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15 Juni 2019

Iran greift dauernd an

Hilfe - warum werden wir durch Staats- und Qualtitätsmedien nur noch verarscht? Aha - also der Iran fährt in der Nacht und schießt zwei kleine Löcher in zwei Tanker. Dann fahren sie mit einem Küstenwacheboot dort hin und nehmen offenbar Mannschaftsteile (mit Schwimmwesten) an Bord und schauen sich auch noch die Löcher an. Dann schreiben sie das auch in den iranischen Medien. Und unsere Medien haben nichts anderes zu tun als den aufgequollenen Schwachsinn von Adminstrationen (US und GB) unkommentiert wiederzugeben, die sich jetzt seit Jahren dadurch auszeichnen gerade in diesem Teil der Welt immer wieder Kriegsgründe zu basteln. Kann der ORF bitte so nett sein und so schwachsinnige Aussagen der Briten wie "der Iran war's weil's niemand anderer gewesen sein kann!" einfach nicht auf Staatskosten abzudrucken! Abgesehen davon, dass es inhaltlich einfach FALSCH ist. Man kann sich gerne die Geschichte der USS Liberty anschauen, die von den Israelis im 6 Tage Krieg angegriffen und 34 US-Besatzungsmitglieder noch in den Rettungsbooten umgebracht wurden. Die israelischen Mirage trugen die Hoheitssymbole Ägyptens und die Aktion sollte die USA dazu bewegen Atombomben auf Kairo zu werfen. Jetzt kann man natürlich sagen, dass Israel ganz wo anders liegt wie der persische Golf - jedoch wird wohl niemand wirklich glauben, dass die U-Boote der Delfinklasse (halbgeschenkt von den Deutschen) mit ihre seegestützten Atomraketen nur im Mittel- oder Rotem Meer herumdümpeln. Oder man kann annehmen, dass die Israelis ihren laufenden Worten, der Vernichtung des Irans auch Taten folgen lassen. Nachdem niemand etwas dagegen hat, wenn israelische Bomber Syrien oder den Gaza-Streifen angreifen, weil die Israelis ja immer zu erst angegriffen werden (wie sie sagen) könnte es also auch durchaus sein, dass sie gerne mal im persischen Golf auftauchen und ein bisschen scharf schießen auf vorbeifahrende Tanker. Wie schon im Korea-Krieg und anderen Kriegen sehr gut geübt. Natürlich hat die US-Drohne nur ein Video vom Schnellboot wie es neben dem Tanker liegt, warum haben sie kein Video vom Beschuß, wenn sie doch jedes iranische Boot überwachen? Und ganz nebenbei - wie schaut es eigentlich aus mit der österreichischen Neutralität? Sind wir wirklich in einem Militärbündnis PfP (nichtstimmbrechtigtes Mitglied) bei dem ein außereuropäischer Staat, der laufend Wirtschafts- und Angriffskriege vom Zaun bricht, das Kommando hat? Wo bleibt da die Sicherheitsoffensive der Politiker. Nicht neue Kampfjets kaufen - brauchen wir nicht. Einfach aufhören Weltherrenanhängsel zu spielen. Wobei die Österreicher noch immer so gerne mitlaufen.

DI Mathias Gruböck                                                                   Baden, 15.06.2019
Analyst

03 Mai 2018

Rüstungsmarketing


http://orf.at/stories/2436439/2436440/


Also wenn man sich Gerät anschafft, dass einzig und allein zur Verteidigung des Heimatlandes dienen soll, dann darf man sich nicht wundern, dass das Klumpat laufend auf die neuen Kriegsgebiete (die eigentlich ja von deutschem Boden aus nie wieder bedient werden sollten) umgebaut werden muss. Die Leopardpanzer zum Beispiel haben keine Klimaanlage, was in unseren Breiten kein Problem ist, jedoch wenn man unbedingt wieder Afrika-Korps spielen will, dann hat es im Inneren eines solchen Panzers gleich mal 70 Grad. Und nicht Fahrenheit. Ob es wirklich so ein Problem ist, dass deutsche Kampfjets bei den diversen Angriffskriegen der NATO nur bedingt mitmachen können - und wieviel dabei auch Taktik ist um sich zu schrauben sei dahingestellt. Die U-Boote mussten alle in die Werft weil doch ein deutsch-stämmiges U-Boot der Argentinier erst unlängst mit Katz und Maus untergegangen ist - weil der Schnorchel in der stürmischen See Wasser genommen hat. Die deutsche Transatlantik-Presse ist die vorgeschobene Marketingabteilung der US-Rüstungsindustrie, die natürlich nicht von Ungefähr den Trump die 2%-BIP-Rüstungsschwelle fordern lässt, die sicherlich nicht von EU-Rüstungsfirmen geharvestet werden soll. 

 Und die österreichischen Euro-Fighter steigen ja nicht einmal auf wenn die US-Transportflugzeuge die Angriffsraketen gegen Syrien von Ramstein nach Sizilien transportieren. Soviel zur Luftraumüberwachung und keiner Beteiligung an Kriegen - weil wegen einer verirrten Cessna haben wir nicht die Gebrauchtflugzeuge vom Secondhandmarkt gekauft. Die haben wir gekauft um die immerwährende Neutralität zu gewährleisten - bestimmt nicht um uns für NATO-Kampfeinsätze zu zertifizieren. Wie locker das Wort "Kampfeinsätze" den transatlantischen Medien überhaupt über die Lippen geht. Kampfeinsätze heißt seit Jugoslawien ohne UNO-Mandat eigenständige Staaten mit Bomben und Raketen angreifen. Damals flogen noch die Yougo-MIGs eine kleine Schleife übers Grazer Becken. Jetzt fliegen die US-Hubschrauber über Wien und die US-Jets machen was sie wollen im österreichischen Luftraum - auch wenn wir endlich ihre F16 kaufen sollten und so unseren Tribut an das Imperium abführen dürfen. Der Deal heißt: Keine Strafzölle auf EU-Stahl wenn ihr ihn wieder als fertige Waffensysteme aus den USA um pervers viel Geld zurückkauft. Danke für das einfältige Rüstungsmarketing mit dem uns die Staatsmedien psychologisch darauf vorbereiten mehr Steuern als Waffeneinkäufe in die USA abzutreten. Jeder Vasalle muss halt seinen Tribut zahlen. Heil dir USA. Wir tragen unsere Verantwortung (???? einer der dümmsten Sätze der letzten Zeit)

DI Mathias Gruböck                                                             Baden, am 03.05.2018
Unternehmens- und Organisationsberater

27 April 2016

Schindlers Delistung


Was haben U-Boote, der Chef des BND und 5Eyes miteinander zu tun? Nehmen wir einmal die einzige Möglichkeit von Staatenlenkern riesige Wirtschaftsprojekte anzustoßen – das sind Infrastrukturbauten (beliebt Flughäfen) und Rüstungsprojekte. Gefolgt von Atomkraftwerken, was aber schon viel schwieriger ist. Wenn man derartige Projekte lostritt benötigt man einen Grund. Flughafen versteht jeder und Rüstungsprojekte fallen irgendwie unter Sicherheit oder nationales Interesse. Das sind dann echte Milliardenprojekte die sofort eine riesige Pyramide an Organisationen und Unternehmen anziehen, die einfach davon profitieren wollen. Da werden immense Kräfte und Energien freigesetzt. Solche Großprojekte lösen kein einziges Problem und auch meistens die vorgeschobenen Ziele nicht, jedoch stellen sie modernen Schlachten eines globalen Wirtschaftssystems dar. Da wird alles aufgefahren was gut und teuer ist um hierbei zu obsiegen.

Beispielhaft könnte man ein U-Bootgeschäft in Australien nehmen. An sich sind die Australier Mitglied im Five Eyes-Spionage-Ring und haben eine wie immer geartete Commonwealthanbindung. Bei Hubschrauberträgern und dergleichen sind die Briten mit der BAE Haus- und Hoflieferant der Aussis. Jetzt kann man an sich fragen wozu die Aussis 35+ Milliarden U-Boote benötigen, da ein Angriff der Japaner schon lange nicht mehr da war und die Chinesen wohl kaum Australien angreifen werden. Da geht es schon eher um die Unterstützung der geo- und militärpolitischen Ziele der USA im pazifischen Raum. Und der Waffenhändler des Vertrauens der australischen Politik ist eindeutig BAE. Jetzt begann eine Schlacht darum ob man in den fast monopolistischen BAE-Down-Under-Markt entweder die Deutschen oder die US-Japaner hineinlassen müsste. Die Engländer, nicht blöd schoben einfach einmal die Franzosen als Flagschiff-Kooperationspartner vor.

Die USA mit ihrem Mandats-Verbündeten Japan versuchten die Rüstungsindustrie der Japaner im Angesicht der chinesischen Herausforderung wieder ordentlich hochzudrehen. Dafür bräuchte man ausländische Abnehmer, da das ja sonst eine rein defensive Bewaffnung der Japaner sofort überschreiten würde. So oder so gibt das nur Probleme, da der an sich aggressive Kurs der USA weltweit gerade im südchinesischen Meer noch viel schneller als anderswo zu einer veritablen Explosion führen kann.

Die Deutschen will eigentlich keiner. So haben die die Thyssen-Deutschen angeblich ein um 50% niedrigeres Angebot als die fränkischen Britnormannen gelegt. Wie gesagt die Deutschen will keiner obwohl sie wahrscheinlich die S-Klasse unter den konventionelle U-Booten produzieren. Nur bekommt man die normaler Weise geschenkt (vergl. Israel). Jetzt kommt der BND-Schindler mit seinen Listen dazu. Dass hier die gesamte Armada der Geheimdienste nichts anderes zu tun hat als „den Bieterprozess zu begleiten“ ist wohl selbstredend. Außer offenbar der BND, der schön brav den fünf Hühneraugen den Stand der Dinge aus Essen meldet. GCHQ bekommt eine Live-Schaltung aus Deutschland. Wenn dann das schlagseitige Schiff des deutschen Angebotes untergegangen ist, dann kommt noch Präsident Obama nach Hannover zur Messe und sagt TTIP oder ihr gewinnt nie wieder irgendeine internationale Ausschreibung. So schaut's aus.

Der Oberspion Schindler darf jetzt seine Honorarproffesuren in Amerika antreten, vielleicht wird er auch noch mal als Lobbyist für die BAE in Brüssel aufschlagen. Thyssen-Krupp bringt das nichts mehr. Was macht eigentlich der Herr Abbot jetzt? Offenbar ist der nicht in Panama veranlagt, das sind doch eher die Ablenkraketen für die öffentliche Meinung gewesen. Dem Herrn Abbot sein Haus auf Bali möchte ich sehen, das liegt genau in der Mitte zwischen Australien und Singapur :-)

Großprojekte sind schon toll. Sie lösen kein einziges Problem wirklich, aber es ist der einzige Weg wie man anständig Profit machen kann. Also schon fast unanständig. Rüstungsentscheidungen sollten einzig und allein vom Wahlvolk entschieden werden. Dann bekommt es wenigstens auch etwas Brot und Spiele von den Rüstungskonzernen gespendet. So gibt es immer abzählbar viele Entscheider. Für 35 Milliarden glaubt man gar nicht wozu manche Menschen fähig sind. Auch nur für ein paar Promille davon.

Mutti Merkel muss jetzt schleunigst ihre Spionageabteilung, den BND auf das gleiche Niveau heben, wie es einer Wirtschaftsweltmacht entspricht. Da werden 1000 neue Mitarbeiter viel zu wenig sein. Vor allem wenn man sie weiterhin dazu nutzt die eigene Industrie auszuspionieren. In Wirklichkeit sind derartige Projekte für den normalen Bürger nur Schrott. Davon hat er nichts, aber er darf dafür zahlen. Aber Deutschland könnte ja die Hälfte der U-Boote für Australien bauen und mitten im Meer versenken, wegen des 50%igen Rabatts. Würde man die Wertschöpfung total in Deutschland halten, keine übergebürlichen Transfers in Steueroasen anstoßen und man würde keinen Krieg benötigen um die Boote zu versenken. Vielleicht als künstliches Great Barrier Rief als Grundlage für die Korallen und als 35/2 Milliarden-Projekt gegen den Klimawandel (weil man sich den Sprit ersparen würde)?

DI Mathias Gruböck                                                        Nondorf, 27.04.2016
Unternehmens- und Organisationsberater