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08 November 2018

Staatsverwaltung verweigern


Interessant, wie schnell sich unsere Beamten bedroht und genötigt fühlen, wenn manche Menschen nicht an das Dogma der Unfehlbarkeit, der Unbestechlichkeit, der absoluten Dienstbeflissenheit der Beamten zum Wohle der Bevölkerung und der daraus abgeleiteten Dienstleistung nur für den Bürger glauben. Dieser Kriminelle wirft Beamten gar Fehler und Defekte vor - das ist wirklich unglaublich, das ist Majestätsbeleidigung, wo doch unsere Beamten unfehlbar, vollkommen unparteiisch sind und immer im Geiste des Gesetzes dienen. Dafür bekommen sie ja auch dann die tollen Pensionen und Versicherungen vom Staat. Lustiger Weise spielt sich das parallel zu einem BvT-Untersuchungsausschuß ab, wo Politiker keinerlei Hemmung durch die Gewaltentrennung zeigen und es eine selbstverständliche Grundannahme dieses Ausschußes, der in laufende Justizvorgänge eingreift, ist, dass Politiker und Minister die Justiz für ihre Machtziele instrumentalisieren können.

Getragen wird dieses Selbstverständnis vor allem von der SPÖ, die selbst über 70 Jahre in ihrer Machthemisphäre genau das getan hat. Ein Herr Ostermayer zusammen mit einem Bundeskanzler zum Beispiel, die sich Geld aus Aktiengesellschaften nehmen um dann den Verantwortlichen mit der Vernichtung zu drohen, sind natürlich keine "Staatsverweigerer" oder zeigen kein "szenetypisches Verhalten" (!?). Aber ein Elektrotechnikmeister aus dem Mostviertel fährt mit einer Kopie seines Führerscheines herum - das ist Staatsverweigerung, vor allem wenn er dann die Exekution zu boykottieren versucht. Jetzt muss sich aber auch der gemeine Beamte mit dem Entzug der Gewerbeberechtigung gegen so viel Widerstand gegen den Obrigkeitsstaat wehren. Drohen tut der Untertane auch noch, weil er die mittlerweile vollkommen ausufernden beamteten Mehrkosten bei einem in das auch in Wien ansässige „Internal Revenue Service“ (IRS), einer international tätigen US-Steuerbehörde eintragen lassen will. Dass ist Bestimmung zum Amtsmissbrauch, das ist Nötigung. (???)

Man lernt, es gibt in Österreich eine vom Gericht als offenbar rechtswirksam anerkannte US-Steuerbehörde, vor der die Beamten offenbar Angst bekommen und schon die "Drohung" mit einer Eintragung (wie genau geht das rechtswirksam?) eine Nötigung eines Beamten darstellt. Da sitzt man dann offenbar flugs im Häfen, gleich mal 2 Jahre. Also wegen einer Führerscheinkopie mit anschließendem bürgerlichem Ungehorsam gegenüber der Obrigkeit - ganz schön viel Schmalz. Und der Herr Richter kennt sich auch gleich aus - mit der Feststellung von "szenetypischem Verhalten" (offenbar Ungehorsam gegenüber dem wirklichen Souverän) droht er ja konkludent gleich mit einem Verfahren nach §278 (Bildung einer kriminellen Organisation). Erkennen jetzt österreichische Gerichte konkludent die Rechtswirksamkeit von US-Steuerbehörden in Österreich an? Dann wäre auch klar warum diese Midterm-Wahlen offenbar das wichtigste politische Ereignis aktuell sind. Aber verweigern österreichische Gerichte indem sie US-Steuerbehörden rechtlich anerkennen nicht ebenfalls dem Staat seine Hoheitsverwaltung?

Der freie Staatsbürger ist solange frei, wie er in dem eng ausgepflockten Bereich der Verwaltung seine Freiheit sucht. Sonst wird er beamtsbehandelt. Wenn die österreichische Verwaltung ein Problem mit einem Bürger hat, dann findet sie sicherlich keine Wege und Mittel ihm Mores zu lehren. Das wäre ja rechtskonforme Rechtswidrigkeit. Wir haben doch die Gewaltentrennung. Und wenn ein Gericht nicht richtig entscheidet (3. Startbahn, Westenthaler) oder gar Staatsanwälte weiterermitteln oder nicht opportun einstellen (Faymann, Ostermayer), dann muss man eben so lange neue Gerichtsentscheidungen produzieren bis es passend ist. Schlag nach beim spanischen Oberstgericht, dass offenbar innerhalb von 14 Tagen sich von den Banken zu einer besseren Entscheidung bringen hat lassen. Jaja, unabhängige Gerichte und Staatsanwälte. Ist jetzt unser ganzes Parlament zu den Staatsverweigerern übergewechselt, weil sie ja nachweisbar nicht daran glauben!?

Es geht ja nur um Sicherheit und Ordnung - stellt dir vor, da fährt ein Elektriker mit einem kopierten Führerschein herum. Das ist wahre Brutalität und dafür brauchen wir 4000 neue Beamte in Form von Polizisten. Damit dann Radfahrer, die um 3 in der Nacht es wagen bei Rot über die ausgestorbene Kreuzung zu fahren bis in die Morgenstunden festgehalten werden - vom Urintest über Drogentest über halbnackt im Handstand tanzen und gleichzeitig den Finger auf die Nase halten. Der Beamte ist ja nur zu unserem Schutz dienstbeflissen. Und so brutalen Elektrikern muss man schon den Gewerbeschein (Existenz?) entziehen - weil, da könnt ja jeder kommen. Und dann verweigert er noch anzuerkennen, dass die Verwaltung allmächtig ist, also eigentlich der Staat. Also Staatsverweigerer. Das ist Hochverrat! Hängt ihn!

DI Mathias Gruböck                                                                                            Baden, 08.11.2018
Analyst

25 August 2016

Propaganda gegen den Rechtsstaat


Motte Allerechtevorbehalten Gegen Einwurf kleiner Scheine seine Meinung um genau 180 Grad ändern um aus dem Personenkommittee des Herrn FdB einen vollkommenen juristischen Schwachsinn zu verzapfen - er kann einfach nicht den Entscheid gelesen haben, da steht das alles ganz genau drinnen. Es ist zum Kotzen wenn Juristen anfangen Politik zu machen. Nächstes Mal sagen wir auch, wenn wir im Ortsgebiet mit 70 km/h erwischt wurden, dass wir im Durchschnitt eh 50 km/h fahren. Das geheime Wahlrecht ist ein persönliches Recht und kann nicht im Nachhinein durch Statistikberechnungen ersetzt werden - nächstes mal wird gleich die ORF-Hochrechnung als Endergebnis ausgerufen. Und mit Mut hat das überhaupt nichts zu tun, wenn einer sein fachliches Fähnchen gegen seine eigene Überzeugung von vor ein paar Wochen in den Wind derjenigen hängt, die gerne Wahlkarten ohne Wahlkommission öffnen und tw. auszählen. Jetzt, nachdem der Herr Wrabetz wieder Oberkommissär-Intendat des Rotfunks wurde gibts das erste Pay-Back mit der Umsetzung der Antiwahlhaltung "Eigentlich ist VdB eh schon BP, wenn dieser VfGH nicht auf Antrag der FPÖ die Verfassung gebrochen hätte". Beiträge im Tagesrythmus wie, was die Wiederholung alles kostet, keine Beisitzer, jetzt gesteigert durch den Wendehals Mayer in Primetime und Falter Aufmachung. Der Herr Mayer bewegt sich da, als Mitglied einer der Prozessparteien auf sehr dünnem Eis, wenn er dem Verfassungsgerichtshof ein falsches Urteil, eine politisch motivierte Fehlentscheidung und einen Bruch der Verfassung vorwirft. Da muss er sich aber sehr sicher sein, dass seine "roten" Jobbeschaffer ihn auch weiterhin versorgen. Oder es kommt langsam zu türkischen Verhältnissen, wo die ganzen korrupten Politnetzwerke Angst davor haben, was mit ihnen passiert, wenn einmal andere das Sagen bei Job und Geldvergaben haben. Da rennen offenbar einige "Mayers" herum die Angst um ihren jahrzehntelangen Futtertrog haben. Rechtssicherheit gilt nur dann, wenn das Recht auch dann gilt, wenn es einem politisch nicht in den Kram passt. Alles andere ist Politjustiz und der Herr Mayer ist ja nicht gerade dafür bekannt, dass er Berührungsängste mit Machthaberern hat.

Überhaupt kommt wieder einmal eine Zeit wo es sich zeigen wird wie unabhängig und neutral die Gerichte wirklich sind. Es ist nämlich bald wieder so, dass sich der Zeitgeist der Gesetzesgeber die öffentliche Meinung immer nachhaltiger dahingehend zu bewegen versucht (und bewegt!) dass eine Grundstimmung gegen die eigenen Grundgesetze entsteht. Es gehört bald viel Mut von standhaften Richtern und Richterinnen dazu, dass sie entgegen öffentlichem Druck, Angst- und Panikmache und "außergerichtlicher Interessen" den Geist des Rechtsstaates verteidigen. Es braucht jetzt Richter die für den Fortbestand des Rechtsstaates kämpfen um gegen die Social-Media-Politik-Überwachungs-Medien-Lynchprogramme die Grundrechte zu verteidigen.

DI Mathias Gruböck                                                                 Baden, 25.08.2016
Unternehmens- und Organisationsberater