04 April 2017

So nicht!



Das ist aber klass. Zuerst destabilisiert man das ganze Land - so wie zuvor Lybien, den Irak, Afghanistan, den Jemen, Mali, Ukraine (u.v.a.m) weil einem der dortige Machthaber nicht passt um dann, wenn man mit seiner Regime-Change-Operation auf die Goschen gefallen ist die angerichteten Schäden (zusammen mit dem radikalislamischen Verbündeten Saudi-Arabien und Katar) nur dann zu beseitigen, wenn man sein Kriegsziel doch erreicht. Blöder Weise sind in den USA jetzt auf-rechte Christenmenschen und andere Recken wieder an der absoluten Macht und lassen die Obama-Soros-Kolonialgesellschaft im Regen stehen. Polemisch könnte man sagen, dass die EU jetzt die verbliebenen Syrer in ihrem Elend aushungert oder weiter zur Migration anstiftet, da sie einfach keine anderen realpolitischen Machtkonstellationen in einem souveränen Staat (Syrien) und Ex-Kolonie wünscht. Unter einem Ghadaffi, Hussein, den iranischen Mullahs oder Assad hat es keinen IS- oder Al Kaida (vollkommen verschwundene Medien-Marke) Terror gegeben. Der angebliche Kampf gegen den Terror des Westens und seiner Verbündeten schaut immer mehr wie ein stinknormaler Angriffs-Krieg gegen Machthaber in ressourcenreichen oder strategisch wichtigen Ex-Kolonien aus, der bereits über einer Million Menschen das Leben gekostet hat. Da wirkt es nur zu logisch, diese Gegenden zur Einsetzung von genehmen Regierungen zu erpressen. Ist das gleiche Spiel wie die USA mit den lateinamerikanischen Linksregierungen spielt. Venezuela darf durch die USA wirtschaftlich boykottiert werden, da es nach einem Beschluss des US-Parlamentes die nationale Sicherheit der USA gefährdet. Wirtschaftskrieg solange bis man bekommt was man will. Jede Militärdiktatur (Ägypten, fast Türkei) oder faschistische Todesschwadron-Regierung bekommt gerne alle Förderungen der Weltbank oder der Finanzlobby solange nur westliche Wirtschaftsnetzwerke ihre Profite ziehen können. Lustiger Weise sind noch nie Faschisten oder Militärdiktaturen durch wundersame "Finanzinformations-Leaks" aufgeflogen. Nur die Linken lassen sich schmieren ist die Message - außer in Österreich, da sind es nur die Rechten. Komisch komisch. Die die an der (Welt-)Macht sind, sind die absolut Guten. Postfaktisch. Die lügen und betrügen auch nie - sind ja allesamt so wertvolle Christenmenschen oder eben andersweitig auserwählt. Warum soll die EU auch dabei helfen Syrien wieder aufzubauen, solange Katar nicht seine Kriegsziel erreicht hat - die wollen noch immer ihre Gaspipeline nach Europa bauen. Jetzt wo schon alle so viel Geld für dieses Projekt ausgegeben haben. Die Russen werden sicher die Ukraine-Pipelines den naturalisierten US-Soros-Stipendiaten überlassen und sich dann noch ein fettes Rohr durch Syrien legen lassen. So war das nicht geplant. Also es ist so geplant, dass die Energiewende zurückgefahren wird, die russischen Gas-Pipelines durch einen eisernen Wirtschaftsboykott-Vorhang abgedreht werden und man aus dem persischen Golf sich das Katar-Gas anstatt das persische Gas kommen lässt. Dafür hätte man natürlich auch die Türkei von dem Erdogan befreien müssen, da man die letzte Ausbaustufe mit den israelisch (palästinensischen) Gasfeldern nur mit einer westlich-devoten Militärjunta (wie immer) das türkische Anschlussstück bekommen hätte. Gleichzeitig hat man ja den Bulgaren verboten russisches Gas an der Ukraine vorbei nach Europa zu lassen. 300 Millionen Euro im Jahr können diese bulgarischen Sozialschmarotzer eh nicht brauchen. Und jetzt kommt der Trump und will einfach wieder simple Wirtschaftsprogramme fahren - Aufrüstung, wie der Adolf. Mehr Waffen bedeuten ja bekanntlich für Reps mehr Sicherheit - und vor allem mehr Profit. Und dieses "Friedensprojekt" EU sollte sich endlich einmal mit sich selbst beschäftigen. Einen wirklichen Binnenmarkt machen - auf der Verbraucherebene gibt es da noch derart viel zu tun, da braucht es keine Freihandelsverträge mit Japan oder den USA. Die EU oder noch genauer Europa ist eine Idee. Wenn man vom Satelliten auf diese europäische Landmasse schaut erkennt man keine Grenzen, aber auch kein Europa. Europa wird es nur dann geben wenn die Menschen an diese Idee glauben - da wird keine Lobby oder kein Konzern etwas daran ändern. Die können nur die Nationalismen schüren. Die USA wurden deswegen so mächtig, weil ein paar Visionäre sich zusammengesetzt haben und ihre Idee festgehalten haben. Die Gründungsväter - die Idee der Freiheit und der Selbstbestimmung. Diese Idee müsste EU verkörpern - die Freiheit sein Leben so zu gestalten, wie es einem vorschwebt. Wie es ausschaut kümmert sich die EU aber maximal um die Freiheit der Konzerne vor Steuern und Abgaben. Und welche Machthaber in welchem Land des Globus diesen Finanzkonglomeraten gerade passt. Wozu braucht ihr die Menschen? Um alle heiligen Zeiten an der richtigen Stelle ein Kreuzerl zu machen? So wird das nichts, weil jede halbwegs fähige Jogalehrerin da mehr Ausstrahlung und Anziehungskraft hat. Kann schon sein, dass viele Nordafrikaner in Europa leben wollen - nur, wenn immer mehr Europäer nicht in diesem ideenlos lethargischen Europa leben wollen, dann sollte man sich schleunigst etwas überlegen. Zum Beispiel wie schafft man ein WIR-Gefühl? Wie schafft man eine Identität, eine europäische? So sicher nicht!


DI Mathias Gruböck                                                                                              Baden, 03.04.2017
Unternehmens- und Organisationsberater

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