https://orf.at/stories/3126960/
Laut
österreichischem Bundesheer ist der Computer eine Waffe und der Einsatz
von Computern gegen staatliche Infrastruktur eine Art der
Kriegsführung. Wenn jetzt das US-Militär offenbar ohne jede politische
Entscheidung Cyber-Krieg gegen Russland führt, dann befindet sich die
USA laut der neuen Bundesheer-Gesetze im Krieg mit Russland. Wie kann es
jetzt genau sein, dass Österreich einem kriegsführenden Staat
Überflugs- und Durchmarschrechte erteilt, da es sich in einer
euphemistischen Partnerschaft für den Frieden (PfP), einem
"Verteidigungsbündnis" unter der Befehlshoheit der USA, befindet.
Lieber
Herr Bundespräsident - wo ist hier ein Einschreiten der
Verfassungs-Schützer? Kann man klare Verfassungsgesetze einfach negieren
und gleichzeitig staatsnegierende Staatsverweigerer wegen Hochverrates
einsperren? Wie hält ein angeblicher Rechtsstaat so viel Gemurkse aus?
Verkommt hier die Verfassung zu einer Definitionsmasse für
Umgehungsverordnungen und Schönsprech-Machpolitik? Ist Österreich
wirklich nur noch das Spielbällchen einer vollkommen aus jedem
völkerrechtlichen Rahmen gefallenen Weltmacht, die einen europäischen
Staat nach dem anderen übernehmen (vergl. Polen, Großbritannien,
Dänemark, Griechenland, Nordmazedonien, Ukraine, Albanien)? Was ist mit
dem Verfassungsgerichtshof? Womit beschäftigt der sich eigentlich - nur
mit Verkehrsschildern und Kopfbedeckungen für kleine Kinder?
Wie wär's
einfach mal mit dem Neutralitätsgesetz Artikel 1. Ist einfach zu lesen
und kaum herumzudeuten. Was ist jetzt mit der Operettendemokratie in
Österreich - wo alle bei absoluten Mehrheiten und Schönwetter
ausgesprochene Demokraten sind, kaum gibt's mal Schwierigkeiten versteht
keiner warum man nicht einfach eine Minderheits-Alleinregierung als
demokratisch legitimiert betrachten kann. Vor allem von einem BK der
gerne auch ausländische selbsternannte Präsidenten anerkennt, weil die
USA unbedingt die Venezulaner solange aushungern bis sie ihnen das Öl
wieder schenken. Da wird gefuhrwerkt wie im tiefsten Mittelalter - mit
Belagerung, Aushungern, Inquisitionen, Überfällen, Lug- und Trug,
gezielter Mord und Totschlag, Verschwörung und Fals Flag-Angriffe -
machtpolitisch ist das 21 Jahrhundert ein Rückfall in ganz dunkle
Zeiten. Nicht zuletzt der Afghanistan-Krieg der NATO, der wohl bald
länger dauert als der 30 jährige Krieg (wenn man die US-Interventionen
gegen die Russen in Afghanistan als Kriegsbeginn miteinrechnet)
Besonders auffällig ist aber die Akzeptanz die die Schmähung von
komplizierten Internationalen Sicherheitsstrukturen speziell durch die
Kriegstreiber bekommt. Hier wirken immer mehr Medien nicht als
Machtkontrolle sondern als Macht-Propaganda-Werkzeug. Medien die
Feindbilder speziell in wirtschaftlichen, politischen, religiösen oder
ideologischen Minderheiten generieren verdingen sich immer mehr als
Werkzeuge von Machteliten, die mit relativen Mehrheiten (also einer
Minderheit) gerne absolut regieren. So nach dem Prinzip "unter den
Blinden ist der Einäugige König". Bitte um die Bekanntgabe der
Staatsführung ob wir uns, so wie offenbar unsere Befehlsgewaltigen in
dem Militärbündnis NATO/PfP, im Krieg mit Russland befinden? Wäre doch
einmal interessant zu wissen, da die Kriegsvorbereitungen ja jetzt schon
lange genug vorangetrieben werden. Noch dazu wo offenbar die Befehlsstrukturen in den USA für einen Angriff offenbar mehr als unklar sind. Wer genau darf jetzt den NATO-Truppen und -Ländern befehlen Russland anzugreifen?
Normaler Weise ist der Angriff auf die Kommunikations- und Informationsinfrastruktur der Anfang eines heißen Krieges. Also bei der Landung in der Normandie wurden auch zuerst die Telefonleitungen durch luftgelandete Truppen durchschnitten. Nur weil man das jetzt Cyberwar nennt ist es um nichts besser.
DI Mathias Gruböck Baden, 16.06.2019
Analyst