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09 März 2018

Nur ein toter Pakistaner...


TTP - klingt ja fast wie ein Freihandelsvertrag - die haben wirklich Wortwitz die Amis. Damit man jeden Artikel zu Freihandelsverträgen auch gliech in den NSA Überwachungsfiltern findet. Zwei Fliegen auf einen Schlag. Lustiger Weise hat man in Syrien keinerlei Berührungs-, Finanzierungs- und Aufrüstungsängste bei Al-Kaida-Splittergruppen von Seiten der USA. Wahrscheinlich kommen die US-Behörden bald drauf, dass EU-Freihandelsanhänger auch mit der Al-Kaida verbündet sind und daher von der Lieferung der Rohmetalle für die Rüstungsproduktion ausgeschlossen gehören - kaufen sollen sie die Fertigrüstungsprodukte natürlich schon. In Deutschland wird ja jetzt dem thumben Volk wieder einmal eingeredet, dass die Wehrmacht der Bundeswehr vollkommen gegen Null geht und man nur mit Milliarden an Rüstungsausgaben der "Verantwortung" bei Kriegen im Ausland gerecht werden kann. Unser Ex-Verteidigungsminister Doskozil hat ja ähnliches schon bei den Eurofightern durchgesetzt gehabt. Witziger Weise, kaum ist ein anderer Parteigenosse am Ruder ist unser Luftraum nicht mehr so gefährdet. Der geplante Einsatz von neutralen F16 Kampfjets in Nordafrika ist damit leider auch gestorben. Tja - wir tragen ja auch Verantwortung (!?!?) So wie die Deutschen immer glauben. Die tragen so viel Verantwortung weil die ja auch einen dauerhaften Sitz im Sicherheitsrat haben. So wie die Briten und die Franzosen (...) Im Gegensatz zu den Chinesen. Und alle freuen sich, dass die USA soooo toll die Verantwortung für die ganze Welt übernehmen. Globalisierung ist nur so lange gut, wie man den Weltmarktpreis bestimmen kann. Globalisierung ohne weltmarktbeherrschende Position ist fad. Wenn die anderen die Globalisierungsrichtung umzudrehen beginnen, dann kommt halt wieder der gute alte Protektionissmus. Weil man bleibt nicht so reich, wenn man den anderen die Profite lässt.

So geben die USA halt mal eine Abschußprämie in einem anderen Land aus, weil ihnen offenbar die Ziele für die Drohnen-Kills ausgehen. Jetzt wo sie langsam aber sicher aus dem zentralasiatischen Raum rausfliegen, weil sie eigentlich nur die einzige Strategie des maximalen Blutzolls haben (laut GröFaZ Trump) Lustig wäre eigentlich wie das rechtlich wäre, wenn der Kim ein Kopfgeld auf den Trump aussetzen würde? Den USA jedenfalls fällt nicht mehr ein als dem untergehenden römischen Reich.

DI Mathias Gruböck                                                                                             Nondorf, 09.03.2018
Unternehmens- und Organisationsberater

10 Dezember 2017

Die Gefahr lauert

Am Montag geht es los. Das größte Luftwaffen-Manöver der USA auf der koreanischen Halbinsel seit überhaupt. Die Situation könnte nicht brenzliger sein. An mehreren Kochstellen werden die Flammen höher gedreht. Als ein Brennpunkt scheint die Afghanistan-Kiste langsam zu kippen. Entscheidend hierfür ist/war Russland, der Iran und Pakistan. Als letzter der ehemaligen Unterstützer oder zumindest Stillhalter in dem sechzehnjährigen Krieg scheint nun auch noch Pakistan zu kippen. Damit bleiben die USA und die NATO am Hindukusch langsam über – fast wie die deutsche Wehrmacht in Stalingrad. Der Krieg ist wohl schon mit dem neuen, trumpschen „Kriegsziel“ verloren gegeben worden. Ein verlorener Krieg birgt meist die Chance von dieser Niederlage durch noch größere Kriege abzulenken. So entstehen gerne Weltkriege.

Der einzige Erfolg der USA/NATO war die Eroberung Osteuropas. Also des Europas, das zuvor gar nicht dazu gezählt hatte. Wobei auch hier das heilige römische USA-Reich auszufransen beginnt und Zeichen der Schwäche sich immer deutlicher zeigen. Die Antwort der USA unter Trump ist eindeutig überall die Konflikte zu verschärfen um die Fronten wieder zu bereinigen. So jetzt in der Ukraine und in Korea. In beiden Ländern haben die USA nachgewiesen, dass sie nichts von einem Frieden hätten. In Korea müssten sie bei einer Wiedervereinigung fürchten ihre Stützpunkte am eurasischen Kontinent zu verlieren. Auf der riesigen Landmasse haben die USA nur noch Europa fest im Griff. Die spuren wie zu Zeiten des Kalten Krieges und speziell die Deutschen sind kulturell-medial und überwachungsmäßig fest im Griff gehalten. Schön brav wird vom Mainstream hier die vorgegebenen Feindbilder unhinterfragt übernommen. Wenn die USA den Konflikt mit Nordkorea hochkochen wollen, dann folgen ihnen die Deutschen so brav und ordentlich wie Macron in Nordafrika die Destabilisierung durch die USA und die NATO für eine Rekolonialisierung durch die USNATO sorgt.

Ab Montag darf man gespannt sein – Herr Gabriel hat jedenfalls das deutsche Botschaftspersonal in Nordkorea nach Rücksprache mit Präsident Trump auf ein Minimum reduziert. Das sind klare diplomatische Zeichen, dass man baldigst mit einem militärischen Konflikt rechnet. Wäre ja nicht das erste Manöver, das den USA zu einem kleinen Krieg verkommt. War ja schon der Einstieg in der Koreakrieg damals eine Linke. Und die USA haben zusehends ein Hegemonie-Problem, da sie in Afghanistan zeigen, dass sie nicht Unbesiegbar sind. Was so ein paar Taliban und Opiumbarone können, dass können auch andere. Weil, bombardieren kann man die halbe dritte Welt als USA und damit Millionen von Menschen umbringen, aber man gewinnt dadurch keine Gebiete und keine Macht dazu. Okay, destabilisieren geht schon ganz locker von der Hand – das ist nicht allzu schwer. Aber eines baut das immer schneller ab – die moralisch-ideologische Macht und Anziehung der USA (des Westens). Die „Hilfe“ des Westens für viele Völker verkommt immer mehr zu den Mordserien in Altersheimen, in denen die Pfleger Gott über die zu pflegenden Personen und deren Leben spielen.

Auch Deutschland steht an der Wegscheide. Nach dem Krieg haben die Deutschen allen gezeigt wie man friedlich gut Leben kann. Das zieht schon mehr Migration an als das klassische Einwanderungsland USA. Moral und Rechtsstaatlichkeit verlieren immer nur die Gewinner und Machthaber. Weil sonst würden sie ja keine Macht und Verlierer benötigen. Wie man bei Großprojekten in Deutschland immer mehr sehen kann sind aber Rechtsstaatlichkeit und hohe moralische Ansprüche viel komplizierter und schwieriger durchzuhalten als einfach alles niederzubomben. Die triviale Lösung ist halt so viel einfacher anzuwenden. Die Trivialität der Macht. Es gibt wieder sehr sehr triviale Mächtige mit den einfachen Lösungen. Die einfachste Lösung für Konflikte ist halt nun mal Krieg. Na dann schaun wir mal am Montag wie das triviale Manöver der USA in Korea abläuft. Wär ja wieder einmal Zeit für eine kleine Schweinebucht.

DI Mathias Gruböck                                                                                     Nondorf, 10.12.2017
Unternehmens- und Organisationsberater