Posts mit dem Label Türkei werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Türkei werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

08 März 2020

Klarstellen


Europa sollte sich einmal endlich entscheiden. Das halbherzige mittraben bei diversen Regimechange-Aktivitäten der USA im nordafrikanischen EU-Nachbarraum (Lybien, Syrien, Libanon, Iran, Afghanistan, Jemen etc.) mit gleichzeitiger Eskalation des Palästina-Problems durch Vorantreiben von Weder-Noch-Lösungen (Weder Ein- noch Zweistaatenlösung – implizite Verdrängungs-Vertreibungslösung der Palästinenser in den besetzten Gebieten, kann nicht so weitergehen.

Das ganze Migrations-Flucht-Thema kommt aus ebendiesen, meist desaströsen neokolonialen verdeckten Kriegen, die immer die gleichen verbündeten Weltherrnmonopol-Strategen des „Westens“ betreiben um die Rahmenbedingungen für die „Märkte“ ihren Wahlkampfgeldgebern genehm zu manipulieren. Eigentlich ist es so wie in ganz alten Zeiten als sich bei aufkommender Dürre die Nomadenvölker um die letzten Wasserquellen schlugen – Verknappung der Ressourcen führte und führt augenscheinlich in menschlichen Großgruppen IMMER nur zu einem – zu Krieg und Vertreibung. Und zur Vernichtung der Konkurrenz.

Jetzt spielt die Türkei im aktuell umkämpften Raum Syrien – Irak – Iran eine sehr schwierige Rolle. Auf der einen Seite im transatlantischen Verteidigungsverbund (?) verbunden kommt sie mittlerweile von allen Seiten unter Druck. Die Strategie der Zuwendung zu Europa wurde ja durch die neoliberal-christlich-weiße Falange torpediert. Gleichzeitig greift Saudiarabien massiv nach der Vorherrschaft unter den Sunniten. Dies führte sehr bald zur Schwächung der republikanisch – laizistischen Tradition in der Türkei. Auch die Unterstützung der Kurden der USA und vor allem durch Deutschland brachte die Türkei an den Rand der territorialen Zersetzung – eine Situation ähnlich wie in der Ukraine entstand – daher wohl auch die Zuwendung der Türkei in Richtung Russland. Das Scheitern der Destabilisierung und des Versuches des Regimechanges auch in Syrien durch den hybrid angreifenden Westen in Kooperation und hauptsächlicher Finanzierung der Saudis eröffnete wohl in den Augen der türkischen Strategen die Chance sich im Machtkampf in diesem Gebiet (wie meist geht es wohl um Pipeline-Routen) „zurückzurunden“. Die geplanten Pipelinestrecken gehen wohl allesamt bei Idlib oder in der Gegend vorbei Richtung Mittelmeer. Teile in der EU (wahrscheinlich genau die, die Nordsteam II mittorpedierten) wollten ja auch gleich einen Einsatz der EU-Truppen, offenbar auf Basis des PESCO-Militärbündnisses, rund um Idlib durchsetzen. Im neuen Politmarketing heißt ja Luftkriegsführung jetzt „Flugverbotszone“ (vergleiche Libyen). Jedenfalls versucht jetzt die Türkei den Leidensdruck auf Europa zu erhöhen um die Europäer zu Eingreifen in Syrien zu bewegen. Damit hätte die Türkei ein wichtiges Faustpfand – die eroberten syrischen Gebiete – im großen Spiel dieser Region. Alleine wird die Türkei in Syrien wohl scheitern.

Die EU wird weitertun wie gehabt und keine klaren Entscheidungen und Strategien verfolgen. Alle sofort raus aus Syrien, die dort nicht hingehören – damit wäre eine reelle Chance für eine Wiederansiedlung und einen Wiederaufbau gegeben. Einstellung aller Hegemoniebestrebungen von welchen ausländischen Kräften wo auch immer. Reinstallation des guten alten Begriffes der „Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten von souveränen Staaten“. Weil sonst übernimmt man konkludent Verantwortung für die Menschen die dort Leben und die durch die komplexen Regimechangespielchen geflohen sind. Eine riesige Existenzenvernichtungsmaschine implementiert zur Steigerung der Machtfülle von ach so marktgetriebenen, pseudodemokratischen Lobby‘s. Wobei Lobbyismus per se antidemokratisch ist, da er Einfluss einer Interessensgruppe (Minderheit) auf die Machtausübung der Mehrheit nimmt und das gegen die Interessen der Mehrheit, weil sonst müsste man ja gar nicht lobbyieren. Eigentlich ist Lobbyismus antiparlamentarisch und strukturell korrumpierend.

DI Mathias Gruböck (Analyst) Baden, 08.03.2020

06 Mai 2019

Kompanie - ein Lied!

 https://orf.at/stories/3121104/?fbclid=IwAR0dtKehFeRNnqQhcJi9A4Gg9V7cUz4Ik3JMeCod9gap5nAuIHfoARFV9fA

 ....und der nächste Angriffskrieg der liberalen Demokratie und Hüterin des Völkerrechts.Das im Gazastreifen ist etwas zu intensiv von den israelischen Freunden angegangen worden. Da müssen wir den vollkommen unpolitischen Sängerwettstreit abwarten um nachher die Gatterjagd im Ghetto wieder aufzunehmen. Steckt ja klarer Weise der Iran dahinter und die USA schießen nur für die freie Welt als friedenserhaltende Maßnahme zurück. Jetzt wo ja der überhaupt nicht rechte liberale Demokrat Netanjahu wieder ins Amt gezimmert wurde (mit der Unterstützung der gar nicht radikal fundamentalistischen extremen Rechten) kanns endlich losgehen. Die USA haben keine Angst vor einer möglichen Wiederaufnahme eines kaum existenten Atomprogramms, weil jetzt kommt das große Aufmischen: die Endlösung des lästigen Verlust s der Öl-Kolonie Iran vor Jahen. Jetzt werden alle aufgemischt, mit der trumpschen Nahost-Endlösung, er hat ja nie von einer Friedenslösung gesprochen. Die Palästinenser, dann die Syrer mit dem Iran und wenn er noch mal blöd aufmuckt auch gleich der Kümmel-Ziegenficker-Erdogan mit der Kurdenfrage. Und die Europäer laufen wieder mit und lassen sich wie eine Schar Hendeln herumscheuchen von einem Masernfall zur nächsten Adolfsichtung.

Unlängst erst hat sich ein deutscher Raketenkreuzer dafür zertifiziert in Flugzeugträgerverbänden wie der USS Abraham Lincoln unter dem Befehl der US-Streitkräfte zu kämpfen. Beteiligt sich jetzt also Deutschland am Angriffskrieg gegen den Iran, der sich derzeit im Destabilisierungsprozess der Einflusszone (der Iran würde dazu wahrscheinlich Sicherheitszone sagen) und der Führung eines einleitenden Wirtschaftskrieges (einseitig willkürliche Sanktionierungen mit Blockade der Handelswege) befindet. Gleichzeitig berichten die öffentlich-rechtlichen Medienplattformen streng NATO-Kriegsrethorik-zertifiziert von Gaza vs. Israel als Match von als Palästinenser getarnten Iranern gegen die sich verteidigenden Israelis vor dem Hintergrund des überall ansteigenden Antisemitismus mit direktem Link zur Judenvernichtung im 3. Reich. Umkehrschluss den es einzustillen gilt: Jeder der gegen den Krieg der Achse des Bösen-Iraner-Untendruntermenschen ist, ist ein Antisemit, der die Vernichtung Israels befürwortet. Dazwischen gibt es nichts mehr - wichtig für einen ordentlichen Krieg, da man eine Entweder-Oder Situation als vollkommen alternativlos suggerieren muss. Dann kann man gegen jeden und alles Krieg führen. Wir kämpfen ja auch in Afghanistan nicht für eine Verhinderung einer Ölpipeline zwischen dem Iran und China sondern, dass Mädchen, die wir zu Waisen gemacht haben endlich Schulbildung bekommen, damit sie auch ordentlich lesen können wie gut wir es mit unseren Kriegen meinen. 

Für die EU-Wahlen muss man noch schnell die East-Strat-Com Task Force (!!!) mit dem fünffachen Budget ausstatten, da ja alle Lügen aus Russland kommen und die EU und die NATO keinerlei psychologische Kriegsführung und Propaganda (neudeutsch psychological and strategic information operations) machen. "Friedensprojekt EU" während exakt die gleichen Mitglieder in der NATO einen Krieg nach dem anderen abfeiern. "Liberale Demokratien" die nicht gewählte Chefkommissare und Zentralbankchefs der EU mit US-Investmentbanken öfter austauschen als der Durchschnitt der EU-Bürger ihre Unterhosen. Die Frage ist überhaupt ob es der Wahrheit entspricht wenn große Teile der europäischen Länder und die NATO prinzipiell militärisch von einer Supermacht kontrolliert werden, wenn große Teile der EU-Wirtschaft ebenfalls von dieser Supermacht kontrolliert werden - ob es hier überhaupt "freie" Demokratien gibt? Viele der europäischen Staatenlenker jedenfalls verhalten sich eher als ob sie ihre Direktiven aus den USA bekommen denn dass sie irgendwelchen strategischen europäischen Gemeinschaftszielen zuarbeiten würden. Die grundsätzliche Frage an die East-Strat-Com Task Force wäre doch eher, wer hat die wirtschaftliche, militärische, kulturell-mediale oder auch politische Macht in Europa? Eh klar die EU-Bürger - Hahahaha. Fäkere Nus gibts gar nicht. Und die EU-Bürger werden alle jetzt von Russland gelenkt, wenn sie nicht zur Wahl gehen und diese unsäglichen 3. Reihe-C-Politiker mit der Karriereplanung der Vergoldung des Allerwertesten nach erfolgter Lobbyierbarkeit wählen. Diese "liberalen" Demokraten, die strategisch-politische Schwarze Löcher sind, in die Unmengen an gutem Geld verschwinden ohne, dass je wieder irgendetwas Verwertbares für die Allgemeinheit herauskommt. Sogar die Sommerzeit wird in diesen Schwarzen Löchern aufgelöst und durch weißes Rauschen ersetzt. Chhhhhhhhchhhchhhhchchh - nur unterbrochen von den kulturellen Spitzenleistungen des Song-Contestes jedes Jahr. Und dem Wummern der einschlagenden Bomben. "EU-Kompanie auf meinen Befehl - ein Lied!"


DI Mathias Gruböck                                                                Baden, 06.05.2019
Analyst

24 Februar 2018

Schlacht um Syrien

http://orf.at/stories/2427859/2427858/

eine super Gelegenheit für den DGSE um eine rote Linie zu finden ... damit die Komplexität endlich wieder zunimmt und auch noch die Franzosen mitmischen. Allein, kriegsentscheidend war den Kurden wieder einmal keinen Staat zu geben gekoppelt mit der Duldung der Türkeninvasion in Syrien. Da stören die Franzosen auch nicht mehr - immerhin haben sie nach dem Ende des osmanischen Reiches mit den Briten die Kurdengebiete unter sich aufgeteil. Die USA behandeln alle Minderheiten wieder wie die Indianer, die, falls es den Interessen der USA dient, auch mal gerne unterstütz um sie erst später fallen zu lassen. Die Briten sind eher im Jemen und im Irak engagiert - und als Wasserträger dürfen die Deutschen irgendwie auch mitmischen - um auch Verantwortung zu tragen...ohne aber wirklich für einen verantwortungsvollen Sitz im UNO-Sicherheitsrat für berechtigt empfunden zu  werden. Naja - langsam gibts ja nichts mehr was einem in der Schlacht um Syrien noch überraschen kann. Man soll aber niemals nie sagen.

DI Mathias Gruböck                                                              Nondorf, 25.02.2018
Unternehmens- und Organisationsberater

11 September 2017

Vorwärtscyberverteidigung




Motte sagt:
viel spannender finde ich, dass seit neuestem die NATO offenbar die offizielle Armee der EU ist!? Als Österreicher wurde einem beim EU Beitritt versprochen, die immerwährende Neutralität beibehalten zu können. Auch verstehe ich nicht wo die wirtschaftlichen Interessen der USA als NATO-Führungsmacht mit denen der EU so sehr übereinstimmen? Wozu sonst die Abhöreinrichtungen (z.B. Echelon) in GB, die zu einem Gutteil Wirtschaftsspionage betreiben? Verteidigen die USA wirklich Airbus und Siemens? Mit USA first? Globalisierungsgegner kriminalisieren und durch das Militär bekämpfen lassen um mit PsyOps dann „Wahrheitsoptimierungen“ anstatt „Fake News“ der Feinde zu propagieren. Mhmm, EU als Friedensprojekt – wird die nicht langsam von dem aktivsten Kriegsbündnis des 21 Jarhunderts übernommen.
Lustig ist, dass der Einserschmäh: „Das sind die absolut Bösen, daher sind wir automatisch die Guten“ noch immer offenbar die ganze Strategie der NATO darstellt. Und damit auch der EU, die offenbar immer mehr zu einer wirtschaftlichen Vorfeldorganisation für NATO-Gebietserweiterungen und Kriegsführungen dient. Anders kann man es sich nicht erklären, dass Russland unter der Präsidentschaft Putin 1 noch als NATO-Partner fungierte und unter Putin 2 (und dem feindlichen Nichtübernehmenlassen der Rohstoffbetriebe durch internationale West-Konzerne) plötzlich wieder ein zu bekriegender Feind ist, gleich gefolgt von Globalisierungsgegnern und Islamisten (wo man klarer Weise Nordafrika, den Nahen Osten bis Zentralasien seit Jahren mit NATO-Bomben umpflügen und regimechangen kann wie es einem beliebt – diese Islamen reagieren auch immer so aggressiv auf das Dauerbombardment – tztztz) Wobei sich zur Zeit ein schwerer systematischer Fehler des „War on Terror“ feststellen läßt. Der Westen verliert zusehends die Definitionshoheit über den Terror. Die übrigen Staaten lernen schnell und verwenden plötzlich auch den Begriff Terrorist für ihnen unangenehme Personengruppen (vergl. Myanmar oder Türkei) Wobei auch in der Ukraine ja nur Terroristen bekämpft werden, das aber irgendwie in die Definition des Westens unbeschadet inkorporiert wurde. Vielleicht kann man ja die Russen doch noch als die wahren Terroristen entlarven? Hauptsache wir sind die Guten. Die Frage bleibt aber weiterhin speziell in der EU wer sind WIR? Sollte man zuerst einmal klären, bevor man interne Solidarität einfordert. Wenn nicht klar ist wer WIR ist, dann kann auch nicht klar sein mit wem WIR solidarisch sein sollen. Reduktion auf einfache Fragen – und einfache Antworten: Zum Beispiel wollen WIR (EU) einen Staat Kurdistan (nicht nur wegen Karl May) so wie es die Deutschen auf Geheiß der USA im Irak und jetzt Syrien offenbar unterstützen? Dann macht es einfach nicht viel Sinn mit der Türkei gleichzeitig über einen EU-Beitritt zu verhandeln. Also wenn wir das wollen. Aber man muss dann auch nicht verwundert sein, dass die Türkei nicht mehr allzu freundlich mit Deutsch-Kurden und deren Verbindungsmännern umgehen. Wobei die Deutschen und die Schaffung von neuen Gebieten im (Nahen) Osten. Da braucht man dann schon raketenbewaffnete Kampfdrohnen aus Israel.

Dies führt aber zu dem größten Widerspruch in der westlichen Gutmenschenideologie: Wie kann man wirtschaftlich eine Wertegemeinschaft mit einem andersreligiösen Staat nicht haben um diese Wertegemeinschaft dann in einem gemeinsamen Militärbündnis zu verteidigen? Neben dem anderen Widerspruch, dass der Dollarraum den Euroraum angeblich militärisch verteidigen will. Wäre interessant, wenn der Euroraum (vollkommen realitätsfern) beschlösse, fossile Energieträger nur noch im Euro zu fakturieren. Da würde aber der SACEUR am Stand rotieren und plötzlich überall Terroranschläge und Russeninvasionen losbrechen. Halten ja schon die Ostsee (Königsberg) besetzt, die Menschen dort alle geknechtet durch den russischen Hegemon – Königsberg die Heimatstadt von Emanuel Kant! Das ist doch uraltes deutsches oder zumindest polnisches und litauisches Gebiet – und die Russen nutzen es doch nur für ihre russischen Schiffe in der Ostsee. Das stört doch die US-Flottenverbände in diesem Raum entspannt ihre neuen Gebiete im Baltikum zu schützen.

Da braucht es noch einiges an Vorwärtsverteidigung. Hier haben ja die Deutschen einiges an Know How zu bieten. Speziell seit Frau Van der Bellen die Russen wieder zu Feinden erklärt hat. Also darf man ja wieder vollkommen gerechtfertigt zurückschießen.

DI Mathias Gruböck                                                                                          Nondorf, 07.09.2017
Unternehmens- und Organisationsberater

Promi-Dienstanweisung



Innenminister und Boote und Tote-wie sich alles wiederholt!? Der liebe Herr Blecha hatte auch nichts zu vertuschen und tat es trotzdem. Trotz später Verurteilung wegen Amtsmissbrauches hat er wieder in politische Funktionen gefunden. Den aufdeckenden Journalisten damals hat gar nicht der Polizeiapparat verfolgt, beschossen und versucht fertig zu machen. Waren andere Zeiten damals - jetzt gibt es ja "Sicherheitspakete" damit sowas nicht mehr Amtsmissbrauch darstellt…

Semantisch gesehen ist die Aussage: "Es gibt bei mir keinen Promi-Bonus, aber auch keinen Promi-Malus." Dies deutet darauf hin, dass der Herr Innenminister offenbar die Vorgänge persönlich steuert, da er ja seine Bonus-Malus-Vorschriften bestimmt. Das würde bedeuten, dass er diesen Herrn Bootskapitän und Promi nicht schlechter behandeln will als andere Promis. Auf jeden Fall bestreitet der Herr Innenminister nicht, dass es Promi-Sonderbehandlungen in seinem Machtbereich gibt. Ist natürlich wieder Fake-News und wird sofort zur Überwachung zugeführt. Sicher ist sicher.

Wenn man sich die Kafkaeske rund um die Führerschanze am Heldenplatz im Detail anschaut, dann kann man sich auf noch tollere Beamten-Ringel-Ringelreiha-Abläufe freuen, wenn sie endlich mehr Überwachungsdaten bekommen. Da fühlt man sich gleich sicherer, wenn nach 2 Jahren und Einbindung von 15 Instanzen und Verwaltungseinheiten das ursprüngliche Bedrohungsrisiko dann durch eine Burggraben-Kinete wieder nicht gelöst wird. Überhaupt ist offenbar der Retrokult bei der Sicherheit en vogue: Burggräben, Bunker, Mauern, Zäune und massive Investments in schweres Militärgerät: Also unterm Dolferl hätte man gesagt, die bereiten sich auf einen Krieg vor. Kann man diese Planungsansätze auch irgendwo erfahren? Wenn doch Russland uns alle angeblich angreift und den Ostblock zurückerobern will – oder was da sonst für Planungsannahmen für die Neubestellung von luftkampffähigen Kampfjets zu Grunde liegen und wir von Wehrverbänden (Offiziersgesellschaft) die Forderungen nach einer Ausweitung des Präsenzdienstes vernehemen – was ist da im Busch? EU, das Friedensprojekt hörte man nur bei Wahlveranstaltungen der letzten BP-Wahl. Oder verbünden sich dieses unsägliche omnipresente Islamistenpack mit den superbösen Russen um uns von zwei Seiten anzugreifen? Also an der russischen Grenze und in Nordafrika/Kleinasien? Und ist Erdogan der Dr. No der österreichischen Außen- und Verteidigungspolitik, weil er mit den türkischen Kurdengebieten in die EU wollte und nicht ohne diese aus der EU ausgesperrt? Fragen über Fragen – und unsere beamteten Superstrategen wissen einfach warum sie im Regierungsviertel (1. Bezirk?) Mauern brauchen.

DI Mathias Gruböck                                                                                           Nondorf, 08.09.2017
Unternehmens- und Organisationsberater


16 Juli 2017

Minderheitenrechte für Türken?

 
Die türkische Bevölkerung in Österreich ist eh kulant, sonst müssten bald die Ortstafeln zweisprachig sein und der Staat türkischsprachige Schulen spendieren.
Also Wien zumindest. Nebenbei immer ein Bringer: Was ist die größte Europäische Stadt? Genau Istambul (nebenbei mit Götheinstitut und deutscher Schule)
 
DI Mathias Gruböck                                                                                         Baden, 16.07.2017
Unternehmens- und Organisationsberater 

10 Juli 2017

Einreiseverbot auf österreichisch


Wurde die von der Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD) Austria geplante Veranstaltung auch untersagt? Wenn doch Gefahr für die öffentliche Sicherheit durch diese Veranstaltung besteht? Werden die Organisatoren auf Doppelstaatsbürgerschaft hin kontrolliert? Gibt es unter den Besuchern türkische Staatsbürger, die sich politisch betätigen und daher ebenfalls eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellen. Werden diese als Gefährder mit Fußfesseln versehen oder gibt es schon eine Schutzhaft? Wird hier auch das Bundesheer eingesetzt um die Gefahr für die Bevölkerung durch diese türkischen Untriebe und dieses unösterreichische, gegen den Wertekodex verstoßendes Verhalten zu bekämpfen? 

Darf der Herr Gülen eigentlich in Österreich einreisen? Darf er an Podiumsdiskussionen mitwirken? Genießt er besondere Schutzrechte gegebenefalls. Gab es vor dem Putsch Kontakte zwischen österreichischen Militärs und türkischen Militärs - waren die "kooperativer" als nach dem Putsch? Oder sind die österreichischen Militärangehörigen in diesem Raum eher in Kooperation mit den deutschen Kräften für die Unterstützung von kurdischen Kampfeinheiten und Gebietseroberungen? Kann man ja den Türken in Österreich sagen, dass man jetzt doch lieber die kurdischen Türken in Österreich hätte als diese türkischen Türken. Das trägt sicher zur allgemeinen Sicherheit bei. Und den Herrn Gülen zum Jahrestag des Putsches am Besten auch noch zum Thema einladen: Warum verstehen die Türken nicht, dass sie in Europa nichts verloren haben und sie das machen sollen was wir so gerade als "unsere Wertegemeinschaft" nennen.

Man muss eigentlich immer gespannter werden, was bei diesen ominösen "Werteschulungen" für Migranten geschult wird. Schönwettermoralisten und -demokraten, die bei Schlechtwetter kaum von den bösen Achsenstrategien unterschieden werden können. Außer, dass sie immer schon besser im Marketing waren. "Embedded" Journalismus in einem "embedded" Rechtsstaat, der einer "embedded" Demokratie selbstgefällig huldigt, deren Regeln derart "situationselastisch" sind, dass irgendwie alles geht. Jetzt fehlt nur noch der Friedensnobelpreis für Donald T. Geht sicher auch irgendwie. Und manche glauben den Schmäh wirklich - die sitzen in der Mainstream-Blase im globalen Echoraum der 5Eyes-NYSE. Geh 20 sitzen da und haben NICHTS aber auch gar NICHTS an Lösungskompetenzen vorzubringen. Weiter wie bisher - lokal beherrschbare Kriege, Wirtschaftskriege, Aufrüstung, Kampf um die Ressourcen - Welt-Hegemonie der weißen Kultur. (nebenbei würden die NOx-Ausstöße der US-Kriegsmaschinerie massiv interessieren - wobei diese Verschmutzung wohl das geringste Problem dabei ist.

DI Mathias Gruböck                                                                                           Baden, 10.07.2017
Unternehmens- und Organisationsberater

24 April 2017

Verordnete Kultur


... und ich dachte immer, dass wir eine Verfassung haben... bin gespannt, wie man dann noch Russlandbashing betreiben will. Wo genau liegt eigentlich das Abendland? Müssen dann Christen aus anderen Ländern (USA, Deutschland, Russland, Nigeria, Südafrika, britisch Vergin Islands, Kuba) die bei uns leben wollen auch die Werteschulung machen oder nur Juden und Moslems? Oder die Aschkenasen-Juden nicht, da wir da doch schon zu viele christlichen Werte- und Kulturunterscheidungen betrieben haben und wir Israel (also diejenigen 75% die nicht zu den Arabern und schwarzen Juden gezählt werden) also jetzt einfach zum Abendland zählen. Und die USA und Kanada. Und Australien und Neu Seeland. Also überall wo Weiße leben und direkt etwas zu sagen haben? Also Südafrika nicht mehr? Das wird eine Superfrage in der Millionenshow: Ein weißer und ein schwarzer Südafrikaner wollen in Österreich leben - wer muß aller eine Werteschulung machen? A beide, B der Türke, C Mulsims oder D schwarze nichtchristliche Morgenländer? Oder noch eine lustige Frage: Warum muss ein Deutscher mit türkischem Hintergrund bei uns keine Werteschulung machen und sein Cousin aus der Türkei schon? Oder warum muss ein deutschtürkischer Doppelstaatsbürger auf einer österreichischen Uni keine 5000.- Euro zahlen während ein österreichischer Präsenzdiener, den vielleicht noch seine Eltern auch in der Türkei angemeldet haben seine Staatsbürgerschaft verlieren kann? Und geheime Listen bei der Staatspolizei/BMI die eine spezifische Ethnie kontrolliert - vielleicht einmal den Opa fragen, wie er damals das gemacht mit diesen kulturfremden Personen. So kann Integration gelingen. Gerade bei der Gruppe, die wahrscheinlich am wenigsten Probleme bereitet relativ zu ihrer Größe. Genau so bringt man ganz friedliche Menschen dazu aus ihrer Mitte zu kommen und sich auffälliger zu Verhalten. Beim Anwerben der Türken verlangte noch niemand Deutschkurse, Werteschwüre und Christentumkompatibilität. Damals reichte es noch wenn sie arbeiteten. Jetzt tun alle so, als ob die Nachkommen dieser Gastarbeiter Österreich täglich dankbar sein müssten, dass ihre Eltern oder Großeltern angeworben wurden. Integration heißt wahrscheinlich in erster Linie Heimat sein. Punkt. Jetzt überschlagen sich die Politiker darin allen anderen zu erklären, dass sie hier nicht heimisch seien (abgesehen davon, dass mir eine derart homogene und auch regional konsistente österreichische Leitkultur so überhaupt nicht darstellbar erscheint - außer man macht die übliche Vereinfachung - Österreich = Wien)

DI Mathias Gruböck                                                                                               Baden, 24.04.2017
Unternehmens- und Organisationsberater

19 April 2017

Türken in Österreich

Die Integration der Türken in Österreich ist gescheitert! So tönt es aus allen Ecken der österreichischen Politik. Es gibt ca. 300.000 türkisch-wurzelnde Menschen in Österreich. 38.215 von ihnen haben jetzt bei einem Referendum (keiner Wahl!) teilgenommen und sich dadurch undemokratisch und nichtintegriert gezeigt, weil sie falsch abgestimmt haben. In einem Land, das gerade Präsidentenwahlen eher schlecht als recht durchgeführt hat und sich das Ausland auch ganz sicher war, dass man den einen Kandidaten nicht wählen dürfte, sind sich alle westlichen Demokraten einig, dass man als Demokrat nur mit Nein stimmen darf, da sonst das falsche Volksvotum zu Stande kommen würde.

Vollkommen ungerührt sind diese Westlichenwertedemokraten von der Tatsache, dass der Herr Erdogan nichts anderes vor hat als einen sehr ähnlichen Abklatsch der angeblichen Vorzeigedemokratie und des allgemeinen Wertehorts, der USA, einzuführen. Inklusive der Todesstrafe. Die EU ist vollkommen außer Rand und Band ob dieses Affronts und droht die Pseudoverhandlungen mit der Türkei jetzt wirklich einzustellen. Rot-rote Linien sieht die EU bei einer Volksabstimmung überschritten (wie immer fair die abgegangen ist). Die Aufregung über den Militärputsch war dagegen fast ein amüsiertes Hoppala.

Und den Klassiker aller Fehler hat der Westen auch gemacht – den Leuten erklärt was zu wählen ist und was Pfui ist. Das lieben alle Bürger-Menschen, da kam es sicherlich nicht zu „Waldheim“-Verteidigungsaktivitäten. Keiner hat eine Ahnung um was es wirklich geht in der Türkei, kaum einer hat ein Wahlrecht aber alle wissen wie richtig abzustimmen wäre. Doppelstaatsbürger dann noch beim Referendum perlustrieren zu wollen, um ihnen die österreichische Staatsbürgerschaft abzuerkennen ist dann besonders hilfreich, weil man diejenigen die mit Nein gestimmt hätten sicherlich nicht dazu bringt besser nicht hinzugehen – wozu sich mögliche Schwierigkeiten mit Österreich UND der Türkei einhandeln? Aber die Türken sind natürlich alle nicht wirklich integriert – also entzieht gleich mal 100.000 Österreichern die Staatsbürgerschaft mit Familienangehörigen sind das gleich doppelt so viele, denen man den Boden unter den Füßen wegzieht. Und gleich auch noch dazu sagen, dass der Islam nicht zu Europa gehört und zu Österreich schon gar nicht – komisch, warum sich diese Menschen so gar nicht integrieren, wo man ihnen doch so klar gemacht hat, dass sie nur zum Arbeiten hergeholt worden sind und sich jetzt möglichst wieder schleichen sollen. Katholizismus ist für Kerzlschlucker aber den Islam brauch ma scho gar ned. Wir haben gewählt: Wer nicht Nein zum Islam/Erdogan/Feindbild sagt ist kein Demokrat oder so irgendwie. Nur die USA sagen Ja zu allem was dem weißen Christenmenschen die Vorherrschaft sichert. Also Nein zu Erdogan und Buy US – oder bye bye Türkei und raus mit Ja-Sagern aus Österreich! Uuups, das könnten dann aber doch mehr sein als 38.215 Menschen. Vielleicht sollte man das bei den 37.500 zugelassenen Asylwerbern pro Jahr in der Werteschulung auch prophylaktisch abfragen ob sie mit Ja oder Nein in der Türkei gestimmt hätten. Da könnte man sie dann gleich abschieben, falls sie falsch antworten.

DI Mathias Gruböck                                                                                                 Baden, 19.04.2017
Unternehmens- und Organisationsberater

13 März 2017

Wenn Zwei das Gleiche tun …




Also, wenn das der Erdogan mit Gülen-Verbandelten machen würde (und macht), dann würde die Türkei vom Europarat unter Kuratell gestellt. Die mutigen Europäer dreschen auf Erdogan so einseitig hin, wie sie der Trump-USA in den Arsch kriechen. Wenn das Imperium TTIP will, spuren alle - wenn der nächste Imperator es nicht will, dann hört man plötzlich sowas von gar nichts mehr davon!? Wird da noch verhandelt, oder reicht das CETA-Umgehungsmodell jetzt plötzlich auch? Blöd aber auch, dass "unser" kleiner Militärputsch in der Türkei, anders als in Ägypten, gescheitert ist. Demokratie im arabischen Raum heißt, dass der Westen die gefälligen Diktatoren frei wählen kann. Damals, unter dem echten Kolonialismus war einfach alles besser.

Da konnten Weltmächte in diesen Ländern mit Truppen einmarschieren um Strafaktionen gegen irgendwelche Aufständischen zu exerzieren, das es eine Freude war. Heutzutage müssen die USA schon irgendwelche „Terroristen“ finden oder beseitigen oder sonstwas um in das Land eines missliebigen Diktators einzumarschieren um diesen dann zu beseitigen um dann eine „gemäsigt-demokratische“ Regierung einzusetzen ?!? Das Modell „Südamerika“ mit den Todesschwadronen und der US-Sondereinheitenunterstützung bei der Jagd nach den Menschen, die sich nicht ordentlich fügen wollen macht langsam im arabischen Raum Schule.

DI Mathias Gruböck                                                                             Barcelona, 12.03.2017
Unternehmens- und Organisationsberater

22 Dezember 2016

orf.at zu Syrien

Sie schreiben in dem Artikel http://orf.at/stories/2372222/ "Letzte Rebellen haben Stadt verlassen - Die letzten Rebellen und Zivilisten haben die lange umkämpfte nordsyrische Stadt Aleppo verlassen." Ist sich der ORF in diesem Zusammenhang ganz sicher, dass sich keine Zivilisten mehr in Aleppo aufhalten? Ist die wochenlange Darstellung, dass Aleppo (eine Stadt mit mehr Einwohnern als Wien) nur aus "Rebellen" und eingekesselten Zivilisten besteht, bewußt gewählt? Sind die restlichen ca. 2.000.000 keine Zivilisten und unterliegen daher den Sanktionen der EU? Ist der ORF.AT in die EU-Truth-Taskforce eingebunden oder bestehen hier irgendwelche Verbindungen? Gibt es eine Kategorisierung welche islamistischen Gruppen als Rebellen bezeichnet werden und welche als Terroristen? Wird diese Diktion mit NATO-Pressestellen und/oder der EU-Truth-Taskforce abgestimmt oder kann jedes staatliche Medium diese Gruppen frei definieren? Wie steht es mit Verbindungen zur YPG? Gelten diese in der orf.at-Redaktion als Teil der Bürgerkriegsorganisation "Nationale Koalition der syrischen Revolutions- und Oppositionskräfte" die durch den Sanktionstext der EU ausdrücklich empowert werden sollen? Oder stellt die YPG Rebellen dar, oder, wie die türkischen (NATO)-Truppen in Syrien behaupten Terroristen? Gibt es eine redaktionelle Richtlinie zu den US/FR/GB und D-Spezialtruppenkörpern die anscheinend mit kurdisch Einheiten grenzüberschreitend in Syrien/Irak Krieg führen? Unterliegt die redaktionelle Richtlinie des Orf.at eher der österreichischen Neutralitätsbestimmung in der Verfassung oder den Guidelines der EU-Außenpolitik und Militärkooperation (NATO)?

Seit Monaten, wenn nicht seit Jahren kommt mir beim Lesen ihrer Beiträge zum Thema Syrien vor, dass sie sich implizit für einen Regimechange in Syrien aussprechen. Ist meine Wahrnehmung in diesem Zusammenhang richtig? Mit freundlichen Grüßen Mathias Gruböck

Vielen Dank für Ihr E-Mail und Ihr Interesse an den Angeboten des ORF. Wir freuen uns, dass Sie sich die Zeit genommen haben, uns zu kontaktieren, da uns die Meinung unseres Publikums wichtig und wertvoll ist.
Der ORF-Kundendienst bearbeitet ausnahmslos alle eingehenden Publikumsreaktionen und informiert die verantwortlichen Direktionen, Redaktionen und Sendungsmachenden umgehend und laufend über die Anliegen unseres Publikums.
So ist gewährleistet, dass sämtliche aus den Publikumsreaktionen gewonnenen Informationen die richtigen Stellen im ORF erreichen und Wünsche und Anregungen unseres Publikums Eingang in die Programmgestaltung finden können.
Auf konkrete Fragen zu unseren Programmangeboten erhalten Sie vom ORF-Kundendienst in den nächsten Tagen eine schriftliche Antwort.
Programmauskünfte und Informationen zum Empfang der ORF-Programme finden Sie auch im Internet.
Links:
Gerne steht Ihnen zudem für aktuelle Programmanfragen der ORF-Kundendienst telefonisch von Montag bis Freitag (außer feiertags) von 8:00 bis 21:00 Uhr sowie am Samstag und Sonntag jeweils von 11:30 bis 20:00 Uhr unter +43 (0)1 870 70 30 zur Verfügung.
Freundliche Grüße
Ihr ORF-Kundendienst-Team


ORF-KundendienstGeneraldirektion | Marketing und Kommunikation
T: +43 1 87070-30
F: +43 1 87070-330
Mo. - Fr. (außer feiertags): 8:00-21:00 Uhr | Sa. & So.: 11:30-20:00 Uhr
http://der.ORF.at/kundendienst

ORF-KONTAKT KUNDENSERVICE GmbH & Co KG
1136 Wien, Würzburggasse 30
Sitz Wien | FN 356307 g | HG Wien | UID-Nr. ATU66116106 | DVR-Nr. 4005563

20 Dezember 2016

Scheinheilig

Die EU schreibt in ihrem Sanktionen gegen den Widerstand der anerkannten syrischen Regierung gegen ihren Sturz, folgende Embargogesetze der wirtschaftlichen Kriegsführung vor (Auszug):

Aktueller Stand der Sanktionen gegen Syrien

Waren- und Personenembargos der EU

Zur finanziellen Unterstützung der syrischen Opposition und im Interesse der syrischen Zivilbevölkerung besteht nachstehende Ausnahme (Art 9a):
Die EU-Mitgliedstaaten können die Eröffnung neuer Konten bei einem syrischen Bankinstitut bzw. die Gründung einer neuer Repräsentanz oder Zweigniederlassung von EU-Bankinstituten in Syrien genehmigen, wenn die Nationale Koalition der Kräfte der syrischen Revolution und Opposition zuvor vom EU-Mitgliedstaat konsultiert wurde (WKO.at)

In allen Sanktionsvorschriften sind die IS-Verbände mit keinem Wort (!) erwähnt. Die Sanktionen richten sich alleiniglich gegen den Staat Syrien. Wer kennt die bitte die „nationale Koalition der Kräfte der syrischen Rebellen“? Ein Gesetzestext oder eine Verordnung der EU die von irgendwelchen Fatamorgana-Truppen die fleißig finanzielle Zuwendung bekommen sollen schwadroniert. Nigel Farage hat unrecht damit, dass die Migrationspolitik von Frau Merkel an dem Anschlag an einem Berliner Christkindelmarkt Schuld trägt. Die vehemente, langjährige und kriminelle Militärpolitik des Westens und seiner Verbündeten im arabischen Raum aber schon.

Man kann nicht über Jahre einfach Staaten destabilisieren, boykottieren und militärisch überfallen ohne, dass dies irgendwelche Auswirkungen hat. Unter Abwandlung eines alten Sprichworts: Wie man in die Wüste hineinruft so schallt es zurück. Sicherheit beginnt dort wo die Unsicherheit der anderen entsteht. Der Westen hat sich schon zu lange das Recht herausgenommen andere, ihm nicht gelegene Ordnungssysteme/Staaten/Völker zu untergraben und gegeneinander aufzuhetzen. Die Fehleinschätzung des Westens liegt vor allem darin, dass er glaubt, die in der Folge entstehenden chaotischen Zustände wieder in geordnete Bahnen leiten zu können. Dabei werden unreflektiert soziale und volksgruppenbezogene Atombomben gezündet oder zumindest unterfeuert um den erwünschten Regimechange zu bekommen. Wer Wind sät wird den (An)Sturm ernten.

Die Kräfte die dann die Umsetzung von sehr genau getimeten Anschlägen in Europa umsetzen haben alle ein sehr ähnliches Profil: alle eher aus dem kriminellen Umfeld, eher organisierter Kriminalitätshintergrund mit Drogenthemen. Alle haben gemeinsam, dass sie sich vor dem Anschlag stark motivieren müssen (hohe Geldbeträge, Aufputschmittel) und alle sind bis dahin nicht als sonderlich gläubig aufgefallen. Die angebliche „Radikalisierung über Nacht“ ist ein sehr fragwürdiges Erklärungskonzept, da die Attentäter auch meist nicht vor haben sich selbst zu opfern. Fluchtplanungen sind hier ebenfalls eher ein kriminelles Verbrechenselement als Zeichen einer religiösen Tat. Auch ist es nicht leicht erklärbar, warum der IS, der ein Gebiet im Irak, in Syrien und angeblich eine kleines in und um Sirte beherrschen soll (aber beispielsweise im Jemen, dass von Saudi Arabien und seinen Verbündeten „befreit“ wird überhaupt nichts (!?)) und von US-, KAN-, GB-, FR- und RUS-Bombern und bombardiert und von deren Spezialeinheiten angeblich bekämpft wird, in letzter Zeit immer in Deutschland Attentate verübt. Strategisch unlogisch, denjenigen anzugreifen, der einen selbst noch nicht direkt angreift. In Frankreich besteht hier, bei den anderen Anschlägen eine sehr hohe Korrelation mit Kriegseintritten und Abstimmungen über das Kriegsrecht. Was die strategische Zielsetzung der Angriffe in Belgien darstellen sollte ist vollkommen fragwürdig, da die EU viel mehr den gemeinsamen Feind Assad schwächen und bekämpfen will und wollte, als sich um das Thema IS sonderlich zu kümmern. Das einzige was die EU bis dahin in Richtung der IS unternommen hatte war, dass die Innenminister schon 2014 bezüglich der Dschihad-Rückkehrer Maßnahmen ergreifen wollten – bevor noch die meisten sich überhaupt erst dem IS in Syrien (und dem Irak?) angeschlossen hatten.

Dahingegen folgt die Ermordung des russischen Botschafters in der Türkei einem sehr eindeutigen strategischen Ziel – dem der Kurden, eine weitere Annäherung in der Syrienfrage zwischen den Russen und der Türkei zu untergraben. Ob die Kurden so ein Attentat ohne zumindest logistische Unterstützung ihrer Verbündeten durchführen können oder überhaupt wollen ist hier fraglich, da die Gefahr für die türkischen Kurden größer wäre als die möglichen Vorteile für die YPG u.a. So ein Anschlag spricht eher für größere strategische Planungszusammenhänge. Immerhin in einem NATO-Mitgliedsland wurde der russische Botschafter ermordet – passend zu der Konfrontationslinie zwischen Russland und einiger NATO-Staaten in Syrien. Das wirkliche Warnsignal ist dieses Attentat und nicht das, medienwirksamere in Berlin.

Blöd wenn das gemeine Volk jetzt den Schluss daraus ziehen würde, dass man sich verstärkt mit Russland zusammentun sollte, da diese offenbar die einzigen sind, die bisher wirkliche Erfolge im Kampf gegen den Islamismus (so es dieser überhaupt ist) vorweisen können. (Tschetschenien, Syrien) Das was die NATO da abliefert ist das Geld nicht wert, das dafür verbraten wird. Milliarden werden hier sinn- und ziellos verbuttert um gleichzeitig das Gefühl der Sicherheit in der Bevölkerung immer weiter zu untergraben. Wenn das wirkliche Ziel der NATO die Sicherheit in Europa darstellt, dann versagt sie gerade progressiv ansteigend. Es wurde massiv aufgerüstet und massiv Freiheits- und Verfassungsrechte ausgehöhlt/ausgesetzt und trotzdem sinkt das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung beängstigend. Nur Authentizität und Wahrheit bringen Vertrauen und Vertrauen braucht es für das Gefühl der Sicherheit.

Einfache Aussage: Bekämpfen wir in Syrien den IS oder die anerkannte Regierung? Ganz einfach. Wenn man Energien einsetzt um ein Regime zu beseitigen, dann werden in einer reziproken Gesetzmäßigkeit ebenso Energien freigesetzt werden, die unsere Regime (und bei uns herrscht ja formal das Volk) zu schädigen. Hält die EU wirklich an der Nationalen Koalition der Kräfte der syrischen Revolution fest? Wir könnten auch Syrien in Minimundus nachbauen und die Besucher als demokratische Koalition der Kräfte der Besucher Syriens nennen und dann in Genf eine Einheitsregierung à la Libyen beschließen. Zuerst wegbomben und dann einsetzen – Eau de Kolonie, der Duft der alten Weltherrschaften zieht durch die Brüsseler Neubauten.

DI Mathias Gruböck                                                                                         Baden, 20.12.2016
Unternehmens- und Organisationsberater


16 Dezember 2016

Fuck the Turkey


Die beiden Jungspunde in der österreichischen Außenpolitik wissen wie man Energien vergeudet. Türkei-Bashing - weil wir Österreicher die Verfassungspolitik der Türkei verstehen, bewerten und vor allem beeinflussen wollen oder können. Speziell unter dem Hinweis, dass man die eigenen hohen Wertansprüche in einem anderen Land hoch halten muss weiß jeder halbwegs großhirnberindete, dass man durch Zeigefingeraktionen aus dem Ausland genau den gegenteiligen Effekt erzielt. Was reitet die Österreicher sich hier so aus dem Fenster zu lehnen? Jetzt werden die "Rebellen" (die ein stückweit auch von türkischen Truppen in Syrien unterstützt werden - manche sagen auch Terroristen dazu - je nachdem in welchem Kontext sie Allah akbar rufen) in Aleppo ja nahezu als unsere Verteidiger der westlichen und sonstigen Werte in unseren homogen-berichtenden Medien gehuldigt und frenetisch zum "Halten" des Kessels in Aleppo beschworen (vielen Geschichtsinteressierten kommen ganz leicht Erinnerungen an die Kesselschlacht von Stalingrad auf). Da wird wirklich in europäischen deutschsprachigen Medien davon berichtet, dass Aleppo "gefallen" sei. Jedenfalls führen in dieser Gegend NATO-Truppen mit deren verbundenen Söldnerheere Krieg. (Ich hoffe, dass dies jetzt nicht durch die Wahrheits-Zensur gelöscht wird) Falls es den österreichischen Politikern aufgefallen ist, gibt es in diesem Gebiet auch massive Gebietsgewinne von kurdischen Truppen. Überhaupt sehr sehr kompliziert, da besonders die ehemaligen europäischen Kolonialherren dieses Gebietes nach nicht einmal 100 Jahren vorgeben, dass sie Teil der Lösung seien und nicht ursächlicher Teil des Problems, speziell unter Koordination der USA. Auf diese geschichtsträchtige Strategie dürften die österreichischen Außenpolitiker auch eingeschwenkt sein. Nach einem kurzen Briefing in Washington durch die "verbrannte Erde"-Weltmonopoly-Spieler haben die Österreicher offenbar erkannt, was richtig und was falsch ist in diesem Gebiet und können gleichzeitig an ihre Türkenkriege-Tradition anschließen. Einziger Wermutstropfen für die Österreicher - es gibt so gar nichts zu gewinnen, außer einen Haufen an Wickel. Qui bono? Selten so eine blödsinnige Außenpolitik gesehen - erinnert schon fast an die "Fuck-the-EU"-Amis. Ein schöner Thanksgiving-Ansatz der Österreicher mit "Fuck the Turkey" bringt genau das hervor wofür österreichische Außenpolitik die letzten 70 Jahre bekannt war. Dissens - statt Kommunikation, Bashing statt Suche nach den Gemeinsamkeiten, Türen zuschlagen anstatt Dialog. Etwas skizophren wird das Ganze dann vor dem Hintergrund, dass Österreich zum Teil auf das Bevölkerungswachstum aus diesem Raum setzt aber gleichzeitig auf superdicke Hose mit den Ursprungsländern macht. Ob das wirklich so gescheit ist? Wenn man gleichzeitig bremst und Gas gibt kommt man schnell ins Schleudern.


DI Mathias Gruböck                                                                                             Baden, 16.12.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

27 November 2016

Wir sind wertvoll



Kann mir bitte einer sagen, warum 12 Millionen Menschen in Syrien auf der Flucht sein sollen, aber gerade die angeblich 275.000 Menschen in Ost-Aleppo, das anscheinend von einer Splittergruppe der Al-Kaida beherrscht wird, sich nicht vom Fleck rühren obwohl die komplette Infrastruktur angeblich schon zerstört ist? Kann mir weiters bitte jemand erklären was eine Faßbombe ist? Also im Gegensatz zu einer Hellfire-Rakete oder sonstigem? Kann mir jemand erklären was ein "Aktivist" in einem schwer umkämpften Gebiet für "Aktivitäten" macht, was ist ein AFP-Videoreporter (Ein Fremdenlegionär mit Handykamera?)? Kann mir jemand erklären was die Landkarten im türkischen Fernsehen zeigen, die einen neuen Grenzverlauf der türkischen Gebiete so in der Gegend von Aleppo zeigen? Kann mir jemand erklären warum im Jemen viel unaufgeregter Krieg geführt wird, was ja in Syrien nicht der Fall ist (lt. deutschen Regierungssprechern, also Krieg – weil dann wäre ja Deutschland im Krieg, wo es doch nur immer „resolut unterstützt“) Kann mir jemand erklären wie man durch Waffenlieferungen an Rebellen, Finanzierung von Terroristen und Bombardements von "bösen" Städten (Rakkah - wo nie Menschen sterben) angeblich Frieden schaffen und Werte vertreten will? Wer kann mir sagen, wie man durch Krieg Frieden schafft? Wer kann mir erklären welche Werte US-, GB-, FR-, D-, CAN-, Saudiarabien, Katar, Oman, Kuwait (und wie die Kriegs-Willigen alle heißen) in Syrien vertreten? Kann mir jemand erklären was die US-willigen Krieger im Irak für Werte verteidigt haben, außer den christlichen Wert der Lüge? Kann mir jemand sagen, was die NATO-Bomber in Libyen so an Werten des Westens verteidigt haben und warum die (westliche) UNO hier dann eine Marionettenregierung des Westens installiert? Kann mir jemand sagen, warum die USA die letzte Kolonialmacht der Welt ist und so tut als ob sie überall nur Zuckerl an die Menschen verteilt? Kann mir jemand sagen warum gerade die Rüstungswerte an der NYSE-Börse durch die Decke gehen? Kann mir jemand sagen warum niemand etwas gegen das andauernde Kriegführen des Westens macht - welche Werte verteidigen wir laufend indem wir andere Völker mit Bomben eindecken? Warum wundern sich alle, dass ein Trump auf Grund einer Kampagne, die sich nicht durch Wahrheiten oder Fakten bremsen ließ, US-Präsident geworden ist? Gehört lügen nicht zum Jobprofil eines US-Präsidenten? Warum wundern sich alle, dass man im FB auch andere Lügen als die offiziellen Kreativumschreibungen von Wahrheiten lesen kann? Haben die Politiker-Eliten das Lügenmonopol verloren? Das schreit nach Zensur! Warum erklärt uns der ORF immer Aleppo, was ist mit Mossul - wieso halten dort die "Bösen" die Einwohner gefangen und als lebende Schutzschilder währen in Aleppo ja sogar Fassbomben (?!?) abwerfen? Warum leiten orf-on Journalisten Meldungen weiter, die aus unbekannten Quellen eines Kriegsteilnehmers (in diesem Fall Frankreich) stammen? Wieso gibt es keine Bilder von alten Taxifahrern in Mossul-Umgebung die von den Befreiern auf offener Straße abgeknallt werden, weil sie zwischen die Fronten kamen?

Kriegsberichterstattung ist etwas Mächtiges, indem man eine Partei ergreift, bereitet das die Menschen darauf vor, dass man gerechtfertigt auf einer Seite in den Krieg eingreift. Das ist genauso wie im Wahlkampf - indem man die andere Seite zum Feindbild erklärt, darf man im Fall eines Wahlsieges des Feindes auch, öffentlich gerechtfertigt Widerstand leisten. Seit wir Österreicher ja assoziiertes NATO-Freunde-Mitglied sind kann man nicht mehr so leicht neutral bleiben, da muß man mitmachen - um dann gar nicht dabeigewesen zu sein. Österreichisches Militär in Erbil? (also zumindest besuchen Generalstabsoffiziere die (demokratisch?) von den USA autonomisierte Kurdenregion im Irak. Was genau machen österreichische Militärs in diesem Raum? Die Wahrheit: Wir sind halt ein bissal dabei die Deutschen im nahen und mittleren Osten zu begleiten. Unsere Werte verteidigen (Neutralität?)! Kamerad Schnürschuh ist wieder unterwegs - ein bissal. Und die US-PsyOps-Argenturen tun wieder schöne Headlines produzieren: „Zerstörung bis Weihnachten“ - das christliche Hochfest des Friedens und der Liebe und genau bis dahin ist ganz Aleppo (also auch West, Nord, und Süd) zerstört. Punkt. 

Kunstvoll auch die Argumentation wenn Israel wieder einmal den Gaza-Streifen mit 10.000 Tonnen Bomben plattmacht, niemanden vorher rausläßt und später den Wiederaufbau von Spitälern, Wasserversorgung und Elektrizität boykottiert. Die verteidigen sich ja nur gegen Terroristen. Mhmmm. Das ist die Wahrheit und alle applaudieren dazu. Und die Deutschen verkaufen ein atomraketenfähiges U-Boot nach dem anderen an die Verteidigungsarmee von Israel (Fahren die alle im Mittelmeer? Oder positionieren die sich doch eher im Golf von Aden oder noch besser im persischen Golf - so wegen Verteidigungszwecke und christlich-jüdische Werte). Deutsche und Österreicher sollen endlich ihre Erbschuld abarbeiten und die Türkei und den Iran für die Israelis, die zur Zeit alle da unten antanzen lassen um ja eine ordentlichen Religionskrieg zu etablieren, fertigzumachen. Christlich-jüdisch gegen muslimisch. Wer hat da eigentlich Bock drauf? Geht aber auf - langsam bekommen wir die Türkei dorthin, dass wir uns gezwungen sehen die Beziehungen abzubrechen (natürlich außer der NATO-Mitgliedschaft - weil im Kampf gegen alle Feinde unserer Freunde brauchen wir die Kümmeltürken schon) War überhaupt DER Bringer - die Golfstaaten gegen Syrien und den Iran antreten zu lassen! 

Und Trump räumt noch Jerusalem von allem nicht jüdisch-christlichen! Das wird super wenn der blonde Haarfilz dort sein Fischmäulchen aufreißt. Dann gießt er ordentlich Öl ins Feuer. Wobei, es geht doch nur ums Öl und Gas? Soviel zum Klimaschutz. Amerika first. Was ändert sich da genau, außer, dass der Herr Trump nicht a priori einen Friedensnobelpreis bekommt?


DI Mathias Gruböck                                                                                                 Baden, 25.11.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

14 November 2016

Wertekreuzritter



Joseph Dengler verstehe ich Sie jetzt richtig, daß wir militärisch gegen die Türkei und die NATO (weil die ja alle in ein souveränes Land völkerrechtswidrig einmarschiert sind) Vorgehen sollen? Wen genau muß Österreich jetzt angreifen um das Völkerrecht zu wahren und einen neuen Weltkrieg zu verhindern? Wieviele Österreicher würden da mitmachen? Ich glaub 1939 wurden ein paar mehr Resolutionen verabschiedet. Und? Gibt es irgendeine UN Resolution, die es Ihnen gestattet sich in andere Länder einzubringen? Hat irgendwer die Westlichewertepolizei ernannt? Wie schaut's aus mit Wirtschaftssanktionen gegen Katar, Saudi Arabien, Kuwait und speziell Ägypten? Dort bezüglich 39er Ansatz alles im grünen Bereich?
 DI Mathias Gruböck                                                                                         Baden, 12.11.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

13 November 2016

Selbstgewählte Realitäten


Also den Supermoralapposteln und Wertehochhaltern ist aber schon klar, dass der Herr Erdogan nichts anderes macht als der Westen selbst. All das hängt im Prinzip nur von der selbstgewählten Definition von Terror und Terrororganisationen ab. In Österreich werden 14 jährige, die im Facebook von den NSA beim lustigen IS-Botschaften-posten herausgefiltert werden, von der Polizei verhaftet und inhaftiert. Alles nur wegen des (kaum belegbaren) Vorwurfes der Mitgliedschaft oder Unterstützung einer terroristischen Organisation. Jetzt ist aber die Frage - woher wissen österreichische Richter (oder auch nur Außenminister) welche Organisation eine terroristische und welche moderate Terroristen/Rebellen sind? Gibt es ein einziges Gerichtsurteil eines unabhängigen österreichischen Gerichtes, das die jeweilige Organisation oder Gruppe als terroristisch oder eben als moderat (wie immer eine Kriegspartei moderat Krieg führen kann) einstuft? Diese nicht existierenden Verfahren würden auch ganz sicher ohne die Einspielung von "Beweismaterial" internationaler Dienste, die in JEDER der fraglichen Gebiete militärisch verdeckt und offen operieren (und damit laut Völkerrecht Kriegsverbrechen begehen), auskommen (!?). Wäre rechtsstaatlich einmal sicherlich interessant die "Beweismittel" dieser Dienste, die hier massiv Cyberwar-Methoden einsetzen und eingesetzt haben, zu bewerten. 
Wenn nun der Herr Erdogan genau das Gleiche mit den Kurden (und hier speziell mit der PKK, YPG usw.) macht, also diese Organisationen als Terrororganisationen einstuft, dann verstößt er auf einmal gegen die EU-Prinzipien. Herr AM Kurz: mehrere ihrer Kollegen im Außenministerrat der EU bombardieren ein unabhängiges Land und haben davor auch schon unabhängige Länder bombardiert. (Serbien, Afghanistan, Libyen, Irak, Syrien) - Dabei sind zigtausende Menschen gestorben und Millionen haben ihre Existenz verloren. 
So gesehen passt der Herr Erdogan doch sehr gut in die EU? Nur weil die EU (also vor allem die Deutschen und im Schlepptau die Österreicher die Kurden unterstützen? Der Herr Erdogan macht genau den gleichen Trick wie der NATO-Westen in Syrien: er sagt, dass er nur die PKK bekämpft (Terroristen, weil man im Westen halt Kommunisten nicht mag) meint aber ALLE Kurden, die von einem eigenen Staat träumen. Der Westen beliefert die "moderaten" Rebellen (auch Kurden) mit Waffen, damit er dann diese, wenn sie sich plötzllich als nicht ganz so moderat herausgestellt haben mit Bomben ein bisschen plattmachen kann, um in Wirklichkeit eine neue Regierung in Syrien einzusetzen, weil ihm die alte nicht passt. Herr Erdogan bleibt dabei simpler - er rechtfertigt seine Gewalt gegen eine politisch instabile Region mit tatsächlichen Seperatisten und deren Freunden und Verbündeten (tw. eben EUSA). Die EUSNATO hat das Problem eine amtierenden, vom Volk gewählten (wie immer fair das auch war) Präsidenten kann man marketingtechnisch nicht so einfach als Terroristen definieren (da kommt eher das Sadam-Gadhaffi-Mursi-Propagandapaket zu Einsatz). Daher liefert die EUSNATO Waffen an islamistische Gruppen (die alle Andersgläubigen (Christen, Juden, Alawiten, Drusen, Jesiden ... so gerne vernichten würden) um dann, logischer Weise in der Folge, den Terror in Syrien bekämpfen zu können und den Herrn Assad gleich mitzukassieren. 


Feinheiten der österreichischen Position in Bezug auf die Türkei gibt es auch noch: Wenn jetzt DIE TÜRKEI nicht in die EU gehört, wie steht es dann mit den Türken auf Zypern? Vielleicht gehört ja Zypern nicht zu Europa, weil es zu weit im Süden und zu weit im Osten liegt. Die unangenehme geographische Wahrheit ist, dass mehr als die Hälfte der Türkei europäischer als Zypern ist. Das ist historisch genau der Teil der von den Pontusgriechen besiedelt wurde. Die Wiege der europäischen Kultur haben die Vorfahren der heute dort lebenden Menschen geschaukelt. Aber wir müssen ja unsere Werte verteidigen - seit den Kreuzzügen IMMER durch Angriff. 
Was hat der Herr Kurz eigentlich mit den Klanführern in Erbil exakt zum Zeitpunkt des Putschversuches besprochen? Wurde hier zusammen mit dem deutschen Kanzleramt (das so gerne, geleitet von den USA, die Zeit nach einem Regimechange plant (vergl. Syrien Projekt "Day After" aus dem Jahre 2010ff (https://syrieninfo.blogspot.com/2012/09/bundesregierung-beantwortet.html)) die Umsetzung dieser und anderer Sturzversuche legitimer Regierungen betrieben? Inwieweit ist die österreichische Außenpolitik hier in die Destabilisierungsversuche und Putschplanungen involviert? Was ist dabei der österreichische Beitrag? Gibt es einen Beschluss des österreichischen Parlamentes, der sich für die Errichtung eines eigenen Kurdenstaates unter Abspaltungen türkischer, iranischer und syrischer Gebiete, durch Einsatz von Gewalt, ausspricht? Ist das österreichische Außenministerium in Planungen zur Beseitigung der syrischen und türkischen Regierung beteiligt und die jeweilige Abspaltung der Kurdengebiete zu erreichen. Unterstützt das HNA den BND im Gebiet der autonomen Kurdenregionen in der Aufklärung und Informationsbeschaffung für kurdische Rebellenorganisationen? Wie kann man das mit einer vorgegebenen Neutralität und der Einhaltung des Völkerrechtes in Übereinstimmung bringen? Wie schaut es aus mit den europäischen Werten Herr Kurz? Seit wann ist Österreich Teil eines retro-post-kolonialen Regimes im Nahen Osten? Bekommt die ÖMV dafür wenigsten auch etwas vom Gas und Öl-Kuchen, oder spielen wir nur die vorpreschenden Gutmenschen-Nebelwerfer damit die Raiffeisen dann ihr, die USA so störendes, Ost-Geschäft nicht vollkommen an US-Fonds und Investmentfirmen verkaufen muss. Sozusagen wertvolle Gegengeschäfte? Klar ist das alles zu kompliziert für einen normalen Bürger - da kennen sich nur die Thinktanks und Geostrategen (und die Beamten im Außenministerium) aus, weil das ja alles nur gut für die Bürger ist. Schon ihren Rapport an die Atlantik-Brücke abgegeben. Alles im Projektzeitplan? Schon das Post-Job-Angebot von Goldman und Sachs bekommen, schnell schnell - 2018 wird die Wahlbevölkerung vielleicht erkennen, dass sie von den gleichen Typen, die sie für zu deppert gehalten werden um Dinge zu durchschauen, für deppert verkauft werden. Und vielleicht auch, dass der einzige Echoraum, den es wirklich gibt von den Kommunikationsfirmen der Regierungsparteien, den Parteisekretären und den staatlichen oder staatsgeförderten Medien gebildet wird.


DI Mathias Gruböck Baden, 13.11.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

11 November 2016

Vollversammlung



Also eine Partie die nicht einmal einen ordentlichen Länderausgleich mit ein paar Landesfürsten durchbekommt kühlt ihr Mütchen an einem Land, wo sich alle ganz genau auskennen, da sie ja von ORF und Krone informiert wurden. In einem anderen Land kann man viel nicht für richtig erachten, aber Wortspenden und Gesinnungspamphlete abgeben, das ist eher dünn. Wer fährt in die Türkei und bezieht seine Position dort? Aus dem österreichischen Parlament heraus sind alle voll von politischer Richtigkeit und was man alles nicht machen sollte. Finanzausgleich reformieren - oder Gewerbeordnung reformieren oder Beamtenoverhead reformieren oder Bildungssystem reformieren oder Proporzpostenvergabe abschaffen oder oder. Tolle Leistung. Selbst nicht eine stinknormale BP-Wahl auf die Reihe bekommen aber die Wertekeule auspacken, dort wo man ganz sicher keine Handlung setzen muss oder kann. Sanktionen - weiß irgendwer von den Seppeln überhaupt, dass Wirtschaftssanktionen (also der Versuch das wirtschaftliche Gedeihen eines Landes zu zerstören) eine völkerrechtliche Gewaltmaßnahme darstellt? Strategische Weitblicker von dem Kaliber des obigen Fotos checken natürlich alles und wissen ganz genau wie man das macht mit der NATO, Abspaltungstendenzen in einem souveränen Land, ausländischen Truppen im Land die von dort aus den Nachbarstaat angreifen und Terroristen abwechselnd fördern und dann wieder bekämpfen (vergl. der pyromanische Feuerwehrmann) Ein bisschen mehr Bescheidenheit (auch ob der eigenen großartigen politischen Erfolge) würde so manchem Innen-Außen-Politiker ganz gut tun. Hetze gegen ein anderes Land mit dessen Entwicklung man nicht zufrieden ist bringt gar nichts außer mehr Konflikte. Was soll das? Wofür soll das gut sein? Da sind gerade mal wieder ein paar Säcke Reis im Chinarestaurant hinter dem Parlament umgefallen.
 
DI Mathias Gruböck                                                                                          Baden, 11.11.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

05 November 2016

Was will der Westen?



Was will der Westen? Der Herr Erdogan ist ein Machtpolitiker, der um sein Überleben kämpft. Solange er den Eroberungsstrategien der NATO in Syrien dienlich ist, hört man kein böses Wort über ihn. Wenn er von seinen eigenen Verbündeten unter Druck gesetzt wird (man könnte auch sagen, dass ihm das Messer angesetzt wurde) kann man natürlich genüßlich jede seiner Abwehrreaktionen mit allem vergleichen was einem einfällt. Mit dem Iran darf er keine Geschäfte machen, mit den Armeniern hat er keine gute Vergangenheitsbewältigung, mit den Kurden kann er nicht ohne dass sich die Türkei weitgehend aufzulösen droht. Mit den Syrern kann er nicht aus beiden zuvor genannten Gründen. Mit den Israelis hat er sich angelegt - die merken sich das. Die Saudis und Konsorten dehnen immer weiter ihre Hegemonie in dem Raum aus. Und Europa schlägt ihm seit Jahren nett die Türe zu. Dann wollten ihn die Amis noch beseitigen, da sie geschichtlich einfach besser mit Militärjuntas können. Und jetzt kommt noch BK Kern und die Grünen, die sich auch die deutsche Achse Erbil-Berlin schmeissen. Was in aller Welt treibt österreichische Politiker dazu sich ungefragt in diesen äußerst instabilen Raum politisch einzubringen? Österreich hat viele Türken und auch hinreichend Kurden im Lande - was ist das Interesse Österreichs sich an einem Staatenbildungsprozess in diesem Raum zu beteiligen? Was ist unser Beitrag? Ungefragt Wertungen und Feindbilder aufzubauen? Ganz abgesehen davon, dass immer die Grundannahme vorliegt, dass alles was der Westen in diesem Gebiet durch Destabilisierungen verändert besser sei als die gegebenen Zustände. In fast jedem Szenario verändert sich dort nur etwas durch Krieg. Das wollen also die österreichischen Politiker? Damit dann kurdische Klans in Erbil und Umgebung herrschen? Oder damit dann große Teile Syriens durch Söldner-Milizen-Strukturen beherrscht werden? Die Destabilisierung von schwachen Demokratien oder Abwandlungen davon heißt einfach nicht, dass man daraus Frieden und Vorzeigedemokratien bekommt - oder umgekehrt: Das gelungenste Beispiel des Pool-Billiard-Spiels der westlichen Kolonialherren in diesem Raum ist noch Ägypten. Da gibt es auch die Todesstrafe und eine Militärdiktatur - damit ist der Westen am Zufriedensten. Jedenfalls fördert er das ägyptische Militär wieder mit Milliarden an Waffenlieferungen. Wieviele der tausenden Todesurteile an der, durch Putsch gestürzten Regierung, wurden eigentlich schon durchgeführt? Aber der Herr Erdogan soll sich nicht so aufführen, beinahe hätte ihn das Schicksal von Herrn Mursi gedroht. 40.000 Menschen sind dort verschwunden oder wurden willkürlich inhaftiert - die Aufregung des Westens und auch seiner stromlinienkonformen NGO`s (z.B. Amnysty, UNO) hält sich ziemlich in Grenzen. Überhaupt übernehmen die NGO's die politischen Werturteile über "richtig und flasch" zunehmend von den Leitregierung(en) (da die Personalrochaden zwischen beiden kaum zu durchblicken sind). Widerspruch wäre geschäftsschädigend - auch bei Non-Profit.

DI Mathias Gruböck                                                                                                    Baden, 05.11.2016
Unternehmens-und Organisationsberater

04 November 2016

Öl ins Feuer gießen



Motte Allerechtevorbehalten Was will der Westen? Der Herr Erdogan ist ein Machtpolitiker, der um sein Überleben kämpft. Solange er den Eroberungsstrategien der NATO in Syrien dienlich ist, hört man kein böses Wort über ihn. Wenn er von seinen eigenen Verbündeten unter Druck gesetzt wird (man könnte auch sagen, dass ihm das Messer angesetzt wurde) kann man natürlich genüßlich jede seiner Abwehrreaktionen mit allem vergleichen was einem einfällt. Mit dem Iran darf er keine Geschäfte machen, mit den Aserbeijanern hat er keine gute Vergangenheitsbewältigung, mit den Kurden kann er nicht ohne dass sich die Türkei weitgehend aufzulösen droht. Mit den Syrern kann er nicht aus beiden zuvor genannten Gründen. Mit den Israelis hat er sich angelegt - die merken sich das. Die Saudis und Konsorten dehnen immer weiter ihre Hegemonie in dem Raum aus. Und Europa schlägt ihm seit Jahren nett die Türe zu. Dann wollten ihn die Amis noch beseitigen, da sie geschichtlich einfach besser mit Militärjuntas können. Und jetzt kommt noch BK Kern und die Grünen, die sich auch die deutsche Achse Erbil-Berlin schmeissen. Was in aller Welt treibt österreichische Politiker dazu sich ungefragt in diesen äußerst instabilen Raum politisch einzubringen? Österreich hat viele Türken und auch hinreichend Kurden im Lande - was ist das Interesse Österreichs sich an einem Staatenbildungsprozess in diesem Raum zu beteiligen? Was ist unser Beitrag? Ungefragt Wertungen und Feindbilder aufzubauen? Ganz abgesehen davon, dass immer die Grundannahme vorliegt, dass alles was der Westen in diesem Gebiet durch Destabilisierungen verändert besser sei als die gegebenen Zustände. In fast jedem Szenario verändert sich dort nur etwas durch Krieg. Das wollen also die österreichischen Politiker? Damit dann kurdische Klans in Erbil und Umgebung herrschen? Oder damit dann große Teile Syriens durch Söldner-Milizen-Strukturen beherrscht werden? Die Destabilisierung von schwachen Demokratien oder Abwandlungen davon heißt einfach nicht, dass man daraus Frieden und Vorzeigedemokratien bekommt - oder umgekehrt: Das gelungenste Beispiel des Pool-Billiard-Spiels der westlichen Kolonialherren in diesem Raum ist noch Ägypten. Da gibt es auch die Todesstrafe und eine Militärdiktatur - damit ist der Westen am Zufriedensten. Jedenfalls fördert er das ägyptische Militär wieder mit Milliarden an Waffenlieferungen. Wieviele der tausenden Todesurteile an der, durch Putsch gestürzten Regierung wurden eigentlich schon durchgeführt? Aber der Herr Erdogan soll sich nicht so aufführen, beinahe hätte ihn das Schicksal von Herrn Mursi gedroht. 40.000 Menschen sind dort verschwunden oder wurden willkürlich inhaftiert - die Aufregung des Westens und auch seiner stromlinienkonformen NGO`s (z.B. Amnysty, UNO) hält sich ziemlich in Grenzen. Überhaupt übernehmen die NGO's die politischen Werturteile über "richtig und flasch" zunehmend von den Leitregierung(en). Widerspruch wäre geschäftsschädigend - auch bei Non-Profit.
 
Eines ist jedenfalls der österreichischen Pseudo-Türkei-Strategie anzukreiden: Man geht niemand an, der bereits in die Ecke gedrängt ist - zumindest nicht grundlos. Viel viel gescheiter wäre dem Herrn Erdogan einen Ausweg, eine Brücke zu bauen. Die Herren Europas haben offenbar nicht in der Schule aufgepasst, da die größte europäische Stadt in der Türkei liegt - auch die ganze Mittelmeerküste der Türkei ist, obwohl formal schon zu Asien gehörig, unter den Griechen und auch schon zuvor die Wiege der europäischen Kultur gewesen. So wie alle die Kasperln, die nicht einmal definieren können wo der höchste Berg Europas liegt. Elbrus oder doch Mont Blanc?
 
Also, was will Europa? Weiter Öl ins Feuer gießen, damit mehr Flüchtlinge kommen oder angebliche strategische Partner (NATO) nicht weiter destablisieren? Irgendwie hat man schon das Gefühl, die europäischen Hampelmänner versuchen sich im Bock-Schießen gegenseitig zu übertreffen, damit unsere US-Freunde keine Angst haben müssen, dass Europa noch irgendwie eigene Interessen vertreten würde.
 
DI Mathias Gruböck                                                                                            Baden, 04.11.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

06 Oktober 2016

Benjamin Banane

https://deutsch.rt.com/…/41591-bananenrepublik-osterreich-…/

In Österreich hätte Herr Böhmermann keine Chance - falls er die Falschen beleidigen würde. Man sollte einmal sein lustiges kleines Schmähgedicht einfach mit dem Namen Netanjahu veröffentlichen - wie schnell der Verfassungsschutz einen da abholen würde sollte man mitstoppen.

Wie ist das jetzt eigentlich? Die Fahne darf man nicht mit Bananen statt Hammer und Sichel versehen, aber Herrn Netanjahu in Reimform einen Kinderschänder und Ziegenficker nennen (Satire - Hahahah)?






(Aus Wikipedia) Man müsste etwas umtexten, da Herr Netanjahu eben Premier und nicht Präsident ist und aus den Kurden müsste man die Palestinenser machen und aus Recep müsste man Benjamin oder Benji oder soetwas machen. Wobei auf Benjamin auch thematisch der kleine Schwanz passen würde.

DI Mathias Gruböck                                                                                         Baden, 06.10.2016
Unternehmens- und Organisationsberater