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12 Januar 2017

Juncker – flott!


Morgen hat es in Aleppo -3 Grad. Da leben 2 Millionen Menschen und leiden unter den UNO-Sanktionen gegen Syrien. Diese gelten nur nicht für Rebellen - die wurden ja vom Westen mit Waffen versorgt und politisch unterstützt. Ist das jetzt echt so, dass nur die Menschen die auf dem Weg in den Westen erfrieren von uns unterstützt werden? Die die nicht gegen Assad und den Syrischen Staat kämpfen oder in den Westen gehen, werden durch Sanktionen des Westens wirklich zum Hungern und Erfrieren verdammt? Jetzt wo sich die NATO-Vasallen in Aleppo nicht durchgesetzt haben, können dort alle verrecken? Plötzlich frieren wieder die griechischen Inseln. Im Jemen bomben die Saudi-US-Koalitionäre tausende Zivilisten zusammen - aber denen dort hilft auch keiner, weil eben Shiiten. Vielleicht könnte man die Flüchtlinge ja in Rumänien und Bulgarien unterbringen - dann können sie dort mit den Einheimischen gemeinsam frieren. Internet Unterschriftenlisten gegen die Kälte - echt jetzt? Im Frühling kann dann AI die Daten an den KOPRÄ Juncker überreichen. Warum mach ich mir nicht ein Loch ins Knie und gieß Milch hinein? Ich bin auch gegen das Waldsterben, den Klimawandel, die Todesstrafe, Guantanamo, Angriffskriege, Drohnenkills, Folter im Allgemeinen und durch NATO-Verbündetet im Besonderen, gegen Steuergeschenke an die Konzerne, gegen Vorratsdaten und gegen das Erfrieren, Ertrinken, Verhungern oder Ersticken von Menschen - ob auf der Flucht oder nicht. Herr Juncker, bitte asap lösen - alles und sofort!

DI Mathias Gruböck                                                                                  Malaga, 12.01.2017
Unternehmens- und Organisationsberater

22 Dezember 2016

orf.at zu Syrien

Sie schreiben in dem Artikel http://orf.at/stories/2372222/ "Letzte Rebellen haben Stadt verlassen - Die letzten Rebellen und Zivilisten haben die lange umkämpfte nordsyrische Stadt Aleppo verlassen." Ist sich der ORF in diesem Zusammenhang ganz sicher, dass sich keine Zivilisten mehr in Aleppo aufhalten? Ist die wochenlange Darstellung, dass Aleppo (eine Stadt mit mehr Einwohnern als Wien) nur aus "Rebellen" und eingekesselten Zivilisten besteht, bewußt gewählt? Sind die restlichen ca. 2.000.000 keine Zivilisten und unterliegen daher den Sanktionen der EU? Ist der ORF.AT in die EU-Truth-Taskforce eingebunden oder bestehen hier irgendwelche Verbindungen? Gibt es eine Kategorisierung welche islamistischen Gruppen als Rebellen bezeichnet werden und welche als Terroristen? Wird diese Diktion mit NATO-Pressestellen und/oder der EU-Truth-Taskforce abgestimmt oder kann jedes staatliche Medium diese Gruppen frei definieren? Wie steht es mit Verbindungen zur YPG? Gelten diese in der orf.at-Redaktion als Teil der Bürgerkriegsorganisation "Nationale Koalition der syrischen Revolutions- und Oppositionskräfte" die durch den Sanktionstext der EU ausdrücklich empowert werden sollen? Oder stellt die YPG Rebellen dar, oder, wie die türkischen (NATO)-Truppen in Syrien behaupten Terroristen? Gibt es eine redaktionelle Richtlinie zu den US/FR/GB und D-Spezialtruppenkörpern die anscheinend mit kurdisch Einheiten grenzüberschreitend in Syrien/Irak Krieg führen? Unterliegt die redaktionelle Richtlinie des Orf.at eher der österreichischen Neutralitätsbestimmung in der Verfassung oder den Guidelines der EU-Außenpolitik und Militärkooperation (NATO)?

Seit Monaten, wenn nicht seit Jahren kommt mir beim Lesen ihrer Beiträge zum Thema Syrien vor, dass sie sich implizit für einen Regimechange in Syrien aussprechen. Ist meine Wahrnehmung in diesem Zusammenhang richtig? Mit freundlichen Grüßen Mathias Gruböck

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22 Oktober 2016

Geschichten aus dem Morgenland


??? Auf der Seite des OPWC (https://www.opcw.org/news-publications/news-listing/…/syria/) findet sich kein Bericht zu diesem Thema und die letzten New sind von Anfang September 2016. Der gesamte Duktus dieses Berichtes von ORF.AT ist eine reine "embedded" Kriegsberichterstattung der NATO-Pressestelle. Faktum ist, dass die NATO unbedingt ihr Kriegsziel der Eroberung von Nordsyrien erreichen will und hierfür Aleppo eine zentrale Bedeutung hat. In der Großstadt mit einer Ausdehnung wie Graz halten sich im Ostteil islamistische Gruppen (zB Al-Kahida-Derivate und andere) und ausländische Söldner (SA-Qatar-US-finanziert und bewaffnet) verschanzt. Das Bild das die NATO-Angriffsarmee verbreitet, dass hier eine ganze Stadt mit allen 250.000 Bewohnern von den Regierungstruppen bombardiert werden ist schlichtweg Kriegspropaganda. Die Strategie der verschanzten "illegitimen Kämpfer" im Ostteil vollkommen unterschiedlich von der Strategie des IS in Mossul darzustellen ist einfach plumpe Kriegspropaganda. Der Artikel des ORF.AT schreibt ganz zu Letzt, dass die verschanzten "illegalen Kombattanden" offenbar die verbliebene Bevölkerung an Fluchtbewegungen hindert - da sie die Abzugskorridore nicht von ihrer Seite aus öffnen. Die Feuerpausen dienen natürlich der Sammlung und Wiederbewaffnung der verschanzten "illegalen Kombattanden" im Ostteil von Aleppo. Im Ostteil dürften nach letzten unverifizierten Angaben ca. 500 Menschen durch Bombardments gestorben sein. Könnte sich das Staatsmedium orf.at endlich einmal darauf besinnen nicht die Kriegspropaganda eines Militärverbandes der eindeutig einen Angriffskrieg in einem souveränen Land führt kommentarlos zu übernehmen. Als Staatsmedium ist der ORF der immerwährenden Neutralität verpflichtet und keine subordinierte Pressestelle eines Militärbündnisses. Sonst müsste man annehmen, dass der ORF die Leser- und Hörerschaft zum wiederholten Male auf die Gerechtfertigtheit diverser Angriffshandlungen und Kriegsverbrechen dieses Militärbündnisses propagandistisch einstimmen will. Vielleicht zu Erinnerung: WIR sind nicht TEIL der NATO! Wir haben keine "globalen Interessen" im arabischen Raum! Wir liefern keine Waffen an kriegsführende Parteien, noch finanzieren wir Aufstände gegen legale Regierungen, noch vereinbaren wir Truppenverlegungen in derart eroberte Gebiete.

DI Mathias Gruböck                                                           Baden, 22.10.2016
Unternehmens- und Organisationsberater