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08 April 2020

Dreckding Tracking





Also ich bin nicht sicher ob hier das Problem wirklich nur ein rein technisches ist. Ich denke, dass der Virus einfach mal weltweit angekommen ist. (Wahrscheinlich war er schon vorher weit verbreitet, da die WHO-Statistik ja mehr oder weniger die ein Abbild der Testungen ist und solange keine Flächen-Antikörpertest die Gesamtheit der Infizierten (gewesenen) wiedergibt hat man nur Schätzwerte) Weiters wird eine Tracking-App mit der zunehmenden Durchseuchung immer unadministrierbarer und die, meines Wissens war unsere anfängliche Strategie eine kontrollierte, Durchseuchung mit Schutz der vulnerablen Gruppe(n)!? Dabei hilft das Tracking schon gar nichts. Genauso wie Masken mal nix helfen und dann wieder. Nach jetziger Datenlage kommen 99,x % aller Immunsysteme mit dem Virus klar. Die WHO Sterbestatistik weist auch für die EU im Normalfall eine Sterberate von 10,7 Menschen auf 1000 Einwohner aus und weltweit nur 7,7 Tote auf 1000. Und was zur Zeit alles als evidenzbasiert durchgeht, lässt einem die Grausbirn aufsteigen. Hier von - alles klar, wir lösen alles mit einer Trackingapp (was jetzt genau?) und all Systems are save - Phantasien weil man irgendwelche zentralistischen Lösungen für irgendwelche Kommandostäbe braucht, wirkt mir ein bissal zu Ho-Ruck-Kind-mit-dem-Bad. Zusätzlich halte ich das Argument, dass unsere Daten/Privatssphäre sowieso schon korrumpiert sind und wir daher uns gleich den NFC selbst unter die Haut jagen können fast so fraglich wie "von mir können sie alles wissen - ich hab nichts zu verbergen"

Und das sind wahrscheinlich die gleichen Statistiker, die vor kurzem noch Feinstaub und/oder NOx für das "vorzeitige" Ableben von 8 Millionen Menschen verantwortlich gemacht haben. Da bekomm ich Gänsehaut wenn ich an Apps denke die auf Statistiken beruhen, die wissen wann es "Zeit" wäre für 8 Millionen Menschen und gleichzeitig wissen, dass es für manche totkranke Menschen noch nicht die richtige Zeit war, sondern, dass JEDES Ableben eines Menschen, der mit COVID19 infiziert ist ein Coronatoter ist (häufigste Definition), für den es noch nicht Zeit war. Lauter Experten, die, ohne rot zu werden einmal sich übers Maskentragen lustig machen und dann, wenn sich der Wind dreht, sofort wieder eine vollkommen konträre Expertise abliefern. Ich hätte gerne die Spez für die Maskentragen - App! :-)

Vor allem die Ansätze mit „Es darf keine Wahrheit außerhalb der Regierungswahrheit“ geben findet immer äußerst schnell Umsetzung in den Apps. Vergl. Whatsapp mit der weiteren Einschränkung Inhalte zu teilen. Es wird einen massiven Diskussionsbedarf nach der Coronakrise geben, wie hier unterschiedliche Meinungen und diffuse Datenlagen zu Herrschafts-News oder Fake-News gewertet werden. Wer genau hat das Dirimierungsrecht über Meinungen. Werde ich wieder verhaftet wenn ich behaupte, die Erde ist eine Scheibe oder glaube, dass ein Gott, der gleichzeitig sein Sohn ist, übers Wasser laufen kann? Darf man noch eigene Meinungen zu seinem eigenen Wohlbefinden und Fortkommen haben oder werden bald die Abweichler mittels Trackingsoftware aufgespürt? Lustiger Weise hat ja 5G erstmals die technische Fähigkeit alle in Echtzeit zu tracken. Wenn man jetzt diese unheimliche Koinzidenz des auftreten des Problems und der angeblich einzigen technischen Lösung dazu bemerkt bekommt man sofort die Fake-News – Wertungs-Monopol-Keule um die Ohren gehauen. Also Geldscheine und Münzen verbreiten im Gegensatz zu Bankomatdisplays Viren und sind daher abzuschaffen während der tollen Fernsteuerungs- und Controlltechnik 5G keine missliebige Meinungen zugemutet werden darf – weil sie ja endlich zentralistische Fern-Steuerungen breitflächig einführen soll. Digitalisierung, was immer das ist.

DI Mathias Gruböck                                                         Baden, 08.04.2020
Analyst

08 April 2018

Scharade

Man kann ja bekanntlich nicht nicht kommunizieren. Ein schöner Fall dieser Regel liegt im Fall des Giftes Nowitschok vor. Da gibt es ein paar Key-Player, ein paar New-Comer und ein paar die im Hintergrund ihre Ränkespiele spielen wollen.

Die Key-Player sind russische Chemiewaffenforscher und ihr britisches Pendant. Ein russischer Chemiker entschließt sich offenbar in den 90ern gegen Kampfstoffe deren Bestandteile offenbar sehr gut als Insektenvertilgungsmittel durchgehen vorzugehen. Nennen wir ihn Wil Mersajanov. Solange er das in Russland tut hat er die volle Unterstützung der Nervengift-Community aus dem Westen. Irgendwann gibt der kämpferische Tartar Wil auf und übersiedelt nach Berkley. Jetzt sind Chemiker durch ihre Abhängigkeit von Hochleistungslaboren auch sehr von den diese bereitstellenden Strukturen abhängig.

Wil hat eine Mission. Er will die Nowitschok-Gruppe und deren Strukturformel in die Liste der Chemiewaffen aufgenommen sehen. Doch plötzlich wendet sich das Blatt. Die USA und GB mit ihren Chemiewaffenlaboren haben bereits das was sie wollten – sie kennen die Strukturformel und dazugehörige Forschungsergebnisse und haben keinerlei Interesse die Nervengifte unter die OPWC-Sanktionen zu stellen. Stell dir vor du hast eine Waffe vom Feind, die niemand kontrollieren kann. Als Wil jetzt seine Bestrebungen im Westen fortsetzt die Nowitschok-Gruppe als Chemiewaffen verbieten zu lassen grätschen ihm genau die zuvor unterstützenden westlichen Chemiewaffenforscher rein. Er bekommt keinen Verlag für seine Veröffentlichung seiner Strukturformel und still und heimlich kauft das FBI die im Eigenverlag erschienen Bücher auf.

2011 erscheinen Forschungsergebnisse aus der Tschechei zum Thema Nowitschok und aus Porton Down kommen nach dem Anschlag mit Nowitschok in nur 6 km Entfernung seiner geheimen Forschungslabors, die bis 1989 gerne auch Nervengifte an britischen Soldaten ausprobierten, eher Dementis, die darauf schließen lassen, dass Nowitschok dort verfügbar ist oder dort zumindest produziert wurde. Gary Aitkenhead dementriert jedenfalls laut Presse, dass Nowitschok produziert wurde ODER die vier Wände von Porten Down verlassen hätte. Das britische Außenministerium assistiert darin indirekt indem es einen Tweet löscht, der den Nachweis der Herkunft des Giftes aus Russland behauptete.

Die Strategie der Medien ist auch weiterhin Moskau die Nicht-Erklärung von Fragen vorzuwerfen die sie selbst nie den westlichen Führern gestellt haben. Jedes Argument der Russen ist nur ein weiterer Nachweis für ihre Verlogenheit und Verschlagenheit, wo hingegen der Westen weiterhin auf seiner Indizienkette aus MH17-Abschuß und Giftgas-Einsatz in Syrien besteht – wo immer die gleichen Muster bedient werden, man Untersuchungen immer so anlegt, daß man eigene Informationen und Kritik massiv unterdrückt um dann in einem kaskadierenden Berichtswesen am Schluss durch einige „dienstnahe“ Untersuchungsteilnehmer, off the records die Russen als Schuldige zu entlarven.

Eines steht jedenfalls fest: wenn man Verschwörungstheorien provozieren will muss man es genau wie die Briten machen. Sofortige Anklage des Feindes bei Null Beweislage – soetwas schaut immer nach einer plumpen Verschwörung aus. Das wird wieder Millionen kosten in den diversen Gremien diese „Story“ so lange durchzuboxen bis der Widerstand der Denkbegabten wieder einmal gebrochen wird. Geschichte wird eben gemacht. Aber wenn es jetzt wirklich heißt, dass der russische Geheimdienst den Skripals Nowitschok auf die Türklinke geschmiert hätte, dann macht es sich der Westen diesmal noch schwieriger den Leuten das einzubläuen. Speziell wenn es Chance auf tiefe Temperaturen und Regen gegeben hat. Weil dann werden ja manche Varianten von Nowitschok zähflüssig und instabil. Weswegen sie auch nie vom russischen Militär ins Waffenarsenal übernommen wurden. Die Probleme bei der Ausbringung von Nowitschok auf feuchten, kalten und metallischen Untergründen kann man ja als Epigone auch nicht so genau studiert haben.

Vielleicht einigt man sich einmal in der NATO darauf, dass man die Russen nicht einfach für jeden intriganten Scheißdreck verantwortlich macht – nur weil man selbst das so gerne hätte (Vergl. Absturz der polnischen Präsidentenmaschine). Die Gebrüder Grimm-Ansätze von Gut und Böse sind vielleicht für kleine Kinder passend aber in angeblich so reifen Demokratien wird das langsam schwer zu glauben. Seit 2001 steigt der Drang des Westens Geschichten zu erfinden und Sagen zu basteln exponentiell an. Wieso eigentlich? Warum hat der Westen das so notwendig – wo er doch der Hort des absolut Guten ist?

DI Mathias Gruböck                                                               Baden, 08.04.2018
Unternehmens- und Organisationsberater