Posts mit dem Label MH17 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label MH17 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

29 September 2016

Weapons of massdistruction

Dank des JIT-Teams, das die Untersuchungen für eine Schuld Russlands am Abschuss von MH17 führen sollte konnte gerade rechtzeitig eine Pressekonferenz einberufen werden, in der nichts Neues dargelegt wurde. Die Präsentation war auch schön mit Animationen unterlegt und das Ganze wirkte fast wie eine Siegfried und Roy-Las Vegas-Show für‘s staunende Publikum: Das Offensichtliche wird episch breit und behübscht dargelegt. Animierte BUK-Spazierfahrten und Computeranimationen. (Hier hütete man sich natürlich einfach einen echten Lenkwaffenpanzer der ukrainischen Armee abzufilmen wie er spazierenfährt – auch wurde die Herkunft der Vergleichsrakete und des Vergleichssprengkopfes vom JIT-Teammitglied Ukraine tunlichst verschwiegen) Ein bisschen erinnerte die ganze Geschichte an die berühmte Illusionsshow zur Einleitung des 2. Irakkrieges.

Die eigentliche Illusion, die Implantierung des Glaubens an eine Aktion der russischen Armee wurde hier für den 3. Teil der Dramaturgie aufgehoben. Für Kenner der Materie etwas enttäuschend, da hier nichts Neues kam außer eine nette Zusammenstellung des Materials, das man seit Jahren aus dem Internet beziehen kann. Wirklich nichts Neues. Da gab es schon britische Journalisten, die das am Tag des Abschusses so berichtet hatten und später auch die Videos und Fotos mit den Mobiltelefonaten der angeblichen russischen Soldaten zusammengeschnitten haben.

Viel auffälliger sind in diesem Zusammenhang die dramaturgischen Entwicklungen in Bezug auf die Kriegsvorbereitungen gegen Russland. Da gibt es im März 2016 die Bereitschaftsmeldung des obersten Militärführers der NATO und Kommandant der US-Streitkräfte in Europa Breedlove, dass die US-Truppen und die NATO-Verbände bereit seien, den Krieg gegen Russland in Europa zu führen (und zu gewinnen). Weiters meldete er noch, dass man Königsberg (russ. Kaliningrad) einfach überrennen könne/sollte/müsste. Diese Aussagen in Kombination mit einer aktuellen politischen Führungsschwäche der USA (Wahlkampf), deuten auf eine gewisse Machtagglomeration in Richtung des militärisch/wirtschaftschaftlichen Apparates in den USA hin. Gleichzeitig ist das drohende Scheitern der Eroberungs- und Hegemoniestrategien der USA in Syrien im Falle des Verlustes von Aleppo eine weitere Konfliktverstärkung. Ein Scheitern dieser Strategien würde den Einfluss und die Macht dieser Gruppen in den USA gerade in Zeiten eines neu zu wählenden Präsidenten schwächen. Zusätzlich dazu ist keiner der beiden Kandidaten einer dieser Gruppen zuzurechnen.

Daher ist eine gefährliche Situation entstanden, da diese Gruppen nur noch einige Monate Zeit haben um dieses Machtvakuum zu nutzen und Tatsachen zu schaffen. Europäische Kräfte haben sich hier schon seit längerem als vollkommen unfähig erwiesen sich aktiv diesen Aktivitäten zu widersetzen, zu sehr sind sie mit diesen Strukturen verwoben oder in diese eingepflegt. Ein vollkommener militärstrategischer Kontrollverlust der Europäer ist evident und diese teilen sich hauptsächlich in eine passiv-laissez-faire und eine kooperativ-involvierte Partei. Widerstand in Europa ist kaum wahrnehmbar und die meisten ziehen sich auf die Beobachter- und Kommentatorenposition zurück. Zu erwarten ist eine Intensivierung der kriegerischen Auseinandersetzung in der Ukraine und davon ausgehend ein Übergreifen auf Teile Osteuropas was wiederum den US-Truppen die Möglichkeit zum Eingreifen gibt. Ziele sind die Endgültige Eroberung des Schwarzmeerraums und die Verbindung mit den eroberten Gebieten in Zentralasien. Militärisch soll der Iran eingekreist werden – umzingelt nennt man das wohl. Russland soll vom Rest Europas isoliert und Europa mit dem israelischen Hegemonieraum verbunden werden.

Letztendlich lassen sich Kriegsbereitschaft in Europa nur durch „false flag“ Angriffe herstellen, wie schon beim Angriff Deutschlands auf Polen 1939 praktiziert. Die plausibelste Erklärung für einen, offenbar wahllosen Abschuss einer Passagiermaschine mitten (fast) in Europa stellen entweder der missglückte Versuch die kurz zuvor sich in dem Luftraum aufhältige Präsidentenmaschine des russischen Präsidenten abzuschießen oder ein inszenierter Abschuss in der Ostukraine durch west-ukrainische Kräfte, um die russischen Ukrainer/Russen als Terroristen entlarven zu können und sie dadurch weiter international zu isolieren.

Die angebotene Version des internationalen JIT-Teams jedenfalls ist äußerst unbefriedigend, da sie ein vollkommen irrationales, verrücktes und mutwilliges Verhalten der offensichtlichen als feindlich betrachteten Gegenseite unterstellt. Dies hat sich in der Geschichte des Krieges immer als gefährlichste Annahme für die eigenen Entscheidungen und die Einschätzung des Feindes herausgestellt. Dem „Feind“ rationales, taktisches und strategisches Verhalten abzusprechen um ihm nachzuweisen, nicht die gleichen moralischen und völkerrechtlichen Werte zu besitzen ist an sich ein bekannter Vorgang um ihn moralisch gerechtfertigt angreifen zu können.

DI Mathias Gruböck                                                                                                 Baden, 29.09.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

28 September 2016

A Runde-Gschicht



Eine klitzekleine Unschärfe hat der JIT - Report: Die Herkunft des BUK-Telar aus Russland (mit Bedienmanschaft) ist in keinster Weise nachgewiesen. Und, das die russische Erzeugerfirma behauptet, dass der Sprengkopf eine ältere Variante war, die nicht mehr in Russland verwendet wird. Und das die die "Tour de Ost-Ukraine" mit einem schweren Panzergerät am hellichten Tag in Schrittgeschwindigkeit mit tonnenweisen Klartext-Telefonaten (!) mit Klarnamen in einem Gebiet wo der angebliche Feind die Lufthoheit hat nicht sehr schlau ist. Und wenn das so wurscht war um kurz vom Anhänger zu rollen und im (angeblich vorgeplanten) nächstbesten Feld das nächstbeste Passagierflugzeug abzuschießen, das vorbeikam, dann hätten die doch auch gleich mit dem originalen russischen Anhänger stundenlang durch die Ostukraine kurven können um danach schön brav das Tarnnetz wegzulassen, damit auch jeder Vollkasper sehen kann, dass eine Rakete fehlt. Das alles nur, damit man mehr unter Druck der internationalen Staatengemeinde kommt. Das müssen ja wirklich Vollhirnis in der Ost-Ukraine, oder eigentlich in Russland sein. Komisch ist auch irgendwie, dass niemand die BUK-Raketen der Ukraine nachgezählt hat. Russische Soldaten, die schnell mal über die Grenze mit einem Lenkwaffenpanzer fahren um dann dauernd über Telefon durchzugeben wie sie heißen und wo sie sind und was sie machen, ziehen eine digitale Spur die nur breiter wäre wenn sie noch selbstgeschossene Videos vom Abschuß ins Internet stellen würden. Aber die ukrainischen Behörden sind natürlich, seit dem Assoziationsvertrag mit der EU vollkommen zur Wahrheit verpflichtet und haben nur Verbrechen begangen solange die bösen Russen den Herrn Janukowitsch und sie finanziert haben. Auch die Heckenschützen vom Maidan wurden ja eindeutig ausgeforscht. Da hatten sich ja auch die Berkut-Polizisten gegenseitig umgelegt - wie der untersuchende Generalankläger herausfand. So einfach ist das. Eines kommt bei solchen "Untersuchungen" immer unter die Räder: Das Warum? Zielermittlungen interessiert das nicht, die müssen nur EINE Möglichkeit beleuchten - auch wenn es noch so unmotiviert scheint.

Der Lackmustest ist ganz einfach - man muss nur die Überschrift wechseln und sich die gleiche Geschichte vorstellen, wenn sie einer der üblichen Verschwörungstheoretiker erzählen würde. Oder man würde einfach die Nationalität austauschen - also man würde einfach die Geschichte mit der Spazierfahrt mit Abschuß mit US-Lenkwaffen-Boys erzählen. Jeder würde sich in Kürze kopfschüttelnd abwenden und "Pfui - böswilliges unglaubliches Konstrukt" rufen.

DI Mathias Gruböck                                                                                         Baden, 28.09.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

09 April 2016

Demokratie-Asseln




Klar, weil offenbar durch Listenwahlen ausgewählte oder besser gesetzte Politiker laufend Antworten auf komplexe Fragen finden. Aber Herr Asselborn hat Recht: ein nicht demokratisches System wird durch zu viel Demokratie kaputtgemacht. In der EU stört die Lobbys und deren angehängte Politiker offenbar nur die Wahl-Bevölkerung. In der Schweiz funktioniert das eigentlich seit Jahrhunderten ganz gut und in den Panamafiles tauchen keine Schweizer Politiker auf. Stell dir vor du bist Politiker und müsstest wirklich den Mehrheitswillen umsetzen!? Ein Albtraum für jeden Politiker!
Und Herr Asselborn, das ist ja wirklich eine Selbstüberschätzung die nach Rücktritt schreit. Welche sooo komplexen Themen hätten denn die Systempolitiker da in letzter Zeit so großartig gelöst? Das Flüchtlingsproblem? Die Klimakatstrophe? Den Frieden in Europa? Öl- und Kolonialkriege? Die Sicherheitslage in Europa?
Jeder einzelne in dieser, von den Politikern offenbar für zu deppert gehaltenen Bevölkerung trifft vielleicht nicht die komplexesten, dafür aber die weitreichensten Entscheidungen einer Gesellschaft. Jeder Einzelne entscheidet über den Fortbestand der Gesellschaft indem er für Nachwuchs sorgt, indem er diesen ordentlich großzieht und dafür die Existenz sichert. Dafür riskieren manche sich selbständig zu ernähren oder andere erarbeiten sich die Grundlagen für ihre gesellschaftliche Existenz. Das sind die Menschen um die es geht. Alle paar Jahre wählen sie auch noch Vertreter, die ihre Existenz, Sicherheit und ein glückliches Leben sichern sollen. Diese Menschen haben durchaus begriffen, dass Zusammenschluss mit Anderen, Gleichgesinnten mehr zu dieser Sicherheit und Glückseligkeit beitragen. Diese Menschen wissen aber auch sehr genau, was nicht ihren Interessen entspricht und was sie ablehnen. Speziell haben diese Menschen ein sehr feines Gespür dafür, wenn sie angelogen und beschissen werden.
Diese EU-Menschen haben nichts davon, dass die EU sich bei geopolitischen Strategiespielen der USA/NATO beteiligen. Der Kampf um die militärische Kontrolle des schwarzen Meeres und der Gastransitrouten aus dem Osten bringt den Menschen in Europa nicht mehr Sicherheit. Der Kampf der westlichen Mächte um die ölfördernden arabischen und nordafrikanischen Länder bringt dem EU-Menschen nicht mehr Sicherheit nur mehr (verständliche) Migration. Gleichzeitig ist es ein vollkommener Widerspruch der sooo komplex entscheidenden Politiker, da ja angeblich der Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen bereits beschlossen ist und die weitblickenden, strategisch-komplex denkenden Politiker damit die Bedrohung durch den Klimawandel bekämpfen wollen.
In Wahrheit zerstören diese Politiker, die sich im Prinzip von Meinungsumfragen, Meinungsmachern und Pressuregroups leiten lassen die EU. Diese kann nur überleben wenn sie eine massive Demokratisierungswelle erfährt. Eine massive Stärkung der direkten Demokratie in Europa würde zu einer Integration führen. Dies würde auch die transnationale Vernetzung der politischen Interessen fördern. Die Malströms und Asselborns in der EU sind diejenigen die anscheinend weder Europa noch Demokratie verstanden haben. Die brüllen dem Wahlvolk entgegen: „Ihr seid das depperte Volk und wir sind die EU!“ und wenn das Volk dann doch noch irgendwo eine demokratische Abstimmung durchführt, wird diese relativiert und abgewertet bis man weitermachen kann wie es die Lobbys wollen.
Demokratie ist an sich ein sehr einfaches Prinzip und damit reduziert sie Komplexität. Es sind immer die einfachen Dinge des Lebens die entscheidend sind – viele Politiker generieren hyperkomplexe Fragestellungen um sich darin zu verschanzen und unabkömmlich zu machen. KISS – keep it smal and simple! - und negiert nicht die holländische Volksabstimmung! Die Holländer haben im Ukrainekrieg doch schon die meisten Opfer in der EU zu beklagen, wer diese Dinge vom Tisch wischt zerstört automatisch Gemeinschaftsgefühl.


DI Mathias Gruböck                                                        Nondorf, 09.04.2016
Unternehemens- und Organisationsberater


13 März 2016

Berichtbestatter


Man bleibt verwirrt?! Wer schreibt so einen Artikel? 4 Monate nach seinem, anscheinend gewaltsamen Tod, kommt die US-Polizei drauf, dass es kein Herzinfarkt war, aber trotzdem wird der Sachverhalt so dargestellt, als ob ihn die russischen Medien falsch wiedergegeben hätten!? 

Bezieht sich das Ex-Beratersein darauf, daß er als Toter nicht mehr Putin beraten kann oder auf ein zuvorgehendes Zerwürfnis? Wieder so ein Artikel mit dem Duktus "Nichts ist klar - aber Putin ist jedenfalls Schuld"? Viel wahrscheinlicher ist es da zum Beispiel, dass eine " intensive" Befragung etwas zu sehr aus dem Ruder gelaufen ist und man den RT-Mastermind in seinem Hotel abgelegt hat. 

Also offenkundig haben hier amerikanische Polizeieinheiten angefangen Gschichtln in Umlauf zu bringen, da man wohl kaum bei einem hochrangigen russischen Medienmann Schläge auf den Kopf mit einem Herz- Kreislaufversagen verwechseln wird. Auch ist es immer wieder sehr beliebt (vergl. MH17) bei eigenen Unstimmigkeiten prinzipiell auf die Russen zu deuten. (hier wird das Thema des Aufenthaltes der russischen Präsidentenmaschiene kurz vor dem Abschuss im ukrainischen Luftraum doch sehr bewusst negiert - speziell von Kräften die so gerne Präsidentenflugzeuge abfangen lassen)

Prinzipiell sind die Darstellungen der westlichen "freien" Medien von der Grundaussage getragen, daß der Westen und all seine Aktivitäten nur mit der weltweiten Verteidigung von Frieden und Rechtschaffenheit beschäftigt ist - während die Russen permanent darum bemüht sind, ihre Schlechtigkeit in der friedlichen (vor allem westlichen) Welt zu verbreiten. Berichterstattung ist jedenfalls zum Unwort des Jahrtausends in den Medien geworden. Es füllt schon die Hälfte der Meldungen von RT einfach die tendenziöse Behauptungsmeinungsmache der soo "objektiven" und freien westlichen Bilderberg-Medien aufzuzeigen. Die neue Generation der freien Westmedien hat sich der dümmlichen, simpelst gestrickten Plumpheit so manches Hollywood-Drehbuchs angenähert.

DI Mathias Gruböck                                                        Nondorf, 13.03.2016
Unternehmens- und Organisationsberater 

PS.: Und diejenigen die schon am 05.11.2015 ihre Bedenken an der Todesursache bekannt gegeben haben, wurden damals von ebendiesen Medien als Verschwörungstheoretiker dargestellt. 

07 November 2015

Klare Warnung an Putin

Interessant sind immer die Begleitgeräusche wenn ein Flugzeug heruntergeholt wird. Der Indipendent schreibt schon vor Tagen über die Probleme, die es Präsidenten Putin und seiner Syrienpolitik bereiten würde, wenn der Airbus 320 durch eine Bombe zerstört worden wäre. Dann macht Herr Cameron einen murdstrum Aufstand mit der Rückholung der britischen Sharm el Sheik-Urlauber, da er Geheimdienstnachrichten haben will, die den IS eine Bombe platzieren haben lassen. Da passt aber verschiedenes in der Kommunikation nicht wirklich zusammen.

1.) Wenn der britische Geheimdienst wirklich Nachrichten über einen bevorstehenden Bombenanschlag auf eine Urlaubermaschine gehabt hat, woher konnte er wissen, dass für britische Urlaubsflüge keine Gefahr bestand?

2.) Wie die Welt durch westliche Medien aufgeklärt wurde bombardiert Russland seit ca. einem Monat angeblich fast ausschließlich vom Westen geförderte „moderate“ Rebellengruppen. Diese sind häufig Feinde des IS. Britische, französische und US Jet's bombardieren angeblich seit über einem Jahr ausschließlich IS-Ziele. Warum sollte der IS innerhalb der kurzen Zeit von einem Monat Planung, Zeit und Ressourcen in einen Anschlag auf eine russische Maschine stecken, jedoch die westlichen Maschinen greift er nicht an? Das Anschlagsziel würde nach westlichen Geheimdienstmeldungen also eher auf die „moderaten“ Rebellengruppen hindeuten. Dies würde auch den Inforamtionsvorsprung des MI6 erklären, da diese Gruppen starke Verbindungen zu London haben.

3.) David Cameron hat noch vor einer Woche massive verbale Angriffe gegen den Präsidenten von Syrien, Herrn Assad geführt. London hat gezeigt, dass es massiv gegen eine Unterstützung der syrischen Regierung durch Moskau ist. Hier dürften die Briten zusammen mit der Türkei, Saudi Arabien (den Golfstaaten) und Israel positioniert sein. Der massive Resourcenaufwand den ein Anschlag dieser Größenordnung bedarf (logistisch, materiell und finanziell) dürfte eine IS, die angeblich permanent bombardiert wird und finanziell und nachschubsmäßig von jeder Versorgung weitestgehend abgeschnitten ist, nicht in der kurzen Frist alleine zu stemmen gewesen sein.

4.) Auch wenn es der Westen nicht wahrhaben will, aber tschetschenische Freischärlergruppen, die legal auf Seiten der Armee der Ukraine gekämpft haben, können durchaus schon beim Abschuss der malayischen MH17 beteiligt gewesen sein. Die theaterreife Inszenierung der Möglichkeit eines Abschusses durch Rebellen/russischen Truppenkörpern gibt jedenfalls keine befriedigende Auskunft über die schlichte Möglichkeit einer einsatzfähigen Verfügbarkeit des Waffensystems im Abschußgebiet.

5.) Die Bombe im Reisegepäck ist auch schon seit Lockerby abgedroschen. Die Maßnahme der Briten das Gepäck extra zu fliegen hat eher Show-Charakter und wirkt fast als ob man von der wirklichen Bedrohung ablenken wollte. Da wäre der Flugverkehr in den gesamten Nahen Osten wohl von einer Vertrauenskrise betroffen. Stell dir vor jeder Häuslputzer könnte ein Flugzeug herunterholen. Oder noch ärger – jeder Koch!

6.) Eine Bombe, die im Heck der Maschine platziert wurde, deutet entweder auf genaue Kenntnisse über Schadenswirkungen bei Flugzeugen hin oder gibt Auskunft über die Art der Einschmuggelung. Im Heck befinden sich normaler Weise bei der A320 Teile der Crew. Eine gute Möglichkeit wäre es die Bombe im WC-Bereich einzubringen, wenn bei der Zwischenlandung die Toiletten geputzt werden. Diese sind während des Starts nicht benutzt und daher ist bei der ersten Benutzung schon fast die Reiseflughöhe erreicht. Wenn dann noch die Bombe mit dem Besetzt-Signal verbunden ist, dann wäre das eine klassische Selbstauslösung. Das ist einfach so eine Idee – das Cateringwagerl wäre einfach zu profan. Auch schwieriger richtig zu positionieren. Hinten sind aber bei der A320-200 jedenfalls die Servicetürln.

Jedenfalls ist es eine klare Warnung an Herrn Putin, sich in diesem Gebiet nicht einzumischen, da dies eindeutig eine Zone in der Welt ist, die die USA für sich beanspruchen. Europa und der Nahe Osten wird von den USA bestimmt. Zuletzt sehr eindrucksvoll bei den Einigungsverhandlungen in Zypern erkennbar. Der Kalte Krieg ist vorbei, das heißt die Teilung Europas in eine US-dominierte und eine RUS-dominierte Hälfte gibt es nicht mehr, da sich die Russen zurückgezogen haben. Also dominieren jetzt die USA Gesamteuropa. Und man kann das ja sogar in den freien europäischen Medien nachlesen, dass sich die mittel- und osteuropäischen Staaten mehr US-bestimmte NATO-Präsenz wünschen. Und mehr TTIP. Und ein schnelles Datenabkommen mit den USA. Und mehr US-Ratingagenturen. Und mehr Strafzahlungen.


DI Mathias Gruböck                                                        Tarifa, 07.11.2015
Unternehmens- und Organisationsberater

13 Oktober 2015

Under pressure


Die Untersuchungen zum Abschuss von MH17 wurden sicherlich nicht einseitig geführt. Auf der einen Seite ein NATO-assoziiertes Land, dass von der USA durch „Ausbildner“, Sicherheitsberater (Söldner), Geheimdienste, Propaganda und Waffen massiv gestützt wird. Freiwillige Kämpfer, Söldnergruppen und politisch-nationalistische Kampfverbände wurden per Beschluss des, von oppositionellen Kräften befreiten Parlaments (Rada) als reguläre Truppen des Staates Ukraine bestimmt. Und die ukrainischen Kräfte haben 60 BUK-Systeme und einige davon gefechtsbereit im Gebiet des Abschusses von MH17. Laut russischem Militär war zum Zeitpunkt des Abschusses das Zielradar zumindest eines ukrainischen BUK-Systems eingeschaltet.

Die vom Westen präferierte These ist die eines einzelnen BUK-Systemteiles (eine gepanzerte Abschusseinheit), das sich aus einem russischen Armeeverband gelöst habe, auf einen Tieflader verfrachtet wurde und nach einer langgezogenen Schleife durch fast die gesamte Ostukraine (wo dieser Tieflader mit dem Abschusspanzer von vielen gefilmt wurde) an einem Ort nahe der Absturzstelle aufgestellt wurde. Die letzten Meter zu diesem Einsatzort hat dieser Panzer selbstfahrend, mit aufgesessener Mannschaft in Gefechtsposition, durch Ortschaften zurückgelegt. Sofort nach Eintreffen schießt dieser Lenkwaffenpanzer mit Hilfe seines On-Board-Radars ein Verkehrsflugzeug ab. Stunden später fährt dieser Lenkwaffenpanzer dann wieder auf dem Sattelschlepper, jetzt unverhüllt, durch die Ostukraine Richtung Russland. Dabei ist ganz genau sichtbar, dass er nur noch 3 anstatt 4 Raketen montiert hat. Russische Armeeeinheiten transportieren BUK-Systeme nie mit montierten, gefechtsbereiten Raketen. Hinzu kommen angeblich abgefangene Funksprüche oder Telefonate in denen angebliche Rebellen mit einem angeblichen Rebellenführer im Klartext wiederholt BUK durchsagen. Diese Offenherzigkeit steht in gewissem Gegensatz zu dem sehr kurzfristigen Abzug.

Wenn man nun die einzigen beiden Varianten gegenüberstellt muss man wohl auch die Frage stellen wer hätte etwas von einem Abschuss einer Verkehrsmaschine. Im Falle der Rebellen könnte man einen Unfall annehmen. Ihre Position hätten die Rebellen durch einen geplanten Abschuss nur verschlechtern können, da ja die damalige Strategie der Ukrainischen Regime-Kräfte eine Bestätigung für ihre Terrorvorwürfe gegen die Rebellen erzielen hätten können. Dagegen spricht, das sehr kleine Zeitfenster in dem ein Abschuss überhaupt hätte stattfinden können, die massiven Versuche von Regime-Kräften das Absturzgebiet einzunehmen, laufende Berichte über Experten die von den Rebellengruppen nicht zur Absturzstelle vorgelassen werden während noch gar keine offiziellen Experten entsandt wurden und die Behauptung der Entwendung der Blackbox nach Russland. Zudem ist eine starker Propagandadruck gegen die Rebellen/Russen erkennbar. Hinzu kommt, dass sich westliche Kräfte in ihrer Rhetorik immer an das Wording „von einer russischen Rakete abgeschossen“ hielten. Dies kann man wohl als gesichert annehmen, da das BUK-System und damit auch die Raketen russischer Provenienz ist. Unbestritten von allen Experten ist, dass ein Lenkwaffenpanzer des BUK-Systems nur durch russische Armeeangehörige abgefeuert werden hätte können. Die Rebellengruppen hatten jedenfalls Luftabwehrbewaffnung für mittlere Flughöhen im Einsatz. Ein Marschbefehl eines russischen Kommandanten für einen angeblichen Hit-and-Run Einsatz ließe sich aus militärisch-taktischen Erwägungen nicht erklären. Zusätzlich wäre eine Luftraumsperre in diesem nachrichtendienstlich massiv aufgeklärten Gebiet sofort angeregt worden.

Auf der Seite der Regime-Truppen ließen sich einige, schwache Motivlagen für einen gezielten Abschuss finden. Eine wäre der Abschuss um eben eine Art false flagg-Aktivität vorzugeben um die Rebellen in Folge nachweisbar als Terroristen behandeln zu können. Dies würde den weiträumigen auffälligen Anfahrtsweg des BUK-Lenkwaffenpanzers erklären helfen. Für diesen Fall wären aber sicherlich amerikanische Satellitenaufnahmen freigegeben worden, die dies nachgewiesen hätten. Aber auch dieser Ansatz ist wohl nicht ganz valide, da diese Art der Eskalationsstrategie eine massive Vorbereitung und Steuerung von höchster Stufe bedurft hätte. Eine etwas eigentümliche Routenwahl und unklare Flugleitungsthemen könnten hierbei noch als Indizien gewertet werden.

Viel wahrscheinlicher ist irgendeine Art des Fehlverhaltens. Eine massiv falsche Entscheidung unter Zeitdruck liegt wohl am nächsten. Wenn man nun noch annimmt, dass kein Mensch in einem BUK-Lenkwaffen- oder Feuerleit-System Patz nimmt der eine Militärmaschine nicht von einer Passagiermaschine unterscheiden kann, dann ist es am wahrscheinlichsten, dass hier bewusst auf eine Passagiermaschine gefeuert wurde. Hierzu kommt ein kleiner Aspekt, der vielleicht einen Hinweis geben könnte. Zu exakt gleicher Zeit war eine Aeroflott-Maschine mit dem Präsidenten Putin auf dem Weg nach Moskau. Daraus ließe sich ein halbwegs veritabler Ablauf der Geschehnisse ableiten. In einem Land, in dem sogar Präsidentschaftskandidatinnen angeben, Herrn Putin persönlich mit einer Kalaschnikow in den Kopf schießen zu wollen, kann man davon ausgehen, dass es Menschen gibt, die ebendiese Hassgefühle hegen. Diese wird man sicherlich gehäuft in den ukrainischen Kräften finden. Wenn jetzt eine Information über einen Überflug des Herrn Putin über eine Luftabwehrbattarie der ukrainischen Truppen den Umlauf gemacht hätte, kann man sich durchaus vorstellen, dass es in den Truppenkörpern den einen oder anderen gegeben hätte, der eine russische Passagiermaschine mit dem russischen Präsidenten an Bord unbedingt abschießen hätte wollen. Die technisch-militärische Möglichkeit dazu hat man sicherlich als Bedienkader eines BUK-Systems. Es würde sich auch eine Art Jagdfieber ergeben, da man eine Chance zu erkennen glauben würde, die sich nicht so schnell wieder ergeben würde. Eine sehr ähnliche Situation wie im Falle des Abfangens der Präsidentenmaschine von Herrn Morales. Da wurden auch blitzartig sehr viele falsche Entscheidungen getroffen auf Grund einer (falschen) Annahme. Die Annahme wurde auch hier einfach durch die Chance der Möglichkeit verstärkt. Und dann hat eben jemand entschieden die Maschinen herunterzuholen. Eine Verwechslung wäre zusätzlich noch leichter, wenn russische BUK-Systeme grundsätzlich nicht sonderlich darauf ausgelegt wären Transpondersignale von Zivilmaschinen zu empfangen – da ja das System ein sehr weitreichendes Aktivradar besitzt.

Aus irgendeinem Grund wirkten bei dem Abschuss von MH17 Hass in Kombination mit massiven Zeitdruck zur Entscheidungsfindung als die sozialen Auslöser, die hier für so viele Menschen tödlich waren. Dieser destruktive Akt der Vernichtung von Leben macht nämlich keinen Sinn, auf keiner Seite. Viele Mörder beteuern nach ihrer Tat, dass sie diese in der Früh noch gar nicht geplant hatten. Ein ganz normaler Tag – und plötzlich kam es zu einer Situation, in der der Mörder glaubte nur eine Chance zu Handeln zu haben. Eine Situation in der man nicht wählen kann. Diese Illusion führt sehr oft zu Mord – wahrscheinlich auch zu Massenmord.

DI Mathias Gruböck                                                                                               Baden, 13.10.2015
Unternehmens- und Organisationsberater