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13 März 2017

Alter Strudelteig


Ich bin für Sturmhaubenverbot bei Polizisten, zwingende Deutschprüfungen an der Wiener International School und einem Verbot von kulurfernen Anglizismen in der Fernsehwerbung. Weiters das Verbot von Neoprenanzügen für erwachsene Frauen und kulturellem Alkoholzwang beim Freitagsgebet - auch der Kaftan von orthodoxen Juden ist ab sofort kulturfremd! Versammlungsverbote für nichtgenehme Politiker und kulturfremden Meinungen und Weltanschauungen sind strafrechtlich zu untersagen. Politiker, die exakt die gleiche Machtfülle wie der amerikanische Mörtel anstreben, werden unter Aufsicht gestellt. Politiker, die exakt die Freiheitsrechteeinschränkungen des Herrn Minister Sobotka real umsetzen und exekutieren werden, wegen der falschen Täterbeschreibungen verurteilt - nur "unsere" Innenminister kennen die wahren Gefährder (ihrer Machtbefugnisse)

Zwischen Portugal und Spanien gibt es keinerlei Grenzkontrollen – immerhin zwei Länder mit EU-Außengrenzen. Deutschland und Österreich brauchen Grenzkontrollen – warum braucht man nicht auch wieder auf der Ens-Brücke eine Zonenkontrolle. Die inneren Innenenminister der EU haben jetzt sehr lange Zeit darauf hingearbeitet, dass sie ihre Unabkömmlichkeit nachweisen indem sie EU-weite Konzepte nicht auf die Schiene bringen. Bald kommen wieder die Worthülsen wie man nicht FRONTEX aufwerten, EUROPOL stärken und zentrale Datenbanken befüllen wollen will. Und weiter werden die Jünger des hl. Martin ihre Pfründe klein aber fein halten. Vereinigungs- und Demokratie-Pharisäer tummeln sich en mass in Europa. Ohne Mut und ohne Willen zur gemeinsamen Stärke geben sie sich mit ihrem überschaubaren Machtzirkel auf lokaler Ebene zufrieden – und pushen damit implizit auch wieder die nationalistischen Lösungsphantasien für EU-weite Probleme. Die Schrebergärtner-Chefs und kleingeistigen Lokalpotentaten sind am Vormarsch. Das ist zukunftsorientiert wie der Apfelstrudel meiner Urgroßmutter.


DI Mathias Gruböck                                                                               Huelva, 10.03.2017
Unternehmens- und Organisationsberater

29 Dezember 2016

Diebesbanden

 
Dafür haben die Autobanden versprochen, wenn es endlich die selbstfahrenden Autos gibt, diese nicht zu häcken. Ist ja auch unglaublich mühsam so ein Auto aufzusperren und dann auch noch zu lenken. Wer die Verantwortung an Technologien abgibt wird am Ende nichts mehr so bewegen können wie er es will. Faraday-Bags für Händies wär auch schlau, dann können sie dich nicht mehr orten. Aber wozu baut man zuerst eine Funktion, die man dann mit einem superschlauen Trick wieder ausschaltet? Gott sei Dank haben wir jetzt im Burgenland wieder Grenzkontrollen, weil die schützen uns ja vor all dem Bösen von überall anders.
 
Grundsätzlich ist die Technologiehörigkeit eine der größten Schwachstellen unserer Sozialsysteme. Da betreiben Sicherheitspolitiker weiter die Mythen, dass durch mehr Daten irgendwer für mehr Sicherheit sorgen könne. Das ist ein vollkommenes Unding, da bei jedem Terroranschlag dann immer mehr klar wird, dass bereits alle (oder sehr viele) Daten über den jeweiligen Terroristen vorlagen. Nur die menschlichen Kontrollsysteme konnten daraus nicht die relevanten Informationen in konkrete Handlungsschritte umsetzen. Epidemische Überwachung hilft nichts gegen subjektive Gefährder! Das ist wie in der Medizin wo epidemische Untersuchungen über Drogen, Fettleibigkeit, Rauchen und Lebenserwartung keinerlei konkrete Aussage über das jeweilige Individuum zulassen. Und nichts ist so gefährlich in der Demokratie wie Hoffnungen zu generieren um sie immer wieder zu entäuschen. Das macht Menschen wütend! Wenn man also weiter den Überwachungsstaat als Sicherheitspolitik verkaufen will, dann wird man immer massiver die Wut der Menschen, denen dadurch laufend Freiheiten genommen werden ohne an Sicherheit zu gewinnen, ernten. Die Technik war und bleibt das Werkzeug - die Menschen setzen es ein. Wenn einige wenige, die sich zu Eliten zählen über Werkzeuge verfügen, die andere kontrollieren (also steuern) sollen, dann wird man dadurch keine demokratischen Prozesse entfachen. Placebo-Politik wird zunehmend als verlogene Politik erkannt werden. Wenn man A sagt um B zu erreichen weil man C verhindern will und in Wirklichkeit D plant, dann ist das sicherlich schnell sehr kompliziert und es wirkt auf die Dauer nicht sehr ehrlich. 

Die Registrierkassenpflicht ist so eine Geschichte: Ansatz war: keine ausgabenseitige Steuerreform. Man macht irgendwelche Pseudo-Regelungen und JEDER weiß, dass diese nur zum Schönrechnen sind. Nach einiger Zeit kommt man dann drauf, dass diese Schönrechnereien gar nicht stimmen. Vorher posaunt man noch hinaus, wie die Steuerreform das Wirtschaftswachstum angefeuert hätte. Es wird fast eine Gedenkkathetrale für diesen ungemein ausgefuchsten Schritt mit mehr Schulden mehr Konsum zu erzeugen errichtet. Es wird gerade an der Aufrechterhaltungs der rot/schwarzen-Einheitsmacht gearbeitet. Schönfärberreien bis zum Abwinken. Alles was oppositionell ist ist populistisch. Jetzt kommt die rot-schwarze Wurschtlerpartie wirklich mit einem Reframing der Regierungsziele. Man kann den Neustart vom Neustart vom Neustart um in Wirklichkeit nur Zahlen zu frisieren nicht mehr ertragen. Die Seppeln verkaufen einem eine Gewerbeordnungsreform von 80 auf 81 gebundene Gewerbe wirklich auch noch als Strukturänderung! Die blasen jetzt seit 3 Jahren alle brennenden Fackeln mit ihren Proporztrichtern aus. Postenschachern können sie nach wie vor wie die Weltmeister. Am System können sie nichts ändern, weil sie ja selbst das System sind. Aber, ganz wichtig, alle gegen Rechtspopulisten, so gewinnen sie jetzt ihre Wahlen. Das ist wirkliche Veränderung - Fundamentalopposition gegen die Opposition. Mit aller Macht. Alle wirklichen Probleme werden im Computer gelöst. Black Box-Anbetung. Wir glauben unseren eigenen Schmäh.

DI Mathias Gruböck                                                                                            Baden, 29.12.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

27 Dezember 2016

Beweisnotstand


Also das ist die Truth-News: 37.500 + 14.000 sind 50.000 die heuer nach Österreich gekommen sind. Das sind ganze 35.000 bis 40.000 weniger als voriges Jahr. Super. Weil die Türkei nicht mehr so viele durchläßt und mehr in Griechenland und Italien festsitzen (außer den paar die dann mit dem LKW kommen) - klarer logischer Schluss: Die Grenzkontrollen müssen bleiben (!?) Das ist Politik für Nachahmungspopulisten - die Grenzkontrollen machen nichts als Stau für die Normalbürger. Wenn man illegal über die Grenze will, dann muss man halt 500 m vor der Grenze aus dem Auto steigen einen kleinen Spaziergang machen und dann 500 m hinter der Kontrolle wieder einsteigen. Oder man fährt in die Kontrolle um das Servicepaket für ankommende Migranten in Empfang zu nehmen. Zurückschicken ist nicht. Auch nicht später, wie man mittlerweile weiß. Ganz wichtig ist dabei den Pass wegwerfen und nur Schwachsinn über die Herkunft erzählen. Das ist allen am liebsten, da man dann nicht in den Asyllauf aufgenommen sondern in die administrative Warteschleife gereiht wird. Man bekommt Mindestsicherung und kommt in keine blöde Statistik, weil der Zähler noch nicht eingeschaltet wurde. Das ist genau die Politik die die Menschen fordern - das ist lösungsorientiert und die Spitzenpolitiker betteln darum, dass die Türken auch wieder mehr schicken. Wenn bildungsferne Schichten (also alle ohne einen Bätscheler in Interventionskommunikationssozialpräventionspädagogik) dann meinen ein X für ein U vorgemacht zu bekommen, ist Pisa schuld, weil die meisten den Sinn in den Worthülsen und Scheinlösungen der Spitzenpolitiker nicht mehr erfassen können.

Der Missbrauchsskandal in den Wiener Heimen findet keinen einzigen Staatsanwalt, der dazu eine Klagsschrift hinbekommen hätte. Wenn man aber jetzt für sich annehmen würde, dass die wiener Staatsanwälte nicht die natürlichen Feinde der wiener Gemeindeadministration sind oder gar eine gemeinsame Lieblingsfarbe haben, dann läuft man Gefahr als FakeNewser entlarvt zu werden (nachdem Verschwörungstheoretiker-Abstempelungen nicht mehr der Menge an staatsanwaltlich nicht erkennbaren (Un)Wahrheiten Einhalt gebieten können).

Grenzkontrollen für Wien, weil Wien ist anders! Und Wien soll nicht Damaskus werden - oder doch? Wir haben alles im Griff, jeder der etwas anderes meint ist Populist, selbst wenn es das Populum ist. Fake populum - das Volk ist nicht echt, diese soziale Gerede in den sozialen Medien - alles Fake News. Wir sind die Wahrheit und die Staatsanwaltschaft beweist auch, dass sie nie das Gegenteil beweisen wird. Beweisnotstand. 41,5 Millionen Euro läßt die SPÖ es den Steuerzahler kosten, dass niemand dabei war bei der Vergewaltigung und dem Missbrauch von Kindern. Und eine tiefrote Staatsanwaltschaft findet genauso keine Täter oder Verantwortlichen wie sie bei "Selbstmorden" am Tag vor einer Verhandlung zu Morddrohungen im Gefängnis, die den Mord wie einen Selbstmord ausschauen lassen wollen, nichts Eigentümliches findet. Welchen Staat vertreten diese Staatsanwälte? Gibt es irgendeine moralisch-intellektuell Mindestanforderung an diesen Job oder muss der Kopfdurchmesser nur in einer gastroendoskopischen Komfortzone der politischen Machteliten liegen - sozusagen zu groß ist nicht von Vorteil für die kleingeistige Karriere? Grenzkontrollen, weil alles Ungemach kommt von draußen. Fake News.

DI Mathias Gruböck                                                                                                  Baden, 27.12.2016
Unternehmens- und Organisationsberater