Posts mit dem Label Nationalismus werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Nationalismus werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

12 Juni 2016

4644 Münchhausens





Motte Allerechtevorbehalten nur weil sie durch Gebühren ein Entgelt bekommen heißt das noch lange nicht, dass sie sinnstiftend oder gar wertschöpfend arbeiten. Es wären also 4644 Entgeltlose mehr, dies wird aber durch eine Versicherung und in der Folge ebenfalls durch die Allgemeinheit durch ein arbeitsloses Entgelt (auf natürlich niedrigerem Niveau) solidarisch abgefedert. 4644 Menschen verrichten hier, bezahlt durch eine fixe Umlage (ähnlich einer Steuer) Arbeiten für die Umlagezahlenden, die diese nicht bestellt haben. Kammern entspringen dem Staatsverständnis, dass es in einer Gesellschaft verschiedene Stände gäbe, die in sich äußerst homogen und gegenüber den anderen Ständen klar abgegrenzt sind. Auch ist ein flexibler Wechsel zwischen den Ständen an sich nicht vorgesehen. Vergleichbar ist diese Gesellschaftsidee ein Stück weit mit dem Kastensystem. Diese 4644 Menschen haben sich über Generationen einen eigenen gesellschaftlichen Raum geschaffen, der in sich sehr konsistent ist und dadurch auch eine starke Struktur gegen Veränderungen darstellt. Ein zentraler Punkt aller dieser "Vertretungsstrukuren" der gesellschaftlichen Machtentfaltung ist, dass eine Verhandlung über den prinzipiellen Nutzen für die zwanghaft Vertretenen durch diese Strukturen nicht in diesen Strukturen gestellt werden kann. Ein System würde sich nie selbst abschaffen, sondern immer neue Rechtfertigungen für seine Existenz finden. Auch Münchhausen konnte sich nicht selbst an den Haaren aus dem Sumpf ziehen, da er ein geschlossenes System bildete. In der WK gibt es sicher ganz tolle und hochbezahlte Mitarbeiter, die mit ganz viel Energie und Ressourcenaufwand sich selbst und die Umlagezahlenden an deren Haaren aus dem Sumpf ziehen wollen. Als entgeltbefreite AMS-Kunden könnten der Ressourcenaufwand nicht mehr erfolgen und die Gewerbetreibenden müssten sich selbst an den Haaren aus den beamteten Regulationssümpfen ziehen.

Diese Regulationen stellen auch fast immer einen Versuch dar, gewissen Interessengruppen einen legistisch abgesicherten Vorteil zu verschaffen. Wirtschaftsinteressen auf überregionaler Ebene werden viel wirksamer von Lobbys (zu Deutsch etwas uncharmanter etwa: Einflussnehmer auf politische Vertreter bei Entscheidungsprozessen) durchgesetzt. Ab einer gewissen finanz- und/oder wirtschaftlichen Macht kann man sich demnach Gesetze, Regelungen und Vorschriften (er)kaufen. New Deal könnte demnach nur bedeuten, dass die Abtausche von Interessen neu geregelt werden sollen, wobei sich nicht erschließt ob es sich hier um geänderte Zielrichtungen oder nur um eine öffentlichkeitswirksamere Abhandlung der Deals handelt. Strukturreformen heißt aber, dass man die Grundannahmen von gesellschaftlichen, politischen oder sozialen Strukturen ändert nicht deren Art des internen Interessenausgleiches, da die gesellschaftlichen Räume die hier ihre Interessen ausgleichen offenbar immer kleiner werden. Jahrzehntelange Klientellpolitik führt demnach zur Segregation der Gesellschaft mit Gewinnern und Verlierern. Dies führt in der Folge zwanghaft zur Entsolidarisierung der Gruppen die sich als Verlierer dieser gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Prozesse sehen. Eine Politik der Ausgrenzung, der medialen Stigmatisierung und der exekutiven Verfolgung dieser Gruppen wird einen Zerfall der Gesellschaft in Lager (Land/Stadt, Verlierer/Gewinner, Struktursuchende/Individualisten) nur beschleunigen. Moralische Überlegenheitspropaganda von Gruppen die sich als Gewinner selbstinszenieren wird auf zunehmend aggressiveres Abwehrverhalten der ausgegrenzten, moralisch unterlegenen Verlierergruppen stoßen. Dies wird vor allem an dem Widerspruch in der Wertediskussion sehr deutlich. Eine Gesellschaft, die durch ihrer Meinungsführer zu einer Wertegemeinschaft bestimmt wird, die diese Meinungsführer in keiner Weise definieren können ohne mit Freiheitsrechten in Konflikt zu treten oder gar antiindividualistische, völkerideologische Begriffe aufzuwerten, führen eben genau wegen des Mangels an Klarheit zu einer Stärkung oder einem Wiederaufleben von nationalem, völkischem und heroisierendem (inkl. der Rolle des Antihelden - Feindes) Gedankengut. Mit der Idee des Stände- und Kammerstaates wird man diesen gesellschaftlichen Entwicklungen wohl kaum entgegentreten können.

DI Mathias Gruböck                                                                                  Baden, 12.06.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

15 Februar 2016

Wiederbetätigung in der EU

https://www.youtube.com/watch?v=JlOR3xSP1qs

Canal+ versucht einmal, sogar gegen die USkrainische Intervention in Paris, eine alternative Bleuchtung der Ukraine-Kriese.

Äußersts sehenswert (und für deutschsprechende lesenswert)

Grundlagenkurs in Medienkompetenz und Informationsaufnahme im Internetzeitalter:

https://www.youtube.com/watch?v=zNOiNSw5jMY#action=share


DI Mathias Gruböck                                                                Baden, 15.02.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

13 Februar 2016

NeoNational bis in den Krieg

http://orf.at/stories/2324343/

Jöö, der Völkerkerker erlebt wieder seine fröhlichen Urstände! Die Nationalstaaten sollen gestärkt werden - also die EU geschwächt, das ist simples politisches Kalkül. Wenn man noch Aufnahmen von vor 100 Jahren hätte, könnte man den Zerfall Österreich-Ungarns durch den Nationalismus direkt in die derzeitigen Strategien zur Schwächung der EU einspielen. Die Briten sehen sich selbst noch immer als hinreichendes Imperium an um kein wirkliches Interesse an diesem Länderclub zu haben. Eigentlich waren sie immer nur dabei, damit sie etwaige plebizitäre Zusammenrottung am Kontinent unterbinden und einen operativen Zugang für ihren GCHQ (dessen Dimensionierung eindeutig imperial ist) bewahren zu können. Das "Friedensprojekt" EU will den Nationalismus fördern! 

Der Schwachsinn ist wirklich nicht mehr zu überbieten - und NIEMAND steht dagegen auf! Da würden alle gleich wieder Zeter und Mordio schreien, wenn Deutschland mehr auf National machen würde. Eines zeigt sich immer mehr: Friedenspolitik schaut anders aus - und einige arbeiten ganz heftig auf den 3. Stern (WW3) hin. Da glauben viele sie spielen für die Weltmeister :-)

DI Mathias Gruböck                                                                   Baden, 12.02.2016
Unternehmens- und Organisationsberater