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05 Mai 2021

Zum Artikel: Amazon und die wackeren Kämpfer gegen Steuervermeidung

 

Sehr geehrter Herr Urschitz,

ich finde schon, dass man das mit der Legalität von Steuerhinterziehung nicht einfach so hinnehmen kann. Klarer Weise haben sich die Konzerne jede Form von Gruppenbesteuerung um viel Geld "herauslobbyiert". Dass man dann die Legalität dieser eindeutigen Interessen-Steuerpolitik als gottgegeben hinstellt ist schon etwas defätistisch. Es ist schon klar, dass der durchschnittliche Steuerzahler einem Politiker oder auch Beamten nicht seinen Lebensabend durch hochdotierte Beraterverträge oder Jobs in Lobby-Netzwerk-Organisationen vergolden kann.

Ich erinnere Sie an die Kampagne zur Beseitigung des Bankgeheimnisses, wo jeder Zahnarzt unter Generalverdacht stand nicht seinen gemeinschaftlichen Beitrag zu liefern. Oder die jahrelangen juristischen Aktivitäten um ehemals LEGALE Steuerkonstruktionen eines Herrn Grassers schlussendlich als kriminell umzudefinieren.

Ein Milliardenkonzern, der bei zweistelligen Steigerungsraten jahrelang keinen Gewinn abwirft, ist Liebhaberei. Oder "andere externe Kosten" stellen zumindest den Anfangsverdacht für Geldwäsche dar. Wenn Amazon russisch wäre, würden die nicht so locker damit durchkommen. Wenn sogar die Bilanz trotz massiv steigender Umsätze einen Verlust von 1,19 Milliarden Euro ausweist, dann denke ich mir, dürfte das Geschäftsmodell grundsätzlich nicht funktionieren. Hier stünde dann noch Konkursverschleppung oder gar betrügerische Krida im Raum. Also, mit dem Normalo-Bürger und Steuerzahler würde so umgesprungen werden.

Und Rechtsstaaten oder Steuergesetzgebungen die vor Finanzmächten einknicken werden auch nicht lange den normierenden Anspruch gegenüber der Gemeinschaft aufrecht erhalten können. Vielmehr ist spätestens seit CETA das Regime des Rechts durch eine Gemengelage aus Gutsherrnprinzipien gesteuert über Law-Firms und eingestillt über Lobbyistenhorden/Thinktanks/Auftragsexperten aberodiert. Diese, mit viel Geld hergestellte "Legalität" dem werten Publikum dann wieder als unumstößliche Rechtsvorschriften rückzufüttern macht Journalismus eher zum Marketinginstrument von Interessensgruppen. Dies ist aber auch ein verständlicher Prozess, da, in Zeiten in denen die meiste Information inflationär und kostenlos verbreitet wird man eben schauen muss wer noch Interesse daran hat dafür zu zahlen.

Mit freundlichen Grüßen

DI Mathias Gruböck

Analyst

26 März 2021

Panikmache

Das österreichische Staatsfernsehen und Radio ist seit Tagen daran eine großangelegte Panik unter der Bevölkerung zu erzeugen. Im Dauerstaccato werden die seit einem Jahr schwammigen Zahlen und Werte (leichte/schwere Erkrankungen, jung/alt/ganz alt, Infektionen absolut und nicht durch die Anzahl der durchgeführten Tests und vieles andere mehr) zu einem Lockdown-vorbereitenden Mix versponnen.

Ausgangslage: ein Drittel der Intensivbetten ist mit Corona-patienten belegt – die Erwartungskurve wird exponentiell in den über alle Maßen verlängert. Todesraten werden plötzlich absolut und als Steigerung ausgegeben (Radio Ö1 26.3.2021- die (welche?) Sterblichkeit ist von 21 Toten auf 33 Tote von 100.000 Einwohnern (hat überhaupt nichts mit einer Krankheitsmortalität zu tun) angegeben um das gleichen zu machen wofür sich die deutsche Kanzlerin gerade bei den Bürgern entschuldigt hat: eine windschiefe Exeterstudie, die eine höhere Sterblichkeit bei der britischen Variante nachweisen sollte, ohne den Anteil der britischen Variante direkt nachzuweisen, sondern nur indirekt über Parameter des PCR-Tests, die angegebener Weise nur in Großbritannien korrelieren und in Resteuropa nicht). Weiters wir hier der Bevölkerung weiterhin von der Mähr der exponentialen Ausbreitung erzählt. Die hätte es maximal vor einem Jahr geben können. Jetzt haben aber bereits mehr als 1 Million Impfungen stattgefunden und die natürliche Immunisierung hat bei über 500.000 erfassten und laut AGES (aus der Mortalität geschätzen) effektiven Infektionsdurchseuchung von fast 3.000.000 Bürgern wohl zu einer Immunreaktion bei ca. 30% der Bevölkerung geführt. Das ist ungefähr die Hälfte der geschätzten Herdenimmunisierungsrate, was die errechneten exponentiellen Verläufe einfach nicht erklären kann.

Auch kann man langsam dem ORF als eindeutiges Proporz-Sprachrohr der Regierung nicht mehr die Sorge um das Wohl der Bevölkerung so ganz abnehmen, da der Innenressort-ÖVP-Anker-Mann Bürger irgendwas von ÖVP- und SPÖ-Ländern und Alianzen über die Parteigrenzen, von Bürger die nichts mehr von ORF-Message-Verlautbarungen hören wollen „rechts liegen lassen“ – da sich die FPÖ um diese kümmert um dann weiter die Benchmarks wie toll die Regierung eigentlich in der Euroleaguetabelle beim Impfen und bei den Infektionen rangiert, stammelt. Hier gehts um alles, speziell um die Rückeroberung des BVT von FPÖ-Trojanern, die knapp daran waren, die schmutzigen Seiten der Message-Control-Partie und ihrer Protegés anzuzünden und nun, nach Ibiza-Putsch und „alles wieder ordentlich unter den Teppich kehrens“, die ganze Macht an sich zu reißen. Österreich hat 3 Geheimdienste und eine burschenschaftliche Ruderpartie, die offenbar als Dolfuss-Epigonen den Anfang des letzten Jahrhunderts ziemlich genau nachspielen wollen.

Warum hat man noch nirgends gehört, bei welchem Impfstand (Durchseuchungsrate) man wieder mit Normalisierung rechnen kann? Warum brauchen wir keine anderen Impfstoffe außer denen, die in ihren Herkunftsländern mit Exportverboten und Vorkaufsrechten belegt sind? Warum wird hier der Markt künstlich verknappt? Wenn man sich die Verläufe in Russland anschaut kann das Sputnik-Ding nicht so schlecht sein. USA bei ungefähr doppelt so vielen Einwohnern 540.000 Coronatote und 30 Millionen Infektionen – Russland 95.000 Coronatote und 4,5 Millionen Infektionen (stark sinkend). Oder um den Trick der Panikmacher zu machen in Prozent: Die USA haben 30% der weltweit durchgeführten Impfungen für ihre Bevölkerung belegt obwohl sie nur 4,3% der Weltbevölkerung sind. Die USA haben ein Viertel der weltweit erfassten Infektionen und jeder 5. Coronatote kommt aus den USA. In den USA gibt es aber offene Restaurants und die Reisetätigkeit innerhalb der Bundesstaaten und zwischen den Bundesstaaten ist nicht eingeschränkt. Zuschauer bei der Orange-Bowl und Grammy-Veranstaltungen mit Publikum gibt’s dort auch? Oder: das Land der doch soooo gefährlichen britischen Variante hat nichts mehr. Keine Infektionen und keine Toten mehr (also ca. auf dem Stand des Spätsommers letzten Jahres, Tendenz gegen Null gehend) aber die USA wollen den britischen (schwedischen) Impfstoff nicht so einfach in ihrem Impfmarkt überzeugen lassen. (alte Daten – bei Impfstoffen die gerade mal ein paar Monate alt sind) … und die Russen lassen sie schon gar nicht in ihren einseitig durch NAFTA/CETA aufgeschlossenen EU-Markt. Der Job der österreichischen Regierung ist es jedenfalls nicht hier Panik mittels ihrer Staatsmedien zu verbreiten. Die aktuelle Statistik aus der EURO-MOMO-Mortalitätsstatistik gibt die aktuelle Hysterie nicht wieder. Langsam sollte einmal jemand der Regierung erklären, dass es möglicherweise ihr Job ist sich um Bettenzahlen in Krankenhäusern ,auch noch ein Jahr nach der Erkenntnis, dass es sich bei Corona nicht um die spanische Grippe handelt, zu kümmern – jedoch ist es Job jedes einzelnen sich um sein eigenes Leben zu kümmern. Wie wäre es wenn diese Regierung endlich mal ihren Kontrollwahn aufgibt und die Leute in die Lage versetzt ihr Risiko selbst zu kontrollieren (Tests für zu Hause, Impfungen auch außerhalb der monopolistischen Pfade) anstatt sich schon wieder in die Überwachungsecke zu schmeißen um an die E-Carddaten heranzukommen (wie schaut das für Touristen aus, beim Reisen, für Auslandsösterreicher, für Ausländer?) oder jede Kritik oder Alternativenbildungen mit Hetzpropaganda zu unterbinden. Wenn diese Regierung noch immer nicht verstanden hat, dass sie schleunigst einen hinreichenden (!!!) Antikörperlevel in der Bevölkerung ermöglichen muss und nichts anderes, dann hilft auch nicht mehr das Mimimi-Anpatzen der EU oder von Sektionschefs die man durch die regierungsnahen Medien prügelt. Irgendwie hat man das Gefühl, dass die aktuelle Panikmache eher vom eigenen Versagen ablenken soll.

 

 
                                          (aktuelle Mortalitäsrate in Österreich 26.03.2021)


DI Mathias Gruböck

Analyst


13 März 2021

Billige Wichtigtuerei

Kurz gesagt: einfach billige Effekthascherei. Jetzt ist dann langsam klar, dass es ab April Impfungen in Hülle und Fülle geben wird, nachdem die Weltherren und ihre Freunde erster Klasse fertig mit Impfen sind und jetzt auch den nicht so engen Vasallenstaaten etwas von ihrem Impfstoffen gönnen. Klar, es ist immer die EU. Und jetzt macht der GröKaaZ den gleichen Schmäh wie beim Westbalkan. Konzertiert fahren alle von Regierungs- und deren verbundenen Unternehmensgeldern abhängigen Medien los und schimpfen auf die EU wegen  ihres angeblichen Versagens bei der Impfversorgung. Kurz lässt in bester Populistenmanier jetzt der EU alles Mögliche über seine Stammmedien ausrichten. Klar weil man am Ende dieser C-Chose ja schlauer Weise wählen lassen wird bevor die Zustimmungswerte der Kurz-Jünger zu sehr in den Keller gehen. Für eine erfolgreiche Wahl braucht er ja nur die Hälfte der Bevölkerung die ihn weiterhin als einzigen Wissenden und alternativlos Heilbringenden bis zum Endsieg gegen das Virus erkoren haben. 

Dann kann er endlich, vielleicht sogar mit einem noch leichter einzukochenden Koalitionspartner (oder gar feuchtträumerisch ganz ohne) seine Lieblingsprojekte (zum Beispiel die Anzapfung der Gesundheitsdaten der Bevölkerung über die Verknüpfung der e-card-Daten mit "Forschungs-" oder Verwaltungsapplikationen, die Einmischung in die Rückeroberung der venezulanischen Ölreserven für Ölmultis, kreuzzugsartige freikirchlich unterstützte Rechristianisierung und vor allem radikal Antimuslimismus, NATO-Beitritt und Integration Österreichs unter totaler Aushöhlung der letzten Reste der Neutralität, Management der CETA-induzierten Dominanz des transatlantischen Finanzkapitals über den EU-Marktplatz inklusive Torpedierung der weiteren Integration und Stärkung der EU in einer Art die B. Johnson noch blässer ausschauen lässt,..) 

Und klarer Weise kann der Herr Blümel eidesstattlich erklären, dass er keine Spenden für die ÖVP vermittelt hat, da ja noch aus dem 2017er Wahl die massiven Überschreitungen der Wahlkosten der "neuen türkisen" ÖVP bekannt sind - und die Kurz-Blümels ja einfach mit zwei wahlwerbenden Einheiten argumentiert haben. Woher kam das Geld? Wer hat das Projekt "Türkis" finanziert? Die gleichen, die ihn dann als konservative Alternative zu Merkel inthronisieren wollten und die alles rechts von Kurz geheimdienstlich wegintrigierten?

DI Mathias Gruböck

Analyst

11 Mai 2019

Registrierungspflichten in Kriegszeiten

Sehr geehrte Ministieriumsbeamte,

ist es für einen Bürger eigentlich irgendwie möglich nachzuvollziehen wer sich diesen ausgemachten Unfug der Registrierungspflicht von jahrzehntealten SIM-Karten einfallen lassen hat? War das die neoliberale Pressure-Group der IV, die den US-Internetriesen jedwedes Ungemach bei der Identifizierung derer User ersparen wollte oder wirklich der vollkommene Humbug, dass durch Registrierung irgendwelche Verbrechen verunmöglicht werden würden.
Welches Ministerium trägt dafür die Verantwortung, dass man neuerdings SIM-Karten, auf denen m-parking und Bürgerkarte verknüpft sind, entgeltlich registrieren lassen muss?! Haben sich die Herren in Virginia darüber aufgeregt, dass nicht alle Datensätze, die sie von den Österreichern im Datenringtausch überlassen bekommen, ihren Erwartungen für ordentliche Überwachung entsprechen? Bekäme das neutrale Österreich sonst Probleme bei seiner Zertifizierung beim militärischen Bündnis NATO? Noch dazu wo die sich alsbald gegen den bösartigen Iran mittels einer kleinen Vorwärtsverteidigung wehren will. Sind deswegen schon die Verbindungsoffiziere des ÖBH in die Ministerien eingeschleust worden und hat deren Militärpolizei Exekutivgewalt über Zivilisten erhalten?
Dient die Gesamtmenge an anti-muslimischen Vorschriften und Gesetzen bereits einer Vorbereitung auf die Teilnahme (Unterstützung) an strategischen Kriegsszenarien. Dienen Innenministertreffen entlang der Balkanroute bereits der Kanalisierung von zu erwartenden Flüchtlingsströmen, deren Aufnahme die NATO-Staaten (inkl. nicht stimmberechtigte PfF-Mitglieder), die sich nur mittelbar an Kampfhandlungen beteiligen, gemeinhin erledigen (vergleiche Angriffskriege gegen Jugoslawien, Afghanistan und Syrien)
Wie man bereits aus den Abhörprotokollen des BvT (oder ähnlicher BMI-Strukturen) im Parlament 2010 erfahren konnte, wussten die proporzdurchsetzen Polizei- und Geheimdienste durchaus wie man anonyme Telefonwertkarten abhört und sogar wie man diese gewonnenen Informationen auch gleich gegen Geld an Interessenten weitergibt. Warum genau muss ich jetzt Uralt-SIM's personalisieren? Wegen welcher Sicherheit? Die Sicherheit, dass wir wieder neutral auf der Seite der Angreifer in den nächsten Krieg streben oder die Sicherheit, dass ich mir Notfalls meine korrumpierte Privatsphäre mit hinreichend Geld und politischem Einfluss wieder zurückkaufen kann oder was?
Wer genau in den Ministerien oder gar im Parlament verspürte hier einen Wählerauftrag um dem Souverän durch diese x-te Überwachungsgesetzgebungsverschärfung reinzuwürgen. Als nächstes gleich die Gesichtserkennung auf der Autobahn und den Bahnhöfen, damit man die gleich als Gefährder rechtsfrei herausfiltern kann, die zu gequält in die Kamera lächeln.
Bitte, wie genau gefährde ich die Sicherheit in Österreich indem ich ein ehemaliges Vertragstelefon noch als Prepaid weiter betreibe? Danke für eine Antwort mit den Schlagworten - nicht zuständig, Datenschutz, Terrorgefahr, Friedensprojekt, radikal-"irgendwas" und immer bemüht. Bitte könnten sie ihrem Chef auch sagen, dass man mit einer derartigen Wurschtlerei keinesfalls (korr. die Umvolkung) den Bevölkerungsaustausch verhindern wird, da sich bekannter Weise in der totalüberwachten DDR die Bevölkerung zum Schluss selbst ausgetauscht hat, ob der übergroßen Sicherheitsbestrebungen der DDR-Verantwortlichen. 
Noch eine Frage: Wenn ich jetzt ein Großkonzern wäre, dürfte ich dann bezüglich des staatlichen Eingriffs in bestehende Dienstleistungsverträge ein CETA-Geheimgericht anrufen? Also wenn ich genug Geld hätte um zu Recht zu kommen?
Gibt es irgendeine Möglichkeit herauszufinden welchem meiner Volksvertreter offenbar einfach zu wenig Regelungen, Prüfungen, Bestimmungen, Zertifizierungen, Vorschriften, Kontrollen, Steuerungen und eben Registrierungspflichten bestanden und sich zur Sicherheit noch schnell ein paar Spezialitäten einfallen haben lassen. Jetzt noch dazu wo Heidi nachweisen muß, dass sie ihr Kopftuch nur zur teutschen Brauchtumspflege oder einfach zum Klima-Schutz trägt und nicht aus anderen Ideologien oder gar unchristlichen Religionszwecken heraus.

Mit freundlichen Grüßen

DI Mathias Gruböck                                                                                            

Baden, 10.05.2019

30 April 2018

Wachstums-Fake

Der Handel mit Canada ist niedriger als der mit Russland. Warum zerstören wir jetzt genau den Handel mit Russland? Damit NAFTA-Konzerne ein eigenes Rechtssystem bekommen? Ja - danke ÖVP, wieviele Arbeitsplätze hat das eine gekostet und das andere gebracht!?!? Neben den zahllosen Robbenbabys die jetzt wieder unsanktioniert gekillt werden dürfen. Mit Einklagerecht über Geheimgerichte - DANKE CETA!
Die einzige Fake-News ist, dass es ewiges Wachstum gibt.

DI Mathias Gruböck                                                              Baden, 30.04.2018
Unternehmens- und Organisationsberater

20 Dezember 2017

GeCETA



Motte Allerechtevorbehalten Lieber Herr Matthias Strolz - wem wollen sie jetzt Österreich nicht überlassen? Ist etwas verkürzt und missverständlich! LePen, deWilders und Frau Weidel, weil sie der Regierung gratulieren, wie ein Herr Trudot, eine Frau Merkel und andere? Oder meinen Sie den Rechtsnationalisten Netanjahu, der anscheinend als Einziger etwas gegen die FPÖ hat, die in ihrem Antiislamismus/-arabismus/-palästinensissmus/-türkeiismus ziemlich exakt auf seiner Linie liegt? Noch dazu - woher ist dieses Foto, selbst mit Fotoshop gebastelt oder doch die Agentur Fußi/Silberstein? Sie als Hüterin der Verfassung müssten eh sehr zufrieden sein, dass jetzt CETA nicht mehr ausgehebelt werden kann. Wo jetzt so der Freihandel mit Kanada losbricht und wir endlich Schiedsgerichte für die US-Lawfirms bekommen, damit sie dem Herrn Gusenbauer/Steinmetz ihre 5 Milliarden Euro aus Rumänien herausholen, weil sie ja in einer vollkommen legalen, offenen und unbeeinflussten Ausschreibung sich die größte Goldmine Europas einverleibt haben, dass sich jetzt die Sozialisten nur mit Anti-Anti-Korruptionsgesetzen retten können. Läuft doch eh - oder? Die STRABAG wird schon nicht zu Kurz kommen

DI Mathias Gruböck                                                                                       Baden, 20.12.2017
Unternehmens- und Organisationsberater

30 Januar 2017

OK Datenbank



Also die EU-(Innen)-Minister brauchen wieder eine Datenbank, wo sie, ohne richterlichen Beschluss alle Kommunikationshandlungen der europäischen Bürger überwachen können. Eine riesige Datenbank, ein mächtiges Werkzeug um in Zeiten eines Rückfalls in die Zeiten eines Kommunistenjägers Mc Carthy Druck auf die Bürger ausüben zu können.

In Österreich gibt es seit langem einen Parlamentsbeschluss eine Transparenzdatenbank aufzubauen. Wer bekommt von wem wieviel aus dem Steuertopf. Das verweigern die Landesfürsten. Privacy-Bedenken und Blabla. Die Telefon- und Internetdaten aller Bürger, die wollen die Landesfürsten und deren Vasallen in der Bundespolitik schon. Wohin welche Gelder fließen (und manchmal auch wieder zurück), das wollen die Freunde nicht einpflegen.

Auffällig ist, dass, seit diese offiziösen und auch geheimen Strukturen gelernt haben dem Bürger durch Angstkonstrukte immer mehr Geld und Macht abzuluchsen, die Anzahl der Störfälle (Terroranschläge immer zum gesetzgebend entscheidenen Zeitpunkt, positiver Verstärkungsmechanismen (mehr Anschläge mehr Budget), absolute Übersteigerung der realen Gefährdungslage) massiv zunehmen. Wenn man die einzelnen Terrorereignisse (die immer ausgewiesen von „normalen“ Kriminalfällen unterschieden werden) über den Erweiterungsentscheidungen von exekutiven Machtbefugnissen, Aushöhlung von Freiheitsrechten der Bürger und zusätzlichen Budgets für Mannstärken und Rüstungsausgaben aufträgt, dann ergibt sich eine starke Signifikanz, dass diese Ereignisse nicht unabhängig voneinander stattfinden. Es gälte zu untersuchen ob es sich hierbei um eine injektive oder zumindest stellenweise um eine bijektive Verbindung zwischen den einzelenen Ereignissen handelt.

Letzte Ereignisse lassen zunehmend die These aufkommen, dass gewisse exekutive Organisationen (speziell die Geheimdienste) sich selbst ermächtigt haben, Bedrohungslagen derart zu propagieren, dass sie sich selbst ein wachsendes Aufgabenfeld generieren können. Diverse Untersuchungsausschüsse in Deutschland legen zudem nahe, dass diese staatlichen Strukturen sich so weit vom Souverän entfernt haben, dass man sie als außerhalb jeder Rechtstaatlichkeit stehend bezeichnen kann. Diese Strukturen in Kombination mit elitenhaften Machtstrukturen bilden wohl eine viel größere Gefahr für die Durchsetzung der Verfassung und des Rechtsstaates als jeder kriminelle Akt, bei dem oft kleine Straftaten zum Megaterroranschlag unter Mithilfe von elitenahen Medien hochstilisiert werden.

Interessant hierbei ist, dass meist die selben Repräsentanten, die vergleichsweise antiquierte Überwachungsmethoden der ehemaligen DDR als die Ausgeburt eines Unrechtstaates brandmarken, viel einschneidendere und polizeistaatähnlichere Methoden in unseren, doch so liberalen Demokratien forden. Hierbei bekommt man bei vielen dieser Politiker das Gefühl eher einen Blockwart vor sich zu haben als einen entsandten Repräsentanten der nur seinen Wählern verpflichtet ist. Irgendwie hat man das Gefühl, diese Politiker sind der Führungsmacht USA lange Zeit hinterhergetrappelt und haben überall mitgemacht und jetzt klappt der blonde Mc Carthy einfach die Taue und läßt die Mitläufer-Kollegen vor dem ganzen Scherbenhaufen zurück. Da sind einige Dinge derart in die Ecke gelaufen, dass es wohl einige Jahre braucht um hier wieder etwas Gras drüber wachsen zu lassen. Den einzigen Krieg den unsere Wertegesellschaft in den letzten Jahren ausgelassen hat (den mit dem Iran), den will der „Die Welt als einzigen gordischen Knoten-Betrachter“-Trampel auch noch irgendwie wieder aufwärmen. Neben den Palästina-Landvertreibungsdingens und die Chinesenanpisse.

Die Europäer (noch inkl. der Briten) haben als größte Angst, dass sie jetzt plötzlich ganz alleine Krieg führen müssen (und das die USA zusehr den Krieg mit Russland vergisst) und niemand mehr ordentlich die Bürger überwacht. Auf Grund der exponetiellen Bevölkerungssteigerung wird sich die europäische Gutmenschen-lasst-alle-in-Not-von-uns-finanzieren-Nummer nicht ewig ausgehen. Speziell wenn man die östlichen EU-Bürger raushauen will, damit man mehr Migranten von ganz draußen durch finanzielle Anreize ins Land holen kann. Das wird ein herrliches Chaos. Doppeltes Integrationsversagen – Integration Europas und gleichzeitig Integration von Millionen Zuwanderern. Bissal viel Integration. Und dann noch die Europol Datenbankenintegration – weil wenn man seine Bürger nicht kennt, da so viele neu hinzukommen, muss man schon ganz genau kontrollieren wie die mit der christlichen Glaubensfreiheit so genau umgehen. Und, dass bei uns der Vater nichts zu sagen hat und, dass diese Frauen mit den vielen Kindern auch ihre Kinder so erziehen wie das Frauenbild der Frauen ist, die keine Kinder wollen. Weil sonst gibt es bald zu viele flasche Frauen, mit dem falschen Frauenbild und wieder zu vielen Kindern und überhaupt.

Diese Riege von Politiker jedenfalls beschäftigt sich auffällig viel damit dem Bürger irgendwelche Bürgerrechte zu entziehen. Sehr wenig Energie geht hingegen in die Richtung den Einfluss der Lobbys auf die EU zu regulieren (Lobbyistendatenbank – Feigenblatt), die Rückfütterung von Steuergeldern an Günstlinge und Lobbys nur einmal darzustellen (Transparenzdatenbank – Bauchfleck) oder demokratische Prozesse in der EU einzuführen/einzuhalten (vergleiche Trialog – vorläufige Freigabe von Gesetzen – kommissarische Machtausübung am Parlament vorbei (die letzten Kommissare gabs eigentlich während der Besatzungszeit – also eigentlich stellen diese eine Zwangsverwaltung dar)

Wenn man die Aufwendungen die eine EU-Administration in den jetzigen Rohrkrepierer CETA gesteckt hat ansieht und, dass es noch immer Kräfte gibt, die sich mittels diesem Konstrukt einem voll auf Protektionsimus abfahrenden US-Regime voll ausliefern wollen, dann sind die Bemühungen weiterhin die eigenen Bürger dem Datenhunger von Regime-Organisationen zum Fraß vorzuwerfen in sich logisch, da offenbar auch andere EU-Beamte auf eine Vergoldung derartiger troyanischer Aktivitäten durch einen gutdotierten Goldman Sachs-Job hoffen, da die Koscher Nostra ja jetzt nicht nur über den Pizzalieferanteneingang ins Weiße Haus kommt. Wie schon Ex-Präsident Obama vorhersagte: Ich glaube, alles wird OK! Die schaffen das lustiger Weise auch ohne Vorratsdaten. Unsere gemeinsamen Werte. Um mit Mutti zu sprechen: Die schaffen das.

DI Mathias Gruböck                                                                                 Tarifa, 30.01.2017
Unternehmens- und Organisationsberater

16 Januar 2017

Hoffa-Lansky Reinkarnation


Die US- Affinados und Transatlantik-Vasallen a la PIS laufen gerade voll ins post-partnerschaftliche Gatter des US-First-Imperiums. Da werden US-Truppenstationierungen mitten in der EU bejubelt als wäre diese Besatzung kostenlos. CETA weiter ratifizieren um sich ganz sicher die letzten Abwehrmöglichkeiten gegen eine Wirtschaftshegemonie die als brüderliche Globalisierung verkauft wurde aufzugeben. Eine EU, die sich wie verstörtes Schlachtvieh selbst auf die Schlachtbank treibt. Vollkommen handlungsunfähig, da von mehr Goldmann Sachs Trojanern durchsetzt als von Gemeinschaftern. Die ärgste Lachnummer wird, wenn sich die Trump-USA mit den Russen einigen werden das zu starke Deuropa wieder auseinanderzuschlagen. Trump will die geostrategischen Anstrengungen eines Soros-Obamas kapitalisieren. Da trifft er sich mit Soros, der nun auch wieder vermehrt seinem Brotberuf, der Währungsspekulation im Allgemeinen und der Spekulation gegen den Euro im Speziellen nachgehen kann. Ab 22.01.2017 herrscht laut Netanjahu eine neue Weltordnung. Die Europäer sind wieder einmal zu spät zu langsam zu uneinig zu eingelullt um irgendetwas steuern zu können. Mutti und Bubi Kurz werden weiter jeden Tag eine gute Tat machen, damit sie ein Spezialabzeichen fürs Bravsein bekommen. Juncker spielt weiter den Pausenclown unter der Spaßtruppe in Brüssel, die ihre Mules-frittes Competitions auf allerhöchstem Niveau austragen. Schmatzend sitzen sie da und warten kanickelartig was die große Schlange vorhat. Die glauben noch immer, saß man sich so fettfressen kann, saß ein Schlange einen nicht schlucken kann, während die von der PIS-Abteilung schon einen kleinen Ständer bekommen ob der Vorlieben des neuen US-Präsidenten.

Trump freut sich über jede prohibitionistische Aktion von Gesellschaften, da in solchen Zeiten seine Freunde erst wirklich groß und mächtig geworden sind. Was macht ein Schmuggler wenn es weltweiten Freihhandel gibt? Er ist arbeitslos. Eben. Der Kampf gegen die Drogen ist aber nicht wirklich eine Toppriorität bei Trump. Eher die Asylpolitik von Merkel, weil die den Schmugglerbanden (früher hieß das doch Mafia) Milliarden gekostet hat. Allein von Belgrad bis Wien gaben die 60.000 Flüchtlingsmigranten, die in Österreich blieben an die 100.000.000 Euro aus. Auf Sex, Drugs und Zockerein wird es unter Trump sicher keine Strafzölle geben. Wiziger Weise braucht er nicht einmal die Geheimdienste um seine Macht abzusichern. Aus welchen geheimen Organisationen bezieht er seine Macht? Ein Kampf für US-Arbeiter im Stile eines Hoffa-Meyer Lansky. Und das EU-Parlament spricht noch die CETA-Einladung aus für die neuen Urständ. Voll auf Durch/Raubzug getrimmt. Da stören eher die chinesischen Triaden als die Russen. Die kaufen immer alles auf.

DI Mathias Gruböck                                                                                    Malaga, 16.01.2017
Unternehmens- und Organisationsberater

11 November 2016

CETA-Gegner sind geistige Nackerbatzln



Motte Allerechtevorbehalten Genau - Freihandel bringt nämlich Wohlstand, das weiß doch jedes Kind! Also, wenn man nicht Freihandel mit China und Russland macht natürlich. Weil die so schlechte Standards haben. Die Gentechnologie in Kanada ist viel besser als alle denken. Gott sei Dank dürfen die jetzt ihre Standards behalten und wir unsere auch. Und die Schiedsgerichte für den Freihandel, also eigentlich für die Investoren. Und die Dienstleistungsfreiheit - warum soll Nestle nicht auch in Österreich die Wasserversorgung von verschuldeten Gemeinden übernehmen können? Und der gemeinsame Leitungsrat, der die Inhalte des Freihandels und des Investments noch freier beschließen kann. Das bringt Gott sei Dank so einen Wirtschaftsaufschwung wie in den USA. Dort haben leider auch diese ungebildeten wirtschaftskundlichen Nackerbatzerln nicht verstanden, dass sie voll im Wohlstand leben. Da haben die Wähler rechts und links (weniger, weil eben nicht Sanders) rebelliert. Die verstehen einfach nicht mehr die einfachsten Sachen: wenn jemand sagt, dass Freihandel Wohlstand bringt, dann stimmt das einfach. Das ist so - weil es einfach so ist. Das weiß doch jeder. Also es wird überall wiederholt. Ist es so? Warum gibt es jetzt dann plötzlich so viele Globalisierungsverlierer? So viele, dass sie offenbar schon die Mehrheit bei diversen Wahlen und Abstimmungen entscheiden. Also, Freihandel bringt Globalisierung. Globalisierung heißt nichts anderes, dass sich das Kapital die Gegebenheiten weltweit aussuchen kann wo es am meisten Profite erzielt. Dadurch werden lokale Standards (Arbeits-, Sozial- und Umweltstandards) gegeneinander verglichen und treten dadurch in einen Wettbewerb. Wie wirtschaftliche Nichtnackerbatzln ja wissen, ist das durchschnittliche Monatseinkommen in 4/5 der Welt ca. 200.- Euro und weniger. Wie das genau Wohlstand in den Hochlohnländern abseits von Investmentbanken und Fondsgesellschaften bringen soll - würde jetzt einfach zu lange dauern, das ist einfach so. Investoren investieren in Hochlohnländern genau wegen Steuergeschenken (Irland, Luxemburg, Österreich - Gruppenbesteuerung), Förderungen (Geldgeschenken - Quersubventionierungen) und Fixrenditenzusagen. 
 
Leider vergessen alle Freetrader INNERHALB der EU, dass hier noch jede Menge an Märktebefreiung zu leisten wäre - in der EU gibts aber eh nur 80% der Handelsumsätze zwischen den Staaten. Da muss man sich um Wichtigeres kümmern, wie zum Beispiel um die 2-3% mit Kanada!!?? Das weiß ja jedes wirtschaftlich ungebildete Kleinkind, dass man bei einer Verdoppelung des Handelsvolumens 2% auf 4% mit Kanada viel mehr erreicht, als eine 10%ige Steigerung des Binnenhandels - aber hier hatten die Lobbyisten und EU-Beamten strategisch vorausschauend 7 Jahre alle ihre Energie reingesteckt um einen einfachen Vertrag (laut Rechtsreferat der EU-Kommission) von 2000 Seiten auszuarbeiten. Das ist wirklich mutig und so weitblickend, wie diese Lobbys sich um unser aller Wohlstand sorgen und kümmern. Danke. Danke Danke. Hoffentlich schaffen wir auch noch TTIP! Dann müssen wir uns bald alle Sorgen machen wohin wir mit all dem Wohlstand sollen.
 
DI Mathias Gruböck                                                                                                 Baden, 11.11.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

30 Oktober 2016

NEOS liberal



Motte Allerechtevorbehalten Also das Bankgeheimnis (in Österreich meines Wissens nach im Verfassungsrang) wurde so schnell abgeschafft, wie die Überwachungslobbys bis eins zählen konnten. Wegen der bösen bösen STEUERKRIMINELLEN. Das Thema mit den Konzernen - oh - da hat doch das US-Finanzministerium interveniert, dass die armen US-Konzerne nicht ihre Steuerprivilegien in der EU verlieren. Hätten wir schon TTIP, dann könnte man gegen eine Änderung der Besteuerung in Luxenburg oder Irland für 0,x% sogar klagen (geht wahrscheinlich auch mit CETA). Herr Strolz: Freihandel auch mit Russland? Freihandel auch mit China? Oder nur Freihandel (und -verkauf) mit Nordamerika? Freihandel mit einem System das die Preise und Werte (Ratingagenturen) bestimmen kann? Ist fast so wie: "Sag mir den Preis zu dem du mich aufkaufen willst und ich sag jetzt schon ja" - genauso frei wie beim Handeln mit der Hypo (fairer Kaufpreis um 1€ ohne Rückgaberecht + 100% Ausfallshaftung, damit die Ratings nicht runtergehen - wir dürfen uns das Geld weiterhin günstig aufnehmen, dass wir dann den Kreditgebern der Hypo weiterreichen) Ich finde die NEOS eine erfrischende politische Aktivität, nur ganz ohne neue Ansätze die nicht stur NEO-Liberal sind wird es sich nicht ausgehen, sonst bleibt man der Pressesprecher der Multis. Ist ja auch in Ordnung, aber einfach das tun was die Wirtschaftslobby will kann der Herr Mitterlehner mit viel weniger Tamtam.
 
DI Mathias Gruböck                                                                                        Baden, 30.10.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

27 Oktober 2016

Lauter CETA-Gschichtln

Der CETA Vertrag ist wirtschaftlich gesehen vollkommen irrelativ - für 2% des derzeitigen Exportvolumens den kompletten Apparat der EU zu blockieren ist für sich betrachtet vollkommener Unsinn. Sollten sich die Handelsraten mit Kanada verdoppeln liegen sie noch immer weit hinter der Türkei, Russland oder der Schweiz. Die dargestellte Statistik gibt einen Hinweis auf den wahren Grund für CETA, das langfristig vom Herrn Baroso und seinen Netzwerken eingestillt wurde. In den Zeiten des kalten Krieges hätte man Herrn Baroso als Doppelagenten bezeichnet, der jetzt in seinen wahren Berufungen bei Goldmann und Sachs und bei den Bilderbergern auftaucht. Er berät Goldmann und Sachs in Sachen Brexit. Das hat vordergründig nichts mit CETA zu tun. Aber eigentlich hat es vielleicht viel mehr mit CETA zu tun als alle Mitläufer und Kopfnicker in den EU-Staaten uns glauben lassen wollten. Kanada ist Mitglied in der NAFTA, den 5Eyes und im Commonwealth of Nations. CETA ist somit eine herrliche Verbindung zwischen dem britischen Empire-Restln, des US-Imperiums und der EU. Die 2000 Seiten Goodies für Kanada müssen auch mindestens für Brexitannien gelten. Alle drei Wirtschaftsverbünde sind damit über das Gelenk Kanada verbunden, haben eine eigene Kommission für Wirtschaftsregularien, eigene Rechtsauslegung und das Günstigkeitsprinzip (das alle Standards ablöst). 

Was vollkommen schleierhaft ist, warum die Bauernvertreter in der EU (also jenseits von Monsanto und Agrarindustrie so es das überhaupt noch gibt) dem CETA-NAFTA-CWoN-Anschluss und gleichzeitig den Russlandsanktionen zugestimmt haben. Neben ein paar anderen Interessensvertretern. Globale Interessen - das klingt fast genauso wie Nationale Sicherheit und Wertegemeinschaft - irgendwie kommt man sich vor, als ob man jetzt einem schlitzohrigen Gebrauchtwagenhändler alle seine 2000 Ladenhüter abgekauft hätte ohne, dass man sie probegefahren hätte und gleichzeitig auf das Rückgaberecht verzichtet hätte. Aber die Eliten haben uns diesmal sicher kein Gschichtl reingedrückt. Diesmal sitzen im UNO-Sicherheitsrat nicht mehr die US-Powells und schwenken mit irgendwelchen Geheimdienst-Illusionisten-Attrappen herum. Diesmal sagen alle voll echt die Dinge wie sie wirklich sein sollen. Oder so. Ganz sicher keine CETA-Gschichtln. Ganz sicher keine verdeckten Kriege. Ganz sicher keine Überwachungsstaaten. Ganz sicher westliche Werte. Ganz sicher wollen sie uns diesmal nichts andrehen um selbst ihre Macht auszubauen. Ganz SICHER?

DI Mathias Gruböck                                                                                        Baden, 27.10.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

Demokratische Entscheidungsprozesse


Also die EU hat sich unmöglich gemacht!? Da beschließt eine Kommission, die von NIEMANDEN gewählt wurde im Geheimen etwas mit einem NAFTA- und 5Eyes-Land auszuverhandeln. Diesen Beschluss lassen sie sich von einem Konsortium von entsandten nationalen Ministern der Nationalregierungen bestätigen. Viele dieser beiden Gremien von vor 7 Jahren sitzen bereits in der Industrie oder gleich bei Goldmann und Sachs um sich für ihre Leistungen honorieren zu lassen. 7 Jahre später wollen diese beiden Gremien dann den im Geheimen verhandelten Vertrag einfach undiskutiert beschließen. Diese beiden Gremien, die sicherlich mehr Interessenvertreter als demokratisch gewählt genannte Regierungen darstellen, setzen dann die doch alle 5-6 Jahre dem Wahlvolk verantwortlichen Parlamente unter Druck, weil sie nicht einfach rechts unten unterschreiben. Das Kleingedruckte wird nicht einmal in die Sprachen der einzelnen Mitgliedsstaaten übersetzt, überhaupt wird zuvor behauptet, dass das ein ganz arschnormaler, einfacher (völkerrechtlich bindender) Vertrag ist, den die einzelnen Mitgliedsstaaten gar nicht ratifizieren müssten. So kann man vielleicht in einer Firma agieren, aber mit Demokratie und Ausgleich der Interessen hat das nichts zu tun. Das nennt man Machtpolitik, wenn man über alle Interessen drüberfährt. Das war eine reife Leistung der EU! Das war ein Zeichen, dass die EU keine "Wünsch-Dir-Was"-Veranstaltung von ein paar Lobbys ist. Das ist ein guter Tag für die EU. Die Entscheidungsprozesse müssen sicherlich geändert werden - die Institutionen müssen demokratischer werden. Diese Schattenmächte wie der EU-Rat und der NATO-Militärmachthaber müssen einem europäischen demokratischen Prozess unterworfen werden. Wie kann man eine gemeinsame Währung haben, aber keine gemeinsame Steuerungsfunktion im wirtschaftlichen und militärischen Bereich? Wenn diese Machtstrukturen in der EU einer demokratischen Kontrolle unterzogen werden würden, dann müssten sie Verträge vorher mit den Regionen absprechen. Und, bitte schön, wer verdammt noch einmal will hier um Biegen und Brechen diese Sondergerichte? Die Kanadier? Die EU? Wer von den beiden braucht das? Oder wollten das die Fonds unbedingt haben?

DI Mathias Gruböck                                                                                               Baden, 27.10.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

25 Oktober 2016

Manche dürfen alles tun



Motte Allerechtevorbehalten Stefan Uttenthaler Ja sicher - weil entweder ändert sich gar nichts oder jeder darf machen was er will (also auf diplomatisch heißt das dann: Jeder darf seine Standards behalten) Das ist das Papier nicht wert auf dem es geschrieben wurde - weil das Theater würde nicht gemacht wenn alles so bliebe wie es ist. Die 5 relevanten Zölle die es noch zwischen Kanada und der EU gibt hätte man auch auf 2 A4 seiten abschaffen können. Wozu die restlichen 1998 Seiten sind weiß keiner außer die Lobbys die ihre geschäftlichen Schmankerln da hineingeschrieben haben.
 
DI Mathias Gruböck                                                                                              Baden, 25.10.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

23 Oktober 2016

Wie man allen eine Wuchtl reindrückt?

Wie kann man allen eine Wuchtl reindrücken und alle die das nicht so einfach schlucken wollen als Vollidioten bezeichnen? Das geht ganz einfach. Man wird Politiker oder gleich Lobbyist und sagt, gegen Empfang heftiger Barzahlungen, dass Freihandel Wohlstand bringt.

Da wird einmal behauptet, dass die Exporte nach Kanada sich in den nächsten zehn Jahren um 50% steigern werden. Gleichzeitig erzählt der IV-Bereichsleiter Löwy in Puls 4, dass die Lebensmittelexporte Österreichs beim Beitritt zur EU 1,8 Milliarden Euro betragen hätten und heute auf über 10 Milliarden Euro gestiegen sind. Abgesehen von Inflationsbereinigungen impliziert gerade der Bereich Landwirtschaft, dass man seine Erträge endlos steigern könnte. Und wenn Red Bull zufällig auch zu den Lebensmitteln gezählt wird, dann würde das auch keinen wundern.

Dann lässt Herr Löwy aufhorchen: Es wird ja nicht betrachtet, wieviele Arbeitsplätze ein Nichtabschluss von CETA kosten würde. Jetzt wird es ganz wirr. Der Bundeskanzler erklärte noch am Freitag wie sehr man sich gegen den Freihandel mit Asien wehren müsste, da die andere Standards hätten und viel billiger wären – speziell bezog er das auf die Stahlbranche und die 40.000 Arbeitsplätze, die in Europa letztes Jahr durch „Billigimporte“ in der europäischen Stahlindustrie verloren gegangen seien. Dann sagte der Herr Löwy noch etwas sehr Interessantes: Die Europäer würden gegen die Asiaten zurückfallen, weil die mit den USA das TTP abschließen würden. Verwirrung total. Freihandel bringt Wohlstand – also aus der NAFTA kommen dann keine „Billigimporte“ sondern Güter zu „Freundschaftspreisen“. Die NAFTA-Länder können selbst bestimmen zu welchen Standards und Bedingungen sie produzieren – und investieren. China hat dazu im Gegensatz schlechte Standards und Bedingungen, daher ist Freihandel mit denen pfui. (also im Zuge der WTO eigentlich nicht, aber wir definieren China einfach, dass sie keine Volkswirtschaft sind, dann gilt das WTO-Freihandelsabkommen nicht für China) Und der Herr Löwy meinte auch, dass die Asiaten alle ein Freihandelsabkommen mit den USA haben wollen. Na klar doch! Die haben ja die billigen Arbeitskräfte und brauchen die Absatzmärkte und die Investitionen. Europa hat nicht die billigen Arbeitskräfte, hat hohe Standards, hat keine Standortvorteile in der Landwirtschaft und hat zunehmend Investoren die ebenfalls mehr in Wachstumsmärkten investieren. Europa hat nur einen Nachteil, dass es einfach zu deppert ist im naheliegensten Wachstumsmarkt, Russland, zu investieren. Das ist wirklich eine Wirtschaftspolitik für Vollpfosten: Den prosperierenden kongruenten Markt mit Russland zerschlagen wir, damit wir irgendwelche vollkommen blauäugigen oder linken Handelsverträge schließen mit einem NAFTA-Raum, der ganz sicher nicht am Wohlergehen der europäischen Produzenten interessiert ist. Warum, bitte sehr, soll eine Firma ihre Arbeitsplätze aus der NAFTA nach Europa verlagern und nicht gleich nach Asien? Das EINZIGE was Asien bisher nicht hat ist der kaufkräftige Markt von 500 Millionen Menschen. Klar ist Kanada daran interessiert. Klar sind die Investoren daran interessiert. Aber was interessiert das die Vertreter der europäischen Bevölkerung? Der US-Botschafter in Brüssel hat das ganz richtig beschrieben: Es wird die Wirtschafts-NATO, bei der immer nur einer das Sagen hat.

Gibt es in diesem ganzen CETA-Vertrag auch einen No-Spy Passus? Wenn man miteinander frei handelt und frei Wirtschaft treibt, sollte man sich doch auch nicht einseitig ausspionieren, oder? 5-Eyes Mitglied Kanada betreibt mit den USA und dem Bald-Nichtmehr-EU-Mitglied GB das größte Spionagenetz der Welt, dem man wohl die meisten Enthüllungen von „Wirtschaftsskandalen“ bei Nicht-5-Eyes Staaten zu verdanken hat. Freihandel bringt Wohlstand – in Bulgarien und in Rumänien haben die Menschen viel weniger Einkommen als die Griechen. Was haben die für Handelsbeziehungen mit Kanada? Mit Russland dürfen sie ja jetzt nicht mehr Handel treiben und die EU schaut, dass es dem Rubelraum möglichst schlecht geht – Ramschniveau. Zypern mit ihren Verbindungen zum britischen Bankensystem – upgrade. Italien, mit dem stärksten Wirtschaftsstandort Europas, Norditalien, fast Ramschniveau. Das ist was die Investoren machen – bekomm ich nicht meine Sondersicherheitsschiedsgerichte werte ich euch in Grund und Boden ab. Derjenige Wirtschaftstreibende, der einer konkurrierenden Truppe alle seine Geschäftsgeheimnisse preisgibt und sie dann noch seine Bewertung durchführen lässt, wird bald den Kuckuck überall kleben haben. Außer man glaubt, dass diese konkurrierende Truppe nur am Geschäftserfolg unseres Wirtschaftstreibenden und seiner vielzähligen Mitarbeiter interessiert ist.

Der CETA-Vertrag ist 4-5 mal so Umfangreich wie der Beitrittsvertrag Österreichs zur EU. Darin steht, dass Österreich sein Bankgeheimnis behalten darf und das Österreich immerwährend neutral ist und bleibt. Vor der NR-Wahl 2013 erklärt die Koalitionsregierung aus SPÖ und ÖVP, dass die Hypo sicher sei und, dass kein weiteres Steuergeld dafür aufgewendet werden muss. 3 Monate später wird sie abgewickelt. Paar Jahre später ist das Bankgeheimnis Geschichte, die immerwährende Neutralität ist ein selbstironisches Lippenbekenntnis mit Treppenwitzcharakter geworden. Aber der Herr Löwy und die „globalen Interessen“, die den Herrn BK Kern ganz kleinlaut werden ließen, versprechen ganz hochheilig, dass das alles super ist. Und voll im Interesse aller – (aller IV-Mitglieder, oder fast aller). Das hat auch schon der Herr Vizekanzler Mitterlehner gehört – er vertritt ja ? Und der Bauernbund - ? (Wen vertreten die genau – Monsanto? Raiffeisen?)

Laut EU-Kommission ist CETA ein einfaches Abkommen und muss gar nicht von den nationalen Parlamenten ratifiziert werden. Jetzt ist es plötzlich kein einfaches Abkommen – was schon die über 2000 Seiten angedeutet hätten. Das ist also laut Rechtsvertretung der EU-Kommission ein einfaches Abkommen, dass so kompliziert ist, dass kein Normalsterblicher erkennen kann, dass es irrsinnig vorteilhaft für jeden einzelnen ist. Und laut Frau Malström sind alle dafür, außer eben immer gerade die vor denen sie die Vorteile von CETA nicht erklären kann. Alle anderen sind dafür. Und sieben Jahre haben sie im Geheimen verhandeln müssen, also der Herr Baroso und seine Kollegen von den Lobbys. Der Initiator von CETA sitzt jetzt bei Goldmann und Sachs und entwickelt die neuen Geschäftsmodelle auf Grund dieses Vertrages. Das ist genial. Das ist ein Steilpass zu sich selbst. Toooor. Drin ist die Wuchtl. Der Herr Löwy von der IV klatscht begeistert. Er bekommt auch einen Lobbyvertrag von Goldmann und Sachs als Frühstücksdirektor nachdem die Spielregeln auf Gewinn getrimmt wurden. Wuchtldruckereien als Printshop für Aktienbonuspakete. Die dürfen weiterhin frei gehandelt werden. Wo ist die Vereinbarung einer Transaktionssteuer mit Kanada, als Abtausch für den Investitionsschutz? Ah, das ist dann ja wieder profit….. äh, arbeitsplatzfeindlich. Soll ja weiterhin eine Spekulationsfreiheit mit Kapital- und sogar Profitsicherung bleiben.

DI Mathias Gruböck                                                                                                 Baden, 23.10.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

21 Oktober 2016

NEOS als Freakshow



Motte Allerechtevorbehalten Ich freu mich ja so sehr in einem Land zu leben, wo die Berg-Hofers frei das Glauben dürfen was sie von den Medien erzählt bekommen. Also eigentlich von den Regierungen - ah nein, die haben ja nicht verhandelt - von dem Verhandlungsteam, ah das auch nicht, die haben nur Papers von den Lobbys genommen und auf 2000 Seiten zusammengezimmert. Es ist auch schön in einem Land/einer Vereinigung zu leben wo Menschen einfach 500 Millionen Menschen für die Unterlegung ihrer Argumentation heranziehen können und so tun können, als ob es jetzt plötzlich überhaupt keinen Handel mehr mit Kanada geben würde. Macht auch nichts, dass es nur noch auf 3 Produktgruppen relevante Zölle gibt (eine davon ist "weiterverarbeitete Nahrungsmittel") Auch wird der österreichische Fließenleger weiterhin bei Ausschreibungen in Kanada mitmachen können - und seine Kostenstruktur wird weiterhin nicht konkurenzfähig sein. Es ist einfach schön in einem Land zu leben wo sich ein NEOS-Internet-Marketing CEO (falls er wirklich eine AG hat) mit einem ÖVP-nahen Kommunismusbekämpfer (Herr Huber), der sogar den Herrn Kardinal Schönborn als Kommunistenfreund postet, kein einziges relevantes Argument abseits der Standardstehsätze abliefern müssen, um allen anderen die Wahrheit, die Redlichkeit, die Intelligenz und sonstwas abzusprechen. Einfach schön. Und alle die irgendwie das alles nicht so hurra-patriotisch-transatlantisch sehen, werden gleich als Putin-Versteher oder RT-Dauerseher erkannt. 
In Summe Herr Dominik Berghofer haben Sie offenbar Unmenge an Zeit als CEO von Rebecca Rebell um allen anderen Menschen ihr überragendes Vernunftgebahren darzulegen. Das mit der Angstpropaganda der anderen hab ich noch nicht ganz verstanden? Da reicht mein Intellekt anscheinend bei Weitem nicht an Ihren heran? Bitte um Aufklärung wer hier schon wieder Angstpropaganda betreibt????
DI Mathias Gruböck                                                                                      Baden, 21.10.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

Transparent bis nicht sichtbar



Das ist super - zuerst verhandeln sich die Lobbys im Geheimen alles hinein was nicht niet und nagelfest ist - und dann verlieren alle das Gesicht wenn sie nicht einfach unterschreiben??? Wie wäre es einmal, wenn wir uns damit beschäftigen würden einen echten Freihandel in der EU zu etablieren? Wie wäre es einmal mit der Vereinheitlichung von Steuergesetzen? Wie steht es eigentlich mit den Steuernachforderungen für die US-Konzerne? Alles ganz transparent, blabla. CETA sorgt für unseren Wohlstand und die NATO für den Frieden - amtliche Verschwörungstheorien. Ja - und die Standards können beibehalten werden - eh klar und gleichzeitig sinken die Preise - eh klar - und sicher werden dann die Milchpreise mit nicht-genmanipulierten Tierfutter mit den anderen mithalten können. Man muss ja nicht draufschreiben wieviel Glyphosat und Genmanipulation im Futter ist. Weil 26 Staaten Scheiße fressen wollen verlieren die, die das nicht machen wollen, das Gesicht. Auch eine Logik. Die Logik der Lemminge.

DI Mathias Gruböck                                                                                       Baden, 21.10.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

19 Oktober 2016

Freihandelsidioten

https://www.facebook.com/ernst.tiefengraber/posts/10207679530731905

Genau! - Enteignet und schleift auch die Geburtshäuser von Strache und Hofer! Oder nennt das überhaupt noch "Grundlegende Sanierung ohne Erhalt der Bausubstanz"! Da in Nürnberg nicht mehr gerichtet wird - Hofer und Strache nach Den Haag! So ist's richtig, endlich zeigen die Grünen Profil! Alle Andersdenkenden sind Idioten, sehr gut - CETA und TTIP-Freihandelsanschluss an die Investorensondergerichtsbarkeit - hauptsache wir fallen nicht mehr auf die Seitenscheitel-Idioten rein. Hiiiieer ein Kreuzerl machen - also für den Anschluss damals bedurfte es noch einer (geschobenen) Volksabstimmung - jetzt passt es, wenn der Herr Mitterlehner uns erklärt, dass wir zu deppert sind um die Vorteile von CETA zu erkennen und für uns JA sagt. Auf den Adolf fällt heute keiner mehr hinein - das Problem ist, die heute sind keine Idioten nur halten sie uns für solche - mit guten Gründen. Nur die GESTAPO sitzt nicht mehr in Berlin.
 
DI Mathias Gruböck                                                                                          Baden, 19.10.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

Freihandelsabkommen in der EU



DI Mathias Gruböck                                                                                        Baden, 19.10.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

17 Oktober 2016

Nur die Eliten



Motte Allerechtevorbehalten Warum genau ist Frankreich seit fast einem Jahr im Ausnahmezustand? Auch ein Werk der Populisten? Führt die NATO nicht gerade mehrere Kriege (offen und verdeckt)? Hat in Wien (z.B.) 50 Prozent der Jugendlichen bereits Migrationshintergrund? Ist eine hohe Migration mit einer gleichzeitig steigenden Arbeitslosenrate nur eine Erfindung von Populisten? Sind Fremdbestimmung und Demokratiemangel in der EU nur eine Erfindung der Populisten? Populisten legen den Finger auf die Schwachpunkte - das heißt nicht, dass sie die Lösungen für die Probleme und Konflikte haben, nur, weil sie im Establishment schön brav in Arbeitsgruppen und Untersuchungsausschüssen geparkt werden um dann mit einem optimierten Ansatz für ebendiese "Eliten" versteckt in einem Wust von Vertragsseiten und Experten-Lobby-Kommissionen als "wir dürfen nicht unsere Glaubwürdigkeit verlieren" durchgepusht werden. Gefährlich wird es erst wenn die Medien beginnen Opposition gegen die Opposition zu machen - weil sie im Prinzip nicht mehr Machtkontrolle sondern Machterhaltung propagieren.
 
... und der Ansatz ist immer wieder zum Scheitern verurteilt, da sie den Anspruch der Wahrheit und Richtigkeit nur für die nicht-populistische (also elitäre ?) Weltsicht beansprucht. Implizit zeugt er auch von einem Weltbild, dass die Menschen einfach vollkommen bescheuert sind und erst durch Populisten Ängste, Vorurteile und Meinungen eingeimpft bekommen und eben von den Machteliten nur Wahrhaftigkeit, Liebe und Weisheit. Außer in der Schweiz - da gibt es diese Diskussion nicht. Da wird dazwischen dauernd abgestimmt. Da gibt es keinen Populismus, da sowieso das gemacht wird was die Mehrheit will. Schwierig (und komplex) wird es IMMER erst, wenn alle das tun und wollen sollen, was eine Minderheit/Elite will. Das ist nämlich nicht demokratisch! (das gilt auch für ein erzwungenes Asyl)
 
DI Mathias Gruböck                                                                                   Baden, 17.10.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

15 Oktober 2016

Voll gegen die Wand

Der Westen tut sich schwer. Langsam funktioniert das nicht mehr so mit der Beherrschung der Welt. Vielleicht hat er sich da auch etwas zu viel zugemutet. Das kristallisiert sich immer mehr an den Konfliktpunkten der Welt heraus. Fast scheint es so, als ob sich der Westen jetzt mehr in Nebenschauplätzen (Niger, Mali usw.) austobt weil er zusehend erkennen muss, dass er in den größeren Machtkonflikten gegen die Mauer läuft. Außerdem verlieren die westlichen Machthaber immer mehr an Glaubwürdigkeit und Zustimmung in ihren eigenen Bevölkerungen. Ganz schlechte Voraussetzungen für eine weitere Runde im Machtpoker. Die nächste Runde hieße zumindest regionale Kriege gegen den Feind zu führen.

Der Feind des Westens sind offensichtlich die BRICS Staaten, die in den Schwellenländern und Entwicklungsländern zunehmend an Einfluss gewinnen. Vorbedingung für mehr Macht und Einfluss ist die Kontrolle der Ressourcen und damit maßgeblichen Einfluss (wenn nicht gar direkte Kontrolle) der globalen Rohstoffmärkte. Rohstoffe und Energie = Weltmacht.

Der Preis dafür Weltmacht zu sein wird zunehmend unwilliger von den eigenen Bevölkerungen getragen. Kriege senken die durchschnittliche Lebenserwartung, kosten manchmal auch der eigenen Bevölkerung mehr als andere Teile der Gesellschaft wirtschaftliche erbeuten und belasten die innerstaatliche Solidarität. Gesellschaftliche Modelle, dass die eine, unterprivilegierte Gruppe immer dafür ins Gras beißen muss, dass eine andere Gruppe immer mehr Vermögen anhäufen kann, führen zwangsläufig zu Spannungen, die von staatlichen Machtapparaten sehr genau kontrolliert und überwacht werden müssen um nicht überkritisch zu werden.

Die sich daraus ergebende Strategie des Kriegs-Outsourcings in verbündete Staaten des eigenen Machtbereiches führt aber auch sehr schnell zu mühevollen Anstrengungen diese, sich der zentralen Hegemonie unterwerfenden Gesellschaften in einen Kriegsmodus zu versetzen. Sowohl Feindbildgenerierung alsauch unterschiedliche weltmacht-intrinsische Interessenslagen, lassen hier sehr leicht destruktiv-chaotische Systemzustände entstehen, die sich schnell jeder strategischen Kontrolle entziehen. Es schaut fasst nach einem Wettlauf mit der Zeit aus, ob sich (selbst)zersetzende Kräfte schneller ausbreiten als machtzentrierende Kräfte gegen Feindbilder aufgebaut werden können. Dies zeigt sich an den aktuellen „Hot Spots“ der militärischen Konfliktrealisierung. In Syrien läuft derzeit ein Schneeballeffekt der progressiven Destruktion, der kaum mehr vielfältiger sein kann. Die einzige Lösung des Westens wäre das eigentliche verdeckte Kriegsziel, die Machteroberung in Syrien, durch eine direkte Konfrontation mit Assad/Russland endgültig zu einem überregionalen Krieg zu machen. Hierfür müsste der Westen aber seine wirklichen Kriegsziele noch transparenter offenlegen und müsste von der Strategie sich selbst als „Weltpolizist“ in den Konflikt hineinzureklamieren ein für allemal aufgeben. Nur um einen Konflikt soweit zu verschärfen, dass es ein wirklicher multinationaler Krieg wird (was er eigentlich ja schon lange ist) Vielversprechender ist hier schon die Strategie der Welthegemonen sich die eigenen wirtschaftspolitischen Machtansprüche gegenüber den eigenen Vasallenstaaten dafür absegnen zu lassen um im Abtausch dafür diese nicht weiter in Kriege hineinzuverwickeln. Die vorherrschende Strategie der Weltmachtklüngel dürfte überhaupt in die Richtung gehen, dass man den Primus inter Pares spielt und ganz genau darauf schaut, dass alle anderen sich nicht zusammentschließen und schön brav Macht-Parier bleiben. Teile und herrsche, das ist der Ansatz. Die Chinesen jedoch fahren einen viel erfolgreicheren Kurs in Afrika. Sie schaffen Win-Win-Situationen wo der Westen stupide auf Militärinvestitionen und Festigung retro-kolonialer Hegemoniepolitik setzt. Das ist der größte Schwachpunkt der USA-GB-Kolonialisierungsbestrebungen mit der französisch-holländischen me-too Haltung. Unterm Strich sind die militärischen Strategien einzig und alleine Quersubventionierungen des militärisch-wirtschaftlichen Komplexes auf Kosten der „bekriegten“ Regionen und vor allem deren Menschen. Jetzt steht anscheinend die Entscheidung des nächsten Schrittes an. Entweder weitere Investitionen in die verdeckten Kriege mit Rudel-Verantwortung mit der Gefahr einer massiven Eskalationssteigerung mit überregionalen Konfliktszenarien oder ein Zurückfahren der Fütterung der Decisionmaking-Systeme mit Kriegsauslöserdaten. Was viele gar nicht mehr verstehen ist, dass viele der Vorgänge in dieser Eskalationsspirale gar nicht mehr direkt von Menschen beeinflussbar und steuerbar sind, sondern durch ähnliche Systeme getätigt werden, die gerade zu einem sekundenlagen Total-Absturz des Pfundes geführt haben. Nur bei Atomraketen erholt sich der Bedrohungslevel nicht nach dem Unterschreiten des auslösenden Bedrohungslevels. Eine Atomrakete die einmal abgefeuert wurde löst ihrerseits wieder derart viele automatisierte Antworten aus, dass es einer vollkommen der menschlichen Entscheidungs- und Willensbildung entzogenen Situation kommt. Vielleicht sind wir dann schon so weit, dass Maschinen und Roboter die Menschheit ausrotten können. Oder zumindest die westliche Kultur – was bis zu einem gewissen Maße eine evolutionäre Selektion darstellen würde. Wahrscheinlicher ist es jedoch, dass Roboter und Vernichtungsmaschinen die Menschen dezimieren, die mit der Automatisierung im Allgemeinen und der Automatisierung des Tötens im Speziellen gar nichts zu tun haben, da diese meist die notwendigen Ressourcen für die kostengünstige Produktion von Robotern und Maschinen verfügen. Dies vor allem vor dem Hintergrund der maximalen Auslegung neoliberaler Wirtschaftskonzepte, die auch das Töten und Kriegführen als eine Art Produktionsprozesse verstehen, die durch weitestgehende Automatisierung von der Abhängigkeit der Leistungserbringung durch Menschen entkoppelt werden. Dies schafft neue Machtzentren, die Kriegsführung ohne Einbindung ganzer Völker leisten können. Die Verfügbarkeit von Ressourcen wie Rohstoffe und Energie wird durch automatisierten Transformationsprozesse von Geld in (militärische, wirtschaftliche, mediale, juristische und politische) Macht zusehend erleichtert.

Die Zeichen stehen dafür, dass die Selbstverstärkung des westlichen Systems auf den Attraktor Krieg abzielen, da zusehend Dämpfungsmechanismen ausgeschaltet werden. Wenn deutsche Verfassungsrichter in einem Urteil über einen Handelsvertrag über den Verlust der Glaubwürdigkeit Deutschlands als eine Begründung einer Ablehnung eines Stopps erklären, dann klingt das immer mehr nach einem „es geht um Loyalität“ oder „Treueschwur“ irgendwelchen „globalen Interessen“ gegenüber, die eigentlich keiner kennt, noch genau darlegen kann, geschweige, dass diese sich einem demokratischen Prozess gegenüber öffnen würden. Es ist so wie immer, keiner weiß warum, aber man soll ja dazu sagen – sonst steht man blöd da. Die Wiederauferstehung eines Systems von Mitläufern, die „nur“ einem Befehl (Systemerwartung) gehorcht haben. Hoffen wir alle, dass wir es später „Schwarmintelligenz“ nennen können. Zumal die EU immer mehr zum Epizentrum dieser Art der politischen Intelligenz wird, negierend, dass Viehhirten seit Jahrtausenden ganze Herden von physisch überlegenen Tieren (z.B.: Kühen) dorthin treiben können wohin sie es bestimmen. Das kann uns schwarmintelligenten Europäern sicher nicht passieren – die Cowboys sind doch unsere Freunde und wollen uns nur mit ihrem besten Futter versorgen – zu ihrem supergünstigen Preis.


DI Mathias Gruböck                                                                                               Baden, 15.10.2016
Unternehmens- und Organisationsberater