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08 März 2020

Klarstellen


Europa sollte sich einmal endlich entscheiden. Das halbherzige mittraben bei diversen Regimechange-Aktivitäten der USA im nordafrikanischen EU-Nachbarraum (Lybien, Syrien, Libanon, Iran, Afghanistan, Jemen etc.) mit gleichzeitiger Eskalation des Palästina-Problems durch Vorantreiben von Weder-Noch-Lösungen (Weder Ein- noch Zweistaatenlösung – implizite Verdrängungs-Vertreibungslösung der Palästinenser in den besetzten Gebieten, kann nicht so weitergehen.

Das ganze Migrations-Flucht-Thema kommt aus ebendiesen, meist desaströsen neokolonialen verdeckten Kriegen, die immer die gleichen verbündeten Weltherrnmonopol-Strategen des „Westens“ betreiben um die Rahmenbedingungen für die „Märkte“ ihren Wahlkampfgeldgebern genehm zu manipulieren. Eigentlich ist es so wie in ganz alten Zeiten als sich bei aufkommender Dürre die Nomadenvölker um die letzten Wasserquellen schlugen – Verknappung der Ressourcen führte und führt augenscheinlich in menschlichen Großgruppen IMMER nur zu einem – zu Krieg und Vertreibung. Und zur Vernichtung der Konkurrenz.

Jetzt spielt die Türkei im aktuell umkämpften Raum Syrien – Irak – Iran eine sehr schwierige Rolle. Auf der einen Seite im transatlantischen Verteidigungsverbund (?) verbunden kommt sie mittlerweile von allen Seiten unter Druck. Die Strategie der Zuwendung zu Europa wurde ja durch die neoliberal-christlich-weiße Falange torpediert. Gleichzeitig greift Saudiarabien massiv nach der Vorherrschaft unter den Sunniten. Dies führte sehr bald zur Schwächung der republikanisch – laizistischen Tradition in der Türkei. Auch die Unterstützung der Kurden der USA und vor allem durch Deutschland brachte die Türkei an den Rand der territorialen Zersetzung – eine Situation ähnlich wie in der Ukraine entstand – daher wohl auch die Zuwendung der Türkei in Richtung Russland. Das Scheitern der Destabilisierung und des Versuches des Regimechanges auch in Syrien durch den hybrid angreifenden Westen in Kooperation und hauptsächlicher Finanzierung der Saudis eröffnete wohl in den Augen der türkischen Strategen die Chance sich im Machtkampf in diesem Gebiet (wie meist geht es wohl um Pipeline-Routen) „zurückzurunden“. Die geplanten Pipelinestrecken gehen wohl allesamt bei Idlib oder in der Gegend vorbei Richtung Mittelmeer. Teile in der EU (wahrscheinlich genau die, die Nordsteam II mittorpedierten) wollten ja auch gleich einen Einsatz der EU-Truppen, offenbar auf Basis des PESCO-Militärbündnisses, rund um Idlib durchsetzen. Im neuen Politmarketing heißt ja Luftkriegsführung jetzt „Flugverbotszone“ (vergleiche Libyen). Jedenfalls versucht jetzt die Türkei den Leidensdruck auf Europa zu erhöhen um die Europäer zu Eingreifen in Syrien zu bewegen. Damit hätte die Türkei ein wichtiges Faustpfand – die eroberten syrischen Gebiete – im großen Spiel dieser Region. Alleine wird die Türkei in Syrien wohl scheitern.

Die EU wird weitertun wie gehabt und keine klaren Entscheidungen und Strategien verfolgen. Alle sofort raus aus Syrien, die dort nicht hingehören – damit wäre eine reelle Chance für eine Wiederansiedlung und einen Wiederaufbau gegeben. Einstellung aller Hegemoniebestrebungen von welchen ausländischen Kräften wo auch immer. Reinstallation des guten alten Begriffes der „Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten von souveränen Staaten“. Weil sonst übernimmt man konkludent Verantwortung für die Menschen die dort Leben und die durch die komplexen Regimechangespielchen geflohen sind. Eine riesige Existenzenvernichtungsmaschine implementiert zur Steigerung der Machtfülle von ach so marktgetriebenen, pseudodemokratischen Lobby‘s. Wobei Lobbyismus per se antidemokratisch ist, da er Einfluss einer Interessensgruppe (Minderheit) auf die Machtausübung der Mehrheit nimmt und das gegen die Interessen der Mehrheit, weil sonst müsste man ja gar nicht lobbyieren. Eigentlich ist Lobbyismus antiparlamentarisch und strukturell korrumpierend.

DI Mathias Gruböck (Analyst) Baden, 08.03.2020

24 Oktober 2018

Grüße aus Schilda


Komisch, ich dachte die "Flüchtlingskrise" wurde durch massenhaft zu Fuß-Gehende ausgelöst. Das endlose Kasperltheater mit Pseudo-Sicherheitsaktivitäten geht also weiter. Schilda und Amtsschimmel feiern ihre Wiederauferstehung. Das einzige was man ändern muss ist, dass man endlich einmal die Belohnung für Migranten, die sich als persönlich Verfolgte präsentieren, einstellt. Es geht um Migration. Flüchtlinge muss man nicht integrieren, da die ja wieder zurück wollen - nur Migranten wollen bleiben. Wenn man die Fluchtursachen wirklich verhindern will, soll man möglichst aufhören diese Länder (und auch uns) aufzurüsten und laufend mit den Billionen-teuren "westlichen Verteidigungsbündnissen" einen Krieg nach dem anderen zu befeuern oder gar selbst zu betreiben. Klar, wir wollen nur das Öl und nicht die Menschen von dort. Einfachste Möglichkeit die Menschen vor "Flüchtlingskrisen" zu bewahren wären Fahrverbote für verbrennungskraftmaschinenbetriebene Fahrzeuge und Flugzeuge. Aber das wollen wir auch nicht - im Gegenteil satteln wir jetzt auf Benziner um - die dann halt nur halb so viel NOx und 30% mehr CO/CO2 ausstoßen um die Luft zu verbessern - weil ja offenbar nur Dieselfahrzeuge Abgase erzeugen. Bin neugierig welche US-bezahlte NGO dann auch für Benziner-Fahrverbote klagt. Ahh, die USA müssen die Benzinpreise niedrig halten, damit ihre Big-Blocks ordentlich pledern können und die weißen-rechts-rechten Kernwählerschichten weiterhin Ressourcen verbrennen können als ob es kein morgen gäbe. Energiewende wurde immer falsch verstanden - Energiewende heißt, dass man all den bösen bösen Venezulanern, Russen, Persern, Syrern, Libyern, Süd-Sudanesen, Nigerianern UNSER Öl jetzt endlich durch Waffengewalt abnimmt. Westliche Söldnerarmeen räumen dann die letzten Widerstände beiseite, die nach den NATO-Bomben noch übrig sind und sichern die Raffinerien und die Pipelines. Aber wir brauchen dieses Öl ja unbedingt um es zum Teil zu verheizen und den Rest als Plastik über den gesamten Weltball zu verteilen. Aber wir wollen nicht, dass die Menschen von dort kommen und ihr eigenes Öl auch mitverheizen und bei der Welt-Plastifizierung mitmachen. So gesehen sind die Schilda an burgenländischen Grenzübergängen ja fast prophetisch: keine Autos, LKWs oder Busse, nicht mal Mopeds - dann kommen auch keine Migranten mehr. Die Welt ist eigentlich sehr einfach. Stop Migration - stop burning oil and war.
 
DI Mathias Gruböck                                                             Baden, 24.10.2018
Analyst

21 Dezember 2017

EinSexVerständnis

https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1628353670558679&set=a.163636340363760.39735.100001521867779&type=3

Also - mich würde ja das Rollenbild dahinter interessieren!? Wer muss da - unter angeblich Gleichberechtigten - um Einverständnis fragen? Wie wird dieses Einverständnis dokumentiert (2 Zeugen oder schriftlich vorm Notar?) Worauf bezieht sich das Einverständnis? (alle Stellungen, nur einmal oder öfter, am gleichen Tag oder nach 24 Uhr erneutes Einverständis weil das andere abgelaufen ist - vielleicht auch befristetes Einverständnis?) Was muss da alles geregelt werden - darf man dreckige Worte währendessen verwenden - hart zur Sache gehen oder darf man mit dem Becken nur gewisse Zustoßfrequenzen und -stärken ausüben. Oder muss man gewisse Stellungen vereinbaren - z.B.: Frau darf nicht unten liegen - weil diskriminierend usw. - vor allem - wer stellt dann fest ob man vereinbarungsgemäß geschnackselt hat? Und das ganze noch im angesoffenen Zustand - weil de jure kann man ja im angetrunkenen Zustand keine rechtsgültigen Vereinbarungen abschließen. Das wird aber hart für Wirtn - rauchen darf man wieder aber saufen und danach abschleppen ist verboten.

Michael Sax Die schwierigste Frage ist ja - wenn alle so angesoffen waren, dass sich keiner mehr so genau erinnert - wie verhält man sich dann bei der Gerichtsverhandlung? Also muss man bald vor dem Blasen blasen? Also Alkotest für Spontanschnacksler und Schnackslpunkteführerschein!!

Ja sicher.. ich bin ja noch ganz verwirrt vom Verhüllungsverbot - braucht man dann eine besondere Regelung für Typen die es gerne mit Fetischen treiben - vielleicht könnte man sich so einen amtlichen Vordruck in der Bar überlegen - wo alles rechtsgültig abeghandelt wird. romantischer Abend ... dann kommt der rechtliche Teil und dann ist die Stimmung sicher am kochen

also - wenn man sich anschaut wie die Schweden sich beim Schifahren abschießen, dann ist das eher ein Thema der fiskalischen Prohibition in den nordischen Staaten. Dort kostet der Gspritze ein Vermögen. Bei uns sind es glaub ich 5 Jahre Strafdrohung... also, das ist unerheblich, weil sich keiner alkoholisiert fahrend noch mal kurz die Strafandrohungen für den Fall eines Unfalles mit Todesfolge überlegt. Überhaupt ein sehr antiquiertes Steuerungsmodell - den Bürger über die Kriminalisierung immer weiter einzuschränken - so unter dem Thema - du bist frei zu tun was du willst so lange es das ist was ich will.


Infowars - USA über eine Drogensüchtige die für Stoff anschaffen war - und wo sich die Re-Poster im Abschlachten von Muslimen übersteigern - wo man nicht einmal weiß ob die Migranten nicht vielleicht gar schwarze Christenmenschen waren? Interkontinentaler Basenaquatsch - wem's gefällt, um zumindest verbal Schweden wieder von allem unschwedischen zu befreien ... war sicher die erste Drogensüchtlerin die ihre Dealer drübergelassen hat. Weiß man natürlich auch nicht... 

DI Mathias Gruböck                                                                                        Baden, 21.12.2017
Unternehmens- und Organisationsberater 

12 Juli 2017

Wahlkampf der Pharisäer



Motte Allerechtevorbehalten Systemisch gesehen gibt es, wie 2015 wieder einen Haufen Leute, die alle nichts machen können außer sich in Stehsätze zu flüchten. Die können schon wieder alle aufzählen, was alles nicht gehen kann und wie schlecht die Welt ist. Polemisch gesagt könnte man jetzt sagen: Diese Leute wollen, dass die Menschen nicht in irgendeiner Halle bleiben sondern sich auf das "Warlord" oder Schlepper-Boot begeben um dann zu ertrinken. Dass diese "Warlords", Clanchefs, Mafiabosse, Schleppergrößen vorher nicht so ungezügelt agieren könnten hat die NATO ja zu verhindern gewußt, in dem sie Libyen angegriffen hat. Damals hieß es auch wie arm die Menschen unter Ghadaffi seien, dann kamen die NATO-Bomber und interpretierten eine Flugverbotszone als Kriegserlaubnis (Danke Hillary). Da starben dann 90% der Menschen im lybischen Frühling und das Land zerfiel in dubiose Regional-Machtbereiche. Lustiger Weise gibt es eigene Truppenkörper von Italien, Frankreich, USA, England, NATO in Libyen, die die Ölförderungseinrichtungen und Pipelines schützen. Hört man nichst, dürfte also passen. Jetzt kassiert halt nicht mehr der Libyische Staat die Öleinnahmen sonder irgendwelche "Warlords" - wahrscheinlich gleich in Form von Waffen. Weil wir ja von der NATO im Osten laufend eingebläut bekommen, ist Frieden nur ein Problem von zu wenig Waffen und, dass man bis vor kurzem friedliche Staaten zuwenig als Feind erkennt. Etwas billig ist es natürlich, wenn man jetzt politisches Kleingeld aus der Misere dieser Menschen schlägt. Wenn man nicht will, dass Menschen am Meer ertrinken, dann sollte man das in See stechen verhindern und nicht die Rettung von Nichtschwimmern optimieren. Diese Betroffenheitsmimer sollen einfach ihr Geldtaschl öffnen und den Afrikanern ein Flugticket zahlen. Wenn man das nicht will soll man genauso den Mund halten wie diejenigen, die Klimaschutzverträge unterschreiben um gleich darauf den Flugverkehr zu intensivieren. Betroffenheit und Entrüstung über üble Zustände sind noch kein einziger Schritt in Richtung einer Lösung. Noch viel mehr, da wir die Probleme meist selbst hervorgerufen haben. Ganz gefährlich wird dann wenn diese Pharisäer anfagen Wahlkampf zu treiben. Nicht gut.
Es wird nicht mehr lange gut gehen, wenn der Westen überall wo er will IS, Al-Khaida, Taliban oder Ghadaffi draufschreibt, damit er dann in Ruhe seine Bomben und Söldernheere in selbstständigen Ländern abladen kann. Das können wir ganz einfach einstellen. Einfach aufhören sich irgendwo verantwortlich für Krieg zu fühlen.  
DI Mathias Gruböck                                                                                            Baden, 12.07.2017
Unternehmens- und Organisationsberater

17 Mai 2017

Wie man Anti-EU-Stimmung schürt


Das sind ja wirklich Seppeln bei der EU - über Ungarn müssen sie abstimmen - wo keiner wirklich genau weiß worum es in dem Hochschulstreit geht, außer dass sich Ungarn offenbar gegen einen in Osteuropa allmächtigen US-Investor abzugrenzen versucht. Und wie mächtig der Herr Soros ist, zeigt wie alle in der EU spuren (seine Medien, seine Ex-Stipendiaten, seine NGOs, seine Investitierten) Das beschäftigt ganz Brüssel, die halbe europäische Medienwelt und ist Wasser auf die Mühlen aller EU-exiter.
Dann schaut man ins Mittelmeer und dort agieren jetzt mafiöse Slepperbanden einfach unter dem Mäntelchen von NGOs und schon ist alles wieder rechtskonform. Migranten fahren jetzt genau 3 Meilen von der Küste Lybiens weg um dann von den NGOs "gerettet" zu werden. Das sind natürlich alles privat finanzierte NGOs - so wie am Maidan, so wie in Syrien, so wie überall - vornehmlich US-Gelder von US-Investoren (die auch mal gerne gegen den Euro spekulieren) mit ihren eigenen Strategien und politischen Zielen. Das wird auch noch von den gesponserten, gekauften oder sonstwie lobbiierten EU-Parlamentariern gerne protegiert, da muss man keine Rechtsstaatlichkeitsverfahren anstreben.
Her mit der Kohle, her mit dem Zaster und dafür bekommst du (fast) deinen Investorenschutz, deine Geheimgerichte, deine EEC (incl. des Schwarzmeerraumes). Keiner fragt sich zum Beispiel wer die Kandidatur des Herrn Marcon finanziert hat? Der geht einfach hin und macht einen Wahlkampf gegen alle etablierten Parteien. Wer steht da finanziell dahinter? Aber wurscht. Das macht ja nichts, Hauptsache gegen Russland, gegen Rechts und für "wer zahlt schafft an". Wie lange wird sich der alte Kontinent noch erlauben können einfach nicht nachzufragen woher bei den NGOs das Geld kommt? In den USA muss man US-Bürger sein um einen Fernsehsender betreiben zu dürfen und NGOs müssen seit 1917 ihre Finanziers offenlegen. Wo ist das Problem - NGO - Nicht Regierungs Organisationen heißt noch lange nicht, dass sie nicht von den gleichen Klüngeln gesteuert werden, die auch Regierungen steuern.
Und wie das funktioniert sieht man sehr schön an dem Fall der CEU in Ungarn. Sie vergibt dem Vernehmen nach auch US-Uniabschlüsse obwohl sie nur in Budapest residiert. Das kann eine ungarische Universität, die nicht von Soros kontrolliert wird nicht. Wenn die Ungarn einen gesetzliche Regelung dagegen anstreben, dann fährt von der EVP, über alle linken Parteien (inklusive der EU-Kommission) und so ziemlich jedes Leitmedium in Europa zu Felde.
Der Herr Soros hat die EU ganz schön im Griff. Geld regiert die Welt. Vor allem die europäische. Gerüchten nach hat der Herr Soros auch ganz eigene Vorstellungen über die ethnische Zusammensetzung Europas. Also immerhin sagt das sein ehemaliger Protegé Orban, der sein Hoffnungsträger noch gegen die Kommunisten war. Nur kennt ihn Victor Orban eben auch - wie er die Machteliten in den EEC heranzieht und dann an zentralen Positionen der Macht einsetzt (vergl. Ukraine). Liebe EU: Wie steht es eigentlich mit den „vorläufig“ freigegebenen 28 Milliarden Euro für die Ukraine auf Wunsch auch von US-Investoren? Wo ist da die Rechtsstaatlichkeit? 

DI Mathias Gruböck                                                                                                 Baden, 17.05.2017
Unternehmens- und Organisationsberater

03 Mai 2017

Wenn Regimechange fehlschlägt

In letzter Zeit funktioniert das Weltbeherrschen nicht mehr so wie es früher ging – das hat mehrere Gründe. Zum einen ein Internet, dass den Weltbeherrschern viel zu schnell viel zu sehr in die Regimechangeanstrengungen spuckt. Zwar gibt es durchaus auch neue Möglichkeiten der sozialen Destabilisierung von Regierungen in fremden Ländern durch dieses Internet, jedoch hat einfach immer alles 2 Seiten. Weiters gibt es immer mehr Gruppen die eine Kombination von Gesetzes- , Polizei- und Gerichtsfunktion in Händen einer einzigen Administration (USA) als durchaus ungesetzlich und prinzipiell faschistisch erkennen. Auch wenn bekannte Vertreter der Machteliten durchaus nichts dabei finden, dass gerade Staaten, die sich selbst nich an Völkerrecht oder internationale Gerichtshöfe gebunden fühlen, hier immer verstärkter in dieser Gewalten ungetrennten Funktion agieren wollen. Klassische Machtpolitik nannte man das früher. Oder Kanonenbootpolitik noch früher. Spezialisten unter den Machtelitären in Europa finden dann noch Verantwortung und Werte und Friedenspflicht in all ihrem, gelinde gesagt skizophrenen Handeln begründet. Das alle Geschichten durch die sehr gewollte Verknüpfung mit den oben genannte Zielen sehr schnell sehr kompliziert und fast nicht mehr erzählbar/erklärbar werden, dient diesen Machteliten nur als Nachweis dafür das das thumbe Volk eben sie selbst benötigt, da sie als Letze die Zusammenhänge noch erkennen würden. Wenn man die gleichen Geschichten einfach mit schnöder Machtpolitik im allgemeinen und mit Öl- und Ressourcenkriegen im Speziellen beschreiben würde, dann würde es ja fast die Komplexität derart reduzieren, dass wir keine feinabgestimmten Eliten-Vertreter in Talkshows mehr beötigen würden, die uns den gendanklichen Rahmen abstecken in dem wir denken dürfen und sollen.

Da gibt es einen Herrn Al-Sisi in Ägypten der sich in nichts, außer einer aktuell weggeputschten demokratisch gewählten Regiergung, von einem Herrn Assad unterscheidet, dem der Westen Waffen und Wirtschaftsunterstützung (Geld) hinten hineinschiebt, während er ein syrisches Volk, wenn es sich nicht vom Westen definierten „oppositionellen“ Rebellen-Söldnern anschließt aushungert und mit Sanktionen belegt. Also die Syrer sollen fliehen – aber nicht bis zu uns, da wir ja nur den Assad wegbekommen, den Kurden einen Staat veschaffen und die von Israel anektierten Gebiete schützen wollen. Wir wollen ja, dass es den Menschen dort besser geht und dass sie endlich nach unseren Vorstellung glücklich werden.

Jetzt hat sich aber der Herr Erdogan so gegen diesen Kurdenstaat auf seinem Boden gewehrt. Also den Assad, der das auch tat wollen die NATO-Türkischen Truppen auf seinem Boden auch nicht, aber Kurdenstaaten auch nicht. Der klare strategische Schluss in der Weltherrnleitung – der Erdogan muss weg. Also macht man einen hadscherten Putsch, wo nur die Spezialeinheiten die das Hotel in Antalya oder wo der Herr Erdogan gerade saß massiv angriff. Da gab es keinen Junta-Rat, da gab es wirklichen Angriffe auf die staatliche Infrastruktur. Die Seppeln von der türkischen Armee machen sicherlich genau nichts ohne sich vorher mit ihren NATO-verbündeten Kollegen abzusprechen. Die New York Times meldet auch sehr zeitnah, dass sich der Herr Erdogan mit dem Flieger abgesetzt hat, noch während der Herr Erdogan sich in der Luft befand. Mhmm. Woher die auch immer ihre Informationen bekommen. Auch haben sich die Truppenkörper die das Präsdienten-Hotel angegriffen haben nach Griechenland abgesetzt und bekommen dort jetzt ASYL? Aha, den Herrn Assange verfolgen die westlichen Rechtsschaffer über ein halbes Jahrzehnt aber die Putschisten in einem NATO-Land bekommen in einem anderen NATO-Land Asyl. Das sind natürlich Werte. Also die Regimechanger in dieser Region (Ukraine, schwarzes Meer-Raum, Türkei, Irak, Iran (länger her), Afghanistan, Ägypten, Syrien, Lybien, Libanon (etwas länger her), Malta (ganz aktuell)) haben sicher nichts zu tun mit dem Putsch gegen den Herrn Erdogan. Sicher nicht. Kurz einmal den türkischen Präsidenten umlegen lassen, falls es schiefgeht, hat er selber den Putsch angezettelt. Das waren ja die besten Stories. Das Leitmedienbild war sofort nach dem Putsch: Blöd, aber der hat das ja selber gemacht und überhaupt darf man jetzt nicht mit den Putschisten zu hart umspringen, da die ja eben Freunde sind. Und an forderster Front mit im Geschehen, der österreichische Außenminister. Türkenbashing ist ja der neue Volkssport in Österreich, man würde fast glauben, dass die Türken wieder vor Wien liegen. Eine vollkommen zerüttete Regierung, die nur noch der Wille zur absoluten Macht und ihr kultureller Abwehrkampf eint. Antimuslime und antitürkische nicht einmal Anlaßgesetzgebung sorgt immer wieder für vielbejubelte Pseudoaktivität, auf das kann man sich einigen irgendwelche „Staatsverweigerer“ medienwirksam aufzumsichen oder irgendwelche Islamophobien zu schüren. Und am Besten noch alle Türken unter Generalverdacht der Doppelstaatsbürgerschaft stellen, die man ja beknanntlich ganz einfach per Entscheid wieder aufheben kann. Das nennt man Integration. Ein Staat, der sich damit beschäftigt wie er schleunigst wieder seine Staatsbürger los wird. Ihr ghörts da ned her, ihr Islamgsindel – wenn man das aber wieder so bodenständig ausdrückt, dann bekommt man gleich ein Verfahren wegen Wiederbetägigung und Rassismus. Da muss man aber der österreichischen REGIERUNG jetzt das Versenden von sehr widersprüchlichen Signalen vorwerfen. Das schafft UNSICHERHEIT in ALLEN gesellschaftlichen Gruppen. Was wollts ihr, außer auf euren Sesseln kleben wie Kaugummi im Haar. Wirkt als ob die Filzseppeln nicht mehr wissen wie sie sich an der Macht halten sollen und ihre Unsischerheit auf die gesamte Gesellschaft umlegen, indem sie Probleme in der Gesellschaft lösen, die die Menschen vorher gar nicht hatten. Wo ist da der aktive Präsident? Wo mischt der diesen Wahnwitz von Spiegelkabinetten auf? Mehr Spiegelungstrugbilder als reale Aktivität. Gefährlicher Stillstand. Bitte liebe USA – wie wäre es mit einem Regimechange in Österreich? (ist das ein Aufruf zu Umsturz oder darf man die Weltpolizei ungestraft auch in der EU zur Hilfe rufen? Nachdem der Herr Soros (US-Zocker-Investor) ja offensichtlich mehr Einfluss in der EU hat wie ein gewähltes Staatsoberhaupt/Regierungschef) Oder ist Regimechange in EU-Ländern, im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern, verboten?

DI Mathias Gruböck                                                                                               Nondorf, 03.05.2017
Unternehmens- und Organisationsberater

03 April 2017

Umsetzungsverordnung Integrationsgesetz



An: Integration@bmeia.gv.at; sebastian.kurz@bmeia.gv.at 

Laut EMGR Entscheid Geschäftszahl Bsw43835/11 stellt das Verbot des Tragens von Kleidungsstücken in der Öffentlichkeit, die das Gesicht (speziell von Frauen) verhüllen keine Verletzung der europäischen Menschenrechtskonvention dar. Auf diesen Spruch dürfte sich die Novelle zum Integrationsgesetz in Österreich beziehen, die ebenfalls die Gesichtsverhüllung unter eine Verwaltungsstrafe stellt. (laut Pressemitteilungen)

In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage inwieweit Hygieneschutzmasken von (meist) asiatischen Touristen (sie verwenden diese meist, um bei einer Verkühlung ihr Umfeld nicht durch die Ausbringung von Bakterien und Viren zu beeinträchtigen) ebenfalls eine Verhüllung des Gesichtes darstellt. Gibt es in der Umsetzungsverordnung des Bundes dahingehend eine detaillierte Differenzierung? Gilt diese Art der Gesichtsverhüllung nur für muslimische Asiatinnen, die vielleicht eine schwarzgefärbte Hygieneschutzmaske tragen, als verboten? 

Inwieweit beschäftigt sich die Strafandrohung bei Gesichtszügeverhüllung auch mit Vollbärten und Tätowierungen im Gesicht. Ab welcher Menge an Metallteilen und Farbe im Gesicht gelten die ursprünglichen Gesichtszüge als unkenntlich? Sind Body-Modifications (Implantierte Hörner, gespaltene Zungen, Durchlöcherung von Gesichtsteilen) ebenfalls eine Art der Unkenntlichmachung von Gesichtszügen und dadurch im öffentlichen Raum verboten?

Wie schaut die Regelung bezüglich von Schönheitsoperationen im Gesicht aus? Wieweit dürfen hier plastisch-chirurgische Eingriffe die ursprünglichen Gesichtszüge verändern bis man von einer Unkenntlichmachung der Gesichtszüge spricht? Wird die hypertrophe Aufspritzung von Gesichtsteilen mit Kunststoffen ebenfalls als Unkenntlichmachung gewertet.

Gibt es bezüglich des Verbotes der Unkenntlichmachung der Gesichtszüge im öffentlichen Raum Ausnahmeregelungen? Zum Beispiel während einer Redoute-Ballveranstaltung? Oder während des Faschings? Müssen diese Ausnahmen gesondert beantragt werden? Wie ist die Regelung für Gesichtsbemalungen (z.B.: bei Sportveranstaltungen)?

Gilt der Brautschleier ebenfalls als eine Gesichtsverhüllung und darf daher nicht außerhalb einer Kirche getragen werden? Darf man mit einem Brautschleier beim Standesamt erscheinen? Gibt es hierfür Differenzierungen (z.B.: Farbe, Blickdichtigkeit o.ä. des Schleiers)? Gibt es eine gesetzliche Unterscheidung zwischen einem christlichen Schleier und einem muslimischen Schleier?

Stellen die Polizeibehörden die einzige Instanz dar, die Anzeigen zu gesetzwidrigen Gesichtsverschleierungen entgegennehmen? Wie werden diese durchgeführt? Sind zusätzliche Beamte dafür vorgesehen? 

Stellt die Verteilung des „Wachturms“ durch Zeugen Jehovas ebenfalls den Tatbestand von „problematischen Schriften“ dar? Wie kann man den Zeugen Jehovas verbieten diese „kulturfremden“ Schriften zu verteilen, in denen die Frau dem Manne als Untertan zugeordnet wird oder in denen man dazu aufgefordert wird seine Kinder zu züchtigen? Gelten Monarchisten ebenfalls als Staatsgefährder, weil sie außerhalb der Verfassung argumentieren?

Gibt es irgendeine Möglichkeit an den „Werteschulungen“ teilzunehmen. Welche Werte werden dort vertreten? Kann man diesen Wertekodex irgendwo abrufen oder einsehen? Was genau wird dort geschult? Verfassungsrecht? Religionsfreiheit?

Der Novelle zum Integrationsgesetz ist eine implizite Leitkultur inhärent, die weder in der Verfassung noch sonstwo expressis verbis definiert wurde. Wo kann man bitte eine Beschreibung dieser Leitkultur finden? Gibt es Lehrpläne oder mediale Angebote die dieser, offenbar stillen Übereinkunft zuwiderhandeln? Ziel des Integrationsgesetzes ist es ja offenkundig andere Kulturen, die durch Migration in die sogenannte Leitkultur getragen werden, durch deren Integrationskraft in dieser aufzulösen (Verbote schützen klarer Weise nur Kulturen, die nicht genügend Integrationskraft besitzen und/oder in denen gewisse kulturelle Aspekte nicht mehr mehrheitsfähig sind). Gleichzeitig migriert diese, wieimmer definierte, österreichische Leitkultur sehr stark in die deutsche (zumindest sprachlich) und vor allem in die anglo-amerikanische Supraleitkultur (sprachlich, rituell, ideologisch, moralisch, modisch, wirtschaftskulturell, schulisch, kulinarisch). 

Vor diesem Hintergrund wäre eine möglichst exakte Definition der österreichischen Leitkultur als Integrationsziel für die gewünschte Integration der kulturfremden Elemente unabdingbar um diesen nicht nur ihre kulturellen Gepflogenheiten zu verbieten sondern klare Anpassungsziele vorgeben zu können. Sozusagen „oben ohne“ im Schwimmbad als erfolgreicher Abschluss für ehemalige Burka-Trägerinnen.

Gibt es irgendwelche Berechnungen im Integrationsministerium ab welcher Migrationsquote in Bezug auf die Gesamtbevölkerung, die Leitkultur nicht mehr mehrheitsfähig ist? Inwieweit ist diese Leitkultur durch weitergehende Migration veränderbar?

Sollte ein Integrationsgesetz nicht als allererstes ganz genau definieren WORIN die Integrationsleistung besteht? Woran kann man erkennen, dass sich jemand entsprechend dem Integrationsgesetz in die österreichische Leitkultur integriert hat? Bekommt er dann einen Stern? Oder vorher?

DI Mathias Gruböck                                                                                                  Baden, 03.04.2017
Unternehmens- und Organisationsberater

27 Dezember 2016

Beweisnotstand


Also das ist die Truth-News: 37.500 + 14.000 sind 50.000 die heuer nach Österreich gekommen sind. Das sind ganze 35.000 bis 40.000 weniger als voriges Jahr. Super. Weil die Türkei nicht mehr so viele durchläßt und mehr in Griechenland und Italien festsitzen (außer den paar die dann mit dem LKW kommen) - klarer logischer Schluss: Die Grenzkontrollen müssen bleiben (!?) Das ist Politik für Nachahmungspopulisten - die Grenzkontrollen machen nichts als Stau für die Normalbürger. Wenn man illegal über die Grenze will, dann muss man halt 500 m vor der Grenze aus dem Auto steigen einen kleinen Spaziergang machen und dann 500 m hinter der Kontrolle wieder einsteigen. Oder man fährt in die Kontrolle um das Servicepaket für ankommende Migranten in Empfang zu nehmen. Zurückschicken ist nicht. Auch nicht später, wie man mittlerweile weiß. Ganz wichtig ist dabei den Pass wegwerfen und nur Schwachsinn über die Herkunft erzählen. Das ist allen am liebsten, da man dann nicht in den Asyllauf aufgenommen sondern in die administrative Warteschleife gereiht wird. Man bekommt Mindestsicherung und kommt in keine blöde Statistik, weil der Zähler noch nicht eingeschaltet wurde. Das ist genau die Politik die die Menschen fordern - das ist lösungsorientiert und die Spitzenpolitiker betteln darum, dass die Türken auch wieder mehr schicken. Wenn bildungsferne Schichten (also alle ohne einen Bätscheler in Interventionskommunikationssozialpräventionspädagogik) dann meinen ein X für ein U vorgemacht zu bekommen, ist Pisa schuld, weil die meisten den Sinn in den Worthülsen und Scheinlösungen der Spitzenpolitiker nicht mehr erfassen können.

Der Missbrauchsskandal in den Wiener Heimen findet keinen einzigen Staatsanwalt, der dazu eine Klagsschrift hinbekommen hätte. Wenn man aber jetzt für sich annehmen würde, dass die wiener Staatsanwälte nicht die natürlichen Feinde der wiener Gemeindeadministration sind oder gar eine gemeinsame Lieblingsfarbe haben, dann läuft man Gefahr als FakeNewser entlarvt zu werden (nachdem Verschwörungstheoretiker-Abstempelungen nicht mehr der Menge an staatsanwaltlich nicht erkennbaren (Un)Wahrheiten Einhalt gebieten können).

Grenzkontrollen für Wien, weil Wien ist anders! Und Wien soll nicht Damaskus werden - oder doch? Wir haben alles im Griff, jeder der etwas anderes meint ist Populist, selbst wenn es das Populum ist. Fake populum - das Volk ist nicht echt, diese soziale Gerede in den sozialen Medien - alles Fake News. Wir sind die Wahrheit und die Staatsanwaltschaft beweist auch, dass sie nie das Gegenteil beweisen wird. Beweisnotstand. 41,5 Millionen Euro läßt die SPÖ es den Steuerzahler kosten, dass niemand dabei war bei der Vergewaltigung und dem Missbrauch von Kindern. Und eine tiefrote Staatsanwaltschaft findet genauso keine Täter oder Verantwortlichen wie sie bei "Selbstmorden" am Tag vor einer Verhandlung zu Morddrohungen im Gefängnis, die den Mord wie einen Selbstmord ausschauen lassen wollen, nichts Eigentümliches findet. Welchen Staat vertreten diese Staatsanwälte? Gibt es irgendeine moralisch-intellektuell Mindestanforderung an diesen Job oder muss der Kopfdurchmesser nur in einer gastroendoskopischen Komfortzone der politischen Machteliten liegen - sozusagen zu groß ist nicht von Vorteil für die kleingeistige Karriere? Grenzkontrollen, weil alles Ungemach kommt von draußen. Fake News.

DI Mathias Gruböck                                                                                                  Baden, 27.12.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

25 Oktober 2016

Sprache der Veränderung



Motte Allerechtevorbehalten Also die österreichischen Dialekte werden viel mehr durch "Berlin-Synchron" und die englischsprachigen Leitkulturen beeinflusst als durch irgendwelche Flüchtlings- oder Migrantensprachen. Die Frage ist ob man den Migranten nicht gleich Englisch beibringt - da es die Hauptsprache im Westen werden wird (wenn es dies nicht schon ist) In der Wissenschaft, im Militär, in der Kultur (Medien), im Internet und in der Wirtschaft ist es bereits die Leitsprache und transportiert auch zunehmend ihre angelsächsischen Wertmuster mit (z.B.: Piepsen bei Kraftausdrücken, Körperfeindlichkeit (Nacktheit), div Rolemodels, Wertung über interlineare Wortächtung (Neger, Geschlechtsbezeichnungen)) Wie unter dem römischen Imperium beeinflusst die Leitkultur maßgeblich die unterlegenen Kulturen und integriert die nützlichen Dinge (vergl. Perser-Griechen-Römer-Franzosen-Briten Kulturtransfer) - Also sind die Perser an allem Schuld :-))))
 
DI Mathias Gruböck                                                                                            Baden, 25.10.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

06 April 2016

Kein Mensch ist illegal - Massen schon

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Motte Allerechtevorbehalten Streng genommen sind das eine Kosten und das andere nicht erzielte Einnahmen. Diese entstehen durch die Globalisierung des Geldsystems. Die Globalisierung bezieht sich aber eben nicht auf die Migrationsmöglichkeiten von Menschen. Einfach gesprochen: Das Geld kann dort hingehen wo es am meisten Profit macht, der Mensch darf nicht dorthin wo er am meisten verdient. Die Eskalation des Systems entsteht wenn sich die beiden Ebenen immer weiter voneinander entkoppeln. Wenn die Geldwirtschaft keine Menschen (Kulturen/Zivilisationen/Gesellschaften) mehr zu benötigen glaubt, da sie sich virtuell unendlich vermehren kann und die Menschen gleichzeitig immer stärker in Konkurrenz um die physikalisch begrenzten Ressourcen treten. Überkritisch wird es, wenn Zugänge der Geldwirtschaft (ewiges exponentielles Wachstum, nichtorganisches Wachstum, virtuelle Vermehrung durch Glaubenssysteme usw.) auf die reale Existenz von Menschen und Gesellschaften angewendet werden. Dann kommen zu den Glaubenssystemen eben noch Emotionen wie Gier und Angst in ihrer Massenausprägung. Der westliche humanistische Ansatz des Individuums scheitert in Zusammenhang mit Massenphänomenen. Krieg, Massenpanik, Massaker, Unruhen, Vertreibung sind nicht durch die humanistische Brille der Idividualbetrachtung des Einzelnen zu erklären. (vergleiche das zwanghafte Versagen eines Individualstrafgesetzes bei der Loveparade-Massenpanik in Duisburg, da eine Masse an Menschen in Angst gleichzeitig zu Opfern und Tätern wird, indem sie sich selbst zertrampelt und erdrückt - hier muss der individuelle Schuldbegriff scheitern) Es geht in der Flüchtlingsmigration also nicht um Finanzierbarkeiten sondern um die Angst vor unkontrollierbaren Massenphänomenen, die die Ordnung (Rechtsstaat, der seinen Mitgliedern Sicherheit geben soll) außer Kraft setzen. Phänomenologisch betrachtet sind die Effekte wie Silvester in Köln, Kottbuser Tor in Berlin aber auch Menschen die sich einfach auf Autobahnen marschieren die Symbolbilder für die Berechtigung dieser Ängste geworden. Es ist wie bei der deutschen Fußballnationalmannschaft im Spiel gegen England: Als sie ihre Ordnung verloren haben, haben sie das Match verloren. Und Verlieren hat tiefenpsychologisch durchaus mit Untergang zu tun (vergleiche im deutschen Osten, die in den letzten 100 Jahren drei Mal "untergegangen" und "verlustig gegangen" sind - also offenbar schneller angstvoll auf neuerlichen Ordnungsverlust mit Ängsten reagieren)


DI Mathias Gruböck                                                       Nondorf, 06.04.2016
Unternehmens- und Organisationsberater