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01 November 2018

Geh lauf!


Gehen oder laufen? Kann der Junge in der ORF-Redakton in seinem Schrank diesen leckeren Artikel, den er kurz vor Feierabend freigegeben hat, nicht derart überarbeiten, dass er dem süd-ostdeutschem Sprachgebrauch entspricht? Weiß der ORF denn nicht, daß die neuen Schrachwerte britisch sind und Deutsch etwas für ewiggestrige Loser ist? Influencer sprechen heute Denglish weil das hipper ist. Kultur kommt mit der Sprache und die Sprache wird von der Leitkultur geprägt. Demnach braucht es keine Deutschklassen, da eh alle immer mehr auf Englisch ge-main-streamt werden. Deutsch ist etwas für Binnen-I Sozialtheortiker mit Politsponsorvertrag geworden. Österreichisches Deutsch verschwindet aus Liedgut, Film und Schrift schneller als Nashörner aus einem afrikanischen Tierschutzpark. Unsere Kultur? Berlin Synchron ist derzeit das letzte Bollwerk gegen den totalen Abbau der Muttersprache (für diejenigen, deren Mütter Deutsch sprechen) - war immer schon so, Kulturen, die laufend unterliegen werden durch die imperiale Kultur assimiliert. Und Gelähmte können wieder LAUFEN, ich liebe es, voll cool, amazing!

DI Mathias Gruböck                                                                                          Nondorf, 01.11.2018
Analyst

25 Oktober 2016

Sprache der Veränderung



Motte Allerechtevorbehalten Also die österreichischen Dialekte werden viel mehr durch "Berlin-Synchron" und die englischsprachigen Leitkulturen beeinflusst als durch irgendwelche Flüchtlings- oder Migrantensprachen. Die Frage ist ob man den Migranten nicht gleich Englisch beibringt - da es die Hauptsprache im Westen werden wird (wenn es dies nicht schon ist) In der Wissenschaft, im Militär, in der Kultur (Medien), im Internet und in der Wirtschaft ist es bereits die Leitsprache und transportiert auch zunehmend ihre angelsächsischen Wertmuster mit (z.B.: Piepsen bei Kraftausdrücken, Körperfeindlichkeit (Nacktheit), div Rolemodels, Wertung über interlineare Wortächtung (Neger, Geschlechtsbezeichnungen)) Wie unter dem römischen Imperium beeinflusst die Leitkultur maßgeblich die unterlegenen Kulturen und integriert die nützlichen Dinge (vergl. Perser-Griechen-Römer-Franzosen-Briten Kulturtransfer) - Also sind die Perser an allem Schuld :-))))
 
DI Mathias Gruböck                                                                                            Baden, 25.10.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

22 März 2016

Bitte hört auf damit

Bitte hört mit dem Binnen I, Unterstrich_innen und sonstigen Kopfakrobatiken in der Sprache auf. Das einzige was damit erreicht wird ist, dass Deutsch noch unschreibbarer oder unsprechbarer wird. Bitte welcher gehirnamputierte Soziologe oder Sprachwissenschaftler findet es eine super Idee Amerikaner_innen oder AmerikanerInnen zu schreiben um das Volk der Amerikaner zu beschreiben? Hier kommt nicht einmal die Diskussion auf, ob es sich um die Bewohner der USA oder des amerikanischen Kontinentes handelt, nein - wir müssen irgendwen oder gar uns selbst während des Sprechens oder Schreibens daran erinnern, dass ein Volk aus Männlein und Weiblein besteht. Was dadurch gerechter wird ist die Verteilung von Sitzplätzen bei Konferenzen von Sprachwissenschaftlerinnen, die diese Art der Hirnwichserei (offenbar auch für Frauen selbstbefriedigend) als einträgliches Geschäft im Kampf um "Forschungsaufträge" und Professuren erachten. 

Sprache dient der Kommunikation und ist an sich eine der freiesten Konventionen einer Gruppe. Es wird keine einzige Frau dadurch diskriminiert, dass man Mechaniker schreibt oder spricht. Es ist eine Funktionsbeschreibung und daher in seiner Kommunikationsqualität nicht auf eine geschlechtsspezifische Aussage ausgerichtet. Auch wenn man 1000 mal Mechanikerin schreibt oder sagt, dann wird es Frauen trotzdem mehr zum Friseur-Beruf ziehen. Und auch wenn man 1000 mal Frieseur, oder Frisör schreibt, werden sich die 90% weiblichen Frisöre plötzlich nicht auf 50% selbstreduzieren. 

Hat eigentlich irgendjemand von den Damen Sprach-, Gender- oder Sozialwissenschaftlern schon einmal die Frauen befragt ob sie diese Themen überhaupt interessieren oder ob sie damit die Interessen der Frauen überhaupt mehrheitlich vertreten? Nur weil man selbst eine Frau ist, heißt das noch lange nicht, dass man seine eigenen Interessen für alle Frauen generalisieren kann. Vielleicht WOLLEN viele Frauen Teilzeit arbeiten und möchten gar nicht die systemrelevante Erwerbsquote auf Kosten ihrer Familiensituation erhöhen? Vielleicht wollen Frauen lieber Friseur werden als Mechanikerin und lassen sich da auch nicht durch sauteure Kammerwerbeeinschaltungen umstimmen? Man muss nur eine Frau als Kandidatin für ein Amt aufstellen - man findet sofort mindestens 50% anderer Frauen die diese Frau SICHER nicht wählen werden. 

Frausein ist sehr kompettitiv - man muß sich vor allem gegenüber den anderen Frauen behaupten - so funktioniert jedenfalls Mode. Und Mode wir sicherlich nicht für männliche Gehirne gemacht, diese haben eindeutig nicht die Auflösung für die Details wie sie Mädchen wundersamer Weise in der Adoleszenz erwerben. Das legt die Theorie nahe, dass Mode vor allem zur Differenzierung innerhalb der Peergroup dient. Auf Deutsch: innerhalb der Vergleichsgruppe. Frauen vergleichen sich, auch amerikanische. Ob sie jetzt Amerikaner oder Amerikanerinnen genannt werden. Bitte hört einfach mit dem Blödsinn auf und erspart uns die weitere Verhunzung und Unbrauchbarmachung der deutschen Sprache!

DI Mathias Gruböck                                                        Nondorf, 22.03.2016
Unternehmens- und Organisationsberater