Posts mit dem Label WTO werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label WTO werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

14 September 2016

Für alle TTIP Freunde


Für alle TTIP Freunde, so wegen Standards und Blabla.Wer wirklich noch glaubt WTO, TTP, CETA und TTIP geht nicht um gesteigerte Handelsmacht für die Ehschonmächtigen, der soll weiter den Lobbyonkeln vertrauen. Die Anzahl der angeblichen Verschwörungstheorien ist direkt proportional zu den "Kommunikationsstrategien" die das Establishment uns auftischt. Wenn ich Schauergeschichten lesen will reichen auch Grimms Märchen. Die Meinungsmacher haben die Berichterstatter ausgerottet. Unsere Werte verwechseln Meinungsmacher mit Wertung - meist mit Abwertung. Das Macht Management in der "freien" Welt nutzt gekonnt unsere Freiheiten um sich selbst an der Macht zu halten und die Profite zu steigern. Oder man läßt diejenigen an die Macht, die die Profite am meisten steigern. Wer die Macht hat die Spielregeln der Freiheit zu kontrollieren, macht aus jedem Widersacher einen Despoten. TTIP ist ein Werkzeug der Machteliten um deren Kontrolle der Freiheit zu ihren Gunsten zu vertiefen. Die einzigen Arbeitsplätze die TTIP kurzfristig schafft sind die von Lobbyisten, Bezahl-Experten und Netzwerk-NGOs. Die EU alteriert sich über die Liste der "ausländischen Agenten" in Russland, schafft aber nicht einmal eine valide Lobbyisten-Liste. Der Herr Baroso bei Goldmann und Sachs regt keines der verarschen Lämmer mehr auf, zumal ihnen auch ein eigentümliches EU-Konstrukt als Wiege dereuropäischen Werte und gar Demokratie verkauft wird. Nirgends gibt es so wenig Mitbestimmungsmöglichkeiten für den Wähler wie in der EU. Bevor sich die Lobbynetzwerkvorsitzenden in der EU über CETA und TTIP-Abkommen stürzen, sollten sie einmal die demokratische Vertiefung der EU angehen. Dann könnten sie sich auch noch der militärischen Unabhängigkeit widmen, da zur Zeit die Türkei beispielsweise zwar europäisch militärfähig ist, aber nicht integrationsfähig. Also füreinander sterben - ja, aber Visafreiheit - nein?

DI Mathias Gruböck                                                                                                  Baden, 14.09.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

12 Mai 2016

A Wirtschaft am Markt


Das nennt man aber konsistente Politik: Agrar-Dumpingpreise aus den USA gehören zu der neuen schönen TTIP-Welt. Chinesen wird gleichzeitig der WTO-Rahmen für Freihandel abgeschnitten, indem man einfach beschließt, dass China keine Marktwirtschaft sei. Das kann man jetzt irgendwie gar nicht verstehen, mit welchem Markt wirtschaften wir da im Fernen Osten seit Jahrzehnten? Investieren "unsere" (?!?) Konzerne etwa Milliarden in eine Nicht-Marktwirtschaft? Gut, das ist natürlich irgendwie die gleiche Logik mit der der Oberbefehlshaber der größten und weltweit aktivsten Militärmacht den Friedensnobelpreis bekommt. Solche politischen Grundannahmen machen Politik schon sehr schnell komplex. Wir könnten auch wieder definieren, dass sich die Sonne um die Erde dreht - mit den heutigen Computerprogrammen kann man die daraus resultierenden, viel komplexeren Umlaufbahnen ganz locker ausrechnen und ausdrucken lassen. Sind auch viel kreativer als diese Ellipsen. Es soll aber durchaus Gesellschaften geben wo man, wenn man behauptet, dass der amerikanische Präsident ein Friedensengel, China keine Marktwirtschaft und die EU eine demokratische Veranstaltung sei, relativ schnell mit einem weißen Häckeljäckchen in die Gummiwand beißen kann. Also das geht noch wegen viel weniger, wenn man zum Beispiel behauptet, dass in Österreich Staatsanwälte parteipolitisch vernetzt seien oder parteinahe Netzwerke ganz ungeniert ihre "Verkaufsförderungsprämien" über Off-Shore-Firmen waschen. Auch die neue US-Raketenbasis der "NATO" vor Kaliningrad ist sicherlich nicht gegen Russland gerichtet. Oder wer zum Beispiel die Wehrdoktrin der deutschen Bundeswehr dahingehend ändert, dass Russland wieder als legitimer Kriegsfeind festgehalten wird - so wie es die USA seit ca. 2012 propagieren und deutsche Soldaten in die Ukraine und das Baltikum schickt aber gleichzeitig zur 70-Jahrfeier des Sieges über Nazideutschland in Moskau absagt aber sich verwundert über die russischen Reaktionen auf die massive Aufrüstung der NATO-Truppen und deren Verlagerung an die russische Grenze zeigt als Friedensprojektanden zu bezeichnen. Wer will eigentlich Krieg gegen Russland führen? Eine Frau Van der Leyen macht eine glasklare Kriegspolitik - weil wenn man Truppen verlegt, aufrüstet, Wirtschaftsblockaden beschließt, Stimmrechte entzieht und dann noch Raketenbasen (alles immer rein defensiv versteht sich) eröffnet galt in der bisherigen Menschheitsgeschichte gemeinhin einem veritablen Krieg nicht abgeneigt. (Außer seit der Entscheidung des Nobelpreiskomitees)
DI Mathias Gruböck                                                    Baden, 12.05.2016
Unternehmens- und Organisationsberater