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30 April 2018

Wachstums-Fake

Der Handel mit Canada ist niedriger als der mit Russland. Warum zerstören wir jetzt genau den Handel mit Russland? Damit NAFTA-Konzerne ein eigenes Rechtssystem bekommen? Ja - danke ÖVP, wieviele Arbeitsplätze hat das eine gekostet und das andere gebracht!?!? Neben den zahllosen Robbenbabys die jetzt wieder unsanktioniert gekillt werden dürfen. Mit Einklagerecht über Geheimgerichte - DANKE CETA!
Die einzige Fake-News ist, dass es ewiges Wachstum gibt.

DI Mathias Gruböck                                                              Baden, 30.04.2018
Unternehmens- und Organisationsberater

24 Mai 2016

Der Mensch an sich


Was ist das Zeichen, das uns die Flüchtlingsthematik deuten will? Warum ist das im Prinzip anscheinend so unlösbar? Warum müssen da Werte, Gesetze, internationale Vereinbarungen und sonstiges herangezogen werden um ein allgemeines Unwohlsein oder Störgefühl in der Bevölkerung zu bekämpfen?

Wenn man etwas genauer hinschaut, dann kommen die Störgefühle offenbar nicht von alleine vom Flüchtlingsthema sondern es tut sich ein gesamter Strauß von Themen auf, die irgendwie nicht mehr so ganz reibungslos „funktionieren“. Es sind allesamt Themen die mit der Gemeinschaft, der Gruppe, dem menschlichen Zusammenleben in Gruppen zu tun haben und hier mit der zunehmenden Verstädterung des Menschen.

Die Gruppenbildung, eigentlich die Kleingruppenbildung des Menschen funktioniert seit Jahrmillionen auf die gleiche Art, dass die Interaktion mit anderen Gruppenmitgliedern jedem Einzelnen in der Gruppe in Summe über alle Werte einen höheren Gewinn bringt als er als Einzelner dauerhaft erzielen könnte. Auch sind alle Verhaltensweisen und Eigenschaften dahingehend prädestiniert sich in Kleingruppen aufzuhalten und darin zu existieren. Ein sehr wichtiges Kriterium dieser „archaischen“ Kleingruppen ist die qualitative Bindung der einzelnen Mitglieder, die eine einfache Austauschbarkeit sowohl des Individuums und damit auch der Gruppe nicht trivial gestalten lassen.

Im Zuge der Verstädterung und auch der profitorientierten Substitution von Gruppenfunktionen wurden sehr viele dieser ursprünglichen „Mehrwerte“ einer Kleingruppe von wirtschafts- oder verwaltungsorientierten Organisationen übernommen, die Teilfunktionen in einem institutionellen oder industriellen Maßstab bereitstellen. Diese Institutionen und Organisationen treten damit an die Stelle der ursprünglichen Gruppe, dies aber immer nur für spezielle Bereiche und lösen diese darin ab. An einem spezifischen Punkt kommt die Entscheidung, die „archaischen“ autonomen und nachhaltigen Gruppen aufzugeben und sich in die individuelle Abhängigkeit von diesen Großsystemen zu begeben. Dies erfolgt unter dem impliziten Versprechen: „WIR geben DIR alles was DU brauchst!“. Dieses Versprechen gibt auch schon erste Indizien dafür, dass diese Systeme und Organisationen für ihr gedeihliches Wachstum immer mehr Verbraucher benötigen. Und hier zeigt sich auch schon der erste große Unterschied zu den Kleingruppen – eine Kleingruppe ist abhängig von ihren spezifischen Gruppenmitgliedern, die Systeme und Organisationen benötigen eine Menge an Verbrauchern aber das Individuum ist ihnen unbekannt. Dahingehend sind jetzt auch Appelle an die „Solidarität“ der Menschen in der Flüchtlingsfrage eher eine Verstärkung des Problems. Solidarität ist ein Wert für den Zusammenhalt und die Leistungsbereitschaft eines Individuums mit der Gemeinschaft. Vorraussetzung für Solidarität ist, dass die Gemeinschaft dem Individuum klar zeigt, dass es sie ebenfalls den Zusammenhalt mit dem Individuum sicherstellt und dafür auch leistungsbereit ist. Eine Gemeinschaft, die diese Versprechen aber jedem gibt, zeigt dem Individuum, dass es ihr nicht um die Person an sich geht sondern eben wiederum nur um Menschen als statistische Größe.

Die Teilnahme der Menschen an den diversen Wirtschafts- und Sozialsystemen hängt zunehmend vom individuellen Gewinn des jeweiligen Einzelnen ab. Dieser Gewinn hängt aber auch von nichtmonetären Parametern ab. Eine Gesellschaft die sich um das Individuum an sich kümmert wird jede Menge an Individuen nicht erreichen. Diese werden sich kaum bis gar nicht von irgendwelchen „Werten“ von Eliten, die nach wie vor die Systeme zu ihren Gunsten managen können, davon überzeugen lassen, dass diese ihnen ebenfalls nutzen würden. Eine rein monetäre Betrachtungsweise von Solidarität oder Gemeinschaft als wirtschaftliches und ökonomisches Problem wird eine Entsolidarisierung von Menschen durch Entidentifikation weiter vorantreiben. Die alleinige Verteufelung von Versuchen sich in Gruppen zusammenzufinden, die dem Individuum ein Gefühl der persönlichen Identifikation und Zusammengehörigkeit geben, löst das Problem der anonymen Singularität von Menschen in den Großsystemen nicht. Vielmehr kommt es zunehmend zu Glaubenskriegen zwischen den Anhängern des abhängigen Individualismus, der sich selbst als Krone der Gesellschafts- und Sozialentwicklung inszeniert und den analogen Retrogemeinschaftswesen Vertretern. In diesem Glaubenskrieg stirbt die Wahrheit wie immer zu erst. Hier gibt es die breitflächigen Narrative von den Militärs, die Frieden und Freiheit bringen, von Investoren, die Wohlstand und Glückseligkeit unter die Menschen bringen wollten und über Händler, die nicht auf Profitsteigerung aus seien. Als Zwickmühlenschreckgespenster werden dann entweder der Antichrist-Terrorist mit dem Triefauge oder alle vergasende Nazihorden benutzt um die Leute einfach dazu zu bringen weiter zu machen. Vorwärts ohne Ziel, weil nur von Ängsten getrieben ist vielleicht nicht die ideale Politik, da vorne durchaus auch der Abgrund auf die dahintrabende Herde warten kann. Selbstfahrende Autos als ultimative Symbolik. Das System lenkt von ganz alleine. Freie Fahrt für freie Bürger nur solange sie Ziele und Parteien aus dem vorgegeben Werteraum auswählen. Alle fünf bis sechs Jahre interessiert das System plötzlich das Individuum. Davor und danach gibt es Gremien, Experten und Kommissionen, die ganz genau wissen was die Bürger-Menschen wirklich wollen. Vor allem immer mehr Gesetze, die das Zusammenleben zwischen dem System und den Bürgern regeln. Systemkontrolle, sowohl im Sinne der Steuerung als auch der effektiven Kontroll-(Macht) ist keine Ansporn zur Solidarität. Der Terminus der „Bürgerbeteiligung“ definiert das sehr schön. Klingt als ob aus einem absolutgesetzten System heraus Randgruppen Mitspracherechte eingeräumt werden sollen. „L'état ce sont nous!“ hört man die „Sonnengott“-Eliten nicht sagen. Außer Herrn Trump, der spricht es einfach aus. Für diese Eliten (kann man ganz locker sagen, ohne, dass irgendwer stutzt) ist Solidarität nur ein anderer Ausdruck für Leistungen die das Individuum für ihre Profite und Wachstumsraten erbringen soll. Solidarität im Sinne eines Zusammenschlusses zu Interessensgemeinschaften ist damit nicht gemeint. Das stellt recht schnell irgendeinen Tatbestand dar. Aufruhr, Populismus, Sozialismus, Radikalismus, Idealismus, Nationalismus, Terrorismus, Rassismus – irgendwie wird man die Interessenlagen außerhalb der kontrollierten Herde schon bezeichnen können. Damit greifen dann die Repressionsmaßnahmen mit denen sich das System gegen gesellschaftliche Strömungen und Interessenbildungen wehrt. Die Ideologie, dass die Menschen nur für die Wirtschaft (und da vor allem nur entweder als Verbraucher oder Lohnsklaven) da seien hat uns ein nicht enden wollendes Wachstum an Verbräuchen gebracht. Viele leben auch schon nur noch von den Spekulationen auf diese Verbräuche und meinen, dass weitentfernte Lohnsklaven doch dankbar seien sollten die Dinge zu produzieren, die dann auf Grund von kapitalistischen Grundgesetzmäigkeiten immer wertloser werden müssen. Eine zentrale Frage wurde im österreichischen BP-Wahlkampf gestellt: Was sind unsere Werte? Alle reden davon – keiner kennt sie. Herr BPVdB versuchte sich irgendwie mit dem Ansatz, Wert ist alles das wofür es einen Investor gibt. Das stellt zwar die politische Realität dar, war aber als Vision etwas zu real existierender Kapitalismus, der vielleicht bald draufkommt, dass vieles wertlos ist. Die Gefahr von Rechts ist ein lindes Mailüftchen gegen die Gefahr durch eine westliche Werteblase. Was Geld bringt ist was wert. Wenn's keine Geld bringt ist es nichts wert. Schlag nach bei den Geburtenraten. Der Mensch an sich ist nur Kostenfaktor. Und genausogut wie jeder andere Mensch auf dieser Welt. Nur österreichische Männer haben eine gesetzlich verankerte Wehrpflicht und keinen Anspruch auf Sorgerecht bei ihren Kindern. Aber sonst sind sie von staatswegen schon den Flüchtlingen gleichgestellt.

DI Mathias Gruböck                                                                                          Baden, 24.05.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

08 April 2016

Monokulti





Wozu? Deutsch ist in Sinne der Globalisierung ein aussterbende Dialekt der angelsächsischen Sprache. Wozu den Migranten mühevoll und kostenintensiv Deutsch beibringen? Dafür werden jetzt die Volksschulen zu Sprachfördereinrichtungen umgestaltet, das als Reaktion darauf, dass jetzt bereits ca. ein Sechstel der Volksschulabsolventen funktionale Analphabeten sind! Österreichische Dialekte sind am Rückzug, vieles klingt nur noch wie Deutsch-Rap mit Migrationshintergrund - Hey Digger (wobei nie klar ist ob mehr Menschen in den deutschen Sprachraum migrieren oder ob Deutsch in die globale Leitkultur migriert wird. Unterschiedliche Kulturen, Traditionen und Sprachen sind der Feind der Globalisierung, da diese über den Zwischenschritt "Multikulti" eine marktoptimierte, virtualisierte "Monokulti" einkocht. Klar muss man das Repetieren abschaffen um die Kinder nicht unnötig lange von Facebook und Youtube fernzuhalten.

Kulturen, Sprachen und sogar die Soziallehren der diversen Religionen sind Anpassungen an lokale oder regionale Gegebenheiten um das autarke Überleben und eine nachhaltige Existenz der Menschen zu ermöglichen. Dies führt zur Bindung lokaler Gesellschaften – zu einer Gemeinsamkeit. Wir und Uns. Die Globalisierung zielt auf die profitmaximierte Versorgung von bedürftigen Kunden ab. Kunden sind im Allgemeinen nicht mehr in der Lage sich selbst zu Versorgen und müssen ihre Bedürfnisse durch Wirtschaftsorganisationen befriedigen lassen. Dies wird durch Zentralisierung (Verstädterung) und durch Versorgungsabhängigkeiten erzielt.

Autarkie und Nachhaltigkeit (Nicht-Abhängigkeit) werden dadurch per se zu Gegenkonzepten für den Wachstumszwang der zentralisierenden Abhängigkeitswirtschaft. Diese bietet den Teilnehmern solange Vorteile gegenüber der Autarkie und der Unabhängigkeit, solange sie die geweckten Bedarfe decken kann. Bedarfdeckungssicherung als oberstes Sicherheitsziel. Indem kulturelle, sprachliche oder religiös-ehtische Bedürfnisse vereinheitlicht werden, wird die Variantenvielfalt reduziert und die Versorgung der Märkte gesichert. Gleichzeitig steigt aber die Abhängigkeit der Teilnehmer an diesen Monokultursystemen. Befriedigung oder sogar Glück wird immer mehr von den vom System bereitgestellten Möglichkeiten abhängig. Das Verhältnis der Menschen, die sich weltweit selbst versorgen können zu denjenigen, die sich Zentralversorgungssystemen anschließen verändert sich laufend zu Gunsten der urbanen Zentralknoten und deren Synergieleistungen.

Möglicher Weise ist die Schaffung einer Monokultur, so das gelingt, ein Beitrag zur mittelfristigen Überlebenssicherung der Menschheit. Zuvor müsste aber die nachhaltige Energiebereitstellung dieser, derzeit nicht nachhaltigen Systeme gelöst werden. Dies bezieht sich speziell auf die Nahrungsmittelgewinnung. Derzeit ist es jedenfalls so, dass ein Großteil der Menschheit nicht in nachhaltigen Systemen lebt. Im Gegenteil besteht bei einer wirtschaftlichen Wachstumskurve über dem Bevölkerungswachstum der Verdacht der steigend negativen Energiebilanz. Große Züge der Monokultur tragen Anzeichen davon, diese systematische Schwäche zu ignorieren oder gar zu vertuschen. 

DI Mathias Gruböck                                                      Nondorf, 08.04.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

17 März 2016

Die Leitminderheitskultur


Schuldirektorinnen, die sich bei einem 98%igen Schüleranteil mit nichtdeutscher Muttersprache für mehr Unterstützung in der Spracherziehung einsetzen wird vom Unterrichtsministerium maximal ein Stinkefingermaulkorbbrief anstatt Hilfe geschickt. Die Frau Ministerin turnt inzwischen in New York in Frauenverteidigungsthemen herum.

Man vernimmt, dass die Kinder mit 6 Jahren in die Schule kommen, ohne richtig Deutsch zu können. Sie sind großteils aber bereits schon in Österreich geboren, haben aber bis dahin keinen Zugang zu der Mehrheits(?)-Kultur gefunden. Auch nicht zur Sprache. Das ist wahrscheinlich ein Viertel der Kinder. Ein anderes Viertel kann vielleicht doch halbwegs Deutsch. Deutsch! - wenn man sich heutzutage das Deutsch der Kinder in österreichischen Schulen anhört, dann ist es Berlin-Synchron-Deutsch oder bestenfalls Göthe-Instituts-Deutsch. Österreichisch – Fehlanzeige. Das ist die Hälfte der Kinder deren Mutter eine andere Sprache als Deutsch hat. Es geht aber noch weiter. Ein Gutteil der „österreichischen“ Kinder sprechen heutzutage ein „Hochdeutsch“, dass sich idiomatisch nördlicher als Hannover ansiedeln lässt. Das kommt sicherlich von einem Medienkonsum der „österreichische Dialekte“ meist mit Untertiteln versieht. Das sind wohl noch die 25% die sich in einer Art österreichischen Leitkultur wiederfinden. Dann gibt es noch ein Viertel, dass sich schon fast grundsätzlich der englischsprachigen Leitkultur angepasst haben. Das geht von sprachlichem Kauderwelsch über sittliche Normen, die zusehends durch US-TV-Serien geprägt werden, bis hin zu einer Akzeptanz der Minderwertigkeit der „eigenen“ kulturellen und gesellschaftlichen Konzepte. Also, in der Vergangenheit gibt es soetwas wie ein Reservat der „Mozart-Kugel-Lipizaner-Sängerknaben“ aber alles was nicht durch einen, vielleicht sogar vollkommen sinnentleerten Anglizismus beschrieben wird ist altbacken und maximal „retro“. Das geht sogar schon so weit, dass Serientiteln wie Motive automatisch auf Englisch ausgesprochen werden und anscheinend die Meisten keine Idee davon haben, dass es durchaus auch ein deutsches Wort mit exakt der gleichen Bedeutung gibt. Es grenzt ja heutzutage schon fast an Wiederbetätigung wenn man die Frage äußern würde warum David in Zusammenhang mit einem österreichischen Nationalspieler automatisch als Dävid ausgesprochen wird. Vielleicht weil Tiroler Landeshauptleute mit Dävid auf Grund seiner Hautfarbe auch gleich Englisch parlieren.

Es ist wirklich fraglich inwieweit wir jemanden noch integrieren können, wenn wir selbst unsere Kultur innerhalb einer Generation zumindest sprachlich aufgeben. Wenn heute morgen ein Junge ein leckeres Backon-Wrap verspeist, dann verkommt eine österreichische kulturelle Identität alsbald zu einer Ecke im Kulturdisneyland. (Hier selbst kontrollieren – wer hat jetzt Land und wer hat länd gelesen?)

Alle sind per Du und tragen keine Krawatten mehr. Weil die hippen US-Startups das so vorleben. Klar sind das nur Konventionen, wozu brauchen wir die? Weg damit! Konventionen stören meistens die Einführung von neuen Regeln. Wer die Regeln vorgibt hat die Macht, da er das Spiel bestimmt. Das ist so und wird auch so bleiben. Österreichisch war ganz nett – ich war noch ein Bub, damals. Hatte auch noch eine Lederhose im wirklichen Alltagsbetrieb im Einsatz. Damals rockte noch Heinz Conrads FS1. Jetzt ist die Persiflage der amerikanischen Unterklasse à la Simpsons ein Quotenhit, jeder kennt sich mit den Finessen von US-Gerichtsverfahren mehr aus als mit eigenen juristischen Abläufen und seit neuesten verstehen wir auch Börgerkulinarik und Ghettokultur als Leitkultur. Die Leitkultur in Österreich ist wahrscheinlich durch eine qualifizierte Mehrheit geprägt, die nach der Maxime, alles besser als die österreichisch-deutsche Gegenwartskultur, agiert.

Servus Bub, hau di über die Häuser, österreichisch ist drittklassig. Die Leitkaskade: US-D-Ö.

DI Mathias Gruböck                                                        Nondorf, 17.03.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

03 Februar 2016

Bedingungslose Bedingungen


Motte Allerechtevorbehalten ja - das ist eine super Idee. Leider gibt es aber ein paar Rahmenbedingungen dazu. Eine der wichtigsten ist, dass ein Sozial-System, das dieses bedingungslose Grundeinkommen anbietet halbwegs konstant ist. Also auch von der Menge der Betroffenen. Sonst passiert das was mit der Freigabe leichter Drogen in Holland passierte - alle Welt kommt dann und will auch die Freizügigkeit genießen. Durch ein bedingungsloses Grundeinkommen würde man sozusagen einen Preis ausschreiben, dass alle die es nur irgendwie auf der Welt schaffen versuchen werden das auch zu bekommen. 1000 € pro Person (ca.) sind in 80% der übrigen Welt ca. der 5fache Monatsverdienst einer Person. Alle Freiheiten die wir uns leisten wollen bedingen, dass wir vorher ein stabiles System in Europa aufsetzen - das heißt aber auch, dass zuvor die europäischen Staaten sich viel mehr zusammenschließen um all die Projekte (Umwelt, Energie, Soziales) kreativ und konstruktiv umzusetzen. Es wird sich nicht ausgehen, dass man weiterhin großzügige Lösungsansätze in einem geistigen Kleinklein umsetzen will. Überhaupt müsste man zuvor das Regime über die eigenen Angelegenheiten wieder vom Weltenherrscher zurückerobern. Die USA würden es uns nie erlauben, dass wir ein bedingungsloses Grundeinkommen einführen, die Hoheit über unsere Daten zurückerlangen, das Bankgeheimnis aufrechterhalten dürfen, Reisefreiheit genießen und Meinungsbildungsfreiheit ausüben dürfen. Die Überfremdung findet schon lange nicht durch Migranten statt - "unsere" Werte und Kultur werden schon längst von Übersee bestimmt oder geformt. Aber auch Kulturen und Sozialsysteme haben eben ein Ablaufdatum - die Europäer schaffen es offenbar nicht mehr sich gegen die dominante Wirtschaft/Kultur/Hegemonie der USA zu behaupten - die Europäer werden die kulturellen/wirtschaftlichen Hausschweine der USA. Grundeinkommen muss man sich verdienen. Dafür müsste man auch bereit sein zu kämpfen. Abgesehen davon, dass man gegen die PC-Vorgaben aus dem Führungsland gar nicht mehr alternativ Agieren darf.


DI Mathias Gruböck                                                      Baden, 03.02.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

Bürger-Kriegsgeile Führungskräfte

http://orf.at/stories/2322281/2322282/


Raus aus diesem Sauhaufen - das ist der Sargnagel für die EU - Union heißt Vereinigung. Es hat noch keine Fußballmanschaft überlebt, wenn ein Kicker den Rest der Mannschaft erpressen wollte, indem er mit seinem Abgang drohte. Das ist der Anfang vom Ende. Und die Nationalen Parlamente sollen dann noch ein Vetorecht bekommen. Dann brät wieder jeder Nationalstaat seine Extrawurst und aus Maus. Das wird dann die systematisierte Endlosschleife und das ewige Ringelspiel bei dem der Chef-Schausteller dann seinen Profit abzieht.

Ab sofort muss man schauen, dass man sich möglichst schnell aus dieser EU absetzt. Das wird nichts - ein unsteuerbarer Haufen, der damit genau das nicht erreichen kann was er eigentlich für die Europäer sollte: Durch Vereinigung (Union) sollte man ein globaler Player werden oder zumindest seine Relevanz behalten. Das ist offenbar von anderen nicht gewünscht, so wie der Euro zu stark geworden war. Jetzt kommen die Salamitaktiker die aber gleichzeitig im Osten den EU-Patschen mit dubiosen Assoziierungsabkommen aufblasen wollen. Das ist der Abgesang - wie kann man die Einheit wahren oder gar stärken, wenn man einem Land, das eigentlich gar nicht an der EU beteiligt sein will und IMMER ausgeschehrt ist, in den Arsch kriecht, da kann man es besser gleich lassen. Tusk und Cameron - die Totengräber eines starken Europas, dass in der Welt etwas bewirken hätte können - und ein Kommissionspräsident Junker, der von den Pressure-Groups derart ins Winkerl gestellt und medial ausgeschaltet wird, dass man immer weniger von einer minimalen Selbstverwaltung in der EU ausgehen kann. Da machen sich alle soooolche Sorgen um die Demokratie in Russland (die Zustimmungswerte von Präsident Putin sollte in Europa mal ein Politiker haben, wo schon bei der kleinsten politischen Verwerfung die nationalen Regierungschefs abgeschossen werden und die europäische Existenzfrage gestellt wird) und unsere gekauften oder US-hörigen Politiker beschäftigen sich nur mit permanentem Rückbau der EU - weils einfach die Führungsrolle der USA gefährdet hat. EURO abwerten, weil er zu stark gegenüber dem Dollar wurde, Ressourcenlieferanten wirtschaftlich ruinieren, damit sie nicht mehr nach EU liefern (können), US-Truppenstationierungen in der EU ausbauen (wozu eigentlich?), US-Atomsprengköpfe in Deutschland erneuern (wozu und gegen wen eigentlich?), die EU im fernen europäischen (?) Osten in Konfrontation mit Russland schicken anstatt sie sich selbst vertiefen lassen. Das einzige was sich Europa auf die Dauer nicht leisten kann, ist der willfährige und zahlungsfreudige Vasall für die US-Weltmachtpolitik zu sein. TTIP ist der weitere Schritt - weil die USA ja soo gute Freunde der EU sind und in Wirklichkeit nicht die größten Konkurrenten. Russland benötigte keinen Krieg für seine Wirtschaftspolitik - die US-Industrie hingegen ist eine zivil getünchte Kriegswirtschaft, die es nicht dulden kann, dass es in diversen Gegenden der Welt zu friedlich zugeht. 

Europa hat seine Lektion zum wiederholten Male nicht gelernt: Yugoslavienkrieg, Kosovo, Ukraine, Türkei, Nordirland, Baskenland - alle tun so als ob Krieg in Europa vollkommen unwahrscheinlich ist. Jeder der die Integration der europäischen Staaten hintertreibt ist ein massiver Gefährder! Ein Premier Cameron würde in jedem europäischen Land durch den Verfassungsschutz als Gefährder wegen des Versuchs der Beseitigung der verfassungsmäßigen Ordnung verfolgt werden. Normaler Weise kam in Europa nach Zeiten  der massiven Aufrüstung ein Krieg. Momentan werden europäische Heere gerade wieder mit 100ten Milliarden Euro EXTRA aufgerüstet. Was ist die logische Folge bei einer gleichzeitigen vorsätzlichen Schwächung der EU-staatlichen Integrationsfähigkeiten? Nach der hypertrophen Umverteilung von arm zu reich MÜSSEN die Schuldknechte aufeinandergehetzt werden, damit sie sich selbst dezimieren. Nur so bleibt man reich und an der Macht. Sonst bekäme man ja noch eine echte Demokratie.

DI Mathias Gruböck                                                            Baden, 03.02.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

01 Februar 2016

Kurz und knapp

http://orf.at/stories/2321924/

Genau .... deswegen brauchts ja TTIP! Soweit kommts ja noch, dass US-Konzerne in der EU Steuern für ihre Profite zahlen müssen. Kann doch nicht sein, daß die dämlichen Melkkühe aufmucken.

DI Mathias Gruboeck                                                          Baden, 01.02.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

04 Dezember 2015

New Order

 
Motte Allerechtevorbehalten Am besten auch noch Grenzkontrollen zwischen den Bundesländern und Bezirken - vor allem zwischen Ost- und Westdeutschland. Die EU ist kaputt wenn man jetzt wieder die Zäune im Kopf aufzieht - weil ja die Bösen immer im Ausland sitzen. Hier wird bereits seit Monaten, wenn nicht Jahren ein massiver Rückbau der Integrationsbestrebungen der EU betrieben. Ein weiterer Schritt zur Afrikanisierung Europas. Mit den einzelnen Nationalstaaten spielt sich jeder dahergelaufene Zocker-Investor-Tycoon wie mit dem eigenen Taschenbilliard. Europa am Rückzug, damit die New Order die Macht übernimmt. Europa am Abstieg zur 2. Welt gibt das Bestimmungsrecht an fremdgesteuerte militärische Kräfte ab.
Sascha Sierk
XXX Welche New Order? Sorry, aber Deutschland ist seit 150 JAhren Teil des Kapitalismus. Die Konzerne beherrschen hier schon länger die Regierung als wir beide leben.
Motte Allerechtevorbehalten
Motte Allerechtevorbehalten Da sollte man eine Analyse über den Shift vom Feudalismus zum Kapitalismus machen. Mitte des 19. Jahrhunderts lebten noch mehr als 80% der Bevölkerung am Land und waren von kapitalistischen Verteilungskämpfen kaum betroffen, da es im Feudalismus um die Verteilung von Grund und Boden ging. Heute beziehen sich diese Umverteilungskämpfe auf das finanzielle Vermögen. New Order ist eher der Begriffsversuch der Beschreibung einer Glaubensrichtung: Geld sei unbegrenzt vorhanden, da es nur von der Verfügbarmachung von (unbegrenzten) Ressourcen abhängt. In dieser Religion gibt es auch keine Obergrenzen für irgendwas (Schulden, Profitmargen, Migranten/Land, usw) - meiner Überzeugung nach ist diese Religion ähnlich strukturiert wie damals die "Fliegerspiele" - alle können gewinnen. Geht sich einfach mathematisch nicht aus, auch wenn viele auch noch so fest daran glauben wollen.
 
DI Mathias Gruböck                                                          Baden, 04.12.2015
Unternehmens- und Organisationsberater

17 November 2015

Jedem sein Glyphosphat

http://orf.at/stories/2310231/

Das ist ein Kasperltheater. Ganz einfache Lösung: Auf die Nahrungsmittel draufschreiben, dass sie mit Glyphosphat erzeugt worden sind. Dann kann sich jeder selbst aussuchen ob er mit Giften erzeugtes Essen um den halben Preis isst oder eben teurere giftlose Ware.Wenn das Glyphosphat so unbedenklich ist (in Kombination mit Phosphatdüngern und GMO) dann kann die Industrie das ja locker draufschreiben. Und was da schon alles unbedenklich getestet wurde - nur kann man später keinen Rückruf mehr machen! 

(HCB, Contergan, TDT, PVC uvam) waren auch einmal durch "industriebezahlte" Studien gegangen. Wie oft soll das Spielchen noch umgesetzt werden. Schaut euch die Krebs- und Missgeburtsraten in Lateinamerika an, wo das Klumpat massiv mit dem Sprühflugzeug ausgebracht werden  - aber nicht bei Mäusen - bei den Landarbeitern, die im Sprühnebel leben. Bei uns wird ja das nur nach hochwissenschaftlichen Methoden in die Gegend gesprüht. Mahlzeit.

DI Mathias Gruböck                                                            Tarifa, 17.11.2015
Unternehmens- und Organisationsberater

28 Oktober 2015

Freie Fahrt für freie Bürger!

Also jetzt kommt sie die Mautstrecke auf den europäischen Datenhighways. Das ganze schaut etwas nach der Konterrevolution der Verbindungsnetzwerker aus. Die Wolke ist zu egalitär und zu international. Seit Jahren wird versucht die revolutionäre Macht des ungezähmten Daten- und Informationsflusses zu kanalisieren. Kanäle führen wieder zu vorherbestimmbareren und kontrollierbareren Wegen der Information. Dadurch wird das Internet, die Wolke wieder national greifbarer (z.B.: durch Urheberrechtsgesetze mit spezifischen Länderrechten) und durch staatliche Kontrolle regelbarer. Allein die anfängliche supranationale Konzeption (oder eben ortsunabhängigen oder Node-unabhängigen Informationsaustausches) des IP-Verkehrs hebelte jeden nationalstaatlich-lokalen Regulationsanspruch weitestgehend aus. Speziell wenn dieser, wie im Falle des Internetüberwachung durch Geheimdienste auch noch in manchen Ländern gesetzeskonform und rechtsstaatlich geschehen sollte.

Ein weiteres Indiz für das absolute Unverständnis das Internets durch die gewählten Repräsentanten und Politiker stellt die Roaming-Thematik in Europa dar. In der Mobiltechnologie waren die Europäer bis in die frühen 2000er Jahre führend, da sie, im Gegensatz zu den Amerikanern sehr schnell auf nationale Roamingkonzepte verzichteten. Roamingkonzepte stellen immer wieder ein klar nachweisbares Hindernis für Technologieausbreitungen dar, da sie die Technologienutzung für kurzfristige Geschäftserfolge bremsen. (Vergl. Bankomatengebühren bei Fremdbanken) Der ewige Konflikt zwischen Infrastrukturbereitstellung und Serviceprovider. Ein gemeinsamer Informationsraum Europa wird jedenfalls nicht durch die Ermöglichung von Wegzöllen an jeder Ecke einfacher. Die Torpedierung der Netzneutralität soll die Infrastruktur stützen und Wertschöpfung von den, meist US, Serviceprovidern abziehen. Eine Vorgehensweise, die das Scheitern in Bezug auf Serviceangebote eigentlich nur zementiert und festschreibt. Die Europäer trauen es sich nicht zu einen eigenen kompetitiven Markt für IT-Services zu lancieren. Das beginnt bei der Etablierung von Cloud-Services und zieht sich weiter bis hin zu Social Media Anwendungen.

Diese Unfähigkeit der Europäer ist natürlich nicht ganz unerwünscht durch die amerikanische Seite. Ein vielschichtiges System von Abhängigkeiten soll dafür sorgen, dass der eigentliche aktuelle Wirtschaftsmotor Amerikas, die IKT-Industrie ihre Weltmarktführung behält und ausbaut. Ein trauriges Beispiel hierfür stellt der Absturz Nokia's dar. Auch eine Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung in Deutschland ist wahrscheinlich auf die geltende Gesetzes- und Vereinbarungslage mit Amerika zurückzuführen und der Versuch diese Informationshegemonie in rechtsstaatliche Regelungen überzuführen. Der vorgeblichen Zielsetzung dient sie jedenfalls nachgewiesener Maßen nicht. Jedenfalls hat es mittlerweile den Anschein als ob die Hauptexpertise der Europäer darin liegt sich gegenseitig im Auftrag der USA zu überwachen und auszuspionieren. (GCHQ, BND, HNA u.v.a.m) Ein Max Schrems kann auch nur die Selbstschwächung Europas verlangsamen oder kurzfristig stören, Mut zur eigenen Stärke müssten schon zentrale Brüsseler Kräfte zeigen – ob das der „lame duck“-Oettinger auf die Schiene bringt ist zu bezweifeln. Der Baroso 2 – Vize ist wohl eher transatlantisch gepolt als ein kämpferischer Europäer. Mutige digitale Konzepte und Entwürfe sind jedenfalls noch nicht zu sehen.

DI Mathias Gruböck                                                            Tarifa, 28.10.2015
Unternehmens- und Organisationsberater

27 Oktober 2015

Position zu TTIP der WKÖ

Sehr geehrter Herr Präsident Leitl,

als zahlendes Mitglied der Wirtschaftskammer ist mir der Standpunkt dieser Interessenvertretung bezüglich der diversen „Freihandels-Abkommen“ TPP, TTIP und TISA nicht sehr geläufig. Im Zuge der Veröffentlichung der CEN/CENELEC (http://fm4.orf.at/stories/1762329/) stellt sich mir jedoch die Frage ob die Wirtschaftskammer genügend Widerstand gegen die Aushöhlung der Art wie in Europa Wirtschaft getrieben wird leistet. Es zeigt sich immer mehr, dass diese Abkommen offenbar nichts anderes sind als die strategischen Versuche der USA ihre wirtschaftliche Dominanz zu zementieren. Europa und seine Wirtschaft sind sicherlich nicht perfekt, jedoch wahrscheinlich Weltmarktführer in der Formung eines christlich-sozialen Wirtschaftsraumes mit dem Menschen als Mittelpunkt. Dies habe ich auch immer als Zielsetzung aller Bemühungen der österreichischen Wirtschaftskammer verstanden und nicht wie so manche den Menschen als zu minimierenden Aufwand zu betrachten.

Der Geist in den diversen sogenannten „Freihandels-Abkommen“ deutet mir jedoch immer mehr darauf hin, dass hier den strategischen Konzeptionen von Wirtschaftskonglomeraten der Vorzug gegeben werden soll. Profitmaximierung durch Verwässerung von Standards und Gesetzen stellt für mich den einfachen Versuch der Ausbeutung von Menschen und Gemeinschaften dar. Europäische Wirtschaftsstandards aufzugeben um einen vorgeblich einfacheren Marktzugang in den USA zu bekommen sehe ich nicht als einen besonderen Schritt in die richtige Richtung, speziell für KMU's an. Auch europäische Standards über den Umweg von TPP dann in den asiatischen Staaten abzuschießen kann nicht die Strategie einer österreichischen Wirtschaftskammer sein. Europäische Qualität ist speziell in Südostasien und China nach wie vor ein Verkaufsargument. Nachhaltigkeitskonzepte, im Gegensatz zur Verankerung von Profitmaximierung, sind in Asien wahrscheinlich auch zukunftsträchtiger als alle hegemonistischen Wirtschaftsansätze. Auch die sicherlich dringend notwendigen grundlegenden Reformen in Europa und speziell in Kakanien werden durch Vertragswerke zur geostrategischen Aufstellung eines Drittstaates nicht beschleunigt oder erleichtert, da Reformen aus einer Position der Schwäche heraus meist in Revolutionen enden.

Wie ist die Position der WK zum TTIP aktuell? Stellt für Sie dieser wirtschaftspolitische Versuch der USA Europa in sein Normen- und Rechtsregime einzugemeinden das Ende der Sozialpartnerschaft dar? Der US-Botschafter in Brüssel nannte TTIP die Wirtschafts-NATO. Ist die WK für den Beitritt zur Wirtschafts-NATO? Wieviel wird die österreichische Wirtschaft durch den Investitionsschutz gegenüber der US-Regierung gewinnen? Wieviel würde die österreichische IT-Wirtschaft durch eine US-Investitionsschutz-Klage gegen das EUGH-Urteil bezüglich der Ungültigkeit des Safe-Harbour-Abkommens gewinnen?

Vielen Dank im Voraus für die Beantwortung diese Fragen zum TTIP-Thema und der dazugehörigen Positionierung der WK.

Hochachtungsvoll

DI Mathias Gruböck                                                            Tarifa, 25.10.2015
Unternehmens- und Organisationsberater

03 Oktober 2015

War for Drugs


http://orf.at/stories/2302199/2302200/

Seit den 13 Jahren in denen die NATO Afghanistan besetzt hat ist die Opiumproduktion stetig gestiegen - die NATO stellt sicher, dass auch weiterhin 90% der weltweiten Opiumproduktion aus Afghanistan kommt. Da muss man schon ein paar Ärzte ohne Grenzen kollateral killen. Was genau macht der Nordatlantikpakt (ehem. Verteidigungsbündnis) in Afghanistan? Was ist der Auftrag an die Truppen dort? Wann hört der Westen endlich mit seinen Angriffskriegen auf? Weil in Syrien die US-Bombardments gegen den IS und die selbstbestimmte Lufthoheit der USA in Syrien nicht dazu genutzt werden ihren Söldner-Rebellengrüppchen Deckung zu geben. Man kann nicht dauernd in andere Länder einmarschieren und Menschen killen. Also wenn das das Völkerrecht ist, dessen Einhaltung alle so sehr beschwören ....

DI Mathias Gruböck
Unternehmens- und Organisationsberatung

15 September 2015

Gold gab ich für Glasperlen...

Glaubt ihnen nicht! Sie geben euch realen Völkern Glasperlenen für eure Werte und sagen, wenn ihr noch mehr bringt werdet ihr glücklich. Wenn zu viele den Schmäh nicht mehr glauben pfänden sie euch als Kredithaie und es gibt Krieg. Sie können nicht selber kämpfen, daher hetzen sie euch aufeinander wenn ihr für ihr Spiel wertlos geworden seid. Sie werden euch destabilisieren, da sie nur gegen den Einzelnen allmächtig sind. Ihr habt keine wirklichen Führer mehr, damit ihr nicht gemeinsam dagegen vorgehen könnt. Eure wählbaren Vertreter haben keine anderen Ideen als mehr vom Glasperlenspiel. In der Glasperlen-Matrix wird jeder Aufruf gegen das Spiel sofort den Wächtern gemeldet. Jede andere Meinung wird als Hassrede oder Urheberrechtsverletzung verfolgt und ausgelöscht. Die Spielregeln der Glasperlenspieler sind die neuen 10 Gebote, das ablasszahlende Volk wird zu abweichlerjagenden Blockwarten ausgebildet. Blasphemie wird zur Glasphemie. Wir haben nur noch nicht genug vom Gleichen! Wir brauchen mehr - also bekommen wir mehr Glasperlen - die Oligarchie mehr an unglaublichen Werttümern. Wenn dieses Fliegerspiel zusammenbricht, dann gibt es eben Krieg - an dem kann man auch noch ganz gut verdienen...
 
DI Mathias Gruböck                                                        Baden, 15.09.2015
Unternehmens- und Organisationsberater

02 September 2015

Münchhausensyndrom, oder wie entsolidarisiert man eine Gesellschaft


da haben sie den Herrn Aiginger von seiten der SI (Sozialistischen Internationale) ganz schön zu einer Kehrtwende gebracht. Vorwahlzeitenungehörig hat das WIFO negative Arbeitsplatzbeiträge durch Zuwanderung ausgewiesen (eher im Auftrag des Sozialministers Hunsdorfer - also Gewerkschaft) Das ging offenbar dem blümchenverteilenden Jetzt-reichts-macht-was-dagegen Problemnegierern in der SPÖ zu produktionslastig zu weit. Stellen wir einfach mehr Beamte und Kammernpragmatisierte ein. Der Rest kommt in Programme vom AMS und die durch die Hacklerreggelung in die Pension geflüchteten Lehrer, sollen auch plötzlich wieder arbeiten können. (Bekommen dann den Bonus dafür, dass sie in Frühpension gegangen sind - Mathematik ist nicht nur bei Schülern offenbar eine Schwierigkeit: wie schafft man es trotz Ausbildung bis ca. 21 Jahre im Schnitt mit 57 Jahren 45 Beitragsjahre zu erreichen - pragmatisierte Zeitdilatation) - der Herr Dr. Aiginger nutzt zu seinem Schwenk die "überalterte Gesellschaft". Auch so ein Schlagwort der Wachstumsfaschisten. Wenn eine Bevölkerung schrumpft, dann geht das auf natürlichem Wege nur über ein verändertes Verhältnis zwischen Jungen und Alten. Wenn eine Bevölkerung wieder wächst, dann dreht sich das wieder um. 1975 lebten in Österreich ca. 7,3 Millionen Menschen. Dieser Wert ist genau so berechtigt wie 3,5 oder 9 Millionen, wobei es wohl eine Art oberer Schranke geben wird bei der das Land die Menge an Menschen nicht mehr trägt. Klar kann man schon noch weiter wachsen, jedoch muss man da anderen dann etwas wegnehmen. Dies funktioniert dann via Krieg oder ähnlichen Unterwerfungsmethoden. Seit 1975 hat Österreich ein negatives autochtones Bevölkerungswachstum von ca. 1,4 Kindern/Frau. Bald sind in Österreich 9 Millionen Menschen beheimatet oder halten sich hier auf. Über den Daumen sind das ca. 2 Millionen oder mehr, die von irgendwoher gekommen sein müssen. Klarer Weise freut sich die Wirtschaft darüber, da mehr Menschen automatisch ein Wachstum per se verspricht. Ein endloses Bevölkerungswachstum ist nicht schlau unter der Annahme der Begrenztheit von Ressourcen. Eigentlich braucht man nur mehr Menschen wenn man viele Soldaten braucht - schlag nach beim Mutterorden. Die Überalterung der Gesellschaft könnte man auch anders sehen: Die Österreicher seit den Babyboomern haben sich entschieden den chinesischen Weg der Einkindpolitik aufzugreifen um aus dem permanenten Wachstumszwang herauszukommen. Dadurch stieg des Vermögen/pro Kopf. Dies hat wiederum Mensch aus Ländern mit einer Bevölkerungsexplosion (mit allen dazugehörigen negativen Aspekten wie Krieg, Umweltzerstörung, Resourcenmangel) dazu bewogen sich als Auswanderungs- oder Fluchtziel ein Land zu wählen das eben sein Bevöklerungswachstum im Griff hatte. Dadurch wächst aber die Bevölkerung im Zuwanderungsland nichtorganisch - mit all den o.a. negativen Aspekten. Und ganz ehrlich: den angeblichen Fachkräftemangel durch Zuzug von 70.000 Menschen/Jahr die der Sprache nicht mächtig sind, die eine andere Schrift haben und die sicherlich auch einen Prozentsatz an Menschen mit einer impliziten Hacklerregelung mitbringen, zu lösen ist als ob man die Donau zur Bewässerung einer Kleingartensiedlung umleiten würde. 

Jedenfalls EU-Propaganda-Stellen, Lobbyinstitute mit Gefälligkeitsgutachten sind weder der Weg um EU-Aversionen umzuargumentieren oder Menschen im Verteilungskampf (auch solche gibt es in Österreich) ihre Ängste zu nehmen. Das alles entsolidarisiert jede Gemeinschaft. Wenn TTIP durchgedrückt wird, ist die EU tot - und die EU-Bürger müssen den Dreck der Nahrungsmittelindustrie (Profitmaximierer mit Ausgangsprodukten, die aktuell maximal schädigungsfrei sein sollen) fressen, weil die letzten Lebensmittelproduzenten (Bauern) dem Profitstreben der Industriekonzerne zum Opfer gefallen sind. Unser Staatswappen hat Hammer und Sichel - der nächste Schmäh: Seit Jahren wird gegen Arbeiter (Produzenten) und Bauern spekuliert und gemobb-lobbt was das Zeug hält. Die nächste Änderung nach der Hymne: Weiblicher Staatswappenadler mit Ärmelschonern, der schaut was die USA/Konzernlobbys von ihr wollen und die jeden drüberläßt, wenn er wirtschaftlich potent ist - weil wir brauchen ja wieder Wachstum.

DI Mathias Gruböck                                                      Baden, 02.09.2015
Unterhemens- und Organisationsberater

PS: In der schönen neuen Welt der virtuellen Medien glauben alle, dass die gepostete Mainstreamaufregung die Meinung des Volkes ist. Wartet nur bis ihr die Auszählungen der nächsten Wahl seht. BM Häupl macht es eh schon vor: Das blaue Wien....

14 November 2011

Fettzelle Europa

Naja – auf jeden Fall steuern wir auf unruhige Zeiten zu. Europa wird weiter von den Aasgeiern der Zockermärkte umkreist und solange es Europa nicht schafft die Reihen dicht zu machen und den Aasgeiern eines vor den Latz zu knallen werden die europäischen Staatsbürger und deren Nachkommen die Rechnung dafür zahlen müssen. Die Europäer haben die Wahl: Sozialer Frieden und Freiheit durch aufbau von zentralen Machtstrukturen oder sie spielen die Fettzellen für die Weltwirtschaft.

DI Mathias Gruböck                                                                   Baden, 14.11.2011