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02 Dezember 2021

WK, Datenklau und Hyperinflation

"Hinweis: Bitte beachten Sie, dass Antragsstellung und Auszahlung aufgrund von dringend notwendigen technischen Wartungsarbeiten von Dienstag, 7. Dezember, ca. 14:00 Uhr, bis Montag, 13. Dezember, ca. 8:00 Uhr, nicht möglich ist."

Die ist cool, die Wirtschaftskammer: Schafft in der Krise den glatten Sprung von der Interessensvertretung mit Zwangsmitgliedschaft zur staatlichen Exekutiveinheit, die Steuergelder über Fonds verteilt, wenn die Zwangsmitglieder den Parteimitgliedern ihre wirtschaftlichen Hosen herunterlassen. Komischer Weise verteilt nicht die Arbeiterkammer das Kurzarbeits-Geld. Es wirkt ja schon fast nach ständestaatlichem Planwirtschaftssektor mit Zentralsteuerung. Warum muss man jetzt auch noch sein Finanzgebaren vor der Kammer ausbreiten, wenn das Finanzamt ALLE Daten in Echtzeit hat? Diese grün/türkise Ausnahmezustands-Regierung ist schon bald ärger als die Datenimperien im Internet. Nutzen die Impfung um sich die Gesundheitsdaten zu krallen und de facto das Arztgeheimnis aufzulösen (das kommt nie wieder) und während der nachhaltigen Zerstörung der letzten analogen Handels- und Dienstleistungfirmen geben sie diesen nur ein Geld wenn sie ihre Finanzdaten bekommen. Weil, das ganze Theater zahlen die kleinen Konsumenten und Firmen über die gepushte Inflation (Dank an die kriegsgeile transatlantische Quotendamen Uschi und ihre französische US-Waffenhandelsschwester Christine) während die EZB spekulative Finanz- und Realitätenblasen weiter gegen die thumben EU-Bürger mit frischem Geld versorgt. George Soros möchte halt doch Recht behalten und hämmert wieder die Nord-Süd-Euro-Spaltung rein bis kein Stein auf dem anderen bleibt. Währungsspekulation der nächsten Dimension. Neoliberale Gieralde nutzen die Gunst der pandemiemäßigen Ausschaltung der europäischen Demokratien für ihre hyperexzessiven Profite. Und das sind die einzigen Exponentialkurven, die die europäischen Gesellschaften wirklich bedrohen. 

DI Mathias Gruböck                                                                                         Baden am 02.12.2021

Analyst


09 Januar 2020

Altautorenovierung


Kerstin Boewer Ich bin immer wieder erstaunt welche alten Schätzchen wieder hergerichtet werden. Macht sich denn keiner Gedanken über die Umweltplakette und Euro Norm?
 
Motte Allerechtevorbehalten Also wegen des Bedenkentragens und des Sorgenmachens: Es gibt auch eine Welt außerhalb deutscher Großstädte und Euronormen sind auch nicht überall die Rettung vor immer sauberer Luft. Ganz sicher wird die Welt durch die Vernichtung aller deutschen Autos aus den 80ern gerettet. Herrlich, endlich wieder Schuldgefühle an allem. Warum feiert keiner den Restaurator, weil er Tonnen an Müll vermeidet?
 
Kerstin Boewer Motte Allerechtevorbehalten leider haben wir hier in Deutschland das Problem mit diesen Euronormen. Insbesondere in vielen Großstädten. Ob mir das jetzt gefällt oder nicht. Es ist so und ich habe leider keine Lösung gegen diese dumme Klimapolitik vorzugehen.
Wo der Threadersteller das WoMo nutzen möchte weiß ich nicht. Ich habe nur eine einfache Frage gestellt ohne negativen Hintergrund.
 
Motte Allerechtevorbehalten Es ist auch nur eine allgemeine Feststellung von "außen" wie sehr sich speziell die Deutschen in obrigkeitsstaatlichen Vorschriftsdschungeln verstricken, wo mal alles verboten ist (oder wird) was nicht speziell behördlich erlaubt wird. Das geht über Sprachpolizei, zu politischen Mittenzwang bis hin zu Weltretter mit missionarischem Ehrgeiz. Manchmal hat man das Gefühl (unter anderem auch in Ösiland), dass die korrekte Einhaltung alle Vorgaben, Vorschriften, Pseudogerechtigkeittrippelbarren und dergleichen nicht einmal mehr theoretisch möglich ist. Das wäre aber der alte Bundesh(w)eerschmäh - Eingang verboten, Ausgang verboten - Durchgang verboten! Dann bekommt man die Leute dorthin wo man sie anscheinend haben will: Sie tun nur noch was "angesagt" ist - das mit der Eigenverantwortung und Freiheit ist somit gegessen. Horst Becker hat einfach ein herausforderndes Projekt und alle gelernten Staatsbürger können sofort hunderte Gründe aufschreiben warum das nicht geht/problematisch ist/gefährlich ist/nicht genehmigt wird und er überhaupt gleich im Bett bleiben sollte. Noch einmal: Horst Becker baut ein altes Wohnmobil um und will nicht eine Klimaabkühlung um 2 Grad bewerkstelligen oder den Flughafen Berlin fertigstellen - ich habe nur eine komplexe Antwort (Meinung) abgegeben ohne negativen Hintergrund - einfach meine Meinung :-)
 
DI Mathias Gruböck                                                             Baden, 02.01.2020
Analyst

11 März 2019

Es steht zu befürchten ..

https://orf.at/#/stories/3114749/


Es steht zu befürchten, dass der gute Herr Karas wieder einmal haltet den Dieb spielt. Er befürchtet, dass Russland auf die EU-Wahl Einfluss nehmen könnte!? Das ist jetzt aber wieder einmal der absolute Nachweis, dass der gute Herr Karas schon voll in der Brüsseler Ursuppe eingekocht ist.

Es gäbt 100derte Themen die für die EU-Wahl wichtig wären – Klima, EU-Schwanzeinklemmen im Handelskrieg mit den USA, wie weit die EU beim Brexit noch die Hosen heruntläßt, laufende Destabilisierung der EU durch US-Hegemonie-Ansprüche und deren teile (die EU) und herrsche – Ansatz, die vollkommen ungezwungene Auflösung einer gemeinsamen Zeitzone in der EU (wahrscheinlich auf Betreiben von Spekulanten, die so viel Geld an einem Nord-Süd-Euro verdienen würden) oder auch nur die Gefährdung des freien Internets wegen der Disney-Up-Load-Filterinteressen der US-Medienkonzerne. Oder was ist mit einer Positionierung bezüglich der Wirtschaftsfeldzüge gegen den Not-America-First-Diesel und Airbus!? Jaja die bösen Russen.

Ganz zu Schweigen von einer möglichen und wohl auch notwendigen Positionierung eines EU-Mandatars zur Weiterentwicklung und Ausbau der europäischen Gemeinschaft. Aber nichts davon – der gute Herr Karas hat offenbar nicht einmal mitbekommen, dass in den USA das Thema der angeblichen russischen Wahlbeeinflussung bereits still und heimlich dem „Russlandkontakte“ Platz machen musste. Auch die „Cambridge-Analytics“ Wahlbeeinflussungen gingen spurlos an der Aufmerksamkeitsspanne des ÖVP-Spitzenkandidaten vorbei. Massive Geldflüsse ultrakonservativer US-Geldklüngel in Richtung Pro-Brexit und der Antrittsbesuch von EU-Brexitier No. 1 Herrn Nigel Farage bei Herrn Trump und nicht bei Herrn Putin – alles nicht Mitbekommen. Der Russe ist von Natur böse – und muss daher von Herrn Karas bekämpft werden. Mit Hilfe seines Freundschaftsnetzwerkes von „Philanthropen“ - nach neuester österreichischer Gesetzgebung ist ja das Wort „Währungsspekulant“ verhetzerisch, haßerfüllt und erfüllt nahezu die Strafbestimmungen für Wiederbetätigung.

Man muss ja gar nicht so weit zurückgehen, darauf hinzuweisen, dass es nicht die Russen waren, die die europäischen Regierungschefs ab(ge)hören, die den gesamten Internet-Verkehr anzapfen, die in Europa massenweise Folterzentren unterhielten (unterhalten!?), die in Guantanamo seit nunmehr bald 18 Jahren ein paar Menschen wie Affen gefangen halten (ohne Aussicht auf ein Verfahren oder irgendetwas Rechtstaatliches).

Also – da braucht man keine Angst vor etwaigen Einflussversuchen der Russen zu haben – die in Brüssel besorgen das schon von ganz allein. Die größte Gefahr ist, dass man nicht mehr gewählt wird und dann diese Aufsichtsratsposten annehmen muss. Weil alle Wähler die gleiche Aufmerksamkeitsspanne haben wie die von ihnen zu wählenden Abgeordneten. Schlag nach bei Baroso und Goldman Sachs. Immer diese bösen Russen. Es ist einfach die Schuld von Putin wenn man diese zeitversetzten Korruptionisten nicht mehr wählen will.

DI Mathias Gruböck El Jaddida, 11.03.2019
Analyst

11 September 2017

Vorwärtscyberverteidigung




Motte sagt:
viel spannender finde ich, dass seit neuestem die NATO offenbar die offizielle Armee der EU ist!? Als Österreicher wurde einem beim EU Beitritt versprochen, die immerwährende Neutralität beibehalten zu können. Auch verstehe ich nicht wo die wirtschaftlichen Interessen der USA als NATO-Führungsmacht mit denen der EU so sehr übereinstimmen? Wozu sonst die Abhöreinrichtungen (z.B. Echelon) in GB, die zu einem Gutteil Wirtschaftsspionage betreiben? Verteidigen die USA wirklich Airbus und Siemens? Mit USA first? Globalisierungsgegner kriminalisieren und durch das Militär bekämpfen lassen um mit PsyOps dann „Wahrheitsoptimierungen“ anstatt „Fake News“ der Feinde zu propagieren. Mhmm, EU als Friedensprojekt – wird die nicht langsam von dem aktivsten Kriegsbündnis des 21 Jarhunderts übernommen.
Lustig ist, dass der Einserschmäh: „Das sind die absolut Bösen, daher sind wir automatisch die Guten“ noch immer offenbar die ganze Strategie der NATO darstellt. Und damit auch der EU, die offenbar immer mehr zu einer wirtschaftlichen Vorfeldorganisation für NATO-Gebietserweiterungen und Kriegsführungen dient. Anders kann man es sich nicht erklären, dass Russland unter der Präsidentschaft Putin 1 noch als NATO-Partner fungierte und unter Putin 2 (und dem feindlichen Nichtübernehmenlassen der Rohstoffbetriebe durch internationale West-Konzerne) plötzlich wieder ein zu bekriegender Feind ist, gleich gefolgt von Globalisierungsgegnern und Islamisten (wo man klarer Weise Nordafrika, den Nahen Osten bis Zentralasien seit Jahren mit NATO-Bomben umpflügen und regimechangen kann wie es einem beliebt – diese Islamen reagieren auch immer so aggressiv auf das Dauerbombardment – tztztz) Wobei sich zur Zeit ein schwerer systematischer Fehler des „War on Terror“ feststellen läßt. Der Westen verliert zusehends die Definitionshoheit über den Terror. Die übrigen Staaten lernen schnell und verwenden plötzlich auch den Begriff Terrorist für ihnen unangenehme Personengruppen (vergl. Myanmar oder Türkei) Wobei auch in der Ukraine ja nur Terroristen bekämpft werden, das aber irgendwie in die Definition des Westens unbeschadet inkorporiert wurde. Vielleicht kann man ja die Russen doch noch als die wahren Terroristen entlarven? Hauptsache wir sind die Guten. Die Frage bleibt aber weiterhin speziell in der EU wer sind WIR? Sollte man zuerst einmal klären, bevor man interne Solidarität einfordert. Wenn nicht klar ist wer WIR ist, dann kann auch nicht klar sein mit wem WIR solidarisch sein sollen. Reduktion auf einfache Fragen – und einfache Antworten: Zum Beispiel wollen WIR (EU) einen Staat Kurdistan (nicht nur wegen Karl May) so wie es die Deutschen auf Geheiß der USA im Irak und jetzt Syrien offenbar unterstützen? Dann macht es einfach nicht viel Sinn mit der Türkei gleichzeitig über einen EU-Beitritt zu verhandeln. Also wenn wir das wollen. Aber man muss dann auch nicht verwundert sein, dass die Türkei nicht mehr allzu freundlich mit Deutsch-Kurden und deren Verbindungsmännern umgehen. Wobei die Deutschen und die Schaffung von neuen Gebieten im (Nahen) Osten. Da braucht man dann schon raketenbewaffnete Kampfdrohnen aus Israel.

Dies führt aber zu dem größten Widerspruch in der westlichen Gutmenschenideologie: Wie kann man wirtschaftlich eine Wertegemeinschaft mit einem andersreligiösen Staat nicht haben um diese Wertegemeinschaft dann in einem gemeinsamen Militärbündnis zu verteidigen? Neben dem anderen Widerspruch, dass der Dollarraum den Euroraum angeblich militärisch verteidigen will. Wäre interessant, wenn der Euroraum (vollkommen realitätsfern) beschlösse, fossile Energieträger nur noch im Euro zu fakturieren. Da würde aber der SACEUR am Stand rotieren und plötzlich überall Terroranschläge und Russeninvasionen losbrechen. Halten ja schon die Ostsee (Königsberg) besetzt, die Menschen dort alle geknechtet durch den russischen Hegemon – Königsberg die Heimatstadt von Emanuel Kant! Das ist doch uraltes deutsches oder zumindest polnisches und litauisches Gebiet – und die Russen nutzen es doch nur für ihre russischen Schiffe in der Ostsee. Das stört doch die US-Flottenverbände in diesem Raum entspannt ihre neuen Gebiete im Baltikum zu schützen.

Da braucht es noch einiges an Vorwärtsverteidigung. Hier haben ja die Deutschen einiges an Know How zu bieten. Speziell seit Frau Van der Bellen die Russen wieder zu Feinden erklärt hat. Also darf man ja wieder vollkommen gerechtfertigt zurückschießen.

DI Mathias Gruböck                                                                                          Nondorf, 07.09.2017
Unternehmens- und Organisationsberater

12 April 2017

Bist du nicht willig...



Also die Ukraine bekommt anstandslos die Milliarden vom IWF - in einem Land mit einem aktiven Bürgerkrieg, zerstörter Industrie und politischen Instabilitäten. Die bekommen 25 Milliarden von der EU und auch vom IWF Milliarden - ein Gutteil sicher für Waffenkäufe und Rüstung. Sie müssen noch einiges gegen Korruption machen - Blablabla, aber den Scheck stellt der IWF aus. Bei Griechenland legt sich der US-IWF quer. Weil die US-IWF-Fuzzis wollen, dass die Europäer (vor allem die Deutschen) blechen. Die sollen das Geld hergeben und vor allem noch vor der Bundestagswahl. IWF Projekte finanzieren doch nicht Projekte außerhalb der US-Geopolitik! Der Euro muss billiger werden, die Deutschen sollen weniger Handelsüberschuss haben, mehr US-BAE-Waffen kaufen und überhaupt - her mit dem Zaster, her mit der Kohle.

Die USA haben ein kleines Ding übersehen - sie stehen in der Kreide und irgendwie geht selbst der amerikaverliebten Finanzwirtschaft langsam die Phantasie aus, wie sie die explosive Schuldenlage der USA argumentieren sollen. Vor allem, da die US-Konzerne offenbar 1,2 Billionen (!) Dollar in Steuerparadiesen geparkt haben und immer gerne Brasilianer, Russen, Chinesen und Deutsche beim Einzahlen sehen würden. Jedem das Seine und uns das Meiste denken die sich. Griechenland kam u.a auch auf Wunsch der USA in den Euroraum, alle machten die Augen zu und akzeptierten die frisierten Zahlen - aus geopolitischer Notwendigkeit - NATO-Blabla-Vertreidigung des Abendlandes. Jetzt kann Deutschland wählen. NATO-Osterweiterung (z.B.: Kaliningrad - Königsberg) und Nordafrika aufmischen und/oder blechen. Die Deutschen glauben ja langsam wirklich, dass sie Verantwortung tragen müssen (welche?)! Es wird ja langsam wieder Zeit, dass deutsche Truppen in Europa und die japanischen Truppen in Asien wieder das tun was sie immer am Besten konnten: andere Länder aufmischen. Natürlich nur zur Verteidigung, in Vergeltung, zum Schutz der Werte und für Gott und nicht für das eigene Vaterland. Das ist den US-Strategen von jeher bewußt, dass sie die Welt nicht alleine beherrschen können. Dafür brauchen sie schon die unterworfenen (kulturell, militärisch, strategisch, NATO-technisch) Germanen und Samurais. Der "Krieg gegen den Terror" hat den USA ungefähr ein Viertel der Gefallenen gebracht wie der gesamte 2. Weltkrieg. Das hat schon Einfluss auf die durchschnittliche Lebenserwartung in den USA, zwar nur ein Unterschichtproblem aber doch. Jetzt müssen einfach die brachliegenden "westlichen" Ressourcen ran und die nationale Sicherheit der USA (?!) in Syrien und Nordkorea sichern. Mit viel Geld und viel Menschenmaterial.

DI Mathias Gruböck                                                                                                   Baden, 12.04.2017
Unternehmens- und Organisationsberater

20 Oktober 2016

Was du nicht willst dass man dir tu




Motte Allerechtevorbehalten Das ist aber schon nach dem Muster einer klassischen Kreditschädigung. "Ein nicht genannter Banker" macht mit Hilfe der Presse Panik bei den Anlegern. Das ist schon ein tolles Prinzip, wenn man die Banken nur lange genug abwertet haben sie keinen Wert mehr und daher sind dann ganz schnell überschuldet. Dann hat man eine Bankenkrise. Kann man aber auch bei jedem Häuselbauer so machen, dass man sagt, dass er bald pleite ist und flugs stellen alle ihre offenen Forderungen fällig - schon ist er wirklich pleite. Die liebe Presse hat anscheinend einen Sponsor in einem transatlantischen super-neo-liberalen Fond gefunden, da sie seit geraumer Zeit voll auf CETA, TTIP und sonstige Hedge-Fonds-Schmiermittel setzt. Also sie puscht. Da gibt es wirklich eine Armada von Fonds und Spekulanten und hochverschuldeten Weltwährungshütern, die sooo gerne den Euro in die Knie zwingen möchten. Und das ist wirklich sicher. Ein toller Nebeneffekt hierbei ist, dass sich niemand mehr Sorgen um den Dollar-Raum und dessen Goldmann-Sachs-Bankensystem macht. Nur, wenn man selber am goldenen Kindergeburtstagsluftballon hängt, soll man nicht mit Nadeln um sich werfen.
 
DI Mathias Gruböck                                                                                                Baden, 20.10.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

07 Oktober 2016

Mit einem Milizheer gewinnt man keinen Angriffskrieg

Der Herr Nobelpreisträger Stieglitz hat sie wieder einmal in Erinnerung gerufen. Die globalen Interessen. Und das aktuelle Lieblingsthema der Hedgefonds, nachdem das Griechenlandthema irgendwie schwierig ist permanent aufzuwärmen: Italien. Spanien und Portugal haben sich dem Doppelnelson der Hedgfonds-Geostrategen und unfriendly Staatsübernehmern noch einmal entziehen können. Jetzt ist es manchen doch noch in Erinnerung, dass diese Hedgefond-Komplexler reflexartig auf das Wegbrechen ihrer Speerspitze im europäischen Monopoloy, dem Brexit-Speerbruch, mit einer Kreditschädigungskampagne gegen das italienische Bankensystem reagiert haben. Auch die Deutsche Bank und die Commerzbank ist in der Folge von ihnen schwer unter Beschuß genommen worden. Tenor: das europäische Bankensystem ist kaputt. Der Konsulent der Soros-Anti-Euro-Wettfonds stößt auch noch mal in das gleiche Horn. „Globale Interessen“, die uns ja bekanntlich lenken, wollen den Euro destabilisieren. Das ist evident.

Da werden sogar so dummdreiste Szenarien in die Verstärkermedienwelt geschleudert, wie „Italien ginge es besser ohne Euro“. Weil die Fonds die Lira verschont hätten, die hätten sie zur Nachspeise verputzt. Das ist in Wirklichkeit eines Wirtschaftsnobelpreisträgers nicht würdig eine „entweder oder“-Simplifizierung herzustellen. Der Euro ist eine tolle Sache – wer hat eigentlich ein Problem damit? Inflation hat es immer schon gegeben. Die Kaufkraft vieler Menschen ist in Europa gestiegen. Der Dollar als finanzielle Hegemoniewährung wurde dadurch natürlich geschwächt. Das Problem mit dem Euro hat vor allem der Dollarraum, der im Prinzip sich nicht leisten kann wenn es zu viel Werte in anderen Währungen gibt. Hier geht es auch um wirtschaftliche Hegemonie.

Der Euro hat natürlich strukturelle Probleme. Das einzig wirkliche Problem des Euros ist jedoch, dass es derzeit an der politischen Einigkeit mangelt die politischen und auch militärischen Strukturen und Ressourcen Europas der Stärkung und dem Schutz des Euro zu widmen. Das ist nicht das Einladungsschreiben zum Kinderfasching, wie ein europäischer Bundeskanzler es genannt hat. Das muss echter beinharter Wille zur Macht sein. Der Euro kann nicht zwei Herren dienen. Und das ist das wirkliche strukturelle Problem des Euro – politisch und militärisch macht er auf eine Art Dollar-Konvertierungswährung und sonst geriert er sich als Weltwährung. Also was jetzt?

Stärken stärken! Die Erfolgsgeschichte der EU ist der Euro. Nur kann man jetzt nicht stehen bleiben und mit dem Dollar auf „Freund“ tun. Abgesehen davon, dass der Dollar gar nicht freundlich mit der EU tut. Da verschließen ALLE das Thema der Totalüberwachung des Euroraumes durch den Dollar. Das ist als ob das Finanzamt jedem Geldschein eine Kamera eingebaut hätte – und man bestünde auf ein Recht der finanziellen Privatssphäre. Und der Dollar hebt dann Strafzölle ein, wenn er irgendetwas ausspäht was er gegen andere Währungsräume und deren Wirtschaft verwenden kann.

Was das alles mit Milizheeren zu tun hat? Mit Milizheeren kann man keine langen Angriffskriege führen, da die Milizionäre, gerade in überalterten Gesellschaften, auch große Teile der Wirtschaft und der Sozialsysteme tragen. Berufsarmeen können dieses Problem beseitigen – da sie ja auch bei einem 15 jährigen Krieg wie in Afghanistan weiterhin ihren Sold bekommen. Auch etwaige „Sicherheitsberatungsfirmen“, also das nette Wort für Söldnerarmeen, gehen ins BIP ein. Freiwillige Feuerwehr und Milizheere eben nicht. Die Schaffung einer Euro-Armee und die gleichzeitige Einstellung alle Konkurrenzunternehmungen ist ein Punkt der zentraler für den Euro ist, als die Wetten gegen europäische Banken. Schaffung einer politischen Struktur die die gemeinsamen Interessen gegenüber den „globalen Interessen“ vertritt ist der zweite. Gemeinschaft funktioniert nur, wenn jeder einzelne eine Vorteil daraus erreicht, sich zu einer Gemeinschaft zusammenzuschließen. Dazu braucht es das Vertrauen, dass die Gemeinschaft auch seine Interessen wahrt und gegebenenfalls sich für diese einsetzt. Das gibt einer Gemeinschaft ihre Autorität. Sonst ist es eher eine Hegemonie. Und Milizheer vertreten nach wie vor am Besten das Interesse der Bürger sich zu schützen, notfalls zu verteidigen und nicht an Erobungsfeldzügen beteiligt zu sein.

DI Mathias Gruböck                                                       Baden, 07.10.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

21 September 2016

Was jetzt?

Der CETA Vertrag gilt für Großbritannien (?) Oder?


Also sind die Briten jetzt dabei oder nicht?  Was ist ihr absoluter Anteil an den Importen und Exporten von und nach Kanada? Ist das vollkommen wurscht bei einem so komplexen Handelsabkommen, bei dem immer der viel wichtigere Part, das Investitionsabkommen vergessen wird zu erwähnen. Solange es Monate dauert, dass man ein Auto aus Holland in Rumänien anmelden kann und die EU Fernsehrechte über das Internet innerhalb der europäischen Gemeinschaft nicht zu einem gemeinsamen Markt erklären kann, braucht sie sich um die 5% Exporte (von denen wahrscheinlich GB einen Großteil abdeckt - und Flug-Transportkosten der größte Anteil ist) keinen so exorbitanten Aufwand treiben. Freihandel bring Wohlstand. Wer bitte sagt das, und vor allem für WEN? Ganz toll wird es aber wenn man sich die Präambel des CETA-Vertragswerkes anschaut und sich dann in Erinnerung ruft, dass der EU-Kommissions-Rechtsberatungs-Dienst dieses Werk als "einfachen" Vertrag, ohne nationale parlamentarische Zustimmung ausweist. 

Bitte liebe EU: ist der CETA-Vertrag jetzt so komplex, dass es der Normalbürger einfach zu deppert ist zu erkennen wie viel Vorteile dieses Machwerk für ihn hat oder ist es ein einfacher Vertrag, der im Prinzip auf fast 1500 Seiten die letzten 3 Produktbereiche die noch relevante Zollsätze hatten von diesen befreit? In Wirklichkeit sind nur "Prozessed Food"-Produkte (NAFTA-GMO) mit wirklichen Schutzzöllen versehen. Diese EU-Kommissionen wissen eben von wem sie bestellt werden und wer ihnen später eine goldmännische Zukunft beschehrt. Der so gepriesene Wert der westlichen Demokratie ist hier maximal in ganz kleinen homöopathischen Potenzen zu finden. Es gibt in den EU-Entscheidungsgremien keinen einzigen der von Wählern zur Wahrung seiner Interessen dorthin entsandt wurde. Es gibt alle möglichen Interessen die die EU-Strukturen vertreten - wobei das thumbe Volk nur stört. Jetzt muss man schon die Staatsmedien dazu nutzen dem Volk zu erklären, dass Populismus ganz schlecht ist, da dieser zu sehr die dummen Wähler im Fokus hat. Viel wichtiger sind hier Parteien, Investoren, Lobbys und unsere doch sehr dominanten Freunde aus dem Ausland. Also was jetzt? Die Menschen wollen ein Europa der Europäer und nicht der plutokratischen oder sonstwie motivierten Machteliten.

DI Mathias Gruböck                                                                                         Baden, 21.09.2016
Unternehmens- und Organisationsberater