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13 November 2016

Neo-grün liberal

https://kurier.at/politik/inland/mitterlehner-keine-empfehlung-aber-van-der-bellen-bessere-wahl/230.024.348

Motte Allerechtevorbehalten Siedelt die Voest sonst noch schneller ab? Da hat ja jemand Pot in die Kekse getan - der Wirtschaftsbund wünscht sich einen Grünen als BP! Als nächstes heiraten Lopatka und Schieder und die christlichsoziale ÖVP macht einen der Trauzeugen :-) Hahahaha, so fühlt es sich an, wenn man bald nur noch Hinterbänkler ist - man muss zu allem JA und AMEN sagen. Gerade als christlich-neo-liberaler muss das echt ein Abstieg sein.

DI Mathias Gruböck                                                                                                Baden, 13.11.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

22 Juli 2016

L'etat ce moi



Motte Allerechtevorbehalten Ich mag die Ideologie von Herrn oder Frau Gorlitharius auch nicht - wo gibts bitte das Ideologie-Verbotsamt wo ich einen Antrag auf gefährliche/grausliche/blöde/fade/altbackene/zu religiöse/zu linke/zu rechte/zu mittige Ideologie stellen kann? Ich bin auch für die Demokratie wo nur noch meine Ideologie die einzig wahre ist :-) Napoleonkomplex nennt man das. Oder Ludwigder17-Manie. L'etat ce moi! Als nächstes postet Hofer, dass er Grünwählern keine Führerscheine mehr geben würde, weil sie gegen Automobilverkehr sind. Holla die Waldfee - bitte Herr oder Frau Gorlitharius das ist dermaßen wurscht was Herr VdB machen würde oder nicht - ich würde mir wünschen, dass Herr VdB den Herrn Trump nicht angeloben würde - und mit ihm gleich gegen ein Freibrief-Rechtsstaatlichkeitsabschaffungsabkommen TTIP/CETA ablehnen würde. Das ist 10x wichtiger für unsere Zukunft als diese Sandkasten-hysterie-Was-Wäre-Wenn Geschichten. Vor allem, wenn er dann mal BP wäre, kann er vorher gesagt haben was er will auch Gorlitharius wird ihn mit seiner Meinung dann nicht daran hindern.
 
Irgendwie hat man das Gefühl, dass die Grün-Links-Lasst-Alle-Kommen-Beseelten nichts unversucht lassen um den unwilligsten Hofer-Nichtwähler klarzumachen, dass sich nach zig Hoppala-Systemversagen wirklich nur eine wirkliche Reform des Systems bewirken lässt, wenn man den Proponenten KEINE Möglichkeit mehr gibt irgendwoher eine demokratische Pseudo-Legitimation zu konstruieren. Wir sprechen doch immer davon aus der Geschichte lernen zu wollen oder gar aus ihr gelernt zu haben!? Da was doch so ein Kaiser mit Backenbart und einer vor sich hinmarodierenden Verwaltung, die sich nur noch selbst verwaltete und von den realen politischen Prozessen im Land nichts sehen (wollte) - ging dann auch kolossal ein. Was haben wir daraus gelernt? Der Grüßkasperl an der Spitze ist der Letzte der etwas in Ordnung bringt. Dazwischen steht ein Apparat, der sich eigentlich ganz wohl fühlt in der Inklusion der eigenen Selbstverwaltung. VdB mit Backenbart wäre eh ein viel passenderes Double für K&K-Franzl.
 
DI Mathias Gruböck                                                                                   Baden, 22.07.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

25 Mai 2016

Das Establishment hat sich wiederum


Das System feiert sich selbst diese Tage. Alle sind ganz happy. Nach einer Wahl bei der es zu hundert Prozent darum ging ob man für oder gegen einen Präsidenten Hofer sei, lässt sich der Platzhalter des im Abwehrkampf befindlichen Establishments als Präsident aller Österreicher feiern. Seine Verbindlichkeitsphrasen untergräbt er sofort indem er seine undemokratische Abwehr eines FPÖ-Kanzlers den 50%-30k Wählern des FPÖ-Kandidaten entgegenruft. Das diese Haltung alle diese Wähler implizit in ein antidemokratisches Eck, platt ausgedrückt in ein Nazi-Eck stellt, hat der Präsident aller Österreicher wohl noch nicht verstanden oder ignoriert er nachhaltig. Jetzt kommt auch wieder die Renaissance der Willkommenskultur auf und Herr BPVdB lädt via CNN Interview schon wieder alle eifrig ein in Österreich ein migrationsfreundliches Land zu sehen. Der offenbar aus der Soros-Schule stammende Sozialist Kern (Die SPÖ hat sich Ende der 70er Jahre ja von sozialistisch in sozialdemokratisch umbenannt – was sich aber nicht weiter in ihr politisches Bewusstsein vertieft haben dürfte) schließt auch wieder dort an, von wo der letze BK, also Faymann seine Loopings gedreht hat. Ungarnbashing ist wieder en vogue. Das sind die guten Europäer, die angelobt werden. Und Soros mag auch so gerne einen Sozialisten in Ungarn am Ruder haben. Überhaupt will der überall rote Kapitalisten installieren, rot wegen der Internationale Kapitalisten wegen der Profite. So wie der Bilderberg-Oberorganisator Bankdirektor Scholten (SPÖ). Noch in Zeiten des Kalten Krieges waren Machtgewinne linker Präsidenten und Parteien eher mit transatlantischem Argwohn betrachtet worden. Heutzutage ist es viel schwieriger geworden, da der Feind im Osten irgendwie in Rechts umgedeutet werden muss, da in Washington ja momentan eher die links-liberalen Soros-Protegees am Ruder sind – oder soweit man in Washington an den einschlägigen Machtzirkeln vorbei überhaupt ans Ruder kommt. Das verwirrt die Menschen langsam. Amerika, leicht rosarot mit gefestigten rechts-rechten Machtstrukturen und Russland als rechte Diktatur mit postkommunistischen Platitüden. Eines hat der Österreichische BP-Wahlkampf16 jedenfalls gezeigt, das Ausland kapiert in der Regel nichts und projiziert nur seine politischen Interessen auf ausländische Gegebenheiten. Ob es dem Europagedanken hilft, dass sich das europäische Establishment, dass in großer Zahl keiner demokratischen Wahl entspringt, zufrieden mit einem eigenartig rückgekoppelten Wunschwahlresultat zeigt, bleibt zu bezweifeln. Auch, dass sich BPVdB als Präsident des Auslandes darstellt ist ein demokratiepolitisch schwieriger Ansatz. Ist irgendwie so, als ob Österreich nicht Nein zu Glyphosat sagen darf, wenn das Ausland es partout haben will. Nebensatz: Wenn Bayer Monsanto kaufen darf, dann wird Glyphosat klarer Weise verlängert, wenn der Deal platzt, dann bekommen die Amis die Retourkutsche für VW.

Und jetzt kommt eine Grünen-Vorsitzende Glawischnig und feiert auch noch zu allem Ungemach den Erfolg der Grünen, den sie mit ihrem von ihnen unabhängigen Kandidaten hatten. Ganz stolz war ja der HBPVdB auf die Unterstützung des Herrn Junker, der im nächsten Ansatz die Errichtung von vielen kleinen „Forschungs-Kernkraftwerken“ in Europa finanzieren will um die Atomindustrie zu fördern. Da kann er mit Recht stolz sein, dass der Herr Junker lieber den unabhängigen Grünen VdB mag. Im ZDF wurde der Posten des BP sehr treffend mit „Grüßonkel“ beschrieben, dass passt auch besser zu den Seitenblick-Geschichtldruckern. Alle sind zufrieden, alle haben sich wieder und die Macht ist im System gehalten. Sind wirklich alle zufrieden? Jetzt haben wir von der EU, dem ORF, allen Parteien -FPÖ und allen Organisationen die irgendwie am staatlichen Tropf hängen gehört, dass Herr Hofer, und die FPÖ schon gar nicht die Antworten auf die Fragen der Menschen haben. Gut, soll so sein. 50%+30k sehen das so. Nur kommt jetzt die Nagelprobe: Wo sind die Antworten der Anti-FPÖ Wahlbewegung? Da hört man schon wieder – man wolle ja, aber man solle eben noch etwas Zeit geben, dann aber wirklich.... in der Zwischenzeit nutzt das Establishment eben die Zeit und feiert sich selbst und seine gekonnte Wahl-Bewegung.

DI Mathias Gruböck Baden, 26.05.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

20 Mai 2016

Politkamikaze



Motte Allerechtevorbehalten Also höchstens eine Selbstzerstörung - Faktum ist, dass keinerlei neue oder unentschlossene Wähler für VdB gewonnen werden konnten. Grüne Wahlwerbung hat oft eine selten unnütze Selbstdestruktionskomponente um den eigene Wählerschichten offenbar die Opferbereitschaft des Kandidaten für die Abwehr, der selbst eingestillten Weltuntergangsszenarien zu beweisen. Einen VdB als Angreifer in den Infight mit einem Hofer zu schicken ist als ob man Muhamed Ali offensiv gegen einen aktuellen Weltranglistenführer in den Ring schicken würde. Die Stärken eines Herrn VdB liegen sicherlich nicht in der hämdsärmeligen Häupl-Verbalorfeigenverteilung. Der Denker mit philosophischem Tiefgang ist auf der Tschauner Stehgreifbühne auch ohne NLP-Doppelninja-Würgegriff eines, laut VdB-Wahlkampfleiter beklagten geschulten Auftretens eines Watschentanz-Gegenübers nicht auf seiner Heimspielwiesen. Sorry, bitte jetzt nicht die wehleidige, bitte-bitte-der-war-so-bös-Nummer. Klar war, dass VdB angreifen musste, da er rein von der Ausgangssituation aufholen musste. Die Frage wäre aber gewesen ob ein Herr VdB nicht als staatstragender Stoiker seine besten Angriffswerte und Differenzierung zu einem Herrn Hofer gehabt hätte. In der Infight-Punktewertung hat er jedenfalls nicht viele Punkte machen können. Man kann natürlich versuchen sich das jetzt irgendwie schönzurenden, aber letzendlich hat Herr VdB damit sein letztes Asset verschossen - und das nicht einmal mit ordentlichen Wirkungstreffern. Manchmal hatte man sogar den Eindruck, dass ein Herr VdB, in Situationen wo er den Gegner in der Ecke fixiert hatte, diesen wieder rausließ - sagen wir aus humanistischer Grundschulung oder in den Terms der amerikanisierten Wahlwerbung fehlte ihm im entscheidenden Moment der Killerinstinkt und der Punch um wirkliche Wirkungstreffer zu erzielen. Schwacher Wahlkampf - man muss Stärken stärken und nicht Schwächen (wenn sie denn solche sind - außerhalb des Boxringes) in aller Öffentlichkeit ausbreiten.
DI Mathias Gruböck                                                                Baden, 17.05.2016
Unternehmens- und Organisationsberater