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30 April 2019

Illusionsshow mit Selbstdemontage



https://orf.at/#/stories/3120088/

Die Vollseppeln in der Ukraine sollten halt endlich mal die Abschaffung des Russischen als Amtssprache zurücknehmen und den Kopf aus dem Arsch der US-Weltherrn nehmen. Die Gaspipelines kontrollieren die USA eh schon - für die Durchfütterung der korrupten ukrainischen Cliquen wurden eh die EU-Vasallen bestimmt. Die NATO-Kriegsherrschaften sind ja immer noch angefressen weil sie Sewastropol nicht einnehmen konnten und dort ihre Atomuboote und Raketenstellungen aufbauen konnten. Und in Syrien haben sie auch abgebissen. So viel Blut vergossen für ein Chaos und eine Destabilisierung einer ganzen Region für Doppelnull. Kein einziges - kein EINZIGES der NATO-Kriegsziele ist aufgegangen. Wenn jetzt noch der Gerneral Haftar die Blackwater-Söldnerarmee des Marionettenpräsidenten des Westens in Libyen aufmischt, dann haben als Einzige die Rüstungskonzerne gewonnen. Viel Geld für viele Tote und volles Chaos. 

Während die Selbstdemontage der EU als relevante globale Kraft fröhlich weiter geht. Die EVP ist da wie alle konservativen Kräfte gut im Weltherrnlager aufgestellt um den Dollar zu stärken. Die luxenburgischen "Europäer" haben brav die US-Konzerne steuerfrei gespielt um später deutsche Wirtschaftssöldner des Dollar (Merz, Weber) ins Rennen zu bringen, die brav US-Energiestrategien für Europa durchpeitschen. Einfaches Konzept: Europa schickt sein Geld oder besser seine Tributleistungen steuerfrei heim ins Weltreich. Mit dem "Böse Russen- böse Muslims"-Schmäh treiben sich die Amis die Euros ins Land, dass der Dollar nur so jubiliert. Jetzt brauchst mal noch schnell eine Runde in der großen EU-Demokratie-Zaubershow, wo alle sich eine kommissarische Verwaltung mit Lobby-Steuerung als Hochblüte der Demokratie schönreden. De facto ist Europa am Ende, steigt ab und seine Bevölkerung muss den Tribut dafür abliefern. Schwache mittelbegabte Politiker auf EU-Ebene, die in der Heimat meistens ausrangiert wurden rühren da einen unterbelichteten Brei nach dem anderen an und schielen schon auf die Vergoldung ihrer treuen Dienste für Pressure-Groups nach ihrem hohen Amt.

Soviel Interessens-Aktionismus hat die Welt noch nicht gesehen. Sichere Zeichen für einen Verfall. Keine strategischen, konzeptionellen und zukunftsorientierten Positionierungen - Spitzenkandidaten die sich sogar in Wahlzeiten erfrechen das Lied ihrer Mentoren zu trällern (Karas, Weber) weil die deutschsprachigen ja alle besonders die Strategien der USA vorantreiben müssen um nicht in den Verdacht zu kommen sich nicht permanent für die Nazi's und den Antisemitismus zu entschuldigen und sich selbst Asche auf das Haupt jeder depperten Aussage im Internet oder in Braunau-Gedichten zu streuen. (Wenn man sich selbst als Ratte bezeichnet, dann ist man offenbar Rassist wenn man Präsidenten Erdogan einen Ziegenficker und Kinderschänder nennt, bekommt man den Grimme-Preis). Aber solange BK Kurz bei seinen rechten Recken in den USA weiter so gut angeschrieben ist macht das alles weiters nichts. Lustig ist ja, dass die EU bereits zu einer Spielwiese der zwei Fraktionen in den USA degradiert wurde. Da gibt es die sozialistische Obama-Soros-2 Staaten-Fraktion und dann gibt es die Koch-Brexit-Biblebelt-Tea-Party, die beide ihre, im kalten Krieg und der Terrorkriegsshow eroberten Geldquellen gegen Russland und China verteidigen. Als letzte Bastion muss nur noch die wirtschaftliche Kraft der Deutschen geknackt werden. Am besten nimmt man dazu deutsche Überläufer wie den Weber, den Beutegermanen Karas und den Kurz. Wär ja noch schöner, wenn sich die Deutschen weiterhin mit russischem Gas günstig eindecken wollen während die USA ihr Fracking-Flüssiggas in Rotterdam nicht bezahlt bekommt.

DI Mathias Gruböck                                                                Baden, 25.04.2019
Analyst

Die „westlichen Verbündeten“ warnen Haftar

Hahaha - alle diejenigen “Verbündeten“ die sich das lybische Öl mit militärischer Gewalt gekrallt haben und sich einen Unterzeichniungskasper als Präsidenten halten, warnen die Lybier gegen die Befreiung ihres Öls durch westliche Ölfirmen miittels NATO-Kregsverbrechen mitels eines Angriffkrieges gegen Libyen - jeder der sich dagegen wehrt ist ein islamistischer Terrorist. Dabei haben die doch immer nur die Ölfirmen ohne eigenstaatliche Sonderkommandos im Land vertrieben. Staatsfake News von der NATO Pressestelle! Das Oberkommando der westlichen Energiegiganten - Afrikakorps mit Lizenz zum Abschlachten berappt vpm Friedensprojekt!

Und dann erklären die USA noch schnell der UNICREDIT, dass die libyschen Gelder und Tranaktionen in der Bank allesamt Geldwäsche waren und daher ein Verstoß gegen US-Sanktionen – damit werden die Gelder einfach von den USA kassiert. Wär' ja noch schöner, wenn man diesen nordafrikanischen Dattelaffen ihr Geld zurückgäbe, wenn man sie schon in Grund und Boden bombardiert hat. Die müssen jede Bombe die sie abbekommen haben natürlich zu Vollkosten bezahlen. Ist doch klar, dass das jedes Land mit seinem Öl den Krieg der westlichen vereinigten Koalitionskräfte mit den Ölfirmen-Sponsoring selbst berappen muss. Wo wär denn sonst die Kriegsbeute? Ja glauben die, dass so ein Krieg gegen sie umsonst ist!? Diese Blosfüßigen! Das ist ja das Problem mit dem Jemen – die haben kein Öl – da zahlt sich das Abschlachten der Bevölkerung eigentlich nicht aus. Was man nicht alles dem letzten Appartheitsstaat der Welt zu Liebe macht.

Die USA und ihre Verbündeten … das klingt eigentlich wie die klassische Bildung einer kriminellen Organisation, mit dem Ziel das Völkerrecht systematisch zu brechen. Eigentlich klingts nicht so – sondern ist so.

DI Mathias Gruböck                                                          Marokko, 04.04.2019
Analyst

17 März 2018

Aufrüstungs-Kriegshetzer



Rechtzeitig zum Gedenkjahr 2018, bei dem irgendwie alle das Ende des ersten Weltkriegs vergessen, spielt das untergehende ehemalige Weltreich GB die Tschauner-Stehgreif-Version von Sarajevo. Zwar ohne Thronfolgerpaar, aber sonst mit Ultimatum und allem was dazugehört. Nächster Schritt ist, dass die EU-Entente 2.0 den Wirtschaftskrieg gegen den Iran wieder intensivieren um ihn dazu zu pressen, das Atomabkommen selbst zu kündigen. Gleichzeitig dreht man wieder den Stellvertreterkrieg in Syrien voll auf, nachdem das mit der Macht in Deutschland geklärt ist. Der dritte Weltkrieg wird wohl dort beginnen wo die NATO-Staaten seit Jahren ein Drittel (!) der Weltwaffen- und Rüstung hinschicken. Seit 2008, also in nur 10 Jahren hat es das "heilige römische Reich" der NATO Weltherren geschafft aus einer Partnerschaft für den Frieden eine veritabel explosive Aufmarschsituation zu produzieren, wo bald schon der kleinste Funke zur Explosion reicht. Gerade von Machteliten, die den Gift-Schmäh schon ein paar Mal angewendet haben. Zur Erinnerung: vor ein paar Jahren saß ein US-Außenminister in der UNO-Vollversammlung und glaubte angeblich wirklich ein Fläschchen mit chemischen Kampfstoffen dort in Händen zu halten. Niemand fand es auch fragwürdig, wie die USA in den Besitz von angeblich irakischen C-Kampfstoffen gekommen sein will. Und die Troika aus EUNATO schickt dann den Baby-Face Kurz um dem Kremelchef klar zu machen, dass die USA gerne auch die NATO zu den Verteidigungswaffen greifen lassen wird, um die Öl- und Gasprofite heim ins Weltreich zu holen. (Man kann das immer daran erkennen, dass sich Herr Putin offensichtlich zum 2. Mal in seinen Amtszeiten genötigt sieht darauf hinzuweisen, dass Russland doch auch Waffen hätte, die dem Westen treffen könnten (Überschall-Raketen, Atom-Topedos..) - das macht man nur wenn eine Attacke wahrscheinlich ist)

Das US-Regime braucht diese "echten" Tributzahlungen wie einen Bissen Brot und stellt schon auf Kriegswirtschaft (Stahl- und Aluminiumproduktion) und NATO-Kriegspropaganda um. Jedenfalls erklären die westlichen Tribunen der Macht dem Volke warum man Kriege aller Art so dringend braucht - natürlich nur um den Wohlstand des kleinen Mannes gegen die aggressiven Russen/Iraner/Syrer/Kurden/Palästinenser/Iraker/Libyer/Afghanen/Ukrainer soweit sie Russen sind/Koreaner/Chinesen verteidigen. Also allen, die sich nicht dem Dollar-Globalisierungsregime vollkommen unterwerfen wollen/können. (Im Gegensatz zum Euro, der die 500.- Euro-Scheine einstellen musste, damit er im Bargeldhandel nicht den Dollar aussticht) Die Globalisierung stellt sich langsam nur als Stilmittel des Weltmachtanspruchs des westlichen Geldsystems heraus. Jedenfalls steht nicht "der Mensch" im Mittelpunkt. Die Globalisierung als subversives Gegenkonzept zur Aufklärung! Die strategische Frage die es zu lösen galt: Wie bekommt man den "freien Menschen" dazu sich für Wachstum und Profit anderer sich gegenseitig den Schädel einzuschlagen!?

Noch dazu von einem Außenminister Johnson, der schon in der Brexit-Frage gezeigt hat, dass er seine Überzeugungen der politischen Opportunität und dem persönlichen Machtgewinn schneller opfert als er in einer Affenschauckel hängen kann. Genau solche Menschen braucht es um EU-Austritte und Kriege zu entfachen. (vergl. Nord-Irland und Gibraltar) – aber die Mainstreammedien schaffen das sicher auch noch den Russen umzuhängen.

DI Mathias Gruböck Nondorf, 17.03.2018
Unternehmens- und Organisationsberater


12 Juli 2017

Wahlkampf der Pharisäer



Motte Allerechtevorbehalten Systemisch gesehen gibt es, wie 2015 wieder einen Haufen Leute, die alle nichts machen können außer sich in Stehsätze zu flüchten. Die können schon wieder alle aufzählen, was alles nicht gehen kann und wie schlecht die Welt ist. Polemisch gesagt könnte man jetzt sagen: Diese Leute wollen, dass die Menschen nicht in irgendeiner Halle bleiben sondern sich auf das "Warlord" oder Schlepper-Boot begeben um dann zu ertrinken. Dass diese "Warlords", Clanchefs, Mafiabosse, Schleppergrößen vorher nicht so ungezügelt agieren könnten hat die NATO ja zu verhindern gewußt, in dem sie Libyen angegriffen hat. Damals hieß es auch wie arm die Menschen unter Ghadaffi seien, dann kamen die NATO-Bomber und interpretierten eine Flugverbotszone als Kriegserlaubnis (Danke Hillary). Da starben dann 90% der Menschen im lybischen Frühling und das Land zerfiel in dubiose Regional-Machtbereiche. Lustiger Weise gibt es eigene Truppenkörper von Italien, Frankreich, USA, England, NATO in Libyen, die die Ölförderungseinrichtungen und Pipelines schützen. Hört man nichst, dürfte also passen. Jetzt kassiert halt nicht mehr der Libyische Staat die Öleinnahmen sonder irgendwelche "Warlords" - wahrscheinlich gleich in Form von Waffen. Weil wir ja von der NATO im Osten laufend eingebläut bekommen, ist Frieden nur ein Problem von zu wenig Waffen und, dass man bis vor kurzem friedliche Staaten zuwenig als Feind erkennt. Etwas billig ist es natürlich, wenn man jetzt politisches Kleingeld aus der Misere dieser Menschen schlägt. Wenn man nicht will, dass Menschen am Meer ertrinken, dann sollte man das in See stechen verhindern und nicht die Rettung von Nichtschwimmern optimieren. Diese Betroffenheitsmimer sollen einfach ihr Geldtaschl öffnen und den Afrikanern ein Flugticket zahlen. Wenn man das nicht will soll man genauso den Mund halten wie diejenigen, die Klimaschutzverträge unterschreiben um gleich darauf den Flugverkehr zu intensivieren. Betroffenheit und Entrüstung über üble Zustände sind noch kein einziger Schritt in Richtung einer Lösung. Noch viel mehr, da wir die Probleme meist selbst hervorgerufen haben. Ganz gefährlich wird dann wenn diese Pharisäer anfagen Wahlkampf zu treiben. Nicht gut.
Es wird nicht mehr lange gut gehen, wenn der Westen überall wo er will IS, Al-Khaida, Taliban oder Ghadaffi draufschreibt, damit er dann in Ruhe seine Bomben und Söldernheere in selbstständigen Ländern abladen kann. Das können wir ganz einfach einstellen. Einfach aufhören sich irgendwo verantwortlich für Krieg zu fühlen.  
DI Mathias Gruböck                                                                                            Baden, 12.07.2017
Unternehmens- und Organisationsberater

04 April 2017

So nicht!



Das ist aber klass. Zuerst destabilisiert man das ganze Land - so wie zuvor Lybien, den Irak, Afghanistan, den Jemen, Mali, Ukraine (u.v.a.m) weil einem der dortige Machthaber nicht passt um dann, wenn man mit seiner Regime-Change-Operation auf die Goschen gefallen ist die angerichteten Schäden (zusammen mit dem radikalislamischen Verbündeten Saudi-Arabien und Katar) nur dann zu beseitigen, wenn man sein Kriegsziel doch erreicht. Blöder Weise sind in den USA jetzt auf-rechte Christenmenschen und andere Recken wieder an der absoluten Macht und lassen die Obama-Soros-Kolonialgesellschaft im Regen stehen. Polemisch könnte man sagen, dass die EU jetzt die verbliebenen Syrer in ihrem Elend aushungert oder weiter zur Migration anstiftet, da sie einfach keine anderen realpolitischen Machtkonstellationen in einem souveränen Staat (Syrien) und Ex-Kolonie wünscht. Unter einem Ghadaffi, Hussein, den iranischen Mullahs oder Assad hat es keinen IS- oder Al Kaida (vollkommen verschwundene Medien-Marke) Terror gegeben. Der angebliche Kampf gegen den Terror des Westens und seiner Verbündeten schaut immer mehr wie ein stinknormaler Angriffs-Krieg gegen Machthaber in ressourcenreichen oder strategisch wichtigen Ex-Kolonien aus, der bereits über einer Million Menschen das Leben gekostet hat. Da wirkt es nur zu logisch, diese Gegenden zur Einsetzung von genehmen Regierungen zu erpressen. Ist das gleiche Spiel wie die USA mit den lateinamerikanischen Linksregierungen spielt. Venezuela darf durch die USA wirtschaftlich boykottiert werden, da es nach einem Beschluss des US-Parlamentes die nationale Sicherheit der USA gefährdet. Wirtschaftskrieg solange bis man bekommt was man will. Jede Militärdiktatur (Ägypten, fast Türkei) oder faschistische Todesschwadron-Regierung bekommt gerne alle Förderungen der Weltbank oder der Finanzlobby solange nur westliche Wirtschaftsnetzwerke ihre Profite ziehen können. Lustiger Weise sind noch nie Faschisten oder Militärdiktaturen durch wundersame "Finanzinformations-Leaks" aufgeflogen. Nur die Linken lassen sich schmieren ist die Message - außer in Österreich, da sind es nur die Rechten. Komisch komisch. Die die an der (Welt-)Macht sind, sind die absolut Guten. Postfaktisch. Die lügen und betrügen auch nie - sind ja allesamt so wertvolle Christenmenschen oder eben andersweitig auserwählt. Warum soll die EU auch dabei helfen Syrien wieder aufzubauen, solange Katar nicht seine Kriegsziel erreicht hat - die wollen noch immer ihre Gaspipeline nach Europa bauen. Jetzt wo schon alle so viel Geld für dieses Projekt ausgegeben haben. Die Russen werden sicher die Ukraine-Pipelines den naturalisierten US-Soros-Stipendiaten überlassen und sich dann noch ein fettes Rohr durch Syrien legen lassen. So war das nicht geplant. Also es ist so geplant, dass die Energiewende zurückgefahren wird, die russischen Gas-Pipelines durch einen eisernen Wirtschaftsboykott-Vorhang abgedreht werden und man aus dem persischen Golf sich das Katar-Gas anstatt das persische Gas kommen lässt. Dafür hätte man natürlich auch die Türkei von dem Erdogan befreien müssen, da man die letzte Ausbaustufe mit den israelisch (palästinensischen) Gasfeldern nur mit einer westlich-devoten Militärjunta (wie immer) das türkische Anschlussstück bekommen hätte. Gleichzeitig hat man ja den Bulgaren verboten russisches Gas an der Ukraine vorbei nach Europa zu lassen. 300 Millionen Euro im Jahr können diese bulgarischen Sozialschmarotzer eh nicht brauchen. Und jetzt kommt der Trump und will einfach wieder simple Wirtschaftsprogramme fahren - Aufrüstung, wie der Adolf. Mehr Waffen bedeuten ja bekanntlich für Reps mehr Sicherheit - und vor allem mehr Profit. Und dieses "Friedensprojekt" EU sollte sich endlich einmal mit sich selbst beschäftigen. Einen wirklichen Binnenmarkt machen - auf der Verbraucherebene gibt es da noch derart viel zu tun, da braucht es keine Freihandelsverträge mit Japan oder den USA. Die EU oder noch genauer Europa ist eine Idee. Wenn man vom Satelliten auf diese europäische Landmasse schaut erkennt man keine Grenzen, aber auch kein Europa. Europa wird es nur dann geben wenn die Menschen an diese Idee glauben - da wird keine Lobby oder kein Konzern etwas daran ändern. Die können nur die Nationalismen schüren. Die USA wurden deswegen so mächtig, weil ein paar Visionäre sich zusammengesetzt haben und ihre Idee festgehalten haben. Die Gründungsväter - die Idee der Freiheit und der Selbstbestimmung. Diese Idee müsste EU verkörpern - die Freiheit sein Leben so zu gestalten, wie es einem vorschwebt. Wie es ausschaut kümmert sich die EU aber maximal um die Freiheit der Konzerne vor Steuern und Abgaben. Und welche Machthaber in welchem Land des Globus diesen Finanzkonglomeraten gerade passt. Wozu braucht ihr die Menschen? Um alle heiligen Zeiten an der richtigen Stelle ein Kreuzerl zu machen? So wird das nichts, weil jede halbwegs fähige Jogalehrerin da mehr Ausstrahlung und Anziehungskraft hat. Kann schon sein, dass viele Nordafrikaner in Europa leben wollen - nur, wenn immer mehr Europäer nicht in diesem ideenlos lethargischen Europa leben wollen, dann sollte man sich schleunigst etwas überlegen. Zum Beispiel wie schafft man ein WIR-Gefühl? Wie schafft man eine Identität, eine europäische? So sicher nicht!


DI Mathias Gruböck                                                                                              Baden, 03.04.2017
Unternehmens- und Organisationsberater

20 Dezember 2016

Scheinheilig

Die EU schreibt in ihrem Sanktionen gegen den Widerstand der anerkannten syrischen Regierung gegen ihren Sturz, folgende Embargogesetze der wirtschaftlichen Kriegsführung vor (Auszug):

Aktueller Stand der Sanktionen gegen Syrien

Waren- und Personenembargos der EU

Zur finanziellen Unterstützung der syrischen Opposition und im Interesse der syrischen Zivilbevölkerung besteht nachstehende Ausnahme (Art 9a):
Die EU-Mitgliedstaaten können die Eröffnung neuer Konten bei einem syrischen Bankinstitut bzw. die Gründung einer neuer Repräsentanz oder Zweigniederlassung von EU-Bankinstituten in Syrien genehmigen, wenn die Nationale Koalition der Kräfte der syrischen Revolution und Opposition zuvor vom EU-Mitgliedstaat konsultiert wurde (WKO.at)

In allen Sanktionsvorschriften sind die IS-Verbände mit keinem Wort (!) erwähnt. Die Sanktionen richten sich alleiniglich gegen den Staat Syrien. Wer kennt die bitte die „nationale Koalition der Kräfte der syrischen Rebellen“? Ein Gesetzestext oder eine Verordnung der EU die von irgendwelchen Fatamorgana-Truppen die fleißig finanzielle Zuwendung bekommen sollen schwadroniert. Nigel Farage hat unrecht damit, dass die Migrationspolitik von Frau Merkel an dem Anschlag an einem Berliner Christkindelmarkt Schuld trägt. Die vehemente, langjährige und kriminelle Militärpolitik des Westens und seiner Verbündeten im arabischen Raum aber schon.

Man kann nicht über Jahre einfach Staaten destabilisieren, boykottieren und militärisch überfallen ohne, dass dies irgendwelche Auswirkungen hat. Unter Abwandlung eines alten Sprichworts: Wie man in die Wüste hineinruft so schallt es zurück. Sicherheit beginnt dort wo die Unsicherheit der anderen entsteht. Der Westen hat sich schon zu lange das Recht herausgenommen andere, ihm nicht gelegene Ordnungssysteme/Staaten/Völker zu untergraben und gegeneinander aufzuhetzen. Die Fehleinschätzung des Westens liegt vor allem darin, dass er glaubt, die in der Folge entstehenden chaotischen Zustände wieder in geordnete Bahnen leiten zu können. Dabei werden unreflektiert soziale und volksgruppenbezogene Atombomben gezündet oder zumindest unterfeuert um den erwünschten Regimechange zu bekommen. Wer Wind sät wird den (An)Sturm ernten.

Die Kräfte die dann die Umsetzung von sehr genau getimeten Anschlägen in Europa umsetzen haben alle ein sehr ähnliches Profil: alle eher aus dem kriminellen Umfeld, eher organisierter Kriminalitätshintergrund mit Drogenthemen. Alle haben gemeinsam, dass sie sich vor dem Anschlag stark motivieren müssen (hohe Geldbeträge, Aufputschmittel) und alle sind bis dahin nicht als sonderlich gläubig aufgefallen. Die angebliche „Radikalisierung über Nacht“ ist ein sehr fragwürdiges Erklärungskonzept, da die Attentäter auch meist nicht vor haben sich selbst zu opfern. Fluchtplanungen sind hier ebenfalls eher ein kriminelles Verbrechenselement als Zeichen einer religiösen Tat. Auch ist es nicht leicht erklärbar, warum der IS, der ein Gebiet im Irak, in Syrien und angeblich eine kleines in und um Sirte beherrschen soll (aber beispielsweise im Jemen, dass von Saudi Arabien und seinen Verbündeten „befreit“ wird überhaupt nichts (!?)) und von US-, KAN-, GB-, FR- und RUS-Bombern und bombardiert und von deren Spezialeinheiten angeblich bekämpft wird, in letzter Zeit immer in Deutschland Attentate verübt. Strategisch unlogisch, denjenigen anzugreifen, der einen selbst noch nicht direkt angreift. In Frankreich besteht hier, bei den anderen Anschlägen eine sehr hohe Korrelation mit Kriegseintritten und Abstimmungen über das Kriegsrecht. Was die strategische Zielsetzung der Angriffe in Belgien darstellen sollte ist vollkommen fragwürdig, da die EU viel mehr den gemeinsamen Feind Assad schwächen und bekämpfen will und wollte, als sich um das Thema IS sonderlich zu kümmern. Das einzige was die EU bis dahin in Richtung der IS unternommen hatte war, dass die Innenminister schon 2014 bezüglich der Dschihad-Rückkehrer Maßnahmen ergreifen wollten – bevor noch die meisten sich überhaupt erst dem IS in Syrien (und dem Irak?) angeschlossen hatten.

Dahingegen folgt die Ermordung des russischen Botschafters in der Türkei einem sehr eindeutigen strategischen Ziel – dem der Kurden, eine weitere Annäherung in der Syrienfrage zwischen den Russen und der Türkei zu untergraben. Ob die Kurden so ein Attentat ohne zumindest logistische Unterstützung ihrer Verbündeten durchführen können oder überhaupt wollen ist hier fraglich, da die Gefahr für die türkischen Kurden größer wäre als die möglichen Vorteile für die YPG u.a. So ein Anschlag spricht eher für größere strategische Planungszusammenhänge. Immerhin in einem NATO-Mitgliedsland wurde der russische Botschafter ermordet – passend zu der Konfrontationslinie zwischen Russland und einiger NATO-Staaten in Syrien. Das wirkliche Warnsignal ist dieses Attentat und nicht das, medienwirksamere in Berlin.

Blöd wenn das gemeine Volk jetzt den Schluss daraus ziehen würde, dass man sich verstärkt mit Russland zusammentun sollte, da diese offenbar die einzigen sind, die bisher wirkliche Erfolge im Kampf gegen den Islamismus (so es dieser überhaupt ist) vorweisen können. (Tschetschenien, Syrien) Das was die NATO da abliefert ist das Geld nicht wert, das dafür verbraten wird. Milliarden werden hier sinn- und ziellos verbuttert um gleichzeitig das Gefühl der Sicherheit in der Bevölkerung immer weiter zu untergraben. Wenn das wirkliche Ziel der NATO die Sicherheit in Europa darstellt, dann versagt sie gerade progressiv ansteigend. Es wurde massiv aufgerüstet und massiv Freiheits- und Verfassungsrechte ausgehöhlt/ausgesetzt und trotzdem sinkt das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung beängstigend. Nur Authentizität und Wahrheit bringen Vertrauen und Vertrauen braucht es für das Gefühl der Sicherheit.

Einfache Aussage: Bekämpfen wir in Syrien den IS oder die anerkannte Regierung? Ganz einfach. Wenn man Energien einsetzt um ein Regime zu beseitigen, dann werden in einer reziproken Gesetzmäßigkeit ebenso Energien freigesetzt werden, die unsere Regime (und bei uns herrscht ja formal das Volk) zu schädigen. Hält die EU wirklich an der Nationalen Koalition der Kräfte der syrischen Revolution fest? Wir könnten auch Syrien in Minimundus nachbauen und die Besucher als demokratische Koalition der Kräfte der Besucher Syriens nennen und dann in Genf eine Einheitsregierung à la Libyen beschließen. Zuerst wegbomben und dann einsetzen – Eau de Kolonie, der Duft der alten Weltherrschaften zieht durch die Brüsseler Neubauten.

DI Mathias Gruböck                                                                                         Baden, 20.12.2016
Unternehmens- und Organisationsberater


17 Mai 2016

Wehr macht Macht?



Motte Allerechtevorbehalten Naja - Terrorist ist vielleicht etwas zu hoch gegriffen. Machtpolitiker reicht auch schon. So muss man wohl als Staatsoberhaupt der Türkei agieren, wenn man es sich so ziemlich mit allen verscherzt hat. Mit den Israelis schon mal länger wegen seiner Palästinaflotte. Mit den USA wegen seiner Entmachtung des türkischen Militärs und wegen seines Widerstandes gegen eine kurdische Autonomie/Staatenbildung, mit den Russen wegen seines Protektion der turkmenischen Syrer - inklusive massiven Gebietsansprüchen gegenüber Syrien, mit den Saudis weil er Geschäfte mit den schiitischen Persern macht. Mit den Iranern wegen seiner Bedrohung derer syrischen Verbündeten, den Westen, weil er die Westöffnung eines Atatürks durch religiöse Einflüsse auf die Politik untergräbt - und den Herrn Pilz - der ihn einen Terroristen nennt. Auf der anderen Seite ist es wieder einmal ein Paradebeispiel dafür, dass nichts besser wird wenn man einen Machthaber kaum einen realen Exit lässt, außer sich den (eigenen) Strategien zu unterwerfen. Die türkische Politik der zentralisitischen Reosmanisierung ist defacto gescheitert, da es dem Neo-Retro-Atatürk Erdogan nicht gelungen ist sich gegen andere Machtgruppen in diesem Raum aufzustellen oder sich mit ihnen, für ihn stärkend, zu verbünden. Bald wird das Militär mit westlicher (NATO)-Unterstützung wieder an Macht gewinnen, der Fremdenverkehr wird in Mitleidenschaft gezogen werden und dann ist der Wohlstandszuwachs seit der Regentschaft von Erdogan auch bald wieder weg. Vor allzu blauäugiger Gutmenschen-Aufregung in fremden Ländern ist jedenfalls zu warnen, da man sich in der Folge dann wieder über eine nette Militärjunta freuen darf. Die Strategie des Westens bezüglich Libyen ist hier ein nur zu warnendes Beispiel. Ghadaffi war ja auch ein Terrorist, dann kamen die NATO-Bomber und jetzt haben wir wieder nicht unser Öl unter Kontrolle, also unsere eingesetzte Regierung dort. Jetzt muss man wieder mühevoll eine IS-Bedrohung konstruieren um dort die aktuellen Militäreinsätze von Sondereinheiten der USA, Frankreichs, Italien und Englands zu rechtfertigen. Geht ja nach wie vor nicht um Einfluss und Öl sondern um den Kampf gegen diese muslimischen Terroristen. Ist ja schon eine Frechheit, dass diese Muselmanen alle "unsere" ehemaligen (und noch existierenden) Kolonien einfach so als ihr Gebiet reklamieren. Lauter Terroristen. Und dem Erdogan seine Eier stinken wie von einem Hammel weil er dauernd kleine Mädchen verprügelt und irgenwas mit denen in Fritzls Keller macht - wie wir ja vom Herrn Böhmermann erfahren durften - geboostet durch den Spiegel. Irgendwie hat man das Gefühl, dass die vormals feindlosen Kalten Krieger sich neue Feindbilder besorgen mussten und nach den Kommunisten jetzt endlich den Begriff Islamisten als passendes Feindbild durchbekommen haben. Milliarden Investitionen fließen wieder. Welch Glück, dass man rechtzeitig auch noch die geheimen Angriffspläne der Russen auf unsere neue NATO-Front im Osten aufdecken konnte. Endlich können wir alle wieder in fremden Ländern Machthaber auf- und absetzen, Volksgruppen vertreiben oder unterstützen, Waffen liefern, Militärberater in Brigardestärke schicken und vor allem die neuen tollen Internetkommunikationsmedien dazu nutzen sich einen privaten obersten Völkerrechtsgerichtshof einzurichten um je nach Vorliebe mit den Wahrheitsmedien des Westens in Resonanz zu gehen oder deren Opponenten bei ihrem "gegen den Strom" ankommunizieren zu unterstützen. Das was sicher gewachsen ist, ist die Bereitschaft Gewalt zuzustimmen oder sich sogar daran zu beteiligen. Es ist unglaublich wie viele dem Machtmittel Krieg das Wort reden und ihm den Weg bereiten. Seit 5.45 Uhr wird zurückgeschossen, seit langem. Zumindest im Geiste.


DI Mathias Gruböck                                                           Baden, 17.05.2015
Unternehmens- und Organisationsberater

21 März 2016

Heute gehört uns der Westen morgen die ganze Welt!

... und noch eine Runde. Zuerst musste der Westen (NATO - vergleiche Nordatlantikpakt - Defensivbündnis) das Regime von Herrn Ghadaffi in Libyen wegbomben. Dabei unterstützte er ausschließlich demokratische Kräfte. Dann versuchte der Westen in altbekannter Weise seine Favoriten in Libyen an die Macht zu bringen. Plötzlich entpuppten sich die "demokratischen" Kräfte, die sich nicht den westlichen Manipulationen unterwerfen wollten, damit der Westen endlich wieder kostengünstig seine Ölförderrechte bekommt und seine Ölförderanlagen betreiben kann, als zunehmend "islamistisch". Interessantes Detail am Rande ist das "Rebranding" der unwestlichen Gruppen. So waren es bei dem Angriff auf die US-Botschaft in Libyen noch Al-Kaida-Bösewichte die gegen den wachsenden US-Einfluss vorgingen. Seit neuestem zieht die neue Schreckensmarke IS viel besser. Klarer Ansatz: alles was nicht für uns ist, ist antiwestlich. In einem muslimischen Gebiet ist das klarerweise nur religiös motiviert. Daher sind alle antiwestlichen Kräfte Islamisten. Außer diejenigen, die prowestlich - also gemäßigte Rebellen/Milizen/Gruppen sind.

Jetzt ist also der Westen mit seiner Führungsmilitärmacht USA wieder einmal dort, dass er in einem durch ihn "befreiten" Land überall unchristliche Umtriebe (also gegen die westliche Wertegemeinschaft NATO) ortet. Dies speziell in der Nähe von Ölpipelines und -fördergebieten. Jetzt setzt der Westen (noch sehr national subjektiv) Militär- und Paramilitärgruppen ein, die seine Interessen in Libyen schützen sollen. Zusammen mit der Westverantstaltung UNO wird eine Interessensvertretungsregierung eingesetzt, diejenigen, die sich diesem Vorgehen widersetzen werden kurzerhand mit dem IS-Mäntelchen versehen und somit zu Freiwild erklärt. Bombige Zeiten lassen sich da für Libyen erahnen. Jetzt bombardiert der Westen (noch nicht die NATO oder nur teilweise oder direkt im Auftrag von Ölfirmen) diejenigen, denen er in der ersten Welle mittels Bombardements den Weg geebnet hatte. Und die Waffen hat ihnen auch wieder einmal niemand verkauft, damit die "jahrhundertealten" Konflikte ja nicht wieder aufflammen. Das ist ja so vollkommen unwahrscheinlich, dass, wenn man eine Zentralregierung wegbombt und lokale Machthaber mit Waffen versorgt, dass sich dies in Kürze zu einem "failed state"-Status auswächst. Primitivste Kolonialpolitik ist das - dagegen war der belgische König im Kongo ja ein Wohltäter.

Nehmt die paar Milliarden, die der geplante Kriegszug in Libyen kosten wird und gebt das Geld in einen Wiederaufbaufond mit zentraler Verwaltung (zusammen mit den Öleinahmen). Das ist der einzige Weg wie man zu einem Zentralstaat Libyen zurückkommen könnte. Gemeinsames, vieles Geld läßt die diversen Gruppen viel schnelle Gemeinsamkeiten finden, als ein mörderischer Machtanspruch des Westens mittels militärischer Gewalt. (Rein militärstrategisch ist der geplante Zerfall des Staates so weit fortgeschritten, dass man jetzt dazu übergehen kann die einzelnen feindlichen Gruppen durch westliches Militär direkt auszuschalten - der Vorteil in Libyen ist dazu, dass man nur die Küstenregion beherrschen  und einige Verkehrsknotenpunkte ausschalten muss um es zu beherrschen)

Der kleine Kiffer Abdesalam wird auch wieder einmal dazu genutzt das Bedrohungsszenario in Europa hinaufzuschrauben. Lustiger Weise immer nur in Ländern die eher weniger in Nordafrika engagiert sind. Da ist nichts mit den USA oder GB. Aber die sind ja eh schon bereit dort ordentlich aufzumischen. Brüssel und Kontinentaleuropa braucht noch ein bisschen mehr Bedrohung durch den IS. Speziell Deutschland eiert da herum. Nimmt da jede Menge von Flüchtlingen, nur damit es nicht bei den Feldzügen mitmachen muss. Da wirds auch bald einmal so 200-300 Tote  brauchen, damit die deutschen Pazifisten und Gutmenschen endlich wieder einmal für einen ordentlichen Krieg zu motivieren sind.

Der Westen hat nach wie vor einige Probleme mit seinem Selbstbild. Er hat so eine Peace-Keeping-Trance oder Demokratisierungs-Psychose. Er glaubt wirklich, dass auch alle anderen Völker seine kriegerischen Akte als Kampf für den Frieden und Freiheit verstehen. Diesen Schwachsinn kann man den westlichen Medien einfach nicht austreiben zu verbreiten. Wo überall der Westen jetzt schon bei seinem Kampf für die Menschenrechte angegriffen wird. In Afghanistan, in der Ukraine (hier besonders degoutant, da der demokratisch gewählte Präsident Janukowitsch vor dem Putsch durch die US-Kräfte sofort den EU-Wirtschafts- und Militärpakt unterschrieben hätte, wenn er Visafreiheit und 30 Milliarden Euro bekommen hätte. Das wollte der Herr Baroso und seine Amifreunde aber nicht an eine nicht vom Westen kontrollierte Regierung geben - das war ja die Prämie für den Putsch), im Jemen, im Irak, in Syrien, im Westjordanland, auf dem Sinai, in Nordkorea, in Russland, in Libyen ...

Der Westen schafft es nicht einmal einen Kriegszustand zwischen Zypern und der Türkei zu beenden. Mehr Selbstvernebelung mit der Friedenstifterrauchschwade geht gar nicht mehr.

25 Februar 2016

Putin destabilisiert die EU durch die Flüchtlinge (?!)

http://orf.at/stories/2326259/

Wirklich Herr Hahn? War da nicht das politische Signal von Wirtschaftssanktionen, NATO-Ostetweiterung und Russlandbashing von jeder Sportveranstaltung bis zum Songcontest? Die EU behauptet doch dauernd Russland sei eine stali-fascho Diktatur, da muß man doch den Betroffenen Asyl gewähren! Da sind natürlich keine Schlepperbanden schuld, sondern Putin pumpt jedem höchstpersönlich mit seinen KGB Freunden die Radln auf. Dem Herrn Hahn kann man wahrlich nicht vorwerfen sich im Fokus auf das Wesentliche zu verzetteln. Weiter so EU-Pappkameraden, wo sind sie konkreten Lösungsansätze? Plauderanten und Bedenkenträger haben wir schon genug. Vielleicht ist der Herr Putin auch daran beteiligt, dass wir wieder zur Altkleidersammlung Hirschen müssen und nicht unsere Altkleidung unter migrierende Flüchtlinge werfen. Das ist übrigens der Casus Knaxus der feurig geführten Debatte: Das Asylrecht hat einfach nicht vorgesehen, das Flüchtlinge weitermigrieren können. Sobald ein Flüchtling in einem Nachbarstaat angekommen ist, ist er geflohen. Wie schrecklich auch immer Krieg, Flucht und Not ist, sobald er weitermarschiert wird er zum (vollkommen verständlichen) Kriegsmigranten. Flüchtlinge aus Osttimor sind in Mitteleuropa Migranten, keine Flüchtlinge mehr. Wer anderes behauptet hat eine unverhohlene Lust an Chaos und Unruhe stiften.

Auffallend ist aber die sehr noble Zurückhaltung des Herrn Kommissars Hahn bezüglich der Flüchtlinge die aus der Türkei kommen. Wo bleibt da der Analogieschluss? von dort kommen Millionen und der Herr Erdogan wird dafür in seinem Krieg gegen Kurden und Syrer unterstützt damit die NATO dort schneller ist als die sunnitisch-saudi-arabischen Kräfte sich ausbreiten können. Ahso, wir schaffen DAS (?) ja. Wir (?) wollen einen Krieg gegen chinesische, saudische (tw), iranische, russische (...) Interessen im Irak, Afghanistan, Syrien, Jemen, Libyen (...) führen. Jaja, wir schaffen das. But - who the FUCK is WIR?

DI Mathias Gruböck                                                                Baden, 25.02.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

06 März 2011

Das Amtskappl brennt!!


Leute – jetzt kommt wieder mal der ganze Scheiß hoch! Und die Vollkoffer von der Opposition machen auf politisches Kleingeld. Zuerst werden Daten aus einem Verfahren an die Presse gegeben: hier schreit niemand – Korruption – Geheimnisverrat was auch immer. Werden plötzlich aber Daten an Kreditschutzunternehmen verkauft, ist die Ministerin schuld!

Jetzt wird’s aber ruchbar – wenns passt, dann ist's gut so – wenns nicht passt, dann ist die Ministerin schuld! Einfaches Oppositionsleben – seht ihr nicht das System dahinter? Österreich ist keine gierfreie Zone – Korruption steht auch im österreichischen Wörterbuch groß geschrieben. Nur weil es bei uns mit Hinsichtl und Hersichtl etwas gemütlicher abgeht, heißt es noch lange nicht, dass wir die Insel der sauberen Hände sind. Hallo!!! Das ist nur der Schmäh, den wir uns selbst erzählen.

Also: seit 1,5 Jahren jagen über 40 Beamte fulltime und der Rest der Journaille eine einzige Person, der bisher genau eine Selbstanzeige vorgeworfen werden kann. Da können Flughäfengelder explodieren, Banken plötzlich krachen gehen, Universitätsproffesoren verlieren ihre RA-Berechtigung, uvm. - alles wurscht.

Jetzt haben wir sogar einen, der die Gelder eines, der doch immerhin eine ganz netten Terroranschlag befohlen hat, am Opernball mit österreichischem Pass tanzen. Wer hat ihm den gegeben? Zahlt der Herr in Österreich seine Steuern, ist er gar Flüchtling gewesen? Oder haben sich hier wieder einmal ein paar Stützen des Staates gefällig gezeigt. Der Herr bringt ja immerhin Milliarden (sind zwar auch gestohlen – aber doch Milliarden) in die schöne österreichische Stiftungslandschaft ein. Herrlich, er meint ja noch, dass er gerne Österreich besuche – der tolle Staatsbürger. Naja, mit einem österreichischen Pass kann er natürlich ganz anders mit den Mittlen verfahren, als mit einem lybischen, gel!?

Wie hoch ist eigentlich derzeit die Parteispende für einen österreichischen Pass? 1 Million Euro – oder ist der Preis gestiegen? Na geh – seid's doch nicht so kleinlich – ist doch ein gutes Geschäft für alle. Das dieses Geld den Leuten in Lybien fehlt – die würden auch so krepieren. Und wir sind ja in Wirklichkeit die Guten – WIR haben nur sein Geld (also, ein Geld) genommen, WIR haben ihm keine Waffen verkauft! Wir sind die Guten! Was der mit seinen Blosfüßigen anstellt ist doch unseren Renditen wurscht. Wir haben auch ein Recht mitzuschneiden – wie finanzieren wir sonst unseren Luxus auf Kosten anderer?

Also was ist jetzt? Was ist mit dem Grasser – da weiß doch jede Hausfrau schon, dass der der wahre Verbrecher ist. An den Pranger mit ihm – wir machen Geschäfte so, dass man nachher nicht in unseren Zeitungen und in unserem ORF darüber berichtet. Und jetzt geben wir ja nicht einmal mehr jedem parteispendewilligen Russen der in Kärnten irgendwas investieren will einen Pass! Vertraut uns doch, was die da in der EU schon wieder wollen mit dem Parteispenden – bei uns läuft alles wie immer ab – glaubt uns doch – wir schreiben's euch auch noch mal via Zeitung und ORF! Es lebe die Parteipressefreiheit! Es lebe die Passfreiheit (lybischer Steilpass), dafür versprechen wir euch, dass wir alle lybischnen Flüchtlinge, die ihrem Geld nachflüchten wollen, wieder abschieben werden. Weil sein/ihr (jetzt unser) Geld ham ma ja schon – was brauch ma da no die Leut? Und auch die Italiener und die Franzosen sind ja ganz lieb zu ihm, weil, das blödeste was passieren kann, ist, dass er unser (also sein) Geld wieder abzieht. Also, muss schon sagen, das ist sehr schwer ordentliche Geschäfte mit einem Terroristen und Schlächter zu machen, sie wissen ja gar nicht wie schwer so ein Amt heutzutage ist – es ist so kompliziert – da die Partei, dort schon auch das Gesetz, hier das Geld – was für Menschen?

DI Mathias Gruböck, Am Flachhard 24, 2500 Baden Seminyak, 06.03.2011