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28 Mai 2021

Leitartikel in der Presse vom 28.05.2021

Sehr geehrter Herr Kretschmer,

ich konnte heute Ihren Artikel in der Presse, die Sie als Korrespondenten angibt, lesen. Darin amüsiert mich, wie schnell sich die Verschwörungstheorie-Denkverbote in Staatsmeinungen umwandeln und umgekehrt. Noch im Februar wurden Berichte, die sich mit der Gain of Function - Forschung in Wuhan und anderen biogenetischen Labors als möglicher Ursache für die Entstehung der Pandemie auseinandersetzten als Verschwörungstheorie von rechtsrechten Coronaleugner desavouiert. (https://www.zdf.de/nachrichten/politik/corona-labortheorie-universitaet-hamburg-100.html)

Jetzt behaupten Sie, dass die Forderung die militärische GoF-Forschung der USA in Fort Detrick auf Beiträge zur Pandemie zu untersuchen sei eine Verschwörungsthese eines Propagandablattes, die durch nichts belegt werden würde.

1.) https://de.wikipedia.org/wiki/Fort_Detrick , wenn ich mich richtig erinnere war auch Fort Detrick 2015 in die internationale Versendung von gefährlichen Keimen über den normalen Postweg involviert, worauf die USA einen Stop der GoF Forschung beschlossen, der anscheinend bis 2017 andauerte. Irgendwie war damals glaube ich schon China involviert, da man dort auch viel ungehinderter forschen kann/konnte.

2.) https://de.wikipedia.org/wiki/Sommer-Milit%C3%A4rweltspiele_2019, da gäbe es sogar einen Bezug zu Italien, die ja bekannter Weise die ersten großflächigen Ausbreitungen in Europa aufzuweisen hatten.

3.) https://www.diepresse.com/5921167/abstrich-vom-10-november-italien-entdeckt-neuen-patienten-1, eine Meldung die damals irgendwie nicht ganz ins Szenario gepasst hat. Da kam dann irgendwas von prinzipieller Coronavirus-Testung und vielleicht doch nicht Covid. Meldungen die nicht ins aktuell gehypte Konzept passen haben immer die Tendenz durch die Algorythmen in die Vergessenheit gereiht zu werden. Im Prinzip generieren die Selektionsalgorythmen die Wahrheiten, die die größte Reichweite haben - also die "passendsten" Wahrheiten.

Am 30.12.2020 gab es ein Interview in von Dr. Josef Penninger in der Presse. (https://www.diepresse.com/5917193/josef-penninger-nicht-alle-chips-auf-impfung-setzen) Darin erklärte er, dass eine riesige Anzahl von Mutationen des Sars-Covid 2 Virus bekannt sei ("Von Sars-Cov-2 kennen wir inzwischen zirka 12.000 Mutationen. Bei den meisten davon haben wir keine Ahnung, was sie tun. Vermutlich gar nichts, es sind sogenannte Hintergrundmutationen (..., Frage:) Ist es normal, dass es in einer einzigen Variante so viele Mutationen gibt? Da Erstaunliche an der Variante ist, das Virus nicht bei der Weitergabe immer weitermutiert ist, sondern dass all diese Mutationen gleichzeitig passiert sind. Die vorerst einzige vernünftige Erklärung lautet, dass alle Mutationen in einer einzigen Person passiert sind, die das Virus lange in sich getragen hat. Quasi eine Microevolution.")

Da es seit Anbeginn der Corona-Krise doch sehr klar abgegrenzte strategische Positionen und Interessen gibt, stellt sich mir seit längerem die Frage inwieweit die Wertungssucht und negative Punzierung von anderen Meinungen nicht nur der einseitigen propagandistischen Unterstützung von Positionen mit stark monopolistischen Machtansprüchen darstellen. Ihr Artikel erschien auf der Titelseite der Presse zusammen mit einem halbseitigen Foto von Joe Biden in ergrauter Top-Gun-Manier und der Headline: "Joe Biden nimmt China ins Visier", was man in dieser Wortwahl durchaus militant interpretieren kann, so als Ausdruck des totalen Neokolonialismus, den der US-geführte "Westen" jedem angedeihen lässt, der sich nicht seinem absolutistischen Machtanspruch unterwirft. Jedwedes Zuwiderhandeln gegen die US-hegemonialien Interessen ist per se ein Verstoß gegen die westlich-christlich-jüdische Werteordnung (Dollar) und wird bestraft.

Mit freundlichen Grüßen

DI Mathias Gruböck

Analyst

2500 Baden

Österreich

13 Mai 2019

Der Russe steht vor der Tür


Diese Vollpfosten steigen aber nicht runter. Derjenige dessen "Fake News" Kampagne am meisten die EU gefährdet - der Herr Farage mit seiner UKIP, wurde nachweislich nicht von den Russen finanziert sondern überwiegend aus den rechtsrechten US-Klüngeln. Und wahrscheinlich jetzt wieder - woher hat der Holzkopf sein Geld um zum wiederholten Male Probleme zu generieren bei deren Lösung er dann abdampft wie ein feuchter Furz im schottischen Wind. Noch interessante ist, dass offenbar US-Netzwerke direkt in den EU-Wahlkampf eingreifen. Liebe Leute Cambridge-Analytical und andere Frontends der westlichen Datenkraken- und Propaganda-Dienste (Psy-Ops Taskforces) agieren klar an jedem liberal-demokratischen Prinzip vorbei. Der militärisch-wirtschaftliche Komplex kontrolliert über diese Massen-Psycho-Propagandastrukturen unsere "Hearts and Minds" - inklusive Zensur-Hexenjagden der Sonderklasse. 

Und unser BK Kurz haut dann überhaupt noch rein, wenn er, der gar nicht zur Wahl steht und eigentlich dem unwählbaren EU-Rat und damit dirimierenden Entscheidungsgremium angehört, grundsätzliche Veränderungen der EU in zur EU-Wahl miteinbringt. Das kann man auch als absolute Wählerverspottung ansehen. Wir machen eh was wir wollen - ihr Depperln geht's wählen oder ned - das ist so wirksam wie wenn ein Sack Reis in Belutschistan umfällt. Diese Komplexe geben Milliarden für ihre allumfassende Coverage und Steuerung der öffentlichen Meinung aus aber tun so als ob sie sich wirklich vor ein paar Bots (die sie natürlich nieeee einsetzen würden) und der "größten Trollfabrik der Welt" in Russland hätten. Sagen die tausenden Trolle vom MI6, NSA, CIA, USSS, BvT, BND. MAD und deren Vorfeldscheinfirmen a la Cambridge Analytical. Wenn man seine Meinung nicht mehr frei vertreten kann, dann wirkt einfach Zensur. Und eine nahezu totalitäre Verbots- und Zwangkultur. Impfzwang, Beschneidungsverbot, Homöopathieverbot, Islamverbot, Sich-nicht-am-Holocaust-schuldig-fühlen-Verbot, Russen-als-Europäer-Ansehverbot, Ukrainer-Korruptionisten-als-Superdemoraten-Ansehzwang. 

Wenn man Kriegsverbrecher als solche bezeichnet oder gar nur UNO-Beschlüsse oder das Völkerrecht einmahnt, dann ist man plötzlich ein Antisemit. Aber das sind ja auch die Russen - alle Russen sind Antisemiten, Mafioten, Geldwäscher, Hacker, Schwulenhasser, Frauenschläger und Alkoholiker. Und vor allem - alle Russen heißen offenbar Putin. Und Putin greift die EU an, indem er sein Rüstungsbudget kürzt? Genau - alle russischen Hacker wollen unbedingt Schwachsinn ins Netz stellen anstatt ordentlich irgendwelche Firmen aufzubohren und zu erpressen. Darum sollten sich die Seppeln von der EU und der Cyber-Taskforce mal kümmern. Ah, das ist schwierig - die findet man nicht, man weiß nicht von wo die kommen. Aha. Gott sei Dank sind die dümmlichen westlichen Geheimdienste noch nicht darauf gekommen einen geheimen Angriff auf was auch immer einfach über gehackte Server in Russland zu lancieren. Oder auch China - a, das geht ja schwer weil die haben schon eine Firewall. Und die Russen sind jetzt auch so böse und machen das - klar, weil sie ihre Bürger zensieren wollen. Hahaha. 

Man kann gar nicht soviel kotzen wie man speiben will ob dieser Saftsäcke in der EU - landen zum Schluß eh immer bei GoldmanSachs oder kommen von Rothschild - auch daran sind natürlich nur die Russen Schuld.

DI Mathias Gruböck                                                                 Baden, 13.05.2019
Analyst

10 Oktober 2018

In-Site-Trading

https://orf.at/m/stories/3048421/

Und weiter wirft sich der ORF einfach in die Propagandaschlacht. Als verlängerte Kopierbank von US-Propaganda-Blättern. Ein Artikel der die Headline dermaßen unbelegt läßt und ein buntes Potpurrie an Basenagewäsch von Drittquellen zitiert grenzt an journalistisches Mitgeheule. Bitte lieber ORF, nicht einfach alles nachplappern was US-Geostrategen einstillen. Dann wird auch noch Gott-Sei-Bei-Uns Marx angesprochen (Ein Marxissmusprofessor hätte sich gegen Privatbesitz ausgespochen), der in den USA noch besser als die Terrorismusschiene als medialer Beelzebub wirkt. Ist es wirklich schon so weit, daß es nur noch "News" anstatt von Nachrichten und Berichterstattung gibt? Sind die Washington Post und die NYT jetzt schon unsere Leitmedien? 

In London und den USA haben sich ja Zeitungen noch nie daran beteiligt Börsennotierungen mitzugestalten. Komisch, dass der ORF gar nicht die Panikmeldungen über Spionagehardware in chinesischen Routern weiterverbreitet hat - was die PRIVATEN chinesischen Aktien der Herstellerfirmen in den Keller schoß. Journalismus ist nicht einfach wie ein kleines Kind alles nachplappern was die großen Buben auf der Straße einem weis machen wollen. Darf man im ORF eigentlich auch selbständig denken - und schreiben? Um die Zwangsbeglückung via Gebührenmedien zu rechtfertigen sollte sich der ORF aber schon etwas über die parteirektale oder geostrategisch-mitheulende Wohlfühlzone hinausbewegen. Wenn man noch eigene Interessen hat, dann sollte man nicht die Kommunikationsstrategien des Imperiums nachbeten.

DI Mathias Gruböck                                                       Baden, 10.10.2018
Analyst

10 Mai 2018

Das Imperium kippt

http://orf.at/stories/2437633/2437632/

Die rechtsgerichtete Regierung in Israel übernimmt offenbar vollkommen die Agenden der Funkenerzeugung im mittleren Osten von der CIA. Mit dem Rückzug der Bodenkräfte gaben die USA den Israelis implizit grünes Licht um Syrien zu attackieren. Der Schmäh mit der IS-Bekämpfung um eigentlich Assad von der Macht zu vertreiben ist in sich zusammengebrochen - nicht zuletzt weil die Westmächte durch ihren Kriegseinsatz in Syrien Assad zur Vertiefung der Allianz mit Russland und speziell dem Iran zwangen. Jetzt kommt die neue Strategie zum Einsatz, dass man dieses Faktum angreift um weiter das Ziel der Zerstückelung Syriens in verschiedene Einflusszonen (ein Konzept, dass die Kolonialmächte GB und FR schon vor 90 Jahre erfolglos praktizierten - und die damals noch eher arabophilen USA wieder rückgängig machten) zu verfolgen. Israel will natürlich weitere Gebiete (Golan) endgültig erobern und ist daher an einer Zerstörung Syriens als Land an sich massiv interessiert, damit es keinerlei Rechtsnachfolge um annektierte syrische Gebiete gibt. Wirtschaftlich wird das wohl zu einem mittleren Desaster für die US-Märkte, da sich langsam die Frage stellt wer der Hund und wer der Schweif ist. Israel und die USA zusammengenommen werden schwer langfristig die gesamte Weltwirtschaft via Wirtschaftssantktionen und Angriffskriegen kontrollieren können, da es den erfolgreichen Grundprinzipien der demokratischen Welt diametral entgegengesetzt ist. Zusätzlich stärkt es China in seiner zunehmend wichtigeren Rolle, was auch die Position der USA im Südchinesischen Meer weiter unter Druck setzen dürfte. Prinzipiell geben die USA zu viel Geld für Rüstung aus - ebenso wie Israel, was die wirtschaftliche Entwicklung a la longue schädigt, da es sich um monopolistische Märkte handelt, die weitestgehend den Marktregularien entzogen sind. Die Überwälzung der Kosten für diese hypertrophe und wahrscheinlich auch massiv ineffiziente Militärmacht an die Vasallen wird wahrscheinlich auf die Dauer auch nicht gelingen. Saudi Arabien, Japan und Deutschland waren deswegen überdurchschnittlich erfolgreich weil sie nach dem 2. Weltkrieg auf militärische Gewalt verzichteten. Durch den Versuch der Refinanzierung der US-Militärkosten speziell durch diese Länder wird es zu massiven Spannungen in diesen Ländern kommen.

DI Mathias Gruböck                                                              Baden, 10.05.2018
Unternehmens- und Organisationsberater

10 April 2017

Jetzt geht’s flott

Jetzt verdichten sich die Aufputschungstaten mit immer schnellerem Stakkato. Immer rechtzeitig für die Headlines am nächsten Tag kommt eine Horror-Meldung nach der anderen. Es ist wahrscheinlich die gleiche Methode wie damals zu Zeiten der Kreuzzüge. Die Christenheit wird angegriffen – ein paar Ungereimtheiten werden da noch glattgebügelt, wie zum Beispiel, dass der Herr Assad so wie der Herr Hussein damals, den Christen und anderen Minderheiten eher schützend zur Seite stand, da sie als säkulare Herrscher nichts so sehr fürchteten als einen Konfessionskrieg.

Diesen suchen ganz klar die Golfstaaten um ihren ideologisch-materiellen Führungsanspruch in dieser Region geltend zu machen. Und ihre Interessen damit durchzusetzen. Die Golfstaaten sehen sich in Wirklichkeit als die Kalifen der (sunnitischen) Welt. Mekka und Mammon sind das Zentrum ihres Kalifats. Kein Mensch fragt sich warum in Europa die 500er Scheine eingestellt werden aber der IS noch immer Waffen und Geld im Überfluss hat. Da passt einiges nicht zusammen im Narrativ der „westlichen Verbündeten“. In Syrien kulminieren diese Unstetigkeiten zu einem vollkommenen politischen Chaos bis hin zu einem Stellvertreterkrieg der einzelnen, sich bekämpfenden Gruppen in der US-Elite. Von außen betrachtet wirkt es als ob die Machtzirkeln in den USA ein massives Borderline-Syndrom aufgerissen haben – nicht unerheblich, da es in der Weltmachtpolitik vor allem um Grenzen geht. Und Kontrolle. Wobei hier immer mehr übersehen wird, dass die USA und auch große Teile ihrer westlichen Verbündeten jedwede rechtsstaatliche Selbstkontrolle verloren haben. Geschichtlich gesehen ist der Verlust des eigenen Regulatives meist der Auftakt für den Zerfall einer Großmacht gewesen, da innere Reibungsverluste die effektive Machtentfaltung im Außen schwächen. Auch der Versuch durch die Gestaltung eines äußeren Feindes (Russland) die Machteliten hinter der zentralen Machtfunktion zu versammeln zeigt nicht den gewünschten Erfolg – solange es nicht wirklich zu kriegerischen Auseinandersetzungen kommt. Die US-Dienste und die anderen westlichen Dienste haben über die Jahre immer wieder ihre Fähigkeiten unter Beweis gestellt auf der ganzen Welt kriegerische Konflikte zu entfachen um in der Folge dann als Ordnungsmacht diese Länder zu rekolonialisieren. Ein Unterfangen, dass in nordafrikanischen und zentralasiatischen muslimischen Staaten recht leicht von statten ging, jedoch bei Großmächten wie Russland und China ein unkalkulierbares Risiko für die eigene nationale Sicherheit und sogar den Weltfrieden birgt.

Wenn man sich jedoch die Dichte der Impulse vergegenwärtigt, die derzeit alle einen offen-heißen Krieg in Syrien durch westliche Eroberer plausibilisieren sollen (tägliche Terrorangriffe (speziell mit Tätern aus dem Ex-Sowjetregionen), Angriffe auf die Christenheit (für die rechtsrechten christlich-weißen Trumpwähler), eine implizite Angriffsdrohung durch die EU-Minister (die einem regierenden Staatsoberhaupt de fakto den Krieg zum wiederholten male erklären, da die EU mit ihm keinen Frieden machen will), der Verkauf eines militärischen Angriffs als Vergeltungs- und Verteidigungsmaßnahme der USA/NATO durch die überraschend kriegswilligen westlichen Medien und Meldungen von IS-Angriffen auf US- und GB-Stützpunkte in Syrien (!?) in Kombination mit einer Vermantschung mit Luftschlägen gegen diese Stützpunkte als sie noch von den Söldnern der verbündeten Angreifer (USA, Saudi Arabien, Katar, Türkei, GB, D, FR, NATO) gehalten wurden durch russische Kampfflieger (ab 05.45 Uhr wird zurückgeschossen)) dann sollte es nicht mehr lange dauern, dass uns die US-Kriegsbefürworter von der aufgebauten Spannung befreien und endlich in Syrien den sunnitisch-saudischen Söldnerheeren zum Durchbruch verhelfen. Dass dies eine Vertreibung der Alawiten, Aramäer, christlichen Minderheiten in Syrien zur Folge haben wird ist diesen Gruppen vollkommen egal, da sie einen kurdischen Korridor zwischen der Türkei und Ex-Syrien bilden wollen, der ihren wirtschaftlichen und geopolitischen Interessen zupass kommt.

Irgendwie ist allen alles schon viel zu kompex und auch kompliziert. Vielen scheint ein ordentlicher Krieg schon eine richtige Erleichterung zu sein, da man durch nichts so schnell die Komplexität reduzieren kann wie durch einen Krieg. Die derzeitigen Machteliten sind auch eher von dem Schlag der 20er und 30er Jahre des letzten Jahrhunderts und glauben wirklich, dass man wohl ein paar Millionen Menschen opfern muss um den eigenen Reichtum zu mehren. Diese Gruppen haben durchaus die Fähigkeit und die Möglichkeit diese destruktiven Strategien umzusetzen, da einen Krieg jeder populistische Vollidiot entfachen kann. Mit den gutdotierten, außerhalb jeder Rechtsstaatlichkeit stehenden Strukturen (vulgo Geheimdienste) und den modernen Techniken (Vernetzung und deren Steuerung) geht das heutzutage fast schon vollautomatisch. Und flott - speziell wenn man keine US-Aktien mehr kaufen soll.

DI Mathias Gruböck                                                                                                  Baden, 10.04.2017
Unternehmens- und Organisationsberater

16 Januar 2017

Hoffa-Lansky Reinkarnation


Die US- Affinados und Transatlantik-Vasallen a la PIS laufen gerade voll ins post-partnerschaftliche Gatter des US-First-Imperiums. Da werden US-Truppenstationierungen mitten in der EU bejubelt als wäre diese Besatzung kostenlos. CETA weiter ratifizieren um sich ganz sicher die letzten Abwehrmöglichkeiten gegen eine Wirtschaftshegemonie die als brüderliche Globalisierung verkauft wurde aufzugeben. Eine EU, die sich wie verstörtes Schlachtvieh selbst auf die Schlachtbank treibt. Vollkommen handlungsunfähig, da von mehr Goldmann Sachs Trojanern durchsetzt als von Gemeinschaftern. Die ärgste Lachnummer wird, wenn sich die Trump-USA mit den Russen einigen werden das zu starke Deuropa wieder auseinanderzuschlagen. Trump will die geostrategischen Anstrengungen eines Soros-Obamas kapitalisieren. Da trifft er sich mit Soros, der nun auch wieder vermehrt seinem Brotberuf, der Währungsspekulation im Allgemeinen und der Spekulation gegen den Euro im Speziellen nachgehen kann. Ab 22.01.2017 herrscht laut Netanjahu eine neue Weltordnung. Die Europäer sind wieder einmal zu spät zu langsam zu uneinig zu eingelullt um irgendetwas steuern zu können. Mutti und Bubi Kurz werden weiter jeden Tag eine gute Tat machen, damit sie ein Spezialabzeichen fürs Bravsein bekommen. Juncker spielt weiter den Pausenclown unter der Spaßtruppe in Brüssel, die ihre Mules-frittes Competitions auf allerhöchstem Niveau austragen. Schmatzend sitzen sie da und warten kanickelartig was die große Schlange vorhat. Die glauben noch immer, saß man sich so fettfressen kann, saß ein Schlange einen nicht schlucken kann, während die von der PIS-Abteilung schon einen kleinen Ständer bekommen ob der Vorlieben des neuen US-Präsidenten.

Trump freut sich über jede prohibitionistische Aktion von Gesellschaften, da in solchen Zeiten seine Freunde erst wirklich groß und mächtig geworden sind. Was macht ein Schmuggler wenn es weltweiten Freihhandel gibt? Er ist arbeitslos. Eben. Der Kampf gegen die Drogen ist aber nicht wirklich eine Toppriorität bei Trump. Eher die Asylpolitik von Merkel, weil die den Schmugglerbanden (früher hieß das doch Mafia) Milliarden gekostet hat. Allein von Belgrad bis Wien gaben die 60.000 Flüchtlingsmigranten, die in Österreich blieben an die 100.000.000 Euro aus. Auf Sex, Drugs und Zockerein wird es unter Trump sicher keine Strafzölle geben. Wiziger Weise braucht er nicht einmal die Geheimdienste um seine Macht abzusichern. Aus welchen geheimen Organisationen bezieht er seine Macht? Ein Kampf für US-Arbeiter im Stile eines Hoffa-Meyer Lansky. Und das EU-Parlament spricht noch die CETA-Einladung aus für die neuen Urständ. Voll auf Durch/Raubzug getrimmt. Da stören eher die chinesischen Triaden als die Russen. Die kaufen immer alles auf.

DI Mathias Gruböck                                                                                    Malaga, 16.01.2017
Unternehmens- und Organisationsberater

15 Oktober 2016

Voll gegen die Wand

Der Westen tut sich schwer. Langsam funktioniert das nicht mehr so mit der Beherrschung der Welt. Vielleicht hat er sich da auch etwas zu viel zugemutet. Das kristallisiert sich immer mehr an den Konfliktpunkten der Welt heraus. Fast scheint es so, als ob sich der Westen jetzt mehr in Nebenschauplätzen (Niger, Mali usw.) austobt weil er zusehend erkennen muss, dass er in den größeren Machtkonflikten gegen die Mauer läuft. Außerdem verlieren die westlichen Machthaber immer mehr an Glaubwürdigkeit und Zustimmung in ihren eigenen Bevölkerungen. Ganz schlechte Voraussetzungen für eine weitere Runde im Machtpoker. Die nächste Runde hieße zumindest regionale Kriege gegen den Feind zu führen.

Der Feind des Westens sind offensichtlich die BRICS Staaten, die in den Schwellenländern und Entwicklungsländern zunehmend an Einfluss gewinnen. Vorbedingung für mehr Macht und Einfluss ist die Kontrolle der Ressourcen und damit maßgeblichen Einfluss (wenn nicht gar direkte Kontrolle) der globalen Rohstoffmärkte. Rohstoffe und Energie = Weltmacht.

Der Preis dafür Weltmacht zu sein wird zunehmend unwilliger von den eigenen Bevölkerungen getragen. Kriege senken die durchschnittliche Lebenserwartung, kosten manchmal auch der eigenen Bevölkerung mehr als andere Teile der Gesellschaft wirtschaftliche erbeuten und belasten die innerstaatliche Solidarität. Gesellschaftliche Modelle, dass die eine, unterprivilegierte Gruppe immer dafür ins Gras beißen muss, dass eine andere Gruppe immer mehr Vermögen anhäufen kann, führen zwangsläufig zu Spannungen, die von staatlichen Machtapparaten sehr genau kontrolliert und überwacht werden müssen um nicht überkritisch zu werden.

Die sich daraus ergebende Strategie des Kriegs-Outsourcings in verbündete Staaten des eigenen Machtbereiches führt aber auch sehr schnell zu mühevollen Anstrengungen diese, sich der zentralen Hegemonie unterwerfenden Gesellschaften in einen Kriegsmodus zu versetzen. Sowohl Feindbildgenerierung alsauch unterschiedliche weltmacht-intrinsische Interessenslagen, lassen hier sehr leicht destruktiv-chaotische Systemzustände entstehen, die sich schnell jeder strategischen Kontrolle entziehen. Es schaut fasst nach einem Wettlauf mit der Zeit aus, ob sich (selbst)zersetzende Kräfte schneller ausbreiten als machtzentrierende Kräfte gegen Feindbilder aufgebaut werden können. Dies zeigt sich an den aktuellen „Hot Spots“ der militärischen Konfliktrealisierung. In Syrien läuft derzeit ein Schneeballeffekt der progressiven Destruktion, der kaum mehr vielfältiger sein kann. Die einzige Lösung des Westens wäre das eigentliche verdeckte Kriegsziel, die Machteroberung in Syrien, durch eine direkte Konfrontation mit Assad/Russland endgültig zu einem überregionalen Krieg zu machen. Hierfür müsste der Westen aber seine wirklichen Kriegsziele noch transparenter offenlegen und müsste von der Strategie sich selbst als „Weltpolizist“ in den Konflikt hineinzureklamieren ein für allemal aufgeben. Nur um einen Konflikt soweit zu verschärfen, dass es ein wirklicher multinationaler Krieg wird (was er eigentlich ja schon lange ist) Vielversprechender ist hier schon die Strategie der Welthegemonen sich die eigenen wirtschaftspolitischen Machtansprüche gegenüber den eigenen Vasallenstaaten dafür absegnen zu lassen um im Abtausch dafür diese nicht weiter in Kriege hineinzuverwickeln. Die vorherrschende Strategie der Weltmachtklüngel dürfte überhaupt in die Richtung gehen, dass man den Primus inter Pares spielt und ganz genau darauf schaut, dass alle anderen sich nicht zusammentschließen und schön brav Macht-Parier bleiben. Teile und herrsche, das ist der Ansatz. Die Chinesen jedoch fahren einen viel erfolgreicheren Kurs in Afrika. Sie schaffen Win-Win-Situationen wo der Westen stupide auf Militärinvestitionen und Festigung retro-kolonialer Hegemoniepolitik setzt. Das ist der größte Schwachpunkt der USA-GB-Kolonialisierungsbestrebungen mit der französisch-holländischen me-too Haltung. Unterm Strich sind die militärischen Strategien einzig und alleine Quersubventionierungen des militärisch-wirtschaftlichen Komplexes auf Kosten der „bekriegten“ Regionen und vor allem deren Menschen. Jetzt steht anscheinend die Entscheidung des nächsten Schrittes an. Entweder weitere Investitionen in die verdeckten Kriege mit Rudel-Verantwortung mit der Gefahr einer massiven Eskalationssteigerung mit überregionalen Konfliktszenarien oder ein Zurückfahren der Fütterung der Decisionmaking-Systeme mit Kriegsauslöserdaten. Was viele gar nicht mehr verstehen ist, dass viele der Vorgänge in dieser Eskalationsspirale gar nicht mehr direkt von Menschen beeinflussbar und steuerbar sind, sondern durch ähnliche Systeme getätigt werden, die gerade zu einem sekundenlagen Total-Absturz des Pfundes geführt haben. Nur bei Atomraketen erholt sich der Bedrohungslevel nicht nach dem Unterschreiten des auslösenden Bedrohungslevels. Eine Atomrakete die einmal abgefeuert wurde löst ihrerseits wieder derart viele automatisierte Antworten aus, dass es einer vollkommen der menschlichen Entscheidungs- und Willensbildung entzogenen Situation kommt. Vielleicht sind wir dann schon so weit, dass Maschinen und Roboter die Menschheit ausrotten können. Oder zumindest die westliche Kultur – was bis zu einem gewissen Maße eine evolutionäre Selektion darstellen würde. Wahrscheinlicher ist es jedoch, dass Roboter und Vernichtungsmaschinen die Menschen dezimieren, die mit der Automatisierung im Allgemeinen und der Automatisierung des Tötens im Speziellen gar nichts zu tun haben, da diese meist die notwendigen Ressourcen für die kostengünstige Produktion von Robotern und Maschinen verfügen. Dies vor allem vor dem Hintergrund der maximalen Auslegung neoliberaler Wirtschaftskonzepte, die auch das Töten und Kriegführen als eine Art Produktionsprozesse verstehen, die durch weitestgehende Automatisierung von der Abhängigkeit der Leistungserbringung durch Menschen entkoppelt werden. Dies schafft neue Machtzentren, die Kriegsführung ohne Einbindung ganzer Völker leisten können. Die Verfügbarkeit von Ressourcen wie Rohstoffe und Energie wird durch automatisierten Transformationsprozesse von Geld in (militärische, wirtschaftliche, mediale, juristische und politische) Macht zusehend erleichtert.

Die Zeichen stehen dafür, dass die Selbstverstärkung des westlichen Systems auf den Attraktor Krieg abzielen, da zusehend Dämpfungsmechanismen ausgeschaltet werden. Wenn deutsche Verfassungsrichter in einem Urteil über einen Handelsvertrag über den Verlust der Glaubwürdigkeit Deutschlands als eine Begründung einer Ablehnung eines Stopps erklären, dann klingt das immer mehr nach einem „es geht um Loyalität“ oder „Treueschwur“ irgendwelchen „globalen Interessen“ gegenüber, die eigentlich keiner kennt, noch genau darlegen kann, geschweige, dass diese sich einem demokratischen Prozess gegenüber öffnen würden. Es ist so wie immer, keiner weiß warum, aber man soll ja dazu sagen – sonst steht man blöd da. Die Wiederauferstehung eines Systems von Mitläufern, die „nur“ einem Befehl (Systemerwartung) gehorcht haben. Hoffen wir alle, dass wir es später „Schwarmintelligenz“ nennen können. Zumal die EU immer mehr zum Epizentrum dieser Art der politischen Intelligenz wird, negierend, dass Viehhirten seit Jahrtausenden ganze Herden von physisch überlegenen Tieren (z.B.: Kühen) dorthin treiben können wohin sie es bestimmen. Das kann uns schwarmintelligenten Europäern sicher nicht passieren – die Cowboys sind doch unsere Freunde und wollen uns nur mit ihrem besten Futter versorgen – zu ihrem supergünstigen Preis.


DI Mathias Gruböck                                                                                               Baden, 15.10.2016
Unternehmens- und Organisationsberater


14 September 2016

Für alle TTIP Freunde


Für alle TTIP Freunde, so wegen Standards und Blabla.Wer wirklich noch glaubt WTO, TTP, CETA und TTIP geht nicht um gesteigerte Handelsmacht für die Ehschonmächtigen, der soll weiter den Lobbyonkeln vertrauen. Die Anzahl der angeblichen Verschwörungstheorien ist direkt proportional zu den "Kommunikationsstrategien" die das Establishment uns auftischt. Wenn ich Schauergeschichten lesen will reichen auch Grimms Märchen. Die Meinungsmacher haben die Berichterstatter ausgerottet. Unsere Werte verwechseln Meinungsmacher mit Wertung - meist mit Abwertung. Das Macht Management in der "freien" Welt nutzt gekonnt unsere Freiheiten um sich selbst an der Macht zu halten und die Profite zu steigern. Oder man läßt diejenigen an die Macht, die die Profite am meisten steigern. Wer die Macht hat die Spielregeln der Freiheit zu kontrollieren, macht aus jedem Widersacher einen Despoten. TTIP ist ein Werkzeug der Machteliten um deren Kontrolle der Freiheit zu ihren Gunsten zu vertiefen. Die einzigen Arbeitsplätze die TTIP kurzfristig schafft sind die von Lobbyisten, Bezahl-Experten und Netzwerk-NGOs. Die EU alteriert sich über die Liste der "ausländischen Agenten" in Russland, schafft aber nicht einmal eine valide Lobbyisten-Liste. Der Herr Baroso bei Goldmann und Sachs regt keines der verarschen Lämmer mehr auf, zumal ihnen auch ein eigentümliches EU-Konstrukt als Wiege dereuropäischen Werte und gar Demokratie verkauft wird. Nirgends gibt es so wenig Mitbestimmungsmöglichkeiten für den Wähler wie in der EU. Bevor sich die Lobbynetzwerkvorsitzenden in der EU über CETA und TTIP-Abkommen stürzen, sollten sie einmal die demokratische Vertiefung der EU angehen. Dann könnten sie sich auch noch der militärischen Unabhängigkeit widmen, da zur Zeit die Türkei beispielsweise zwar europäisch militärfähig ist, aber nicht integrationsfähig. Also füreinander sterben - ja, aber Visafreiheit - nein?

DI Mathias Gruböck                                                                                                  Baden, 14.09.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

13 Juni 2016

Atomwaffenendsorgung


Das Problem an diesen Waffensystem ist, dass man sie genausowenig wieder los wird wie den Atommüll. Was soll man denn mit den abgebauten Atomsprengköpfen machen? Die Tonnen an Plutonium und sonstigen Supergiften - das könnte sich kein Land LEISTEN! Die beste Art das Klumpat loszuwerden ist der Verschuß auf "feindliches" Territorium. Spar Milliarden und läßt sich sicherlich irgendwie rechtfertigen. Außerdem lebt eine ganze Industrie davon, wär doch schade wenn die arbeitslos werden würden, oder? Das sind Waffensysteme die wir nie wieder loswerden werden. Und diejenigen Gruppen in der Gesellschaft, die über diese Waffen verfügen können werden sich von den Gesellschaften dafür massiv bezahlen lassen, dass sie diese nicht einsetzen. So einfach ist das. Diese Gruppen brauchen einen neuen kalten Krieg, da sie den Abbau der Atombombenarsenale nicht finanzieren könnten und auch nicht wollen. Warum soll ein Atomwaffengeneral seine absolute Macht aus der Hand geben und sich selbst wegrationalisieren? Interessanter Weise war dieses Problem vor der Entstehung der neuen Kalten-Krieg-Szenarien schon existent. Daraus könnte man fast einen Ursache-Wirkungszusammenhang herstellen, wenn man böswillg gegen die Vorgaben denken würde. Tut man natürlich nicht. Weil ja nicht "richtig" nachgedacht oder gar "Putin-Versteher". Also Verständnis für die Situation von Konfliktteilen ist an sich nicht erwünscht, da es zu deeskalierend wäre. 100 Jahre Psychotherapie haben hier noch nichts gefruchtet - einfach die Position des anderen verstehen lernen und sie respektieren gilt als einziges Mittel gegen Krieg. Die Schuldzuweisungspropaganda, bei der man als rechtschaffender Bürger immer nur zustimmend nicken muss (oder sich sogar gesichert echoffieren muss) kennen wir eh schon. Dabei ist es sehr einfach - ohne Konflikt schauen die Atomwaffen äußerst alt aus! Daher: Erneuerung!
DI Mathias Gruböck                                                                                     Baden, 13.06.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

Der überwiegende Teil der Atomwaffen ist auf Europa gerichtet!

12 Mai 2016

A Wirtschaft am Markt


Das nennt man aber konsistente Politik: Agrar-Dumpingpreise aus den USA gehören zu der neuen schönen TTIP-Welt. Chinesen wird gleichzeitig der WTO-Rahmen für Freihandel abgeschnitten, indem man einfach beschließt, dass China keine Marktwirtschaft sei. Das kann man jetzt irgendwie gar nicht verstehen, mit welchem Markt wirtschaften wir da im Fernen Osten seit Jahrzehnten? Investieren "unsere" (?!?) Konzerne etwa Milliarden in eine Nicht-Marktwirtschaft? Gut, das ist natürlich irgendwie die gleiche Logik mit der der Oberbefehlshaber der größten und weltweit aktivsten Militärmacht den Friedensnobelpreis bekommt. Solche politischen Grundannahmen machen Politik schon sehr schnell komplex. Wir könnten auch wieder definieren, dass sich die Sonne um die Erde dreht - mit den heutigen Computerprogrammen kann man die daraus resultierenden, viel komplexeren Umlaufbahnen ganz locker ausrechnen und ausdrucken lassen. Sind auch viel kreativer als diese Ellipsen. Es soll aber durchaus Gesellschaften geben wo man, wenn man behauptet, dass der amerikanische Präsident ein Friedensengel, China keine Marktwirtschaft und die EU eine demokratische Veranstaltung sei, relativ schnell mit einem weißen Häckeljäckchen in die Gummiwand beißen kann. Also das geht noch wegen viel weniger, wenn man zum Beispiel behauptet, dass in Österreich Staatsanwälte parteipolitisch vernetzt seien oder parteinahe Netzwerke ganz ungeniert ihre "Verkaufsförderungsprämien" über Off-Shore-Firmen waschen. Auch die neue US-Raketenbasis der "NATO" vor Kaliningrad ist sicherlich nicht gegen Russland gerichtet. Oder wer zum Beispiel die Wehrdoktrin der deutschen Bundeswehr dahingehend ändert, dass Russland wieder als legitimer Kriegsfeind festgehalten wird - so wie es die USA seit ca. 2012 propagieren und deutsche Soldaten in die Ukraine und das Baltikum schickt aber gleichzeitig zur 70-Jahrfeier des Sieges über Nazideutschland in Moskau absagt aber sich verwundert über die russischen Reaktionen auf die massive Aufrüstung der NATO-Truppen und deren Verlagerung an die russische Grenze zeigt als Friedensprojektanden zu bezeichnen. Wer will eigentlich Krieg gegen Russland führen? Eine Frau Van der Leyen macht eine glasklare Kriegspolitik - weil wenn man Truppen verlegt, aufrüstet, Wirtschaftsblockaden beschließt, Stimmrechte entzieht und dann noch Raketenbasen (alles immer rein defensiv versteht sich) eröffnet galt in der bisherigen Menschheitsgeschichte gemeinhin einem veritablen Krieg nicht abgeneigt. (Außer seit der Entscheidung des Nobelpreiskomitees)
DI Mathias Gruböck                                                    Baden, 12.05.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

27 April 2016

Die TTIP-Falle

Da wird dem europäischen kommisions-verwalteten Volk erklärt, dass man TTIP ganz besonders dafür benötigen würde die Standards des Welthandels zu schreiben - gemeinsam mit den USA. Sonst würden die USA das mit den Chinesen tun. Häh? Das ist ein ausgemachter Schwachsinn und zeigt bereits den x-ten Schwenk in der Vermarktung des TTIP-Abkommens durch Kommisare und Lobbys. Zuerst waren es wirtschaftliche Vorteile und Arbeitsplätze, auch die Autos sollten billiger werden. Dann war es die Geschichte, dass Klein- und Mittelunternehmen in den USA auf einmal die marginalen Handelsvolumina aufmischen würden. Weil die US-Wirtschaft und ihr bekannter lokalpatriotischer Protektionsimus (Bundesstaatregelungsabhängig) auf den Meister Eder aus Hintersumpfhausen gewartet hat. Jetzt sind es weltweite Standards die da angeblich definiert werden sollen? Was ist zum Beispiel mit einer ganz zentralen Forderung: Metrisches System weltweit durchsetzen!? Also es ist schon fast weltweit durchgesetzt, nur in den USA gibt es da noch einige Probleme. Also was ist jetzt? EU Forderung wird sicherlich ein Mischsystem aus metrisch und meilen sein, also die weltweite Gültigkeit außer in den USA und von ihnen militärisch kontrollierten Gebieten. Also nirgends. 

Das Argument mit dem Standardsetzen ist überhaupt hadschert. Warum sollten die USA mit ihrem berühmten TTP nicht schon längst die Standard gesetzt haben - wie das Argument der EU-Verhandler auch schon gelautet hat. Überhaupt selten so eigenartige Verhandler gesehen, die laufend die Argumentationslinie des Verhandlungsgegenübers übernehmen. Warum setzen sich die Europäer eigentlich nicht hin und schaffen mit den Russen und Chinesen die so wichtigen Standards? Wär das nicht viel gescheiter. Die sind auch alle metrisch unterwegs. Und Asien ist doch die wirtschaftliche Zukunft, oder? Diese Sackpfeifen in der EU (leider muss man das so ausdrücken) kommen wirklich nicht auf die Idee, dass man sich vielleicht nicht davor fürchten muss, dass die USA mit den Chinesen Standards vereinbaren, wenn man es selbst tut - huhhh das ist aber ausgefuchst. Wir müssen gar nicht einmal um Erlaubnis fragen, wenn wir das tun, oder? Eurasien macht schon auch ein bisschen Sinn auch wenn man da nicht so toll über den Atlantik hin und herjetten kann. Selten solche strategische Nullnummer gesehen wie in der Räte- und Kommisareverwaltung von gewissen Staaten ernannt. Sorry, die schaffen es jeden noch so euphorischen Europäer zu vergrämen. Strategisch = Nullnummer, Machtpolitisch = Nullnummer, Wirtschaftspolitisch = 2-3, Militärpolitisch = unterirdisch, Sicherheitspolitisch = Totalversagen und zuletzt Demokratiepolitisch = nicht existent. TTIP ist ein Symbol für die Zukunftfähigkeit der EU. TTIP ist die Selbstaufgabe und Selbstentmachtung der europäischen Gemeinschaft.

DI Mathias Gruböck                                                        Nondorf, 27.04.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

25 Februar 2016

Wie sicher macht mehr Rüstung?

http://news.orf.at/#/stories/2326344/


Angriff der Marsmenschen hat er noch vergessen. Aber nein, die Außerirdischen sind ja näher als das südchinesische Meer. Marketingtechnisch auch blöd, dass das südchinesische Meer von der Namensgebung so sehr gegen den Machtanspruch der USA/5Eyes/Westen wehrt. Deutschland und Australien geben zusammen jetzt 260 Milliarden Euro aus um den Frieden durch mehr Waffen zu sichern. Das sind aber echte knallharte Euros, kein Hedgefonds-Zocker-Spielgeld. Dank der Australia wird jetzt das Abendland auch Down Under verteidigt. Jeder einzelne Zika-Virus wird jetzt durch ein Uranmantelgeschoß aus Darwin (!) erledigt. Darwin ist ja damals von den Japanern bombardiert worden, Gott sei Dank haben die Japaner jetzt ihr Kriegsverbot aus der Verfassung gestrichen - damit endlich wieder alles sicherer wird. 70 Jahre ohne Krieg haben es die Japaner jetzt ausgehalten, wird interessant, wie lange sie mit der geänderten Verfassung den Frieden aufrecht erhalten können. Keinem kommt es komisch vor, dass 100 Jahre nach dem ersten Weltkrieg alle Mechanismen der Auslöser des ersten UND zweiten Weltkrieges wieder salonfähig gemacht und auch eingesetzt werden. Wer will bitte Australien mit dem Schiff erobern? Wozu braucht man dann U-Boote (eine der defensivsten Waffengattungen wie man weiß)?

Immer wieder gerngesehener Effekt: Wenn man genug aufgerüstet hat, dann findet sich auch plötzlich ein Unhold der einen angreift. Das Paradoxon der Geschichte. 

DI Mathias Gruböck                                                                 Baden, 25.02.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

Putin destabilisiert die EU durch die Flüchtlinge (?!)

http://orf.at/stories/2326259/

Wirklich Herr Hahn? War da nicht das politische Signal von Wirtschaftssanktionen, NATO-Ostetweiterung und Russlandbashing von jeder Sportveranstaltung bis zum Songcontest? Die EU behauptet doch dauernd Russland sei eine stali-fascho Diktatur, da muß man doch den Betroffenen Asyl gewähren! Da sind natürlich keine Schlepperbanden schuld, sondern Putin pumpt jedem höchstpersönlich mit seinen KGB Freunden die Radln auf. Dem Herrn Hahn kann man wahrlich nicht vorwerfen sich im Fokus auf das Wesentliche zu verzetteln. Weiter so EU-Pappkameraden, wo sind sie konkreten Lösungsansätze? Plauderanten und Bedenkenträger haben wir schon genug. Vielleicht ist der Herr Putin auch daran beteiligt, dass wir wieder zur Altkleidersammlung Hirschen müssen und nicht unsere Altkleidung unter migrierende Flüchtlinge werfen. Das ist übrigens der Casus Knaxus der feurig geführten Debatte: Das Asylrecht hat einfach nicht vorgesehen, das Flüchtlinge weitermigrieren können. Sobald ein Flüchtling in einem Nachbarstaat angekommen ist, ist er geflohen. Wie schrecklich auch immer Krieg, Flucht und Not ist, sobald er weitermarschiert wird er zum (vollkommen verständlichen) Kriegsmigranten. Flüchtlinge aus Osttimor sind in Mitteleuropa Migranten, keine Flüchtlinge mehr. Wer anderes behauptet hat eine unverhohlene Lust an Chaos und Unruhe stiften.

Auffallend ist aber die sehr noble Zurückhaltung des Herrn Kommissars Hahn bezüglich der Flüchtlinge die aus der Türkei kommen. Wo bleibt da der Analogieschluss? von dort kommen Millionen und der Herr Erdogan wird dafür in seinem Krieg gegen Kurden und Syrer unterstützt damit die NATO dort schneller ist als die sunnitisch-saudi-arabischen Kräfte sich ausbreiten können. Ahso, wir schaffen DAS (?) ja. Wir (?) wollen einen Krieg gegen chinesische, saudische (tw), iranische, russische (...) Interessen im Irak, Afghanistan, Syrien, Jemen, Libyen (...) führen. Jaja, wir schaffen das. But - who the FUCK is WIR?

DI Mathias Gruböck                                                                Baden, 25.02.2016
Unternehmens- und Organisationsberater