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23 Juli 2016

Danksagung

Danke Herr Bush und Herr Blair dafür, dass sie diese Welt um so viel sicherer gemacht haben. Danke dafür, dass wir seit ihrem Engagement erfahren durften, wie bedroht wir immer schon durch den Islam waren und, dass es jetzt endlich soweit ist, dass man diese unmenschlichen Bestien aus dem Abendland jagen kann, um auch im arabischen Raum endlich westliche Werte ausbeuten zu können. 

Gott sei Dank haben wir im Westen einen Friedensnobelpreisträger, der endlich Frieden bei diesen Bestien und Unmenschen durchsetzt. Jeder Vollpfosten kann einen Krieg beginnen, um Frieden zu stiften muss man ein Genie sein. Herr Blair und Herr Bush waren/sind keine Genies. Der Friedensnobelpreisträger ist vielleicht persönlich intelligenter und friedfertiger als die beiden, nur gegen die Menge an kriegsgeilen Vollpfosten und Regimechangern ist auch er machtlos. Und wir müssen den Blutzoll dafür zahlen. Für eine menschenverachtende Politik, die tötet, foltert und ausmerzt. Uns ALLE. Den Friedfertigsten bringt man dazu Krieg zu führen, wenn man seine nächsten Menschen bedroht und umbringt. Und in der Geschichte wurde so schon mehrmals Politik gemacht. 

Hoffentlich sind es diesmal keine nützlichen Idioten, die den Terror machen. Der echte Terror ist, dass es auch anders sein könnte nur weil wir nicht in den Krieg "dort unten" ziehen wollen. Was genau soll da sicherer werden dadurch? Alle diese "Anti-Terrormaßnahmen" verfolgen nicht das Ziel die Sicherheit des Einzelnen zu stärken. Wäre jedenfalls neu, dass Kriege (z.B.: Afghanistan, Irak, Syrien, Libyen, Ukraine, ...) irgendetwas sicherer gemacht hätten. Und noch immer hören wir, dass sich die Sicherheitsbehörden in der EU besser abstimmen müssen - und wir den USA alle Finanz/Fluggast/Telefon/Polizeidaten schicken müssen. Dann wird alles immer sicherer. Eh klar. 

Danke für diesen Erfolg der Sicherheitspolitik der USA und GB den beiden Herrn und ihren Nachfolgern. Wir folgen euch blindlings in den Krieg! Danke Herr Kurz für die marketinggerechten Worte - noch nie war es so schön und klar die Neutralität abzuschaffen.

DI Mathias Gruböck                                                                                     Baden, 23.07.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

05 April 2016

Lobbyführerin Malström als TTIP-Pressesprecherin


EU-Kommissarin (ein sehr zentralwirtschaftlicher Begriff) Malström ist offenbar rücktrittsreif. Defaitismus und Einschwenken auf die Verhandlungsposition der anderen Seite sind offenbar ihr ganzer Gestaltungswille. Die Globalisierung ist eine Kraft, gegen die man nichts machen kann - also lieber die Regeln mitgeschrieben. So einen Schwachsinn von der EU-Verantwortlichen laufend präsentiert zu bekommen ist EU-zersetzend. Die Regeln der Globalisierung sind schon lange geschrieben und heißen grenzenloser Profit und Profitmaximierung indem man die Menschen gegeneinander ausspielt. Weil die Menschen können sich nicht, anders als das Geld, globalisieren. Die sind schön brav in der nationalen Kontrolle.

Die Detailregeln der Globalisierung heißen Kontrolle der Rohstoffe, Kontrolle der Märkte, Kontrolle der Normen und militärische Hegemonie über die Menschenmassen, die mit 100 oder 150 € Monatseinkommen den westlichen Menschen ihren Lebenstandard zugestehen sollen/müssen.

An den Rändern der EU bröckelt es seit langem mit dem angeblichen Reichtum. Gleichzeitig drängen immer mehr Menschen in die EU um an den Vorteilen dieser Gemeinschaft teilhaben zu können. Wenn Frau Malström auch nur einen Moment glaubt, dass die USA irgendetwas von ihrer, mit immensen Schulden erkauften, wirtschaftlichen, militärischen oder normativen Weltherrschaft aufgeben wollen, dann ist sie dümmer als die Polizei erlaubt. Jedenfalls hat sich aber schon die Argumente von Präsident Obama übernommen - was ein weiteres Schlaglicht auf den verborgenen Verhandlungsprozess erkennen lässt. Globalisierung ist wirtschaftlich nur für die Weltmarktführer ein Geschäft. Das Geschäft besteht darin, dass man die günstigsten Ressourcen durch die günstigsten Menschen unter den günstigsten Steuern weltweit am günstigsten vermarktet. Also wenn man Rohstoffproduzenten kontrolliert, die Rohstoff- und Nahrungsmittelmärkte im Griff hat und weltweit seiner Rechtsansicht militärisch und medial zum Durchbruch verhelfen kann, dann ist die Globalisierung eine gute Sache. Die EU hat eine Vielzahl dieser Dinge nicht, oder zumindest nicht im globalen Sinn. Damit wird eine Veranstaltung wie TTIP mit einem Verhandlungspartner, der auf allen Ebenen schaut, dass dies auch so bleibt und selbst all diese Dimensionen weitestgehend kontrollieren kann, keine ebenbürtige werden.

Frau Malström - man hat immer eine Alternative! Man könnte auch einmal ganz frech das Angebot, das man nicht ausschlagen kann, einfach ausschlagen. Wenn man seine Position schon vor dem Betreten des Verhandlungssaales (so man überhaupt eine eigenständige Postion hat) aufgibt, ist ALLES andere besser für die Menschen, die Sie, zentralwirtschaftlich ernannt, zu vertreten vorgeben. Lassen Sie sich erstmals ein demokratisches Mandat geben, bevor Sie den Menschen, die sich Gehör verschaffen irgendwelche Tipps zu TTIP geben. Sie sind maximal eine Verwaltungsbeamte, Sie sprechen nicht für den EU-Bürger.

Man könnte jetzt so schön eine Analogie zwischen Ihrer Position und dem einzigen vollkommen globalisierten Markt, dem Drogengeschäft, ziehen. Sie wollen jetzt die Regeln für diesen Markt definieren!? Glaub ich einfach nicht. Die einzige Stärke die die EU in all den Jahren aufgebaut hat, die Definition des eigenen Marktes wollen Sie einfach aufgeben? Das ist der Asset Europas, dem wirtschaftlichen Weltmeister in ALLEN Bereichen, wenn man die Einzeldaten immer zusammenrechnen würde. Frau Malström, wenn es einen Nobelpreis für grottenschlechte Politik und Verhandlungsführung gäbe, hätten Sie ein Abonnement auf die nächsten 10 Jahre! 


DI Mathias Gruböck                                     Nondorf 05.04.2016
Unternehmens- und Organisationsberater 


PS.: Und ich habe keine Erinnerung dazu, dass ich Ihnen das Du-Wort angeboten hätte.