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15 Januar 2020

Amtsübergabe Ex-BK Bierlein

Sehr geehrter Dienst des Bundeskanzleramtes,

gibt es im Sinne der Sicherheitsoffensive und Transparenzbestrebungen eine Aufstellung über die Verschrottung von Serverfestplatten im Bundeskanzleramt und den Ministerien anlässlich der eben erfolgten Amtsübergabe an die neue Bundesregierung? Ist jetzt unter dem Bundeskanzler Kurz seinen Onlinebeauftragten aus der Message-Control-Abteilung wieder unbeschränkter Zugang zu IT-Infrastruktur des österreichischen Staates (inklusive deren Zerstörung) ermöglicht? 

Gibt es Verfahrensvorschriften wenn ein Minister im Amt bleibt aber einer "politischen" Regierung angehört (die meiner Kenntnis nach gelobt hat dem Staat zu dienen und nicht seine Datenspeicher nach Lust und Laune zu vernichten) ob er dann auch ihn möglicher Weise belastende Unterlagen/Daten vernichten lassen darf? 

Jetzt hat gerade das Wiener Verwaltungsgericht erkannt, dass Polizeibeamte ihre Amtshandlungen mit Gewalteinsatz vorsätzlich falsch amtlich protokolliert haben. Dies offenkundig in gemeinschaftlicher Absprache. Gibt es irgendwelche prozeduralen Maßnahmen im Bundeskanzleramt und den Ministerien, dass es im Falle der Beseitigung von Beweismitteln von staatlichen IT-Netzwerken nicht ebenfalls zu einer Kooperation von betroffenen Amtsträgern kommen kann? Noch dazu wo nun alle relevanten Ministerien und das Bundeskanzleramt von der selben "christlich-sozialen" Partei kontrolliert werden, aus deren Reihen auch die Zerstörung von Datenbeständen durchgeführt wurde.

Natürlich neben dem russischen Staat, der laut nichtinformierten Intriganten aus dem Außenministerium hinter anhaltenden Angriffen steckt. Andere glauben ja auch es wäre Frau Holle gewesen, weil wir jetzt Winter haben. Jedenfalls möchte ich darauf hinweisen, dass die Penetration der ministeriellen Rechnersysteme zeitlich sehr deckend mit Malversationshandlungen in BK-Rechnersystemen anfingen. Hier kam es bekannter Maßen zu datenschutzrechtlich illegalen Verbreitungen von Ausspäh-Videos aus dem 2017er Wahlkampf, Intrusionen in die Rechnersysteme der SPÖ (2017 - Silberstein-Wahlkampf-Malversationen) und BVT-Ausschuß-Beendigungen. Gleichzeitig gibt es sicherlich ein Interesse von Betroffenen der politischen Intrige (z.B.: Gudenus, Strache) die Involvierung von Amtsträgern in Österreich in die Malversationen rund um die Videoaufzeichnungen auszuforschen. So zum Beispiel wäre eine Visa-Vergabe an Frauen mit einer gefälschten Identität sicherlich von Interesse für die Herrn in der Falle. Wahrscheinlich haben diese Herren auch Zugang zu Ost-Hackern, ein paar getreuen Insidern und Finanziers von Zero-Date-Angriffen um etwas Licht in die staatlich-dienstlich-politischen Mauschlerein bringen zu können. So unter dem Arbeitstitel "Betrogene Betrüger betrügen Betrogene" - und natürlich: Es waren die Russen. 

Ich schätze mal, die Regierung Bierlein hat keine einzige Festplatte vernichten lassen. Damit ergibt sich jedoch, dass alles zuvor gehörte an Rechtfertigungen Schutzbehauptungen waren. Schutz für die betrügenden Betrogenen oder wie auch immer. Und natürlich - letzter Rettungsanker: Amtsgeheimnis, der gemeine Bürger muss ja nicht alles wissen was so hinter den Kulissen (nur zu seinem Besten) gespielt wird.  

Mit freundlichen Grüßen
DI Mathias Gruböck
2500 Baden

27 August 2019

Bierleinschaumschlägereien


Das ist ja eine gute Nachricht! Die Daten auf den Festplatten waren "redundant" und offenbar kennt das Bundeskanzleramt den Inhalt. Laut Wikipedia "Eine Informationseinheit ist dann redundant, wenn sie ohne Informationsverlust weggelassen werden kann. Das Identifizieren und Entfernen solcher Redundanzen heißt Deduplikation." Also gibt es die Daten noch und Alt-Kanzler Kurz hat sich schon wieder geirrt, dass er ein Fehlverhalten seines Parteifreundes und Mitarbeiters Arno Melichalek geortet hat. Dieser hat nur mit viel Staatsgeld und -aufwand Festplatten ausgebaut und vernichten lassen obwohl die Daten darauf redundant sind (..und zeigt zudem massive Schuldgefühle indem er aus dem Netz verschwindet - war doch Standard-IT-Procedure!?!?). Auf gehören die Festplatten gar nicht dem Staat weil die Systeme geleast sind (sicherlich unter amerikanischer Legislative, damit dürfen US-Behörden frei drauf zugreifen). Wie das dann genau geht, dass die Festplatten durch den Ausbau ins Staatseigentum übergehen, wer da was wann aus Rechnersystemen ausbauen und vernichten darf - dafür gibt es offenbar im Bundeskanzleramt keinerlei Verordnung. Das nennt man IT-Sicherheit vom Feinsten. Vor allem wenn man bedenkt, dass wenn da offenbar jeder alles ausbauen kann - was kann er alles einbauen? Grad weil die letzte Zeit ja Alt-Vizekanzler laufend mit Wanzen im Ministerium und im Urlaub zu kämpfen hatte. Jedem der schon einmal ein Rechenzentrum betreten hat weiß, dass da offensichtlich Presseaussendungen für Christiane Hörbiger-Muaterl-Fernseher und vor allem -innen gemacht werden. Man kann gespannt sein ob die Regierung Bierlein auch die Tradition fortsetzt Staats- und Verwaltungsdaten als Parteieigentum zu betrachten. Eines ist sicher, die österreichischen Beamten sind noch immer Weltmeister im Mauscheln und Schönreden. Jagdkommando-Einsatz in Afghanistan im Rahmen des Militärbündnisses NATO ist eine Wasseraufbereitung mit fast UNO-Beschluss. Datenvernichtung mit geheimdienstlich-paranoider Anwandlung stellt einen gaaanz normalen Vorgang dar. Wobei sich doch das BVT so schwer tut mit der Vernichtung von erbeuteten geschützten Daten. Da gibt's dann wieder eine Aufregung, wenn jemand die Justiz einschaltet um die illegal aufbewahrten Daten endlich gelöscht zu bekommen - weil das BVT schreibt einem ja gerne, dass man seit 01-12-2011 keinerlei auskunftspflichtige Daten mehr verwendet. Aber nur in einer Datenbank von 10. Aber wahrscheinlich sagen die Innenministeriumsbeamten auch, dass das alles ganz normal ist - wenn man sich die Daten vom politischen Kontrahenten aufhebt und eigenes belastendes Material immer schön beseitigt. 

Aber es funktioniert noch wie in der K&K Monarchie - die Leute so lange für dumm verkaufen wie es geht und wenn es nicht mehr geht bildet man eine Kommission und tagt bis St. Nimmerlein. Es kommt sicher bald ein neuer Fall wo man den thumben Bürger verarschen kann. Das geht ganz lange - bis sich ein riesiger vollkommen inkompetenter Haufen gebildet hat, den die davon verwalteten und gesteuerten Bürger nicht mehr tragen wollen. Sauteuere Inkompetenz und Intransparenz als Klarheit zu vermarkten ist mutig. Irgendwann schreit ein kleiner Bub: Der hat ja gar nichts an - über kurz oder lang. 

DI Mathias Gruböck                                                            Baden, 27.08.2019
Analyst