Englisch sprechen - weil in englischsprachigen Ländern alle nur noch weiblich denken. Immer schön brav PC sprechen, weil sonst könnte ja noch jemand glauben man meint bei Bürgern nur Männer?! Ich hab auch viele Töchter, glaube aber nicht, daß man ihnen durch Rapeinlagen in der Bundeshymne Oder Binnen-I (oder _ Unterstrich-Akrobatik) auch nur irgendetwas hilft! Bürger_innenbewegung - echt jetzt?!?!

Dabei gäbe es viel mehr Dinge die man wirklich aufmischen könnte. Zum Beispiel der de-facto Wahlbetrug von gewählten NR-Repräsentaten, die angeblich direkt von Wählern aus einer parteigebundenen Liste gewählt wurden und plötzlich in einem anderen NR-Club sich deren Clubzwang unterwerfen. Das soll ein freies Mandat sein? Kein Mensch in Österreich kennt seinen Deputierten im Parlament. Dann kommt der „Zukunftsfond“-Österreich mit seinen Versorgungsjoblern und präsentiert noch Umfragen, dass die und die sich angeblich einen „starken Mann“ wünschen würden und parlieren dann weiter vom Führerprinzip und dergleichen. Wenn man den Abfrageterminus nur etwas mit weniger propagandistischem Ausschlachtungspotential gewählt hätte, dann würde man wohl noch mehr Zustimmung ernten: Einen direkten, ordentlichen, starken (unerschütterlich und prinzipientreu) und persönlichen Vertreter im Nationalrat der wirklich die Interessen seiner direkten Wähler vertritt (und sich nicht durch Clubzwänge und Lobbymassagen weichschlagen läßt) wünschen sich die Menschen. Diese denken ja nicht einmal so weit, dass man mit Hilfe der elektronischen Netze ja vielleicht auch wirklich direkt mitbestimmen/abstimmen könnte. Die gleichen „Volksvertreter“ die laufend ihre Gesinnung für einen sicheren Sitz im Parlament austauschen erklären dann dem Wahlvolk, dass es zu deppert sei um zu wissen was seinen Interessen dient und was nicht. Da könnten die NEOS einmal mutig sein und ein Wahlversprechen abgeben – dass sie zum Beispiel eine Plattform ihren Wählern (und vielleicht auch Nichtwählern) zur Verfügung stellen, die sie die Themen abstimmen lässt. Wenn schon die derzeitige Regierung die Interessen der Wirtschaft als Staatsziel (also in die Verfassung?) festschreiben will (also ist man dann Staatsgefährder wenn man gegen Interessen von Konzernen und Lobbys ist?) könnte man ja sicher ein Gegenkonzept lancieren, dass da heißt: „Moderne Techniken für eine wirkliche Demokratie nutzen“. Stell dir vor die Menschen könnten wirklich darüber entscheiden wie sie zusammenleben wollen. So ganz ohne obrigkeitsstaatliche beamtete Verwaltung. Das wäre mal eine Bürger-Innen-Bewegung die der Demokratie einmal Stärke und Echtheit einhauchen würde.

DI Mathias Gruböck                                                                                                Baden, 24.04.2017
Unternehmens- und Organisationsberater

05 April 2017

Nur weiter so

Also es wird wohl keine Fußball-WM in Russland geben. Grund dafür ist, dass in den USA gerade ein Machtkampf tobt, bei dem der österreichische Permanentkoalitionszwist wie eine Kleinkinderfestivität wirkt.

Klar ist nur eines: gewisse Kreise (vor allem die Dienste und die Ölindustrie) wollen den POTUS weghaben. Er macht einfach viel zu viel gegen ihre Interessen und langfristigen Pläne. In Mitte März zirka müssen sich diese Kreise darauf verständigt haben, dass sie durch exakt die gleichen Intrigen und Manöver der dahergelaufenen POTUS-Partie ihre Weltmachtspielchen aufzwingen.

Für genaue Beobachter ist erkennbar, dass zeitgleich mehrere Aktivitäten parallel intensiviert werden während das Türkei-Thema plötzlich vollkommen zurückgefahren wird.

  • Die Destabilisierungspolitik gegenüber der RF (Ukraine, angebliche Massendemos, Kriegsverbrechen, Kritik an der Gesetzgebung) werden wieder hochgefahren (so wie seit 2009 als die Zocker-Investoren-Mafioten aus Russland rausgedrängt wurden)
  • Syrien wird wieder zum Hauptkriegsziel des Westens gemacht – wieder durch die „Giftgasnummer“. Diesmal sogar kombiniert mit einem Angriff auf eine Krankenstation. (Warum war Assad nicht gleich so blöd einen Tag nach dem Beschluss der EU-Außenminister zu seinem Verschwinden, das Krankenhaus eigenhändig vor laufenden Kameras mit Giftgas zu bombardieren um dem Westen die EINZIGE Möglichkeit zu geben sich in seinem Land militärisch breitzumachen (was er sowieso schon breitflächig ist) und ihn und die Aleviten zu vernichten?)
  • Die beiden deutschen Machthaberinnen mit dem unerwiderten Stockholmsyndrom sind gerade dabei ihre Verantwortung zu nehmen, damit die angepeilten Ziele nicht aus dem Ruder laufen. Wobei die Giftgasnummer auch sehr gut als Ablenkungsmanöver von 500.000 verhungernden Kindern im Jemen, die Dank der Kriegsführung von Briten und US-Amis mit ihren radikalislamischen Verbündeten aus Saudiarabien dort fleißig die Menschen aus geopolitischen Motiven (und für billiges Öl) abschlachten. Also der MI6 ist auch immer wieder für so etwas gut, hat ja gleich seine „Beobachtungsstelle für Menschenrechte in Syrien“ mit ihrem „Netzwerk“ an „Aktivisten“. Reporting nennt man das, wenn ein Agent (am liebsten als Journalist, Künstler, UN/NGO-Mitarbeiter oder Student getarnt) über seine Aktivitäten als Aktivist dort unten berichtet.
  • Die US-Sportmannschaften ziehen sich auffallend aus allen internationalen Bewerben zurück (US-Fußball-Team schafft sich nicht zu qualifizieren, US-Eishockey-Spieler dürfen erstmals nicht zu Olympia in Korea) Kann durchaus auch auf etwas heftigere Strategiespielchen der militärisch-dienstlichen Geheimführung hindeuten. Einer Machtelite, die sich schon mehrmals direkt gegen die demokratisch gewählten Personen gestellt hat. Das Postfaktische Zeitalter ist auch das Zeitalter, in dem diese geheimen Machtstrukturen Fakten schaffen. Nur, dass sie eben massiv ausgebaut und empowert wurden und dadurch massiv mehr Fakten schaffen. Mehr Ressourcen mehr Fakten.
  • Der Unwillen des Westens den Bürgerkrieg in der Ukraine zu beenden. Hier sterben jeden Tag Europäer – laut Human Rights Watch (die offenbar mehr sehen als die OECD-Beobachter) hauptsächlich durch den Beschuss von Zivilisten durch die ukrainische Armee und deren angeschlossenen Söldnertruppen. (hat sich schon irgendjemand einmal Sorgen gemacht vor zurückkehrenden Kämpfern von der innerukrainischen Front? Ah – die sind ja meist katholisch-christlich)

Da spielen einige das Eskalationsspiel um ihre kleinen Semmerln zu backen. Es ist ja nicht einmal sicher, dass die Brexit-Scheidung nicht zu einem Scheidungskrieg verkommt, da GB den taktischen Fehler gemacht hat zu glauben, dass Sezession ein kontrollierbarer Prozess ist. Die Briten freuen sich darüber, dass sich die Spekulanten durchgesetzt haben, die einfach wie Scheidungsanwälte umso mehr verdienen je blutiger die Scheidung ist.

Eine WM in Russland ist so weit weg, wie Assad als Staatspräsident der mit Aleppo die Pipeline-Route für katarisches Gas nach Europa verhindert oder ein Trump, der ungehindert die Strategien der wirklich Machthabenden in den USA stören darf. Lieblingsszenario dieser Gruppen: Not-WM im Westen (am besten in London), Aleppo wird Kurdistan und Assad aufgehängt und Trump wird als Psychopat abgesetzt um den Vize zu installieren. Also fangen wir wieder vom Anfang an: Giftgasangriff irgendwo in Syrien – die deutschen Luftraum-Überwacher melden dem MI6 wo gerade Flieger angreifen um dort die Aktivisten zu aktivieren. Simpel erprobt und einfach. Witziger weise immer mit einer sehr großen zeitlichen Nähe zu westlichen Strategieentscheidungen. Manchmal hat man das Gefühl, dass die Giftgasangriffe gar nichts mit Syrien zu tun haben. Außer den Toten. Militärisch macht das nebenbei für keinen einen Sinn. So lange wirken die Worte des POTUS eben nach, wenn er mal rote Linien definiert, dann kennt ja jeder das Operationsziel.

DI Mathias Gruböck                                                                                           Baden, 05.04.2017
Unternehmens- und Organisationsberater

25 Dezember 2016

Strategie

Warum ich die US-Politik immer so scharf kritisiere? Weil in einer monohegemonialen Weltordnung in der sich die USA wähnen meist an der Kritik des Hegemonen mangelt. Eine Zentralgewalt kann ihre eigenen Handlungen nicht selbst auch noch reflektieren – sie bedarf der äußeren Kritik. Erst wenn diese Zentralgewalt wieder Allianzen schmieden muss, wird sie flexibler gegenüber der Machtpartizipation oder zumindest der Mitsprache anderer Interessengruppen.

Wenn man jetzt als Teil dieser westlichen Wertegemeinschaft in verschiedenen Teilen Asiens und Afrikas versucht bei lokalen Machtgruppen Zugeständnisse zu erwirken, dann sollte man nicht unbedingt die Positionen des westlichen Hegemoniestrebens vertreten. Es ist unabdingbar eine absolute Neutralität erkennbar darzulegen um nicht augenblicklich als Teil des Ganzen verstanden zu werden.

Erster Schritt hierbei ist, diejenigen Positionen des Westens die Lobbyinteressen darstellen als diese zu entlarven und versuchen die Wahrheit zu erkennen und auszusprechen. Sobald man die Wahrheit erkannt hat oder eben glaubt sie zu erkennen, kann man viele Einstellungen und Reaktionen auf diese interesseninduzierten Narrative ebenfalls wertschätzen und respektieren. Mangelnde Wahrhaftigkeit ist meist die Ursache für die tiefen Verletzungen der davon betroffenen Menschen. Ohne Respekt kann man mit Menschen nicht verhandeln oder sie um eine Gunst bitten. Wenn man Menschen wertschätzt werden sie mit einer höheren Wahrscheinlichkeit auch jedem anderen zubilligen seine Werte zu respektieren. Hier folgt dem Prinzip der Neutralität das Prinzip der Reziprozität. Oder der Gleichwertigkeit. Ohne eine Schaffung einer Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit kann es nicht zum Abtausch oder zum Ausgleich der Interessen kommen, da die jeweiligen Interessen ja nicht gleich bewertet werden. Ohne Gleichwertigkeit kann es zu keinem Ausgleich kommen. Wahrer Ausgleich kann nur in einem Win-Win für alle Beteiligten liegen, da es sonst zu sozio-ökonomischen Schieflagen kommt, die, je nach Potential und Divergenz nur durch zusätzliche Kräfte (militärische, ökonomische, finanziell, kulturelle, politische Macht) daran gehindert werden sich von selbst auszugleichen.

Wenn man nun sehr persönliche Wünsche in Gegenden außerhalb der westlichen-Werte-Gegenden hat, sollte man sich auch tunlichst nicht irgendwelchen, durchaus machtvollen Organisationen des Westens anschließen, da man sich sonst von deren Fähigkeit zur Machtausübung in diesen Gegenden abhängig macht und selbst keinerlei zusätzlichen Beitrag liefern kann. Man würde sich maximal auf ein sehr großes und umfangreiches Spiel einlassen unter der Bedingung der absoluten Abhängigkeit von beiden Seiten.

Oder man versucht es alleine: Unabhängig, flexibel, transparent und autonom. Geringerer Aufwand und schnellere Reaktionszeit stehen hier auch noch zu Buche. Maximale Flexibilität. Man muss eine USP einnehmen und daher seine Schwächen zu Stärken machen versuchen. Oder seine Stärken gegen die Schwächen der großen Strukturen einsetzen. Transparenz, Ehrlichkeit, Einschätzbarkeit, Nachvollziehbarkeit – alles mit dem Komplexitätsfaktor 1. Jede Organisation hat den Faktor der Anzahl der Verbindungen zwischen den einzelnen Organisationsteilnehmern im Innen und im Außen. Durch das exponentielle Wachstum der Faktoren die Macht bestimmen fluten sich diese Systeme selbst durch ihre Zuwächse. Die Überlegenheit des Einzelnen gegenüber den hypertrophen Strukturen gibt es derzeit leider nur zu oft in negativen Beispielen. Aber es geht auch positiv. (Mutter Theresa, Helmut Gmeiner, Albert Schweizer, Edward Snowden, Aaron Swartz, Wassili Archipow, Stanislaw Petrow…) Ohne Gewalt. Mit der Suche nach und dem Festhalten an der Wahrheit!

Also wenn ich jetzt zum Beispiel eine Begnadigung in Indonesien, den Philippinen oder in Thailand erreichen wollte, dann würde ich es eher mit dem individuellen Pull-Prinzip versuchen. Oder eben Malaysien. Oder aber irgendwelche geheimbündlerischen Organisationen im afrikanischen Raum. Individuell anbohren wo es nur geht, bis sich jemand findet der mehr zu verlieren hätte wenn er auf seiner Position verharren würde anstatt mir einen kleinen Gefallen zu tun. Probieren geht über studieren. Einziger Nachteil dieser Strategie – man hat immer zu wenig Informationen. Analyse und Antizipation sind die einzigen Kompensationsmöglichkeiten.

DI Mathias Gruböck                                                                                                  Baden, 25.12.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

25 Oktober 2016

Manche dürfen alles tun



Motte Allerechtevorbehalten Stefan Uttenthaler Ja sicher - weil entweder ändert sich gar nichts oder jeder darf machen was er will (also auf diplomatisch heißt das dann: Jeder darf seine Standards behalten) Das ist das Papier nicht wert auf dem es geschrieben wurde - weil das Theater würde nicht gemacht wenn alles so bliebe wie es ist. Die 5 relevanten Zölle die es noch zwischen Kanada und der EU gibt hätte man auch auf 2 A4 seiten abschaffen können. Wozu die restlichen 1998 Seiten sind weiß keiner außer die Lobbys die ihre geschäftlichen Schmankerln da hineingeschrieben haben.
 
DI Mathias Gruböck                                                                                              Baden, 25.10.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

23 Oktober 2016

Wie man allen eine Wuchtl reindrückt?

Wie kann man allen eine Wuchtl reindrücken und alle die das nicht so einfach schlucken wollen als Vollidioten bezeichnen? Das geht ganz einfach. Man wird Politiker oder gleich Lobbyist und sagt, gegen Empfang heftiger Barzahlungen, dass Freihandel Wohlstand bringt.

Da wird einmal behauptet, dass die Exporte nach Kanada sich in den nächsten zehn Jahren um 50% steigern werden. Gleichzeitig erzählt der IV-Bereichsleiter Löwy in Puls 4, dass die Lebensmittelexporte Österreichs beim Beitritt zur EU 1,8 Milliarden Euro betragen hätten und heute auf über 10 Milliarden Euro gestiegen sind. Abgesehen von Inflationsbereinigungen impliziert gerade der Bereich Landwirtschaft, dass man seine Erträge endlos steigern könnte. Und wenn Red Bull zufällig auch zu den Lebensmitteln gezählt wird, dann würde das auch keinen wundern.

Dann lässt Herr Löwy aufhorchen: Es wird ja nicht betrachtet, wieviele Arbeitsplätze ein Nichtabschluss von CETA kosten würde. Jetzt wird es ganz wirr. Der Bundeskanzler erklärte noch am Freitag wie sehr man sich gegen den Freihandel mit Asien wehren müsste, da die andere Standards hätten und viel billiger wären – speziell bezog er das auf die Stahlbranche und die 40.000 Arbeitsplätze, die in Europa letztes Jahr durch „Billigimporte“ in der europäischen Stahlindustrie verloren gegangen seien. Dann sagte der Herr Löwy noch etwas sehr Interessantes: Die Europäer würden gegen die Asiaten zurückfallen, weil die mit den USA das TTP abschließen würden. Verwirrung total. Freihandel bringt Wohlstand – also aus der NAFTA kommen dann keine „Billigimporte“ sondern Güter zu „Freundschaftspreisen“. Die NAFTA-Länder können selbst bestimmen zu welchen Standards und Bedingungen sie produzieren – und investieren. China hat dazu im Gegensatz schlechte Standards und Bedingungen, daher ist Freihandel mit denen pfui. (also im Zuge der WTO eigentlich nicht, aber wir definieren China einfach, dass sie keine Volkswirtschaft sind, dann gilt das WTO-Freihandelsabkommen nicht für China) Und der Herr Löwy meinte auch, dass die Asiaten alle ein Freihandelsabkommen mit den USA haben wollen. Na klar doch! Die haben ja die billigen Arbeitskräfte und brauchen die Absatzmärkte und die Investitionen. Europa hat nicht die billigen Arbeitskräfte, hat hohe Standards, hat keine Standortvorteile in der Landwirtschaft und hat zunehmend Investoren die ebenfalls mehr in Wachstumsmärkten investieren. Europa hat nur einen Nachteil, dass es einfach zu deppert ist im naheliegensten Wachstumsmarkt, Russland, zu investieren. Das ist wirklich eine Wirtschaftspolitik für Vollpfosten: Den prosperierenden kongruenten Markt mit Russland zerschlagen wir, damit wir irgendwelche vollkommen blauäugigen oder linken Handelsverträge schließen mit einem NAFTA-Raum, der ganz sicher nicht am Wohlergehen der europäischen Produzenten interessiert ist. Warum, bitte sehr, soll eine Firma ihre Arbeitsplätze aus der NAFTA nach Europa verlagern und nicht gleich nach Asien? Das EINZIGE was Asien bisher nicht hat ist der kaufkräftige Markt von 500 Millionen Menschen. Klar ist Kanada daran interessiert. Klar sind die Investoren daran interessiert. Aber was interessiert das die Vertreter der europäischen Bevölkerung? Der US-Botschafter in Brüssel hat das ganz richtig beschrieben: Es wird die Wirtschafts-NATO, bei der immer nur einer das Sagen hat.

Gibt es in diesem ganzen CETA-Vertrag auch einen No-Spy Passus? Wenn man miteinander frei handelt und frei Wirtschaft treibt, sollte man sich doch auch nicht einseitig ausspionieren, oder? 5-Eyes Mitglied Kanada betreibt mit den USA und dem Bald-Nichtmehr-EU-Mitglied GB das größte Spionagenetz der Welt, dem man wohl die meisten Enthüllungen von „Wirtschaftsskandalen“ bei Nicht-5-Eyes Staaten zu verdanken hat. Freihandel bringt Wohlstand – in Bulgarien und in Rumänien haben die Menschen viel weniger Einkommen als die Griechen. Was haben die für Handelsbeziehungen mit Kanada? Mit Russland dürfen sie ja jetzt nicht mehr Handel treiben und die EU schaut, dass es dem Rubelraum möglichst schlecht geht – Ramschniveau. Zypern mit ihren Verbindungen zum britischen Bankensystem – upgrade. Italien, mit dem stärksten Wirtschaftsstandort Europas, Norditalien, fast Ramschniveau. Das ist was die Investoren machen – bekomm ich nicht meine Sondersicherheitsschiedsgerichte werte ich euch in Grund und Boden ab. Derjenige Wirtschaftstreibende, der einer konkurrierenden Truppe alle seine Geschäftsgeheimnisse preisgibt und sie dann noch seine Bewertung durchführen lässt, wird bald den Kuckuck überall kleben haben. Außer man glaubt, dass diese konkurrierende Truppe nur am Geschäftserfolg unseres Wirtschaftstreibenden und seiner vielzähligen Mitarbeiter interessiert ist.

Der CETA-Vertrag ist 4-5 mal so Umfangreich wie der Beitrittsvertrag Österreichs zur EU. Darin steht, dass Österreich sein Bankgeheimnis behalten darf und das Österreich immerwährend neutral ist und bleibt. Vor der NR-Wahl 2013 erklärt die Koalitionsregierung aus SPÖ und ÖVP, dass die Hypo sicher sei und, dass kein weiteres Steuergeld dafür aufgewendet werden muss. 3 Monate später wird sie abgewickelt. Paar Jahre später ist das Bankgeheimnis Geschichte, die immerwährende Neutralität ist ein selbstironisches Lippenbekenntnis mit Treppenwitzcharakter geworden. Aber der Herr Löwy und die „globalen Interessen“, die den Herrn BK Kern ganz kleinlaut werden ließen, versprechen ganz hochheilig, dass das alles super ist. Und voll im Interesse aller – (aller IV-Mitglieder, oder fast aller). Das hat auch schon der Herr Vizekanzler Mitterlehner gehört – er vertritt ja ? Und der Bauernbund - ? (Wen vertreten die genau – Monsanto? Raiffeisen?)

Laut EU-Kommission ist CETA ein einfaches Abkommen und muss gar nicht von den nationalen Parlamenten ratifiziert werden. Jetzt ist es plötzlich kein einfaches Abkommen – was schon die über 2000 Seiten angedeutet hätten. Das ist also laut Rechtsvertretung der EU-Kommission ein einfaches Abkommen, dass so kompliziert ist, dass kein Normalsterblicher erkennen kann, dass es irrsinnig vorteilhaft für jeden einzelnen ist. Und laut Frau Malström sind alle dafür, außer eben immer gerade die vor denen sie die Vorteile von CETA nicht erklären kann. Alle anderen sind dafür. Und sieben Jahre haben sie im Geheimen verhandeln müssen, also der Herr Baroso und seine Kollegen von den Lobbys. Der Initiator von CETA sitzt jetzt bei Goldmann und Sachs und entwickelt die neuen Geschäftsmodelle auf Grund dieses Vertrages. Das ist genial. Das ist ein Steilpass zu sich selbst. Toooor. Drin ist die Wuchtl. Der Herr Löwy von der IV klatscht begeistert. Er bekommt auch einen Lobbyvertrag von Goldmann und Sachs als Frühstücksdirektor nachdem die Spielregeln auf Gewinn getrimmt wurden. Wuchtldruckereien als Printshop für Aktienbonuspakete. Die dürfen weiterhin frei gehandelt werden. Wo ist die Vereinbarung einer Transaktionssteuer mit Kanada, als Abtausch für den Investitionsschutz? Ah, das ist dann ja wieder profit….. äh, arbeitsplatzfeindlich. Soll ja weiterhin eine Spekulationsfreiheit mit Kapital- und sogar Profitsicherung bleiben.

DI Mathias Gruböck                                                                                                 Baden, 23.10.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

06 März 2016

Echtzeit Systemversagen


Das ist wie zu Silvester in Köln, bei der Hypo oder anderen Rudlpudereien des Wahlvolkes. Alle haben irgendwelche Agendas, die sie sich nicht offen zu sagen getrauen, so wirklich traut sich keiner STOP zu sagen, da man dann ja Verantwortung übernehmen müsste und überhaupt ist man ja nicht verantwortlich. Das ist ein klares Zeichen für unklare Strukturen! Die Wissenschaft labert irgendwas von "geht scho, aber man muss schon aufpassen!" und die Politik sagt wieder, dass das die Wissenschaft entscheidet. Die sagen wieder man kann das mal freigeben, wenn man dann nicht ein gewisses Maß an Gefährdung übersteigt. Also da wird die heiße Kartoffel (Erdapfel) so lange hin und hergeworfen, bis allen ganz schwindlig ist. Da es eben ein großer Schwindel ist. Die Industrie soll keine Taskforce zusammenstellen sondern soll Verantwortliche benennen (Menschen und Firmen/Konzerne) die mit ihrem persönlichen Vermögen und ihrer strafrechtlichen Verfügbarkeit bürgen, dass, wenn doch in 5-10 Jahren zuviele Menschen an Glyphosat-induziertem Krebs sterben, jemand dafür wegen dann mutwilliger Gemeingefährdung verkanckt wird. Ist wie in Bopahl, nacher geht dann die Firma in einer anderen auf und die verantwortlichen Manager sind längst schon über alle Berge (dort treffen sie sich mit den auch unschuldigen Politikern in den diversen Aufsichtsräten)
Ist wie bei der Flüchtlingsobergrenze - keiner kennt sie, aber keiner würde ein Stamperl Glyphosat auf Ex trinken - warum denn nicht?

Bitte wertes Publikum - Herrrrrreinspaziert: Wissenschaftler, Tiere - Attraktionen! Systemversagen in Echtzeit zum Zuschauen. Da benötigt man keinen Untersuchungsausschuß, da kann man direkt live dabei zuschauen wie das System vollkommen inkompetent einfach weitermacht, weil sich keiner Stop-sagen traut oder Angst um seine Boni hat. Brunnenvergiftern haben unsere Vorfahren keinen friedvollen Lebensabend finanziert. Den abgefahrenen Scheißdreck (man muss es wirklich einmal einfach beim Namen nennen) gibts ja gar nicht - schon klar warum diese Systemhengste die Russen draußen halten wollen, da die Produkthaftung viel zu persönlich nehmen (vergl. ermordete Fluglotsen, die für den Zusammenstoß von 2 Passagierflugzeugen verantwortlich waren)

Manchmal hat man das Gefühl, dass der einzige der in den westlichen, hochgepriesenen Demokratien keine Lobby hat, der Wähler ist.


DI Mathias Gruböck                                                            Baden, 06.03.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

05 März 2016

Das Essen von vergifteten Lebensmitteln kann zu Vergiftungserscheinungen und einem schmerzhaften Tod führen!


... wenn man wirklich die gesamte Schadstoffbelastung jedes Einzelnen evaluieren will, dann müsste man nur die Tonnen an unterschiedlichsten Pestiziden und Herbiziden die ausgebracht werden, durch die Anzahl der Staatsbürger dividieren. Ist wahrscheinlich aussagekräftiger als so hingeschummelte Gutachten die sich auf ein einzelnes Gift bei Schönwetter und Heimweh konzentriert. Die Industrie muss dann jeden Abschlag, den ein anderes Lebewesen aufnimmt oder der ins Trinkwasser geht nachweisen. Das wäre menschenzentrierte Landwirtschafts- und Umweltpolitik!

Agent Orange war auch nur ein Unkrautvernichtungsmittel - vollkommen ungefährlich, so wie das dreckige Dutzend (HCB - wurde auch einmal zum Einsatz in der Lebensmittelproduktion freigegeben - wahrscheinlich die gleichen Gutachter sogar)

DI Mathias Gruböck                                                                  Baden, 05.03.2016
Unternehmens- und Organisationsberater