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15 Oktober 2016

Mehr vom Gleichen ist viel zu wenig



Motte Allerechtevorbehalten Also Herr Strolz so schaut es eben aus, wenn man keine Visionen hat sondern nur noch "mehr vom Gleichen"-Erhaltungspolitik macht. Es hilft aber gar nichts, wenn die Opposition sich nur in der Kritik dieses Vorgehens ergeht und selbst entweder auf Retro-Konzepte abstellt oder, so wie die NEOS nur noch neo-liberaler auf den "am meisten vom Gleichen"- Turbo setzt. Und dann die naive Hurra-Zustimmung zu der 2000 seitigen CETA-Mogelpackung als visionäre Lösung aller Systemprobleme zu bejubeln ist nicht wirklich vertrauensstiftend. Sie fordern also eine gemischte Kommission, die, in der Folge vollkommen unbeeinflusst von irgendwelchen demokratischen Prozessen die Bestimmungen dieses Vertragswerkes mit völkerrechtlicher Bindung der Einzelstaaten nach Belieben verändern kann? Sie fordern also, dass Investoren (zum Beispiel in Goldschürfrechte in Rumänien) von den Bürgern 5 Milliarden Euro Schadensersatz über diese Investorschutzsondergerichte zugesprochen bekommen, weil die Rumänen die Grenzwerte für Zyanid im Grundwasser angehoben haben (Zyanid braucht man um halbwegs kostengünstig Gold herauszuwaschen) und diese Prozesse über Investorschutzprozessfinanzierunges-Fond-Produkte aggressiv finanziert werden, was zu einer inflationären und finanziell immer aufwendigeren Problemstellung vor allem für ärmere und verschuldete Staaten wird. Es wirkt eigentlich nicht danach, dass sie eine wirkliche Vision vertreten sondern, im Gegensatz zur ÖVP nur noch fokussierter neoliberale Wirtschaftsinteressen vertreten. Ich sehe das eine verschenkte Gelegenheit, da sich die Zeichen mehren, dass es wirklich 5 vor 12 ist für einen ganz neuen Ansatz - einen visionären Ansatz von Wirtschaften, Leben und Machtausübung zu entwickeln. 0:0 oder 5:0 oder 5:5 ist hier egal, die Frage ist ob wir nicht ein ganz anderes Spiel spielen oder wenigstens die Spielregeln grundlegend ändern sollten?! Mehr vom Gleichen ist viel zu wenig!

21 September 2016

US-Doping ist marktgerechter


?? Aber die Russin Scharapowa wegen der gleichen Substanz jahrelang sperren? System Russland, System Grasser - nur wir sind immer die Guten. Gibt es irgendwelche neuen Aspekte in der FIFA-Geschichte? Oder hat es da schon gepasst, dass man endlich die Führungsriege ausgetauscht hat - Coca-Cola, Nike und Konsorten wollen ja endlich ihre Vermarkter in die richtigen Postitionen bringen und die letzten Lizenzrechte, die noch nicht US-Medien-Monopole vollkommen kontrollieren, heim ins Reich-Tum bringen. Die Europäer verlieren fast täglich an Boden und lassen sich von den US-Konzernen vorführen wie eine Herde Hornochsen. Und russische Tennisspielerinnen sind überhaupt die Wurzel des Übels, besonders wenn sie auch noch die bestbezahlten Werbeträgerinnen in der westlichen Vermarktungswelt WAREN!

DI Mathias Gruböck                                                           Baden, 21.09.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

25 Juli 2016

Niersbach's Genickschuss


http://sport.orf.at/stories/2256839/



Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen - da wir aber ordentlich herumgedeichselt: Der Herr Niersbach wird gesperrt, weil er über "kritische" Zahlungsflüsse informiert war, aber diese nicht anzeigte!? Besonders ist dabei der Kunstgriff der Wirtschaftsprüfer Freshfield zu beachten: "In ihrem mehr als 300-seitigen Report hatten die Freshfields-Ermittler Anfang März veröffentlicht, dass es zwar zum damaligen Stand keine Beweise für einen Stimmenkauf vor der Vergabe der WM im Jahr 2000 gebe. Man könne diesen Verdacht gegen die deutschen WM-Bewerber aber auch nicht entkräften." Also jemand wird jetzt ein Jahr lang gesperrt weil er nicht nachweisen kann, dass irgendeine Zahlung kein Schmiergeld war? Das ist schwierig - wie bitte kann man den Verdacht von irgendjemanden entkräften nicht geschmiert zu haben? Das ist ein immer weiter um sich greifender Trick - Beweislastumkehr - ich haben einen Verdacht und den kannst du nicht entkräften. Der zu Lynchende wird im Normalfall nie den Verdacht der Meute entkräften können, weil die sind immer von ihrem eigenen Urteil überzeugt. Zuerst muss man schon eine Schmiergeldtransaktion nachweisen, bevor man den Herrn Niersbach für eine zu späte Meldung der Kenntnis dieser Zahlung den Gremien gegenüber bestrafen kann. Das ist wirklich Humbug der hier in diesen Sportverbänden seit einiger Zeit abläuft. Die werden kalt von Kräften im Außen übernommen. Wie man solche Sachen deichselt muss man sich nur bei der Entmachtung des derzeitigen Fox-Chefes durch Herrn Murdoch anschauen. So geht das. Wie auf mittelalterlichen Königshöfen wird da gearbeitet.
Nicht, dass alle nicht jubeln würden wenn ein ehemals Mächtiger stürzt. Wenn man an der Macht ist, dann kriechen einem alle freundlich in alle Körperöffnungen. Wenn man stürzt spucken alle auf den Ex-Mächtigen. Ober sticht Unter. Manchmal er-sticht der auch. Das ist das altbekannte Machtspiel, jenseits von drolligen Demokratie-Sandkastenspielen. Nur hat das alles so gar nichts mit Fussball oder dem Leben von normalen Menschen zu tun – die sollen brav den Mund halten und zuschauen, wenn die großen sich den Kuchen aufteilen. Niersbach musst weg, weil er den neuen Machthabern in UEFA und FIFA im Weg stand. Das IOC ist auch sehr unkooperativ bei der Durchsetzung der Governance der willigen Mächtigen. Das ist doch eindeutig falsch am Platz – oder? Da muss man doch was tun. Ein neuer Trend zeigt sich: Regimechange in Sportverbänden und NGO's. Das geht einfacher und bringt jede Menge an Macht und Einfluss – und Kuschen.


DI Mathias Gruböck                                                                                                Baden, 25.07.2016
Unternehmens- und Organisationsberater