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23 Oktober 2017

Bildungshalbwertszeit


Nebenbei ist die Geschichte mit Bildung im IT-Zeitalter auch differenzierter zu betrachten. Wer die Digitalisierung der letzten 25 Jahre mitgemacht hat, weiß wie viel Wissen und Erlerntes man in kürzester Zeit wieder wegwerfen kann. Es ist nichts so sinnlos wie eine Wissensbildung in WordPerfect 6.3, 80286er Prozessoren oder gar die Bücher über GEM-Betriebssystemoberflächen.

DI Mathias Gruböck                                                             Baden, 23.10.2017
Unternehmens- und Organisationsberater

18 Oktober 2017

Staffage



Motte Allerechtevorbehalten Also wir haben gelernt, der Österreicher raunzt und kauft. Die NEOS haben alles richtig gemacht, was man so landläufig unter Oppostition versteht - interessante neue Ideen, attraktive Kandidaten, Dynamik, keinerlei Verdacht auf Machtbastionen oder Sesselkleberein. Die NEOS stehen glaubwürdig für eine neue Politik. Dann kommt ein anderer und suchts sich auch eine andere Farbe aus dem EGA-Farbspektrum aus - türkis und sagt einfach NEU. Schon bekommen die beiden Regierungsparteien in Summe in ihren Hochburgen volle Zuwachsraten. Die österreicher haben zuvor zu 45% die Regierungsarbeit als sehr schlecht bezeichnet und - wählen sie verstärkt und absolut sogar sehr verstärkt wieder. Herr Strolz, vielleicht in ein Land wechseln, das verstanden hat, wie demokratische Veränderung funktioniert. Österreich ist vom 2 Parteienstaat auf dem Wege der nakten Politkanone 2,5 Parteienstaat. Österreich ist wohl eher mit Bayern zu vergleichen - auch von der Erneuerungsfähigkeit. Die NEOS haben die Dinge richtig gemacht - die anderen haben die richtigen Dinger eingesackt. Auch dank Staatsmedien die mithalfen Bürgern das Weltbild auf eine Entscheidung entweder-oder+und zu verengen, indem dauernd erklärt wurde, dass man die Regierung/den Kanzler wählen würde und nicht diejenigen Mandatare von denen man sich am besten vertreten fühlt. "Das Kanzlerrennen" schließt alle neuen Bewegungen a priori aus. Allen anderen wird freundschaftlich die Schulter getätschelt, weil sie nur Staffage sind.

DI Mathias Gruböck                                                                               Baden, 18.10.2017
Unternehmens- und Organisationsberater

24 April 2017

Bürger - innenbewegung


Motte Allerechtevorbehalten mit "Bürger_innenbewegung" ist einem offenbar kein sprachverhunzender Blödsinn zu verwirrend um ihm nicht auf dem Frauenförderungsaltar zu huldigen. Politisch korrekt-verballhornte Kunstsprachen sind derart hirnwichserischer Unfug, der bisher nur aus totalitären Systemen kam. Am besten gleich Englisch sprechen - weil in englischsprachigen Ländern alle nur noch weiblich denken. Immer schön brav PC sprechen, weil sonst könnte ja noch jemand glauben man meint bei Bürgern nur Männer?! Ich hab auch viele Töchter, glaube aber nicht, daß man ihnen durch Rapeinlagen in der Bundeshymne Oder Binnen-I (oder _ Unterstrich-Akrobatik) auch nur irgendetwas hilft! Bürger_innenbewegung - echt jetzt?!?!

Dabei gäbe es viel mehr Dinge die man wirklich aufmischen könnte. Zum Beispiel der de-facto Wahlbetrug von gewählten NR-Repräsentaten, die angeblich direkt von Wählern aus einer parteigebundenen Liste gewählt wurden und plötzlich in einem anderen NR-Club sich deren Clubzwang unterwerfen. Das soll ein freies Mandat sein? Kein Mensch in Österreich kennt seinen Deputierten im Parlament. Dann kommt der „Zukunftsfond“-Österreich mit seinen Versorgungsjoblern und präsentiert noch Umfragen, dass die und die sich angeblich einen „starken Mann“ wünschen würden und parlieren dann weiter vom Führerprinzip und dergleichen. Wenn man den Abfrageterminus nur etwas mit weniger propagandistischem Ausschlachtungspotential gewählt hätte, dann würde man wohl noch mehr Zustimmung ernten: Einen direkten, ordentlichen, starken (unerschütterlich und prinzipientreu) und persönlichen Vertreter im Nationalrat der wirklich die Interessen seiner direkten Wähler vertritt (und sich nicht durch Clubzwänge und Lobbymassagen weichschlagen läßt) wünschen sich die Menschen. Diese denken ja nicht einmal so weit, dass man mit Hilfe der elektronischen Netze ja vielleicht auch wirklich direkt mitbestimmen/abstimmen könnte. Die gleichen „Volksvertreter“ die laufend ihre Gesinnung für einen sicheren Sitz im Parlament austauschen erklären dann dem Wahlvolk, dass es zu deppert sei um zu wissen was seinen Interessen dient und was nicht. Da könnten die NEOS einmal mutig sein und ein Wahlversprechen abgeben – dass sie zum Beispiel eine Plattform ihren Wählern (und vielleicht auch Nichtwählern) zur Verfügung stellen, die sie die Themen abstimmen lässt. Wenn schon die derzeitige Regierung die Interessen der Wirtschaft als Staatsziel (also in die Verfassung?) festschreiben will (also ist man dann Staatsgefährder wenn man gegen Interessen von Konzernen und Lobbys ist?) könnte man ja sicher ein Gegenkonzept lancieren, dass da heißt: „Moderne Techniken für eine wirkliche Demokratie nutzen“. Stell dir vor die Menschen könnten wirklich darüber entscheiden wie sie zusammenleben wollen. So ganz ohne obrigkeitsstaatliche beamtete Verwaltung. Das wäre mal eine Bürger-Innen-Bewegung die der Demokratie einmal Stärke und Echtheit einhauchen würde.

DI Mathias Gruböck                                                                                                Baden, 24.04.2017
Unternehmens- und Organisationsberater

30 Oktober 2016

NEOS liberal



Motte Allerechtevorbehalten Also das Bankgeheimnis (in Österreich meines Wissens nach im Verfassungsrang) wurde so schnell abgeschafft, wie die Überwachungslobbys bis eins zählen konnten. Wegen der bösen bösen STEUERKRIMINELLEN. Das Thema mit den Konzernen - oh - da hat doch das US-Finanzministerium interveniert, dass die armen US-Konzerne nicht ihre Steuerprivilegien in der EU verlieren. Hätten wir schon TTIP, dann könnte man gegen eine Änderung der Besteuerung in Luxenburg oder Irland für 0,x% sogar klagen (geht wahrscheinlich auch mit CETA). Herr Strolz: Freihandel auch mit Russland? Freihandel auch mit China? Oder nur Freihandel (und -verkauf) mit Nordamerika? Freihandel mit einem System das die Preise und Werte (Ratingagenturen) bestimmen kann? Ist fast so wie: "Sag mir den Preis zu dem du mich aufkaufen willst und ich sag jetzt schon ja" - genauso frei wie beim Handeln mit der Hypo (fairer Kaufpreis um 1€ ohne Rückgaberecht + 100% Ausfallshaftung, damit die Ratings nicht runtergehen - wir dürfen uns das Geld weiterhin günstig aufnehmen, dass wir dann den Kreditgebern der Hypo weiterreichen) Ich finde die NEOS eine erfrischende politische Aktivität, nur ganz ohne neue Ansätze die nicht stur NEO-Liberal sind wird es sich nicht ausgehen, sonst bleibt man der Pressesprecher der Multis. Ist ja auch in Ordnung, aber einfach das tun was die Wirtschaftslobby will kann der Herr Mitterlehner mit viel weniger Tamtam.
 
DI Mathias Gruböck                                                                                        Baden, 30.10.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

21 Oktober 2016

NEOS als Freakshow



Motte Allerechtevorbehalten Ich freu mich ja so sehr in einem Land zu leben, wo die Berg-Hofers frei das Glauben dürfen was sie von den Medien erzählt bekommen. Also eigentlich von den Regierungen - ah nein, die haben ja nicht verhandelt - von dem Verhandlungsteam, ah das auch nicht, die haben nur Papers von den Lobbys genommen und auf 2000 Seiten zusammengezimmert. Es ist auch schön in einem Land/einer Vereinigung zu leben wo Menschen einfach 500 Millionen Menschen für die Unterlegung ihrer Argumentation heranziehen können und so tun können, als ob es jetzt plötzlich überhaupt keinen Handel mehr mit Kanada geben würde. Macht auch nichts, dass es nur noch auf 3 Produktgruppen relevante Zölle gibt (eine davon ist "weiterverarbeitete Nahrungsmittel") Auch wird der österreichische Fließenleger weiterhin bei Ausschreibungen in Kanada mitmachen können - und seine Kostenstruktur wird weiterhin nicht konkurenzfähig sein. Es ist einfach schön in einem Land zu leben wo sich ein NEOS-Internet-Marketing CEO (falls er wirklich eine AG hat) mit einem ÖVP-nahen Kommunismusbekämpfer (Herr Huber), der sogar den Herrn Kardinal Schönborn als Kommunistenfreund postet, kein einziges relevantes Argument abseits der Standardstehsätze abliefern müssen, um allen anderen die Wahrheit, die Redlichkeit, die Intelligenz und sonstwas abzusprechen. Einfach schön. Und alle die irgendwie das alles nicht so hurra-patriotisch-transatlantisch sehen, werden gleich als Putin-Versteher oder RT-Dauerseher erkannt. 
In Summe Herr Dominik Berghofer haben Sie offenbar Unmenge an Zeit als CEO von Rebecca Rebell um allen anderen Menschen ihr überragendes Vernunftgebahren darzulegen. Das mit der Angstpropaganda der anderen hab ich noch nicht ganz verstanden? Da reicht mein Intellekt anscheinend bei Weitem nicht an Ihren heran? Bitte um Aufklärung wer hier schon wieder Angstpropaganda betreibt????
DI Mathias Gruböck                                                                                      Baden, 21.10.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

19 Oktober 2016

Den Lerner lehren

https://www.facebook.com/matthias.strolz/photos/a.207477356057923.41750.201760779962914/805922849546701/?type=3

Herr Strolz, wollen Sie wirklich mehr Privatschulen, da Österreich bei den Staatsausgaben für Bildung weiter vorne liegt!? Gehaltserhöhungen für Lehrer? (Wäre der gewohnte Weg Bildungsausgaben zu Steigern) Nennen wir Kindergärten einfach Vorschule und schon sind sie in der Statistik auch drin. Das Problem des österreichischen Bildungswesens heißt Migration. Mehr Geld lässt die Kinder der Zuwanderer auch nicht schneller und besser die Unterrichtssprache erlernen. Bei 50% Schüleranteil von Zuwandererkindern in Wien (z.B.) leistet unser Schulsystem vielleicht eine unglaublich gute Ausbildung und wir sehen das gar nicht? Schulpolitik die mit der Methode "Mehr Geld für den Lehrer macht die Kinder lernfreudiger" ist endenwollend sinnvoll. Genauso sinnvoll wäre es eine Senkung des BIP zu fordern (was ja auch sofort die relativen Bildungsausgaben steigern würde). Oder man zahlt den unter privilegierten Menschen eine Uniausbildung, wenn sie ein paar Jahre im Ausland Krieg führen so wie in den USA - dann geht der Sold indirekt in Bildungsausgaben über (wenn der Student nicht vorher fällt oder entscheidender Körperteile beraubt wird) Man stelle sich vor wir hätten lauter Bürger die so gebildet wären, dass sie sich nicht durch ein paar fragwürdige "Expertenaussagen" und lustig-kreative Statistiken davon abhalten ließen ihre Meinung zu vertreten. Man würde sich mit dem Regieren dieser Menschen viel schwerer tun.
 
DI Mathias Gruböck                                                                                      Baden, 19.10.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

15 Oktober 2016

Mehr vom Gleichen ist viel zu wenig



Motte Allerechtevorbehalten Also Herr Strolz so schaut es eben aus, wenn man keine Visionen hat sondern nur noch "mehr vom Gleichen"-Erhaltungspolitik macht. Es hilft aber gar nichts, wenn die Opposition sich nur in der Kritik dieses Vorgehens ergeht und selbst entweder auf Retro-Konzepte abstellt oder, so wie die NEOS nur noch neo-liberaler auf den "am meisten vom Gleichen"- Turbo setzt. Und dann die naive Hurra-Zustimmung zu der 2000 seitigen CETA-Mogelpackung als visionäre Lösung aller Systemprobleme zu bejubeln ist nicht wirklich vertrauensstiftend. Sie fordern also eine gemischte Kommission, die, in der Folge vollkommen unbeeinflusst von irgendwelchen demokratischen Prozessen die Bestimmungen dieses Vertragswerkes mit völkerrechtlicher Bindung der Einzelstaaten nach Belieben verändern kann? Sie fordern also, dass Investoren (zum Beispiel in Goldschürfrechte in Rumänien) von den Bürgern 5 Milliarden Euro Schadensersatz über diese Investorschutzsondergerichte zugesprochen bekommen, weil die Rumänen die Grenzwerte für Zyanid im Grundwasser angehoben haben (Zyanid braucht man um halbwegs kostengünstig Gold herauszuwaschen) und diese Prozesse über Investorschutzprozessfinanzierunges-Fond-Produkte aggressiv finanziert werden, was zu einer inflationären und finanziell immer aufwendigeren Problemstellung vor allem für ärmere und verschuldete Staaten wird. Es wirkt eigentlich nicht danach, dass sie eine wirkliche Vision vertreten sondern, im Gegensatz zur ÖVP nur noch fokussierter neoliberale Wirtschaftsinteressen vertreten. Ich sehe das eine verschenkte Gelegenheit, da sich die Zeichen mehren, dass es wirklich 5 vor 12 ist für einen ganz neuen Ansatz - einen visionären Ansatz von Wirtschaften, Leben und Machtausübung zu entwickeln. 0:0 oder 5:0 oder 5:5 ist hier egal, die Frage ist ob wir nicht ein ganz anderes Spiel spielen oder wenigstens die Spielregeln grundlegend ändern sollten?! Mehr vom Gleichen ist viel zu wenig!