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28 Mai 2021

Leitartikel in der Presse vom 28.05.2021

Sehr geehrter Herr Kretschmer,

ich konnte heute Ihren Artikel in der Presse, die Sie als Korrespondenten angibt, lesen. Darin amüsiert mich, wie schnell sich die Verschwörungstheorie-Denkverbote in Staatsmeinungen umwandeln und umgekehrt. Noch im Februar wurden Berichte, die sich mit der Gain of Function - Forschung in Wuhan und anderen biogenetischen Labors als möglicher Ursache für die Entstehung der Pandemie auseinandersetzten als Verschwörungstheorie von rechtsrechten Coronaleugner desavouiert. (https://www.zdf.de/nachrichten/politik/corona-labortheorie-universitaet-hamburg-100.html)

Jetzt behaupten Sie, dass die Forderung die militärische GoF-Forschung der USA in Fort Detrick auf Beiträge zur Pandemie zu untersuchen sei eine Verschwörungsthese eines Propagandablattes, die durch nichts belegt werden würde.

1.) https://de.wikipedia.org/wiki/Fort_Detrick , wenn ich mich richtig erinnere war auch Fort Detrick 2015 in die internationale Versendung von gefährlichen Keimen über den normalen Postweg involviert, worauf die USA einen Stop der GoF Forschung beschlossen, der anscheinend bis 2017 andauerte. Irgendwie war damals glaube ich schon China involviert, da man dort auch viel ungehinderter forschen kann/konnte.

2.) https://de.wikipedia.org/wiki/Sommer-Milit%C3%A4rweltspiele_2019, da gäbe es sogar einen Bezug zu Italien, die ja bekannter Weise die ersten großflächigen Ausbreitungen in Europa aufzuweisen hatten.

3.) https://www.diepresse.com/5921167/abstrich-vom-10-november-italien-entdeckt-neuen-patienten-1, eine Meldung die damals irgendwie nicht ganz ins Szenario gepasst hat. Da kam dann irgendwas von prinzipieller Coronavirus-Testung und vielleicht doch nicht Covid. Meldungen die nicht ins aktuell gehypte Konzept passen haben immer die Tendenz durch die Algorythmen in die Vergessenheit gereiht zu werden. Im Prinzip generieren die Selektionsalgorythmen die Wahrheiten, die die größte Reichweite haben - also die "passendsten" Wahrheiten.

Am 30.12.2020 gab es ein Interview in von Dr. Josef Penninger in der Presse. (https://www.diepresse.com/5917193/josef-penninger-nicht-alle-chips-auf-impfung-setzen) Darin erklärte er, dass eine riesige Anzahl von Mutationen des Sars-Covid 2 Virus bekannt sei ("Von Sars-Cov-2 kennen wir inzwischen zirka 12.000 Mutationen. Bei den meisten davon haben wir keine Ahnung, was sie tun. Vermutlich gar nichts, es sind sogenannte Hintergrundmutationen (..., Frage:) Ist es normal, dass es in einer einzigen Variante so viele Mutationen gibt? Da Erstaunliche an der Variante ist, das Virus nicht bei der Weitergabe immer weitermutiert ist, sondern dass all diese Mutationen gleichzeitig passiert sind. Die vorerst einzige vernünftige Erklärung lautet, dass alle Mutationen in einer einzigen Person passiert sind, die das Virus lange in sich getragen hat. Quasi eine Microevolution.")

Da es seit Anbeginn der Corona-Krise doch sehr klar abgegrenzte strategische Positionen und Interessen gibt, stellt sich mir seit längerem die Frage inwieweit die Wertungssucht und negative Punzierung von anderen Meinungen nicht nur der einseitigen propagandistischen Unterstützung von Positionen mit stark monopolistischen Machtansprüchen darstellen. Ihr Artikel erschien auf der Titelseite der Presse zusammen mit einem halbseitigen Foto von Joe Biden in ergrauter Top-Gun-Manier und der Headline: "Joe Biden nimmt China ins Visier", was man in dieser Wortwahl durchaus militant interpretieren kann, so als Ausdruck des totalen Neokolonialismus, den der US-geführte "Westen" jedem angedeihen lässt, der sich nicht seinem absolutistischen Machtanspruch unterwirft. Jedwedes Zuwiderhandeln gegen die US-hegemonialien Interessen ist per se ein Verstoß gegen die westlich-christlich-jüdische Werteordnung (Dollar) und wird bestraft.

Mit freundlichen Grüßen

DI Mathias Gruböck

Analyst

2500 Baden

Österreich

11 September 2017

Vorwärtscyberverteidigung




Motte sagt:
viel spannender finde ich, dass seit neuestem die NATO offenbar die offizielle Armee der EU ist!? Als Österreicher wurde einem beim EU Beitritt versprochen, die immerwährende Neutralität beibehalten zu können. Auch verstehe ich nicht wo die wirtschaftlichen Interessen der USA als NATO-Führungsmacht mit denen der EU so sehr übereinstimmen? Wozu sonst die Abhöreinrichtungen (z.B. Echelon) in GB, die zu einem Gutteil Wirtschaftsspionage betreiben? Verteidigen die USA wirklich Airbus und Siemens? Mit USA first? Globalisierungsgegner kriminalisieren und durch das Militär bekämpfen lassen um mit PsyOps dann „Wahrheitsoptimierungen“ anstatt „Fake News“ der Feinde zu propagieren. Mhmm, EU als Friedensprojekt – wird die nicht langsam von dem aktivsten Kriegsbündnis des 21 Jarhunderts übernommen.
Lustig ist, dass der Einserschmäh: „Das sind die absolut Bösen, daher sind wir automatisch die Guten“ noch immer offenbar die ganze Strategie der NATO darstellt. Und damit auch der EU, die offenbar immer mehr zu einer wirtschaftlichen Vorfeldorganisation für NATO-Gebietserweiterungen und Kriegsführungen dient. Anders kann man es sich nicht erklären, dass Russland unter der Präsidentschaft Putin 1 noch als NATO-Partner fungierte und unter Putin 2 (und dem feindlichen Nichtübernehmenlassen der Rohstoffbetriebe durch internationale West-Konzerne) plötzlich wieder ein zu bekriegender Feind ist, gleich gefolgt von Globalisierungsgegnern und Islamisten (wo man klarer Weise Nordafrika, den Nahen Osten bis Zentralasien seit Jahren mit NATO-Bomben umpflügen und regimechangen kann wie es einem beliebt – diese Islamen reagieren auch immer so aggressiv auf das Dauerbombardment – tztztz) Wobei sich zur Zeit ein schwerer systematischer Fehler des „War on Terror“ feststellen läßt. Der Westen verliert zusehends die Definitionshoheit über den Terror. Die übrigen Staaten lernen schnell und verwenden plötzlich auch den Begriff Terrorist für ihnen unangenehme Personengruppen (vergl. Myanmar oder Türkei) Wobei auch in der Ukraine ja nur Terroristen bekämpft werden, das aber irgendwie in die Definition des Westens unbeschadet inkorporiert wurde. Vielleicht kann man ja die Russen doch noch als die wahren Terroristen entlarven? Hauptsache wir sind die Guten. Die Frage bleibt aber weiterhin speziell in der EU wer sind WIR? Sollte man zuerst einmal klären, bevor man interne Solidarität einfordert. Wenn nicht klar ist wer WIR ist, dann kann auch nicht klar sein mit wem WIR solidarisch sein sollen. Reduktion auf einfache Fragen – und einfache Antworten: Zum Beispiel wollen WIR (EU) einen Staat Kurdistan (nicht nur wegen Karl May) so wie es die Deutschen auf Geheiß der USA im Irak und jetzt Syrien offenbar unterstützen? Dann macht es einfach nicht viel Sinn mit der Türkei gleichzeitig über einen EU-Beitritt zu verhandeln. Also wenn wir das wollen. Aber man muss dann auch nicht verwundert sein, dass die Türkei nicht mehr allzu freundlich mit Deutsch-Kurden und deren Verbindungsmännern umgehen. Wobei die Deutschen und die Schaffung von neuen Gebieten im (Nahen) Osten. Da braucht man dann schon raketenbewaffnete Kampfdrohnen aus Israel.

Dies führt aber zu dem größten Widerspruch in der westlichen Gutmenschenideologie: Wie kann man wirtschaftlich eine Wertegemeinschaft mit einem andersreligiösen Staat nicht haben um diese Wertegemeinschaft dann in einem gemeinsamen Militärbündnis zu verteidigen? Neben dem anderen Widerspruch, dass der Dollarraum den Euroraum angeblich militärisch verteidigen will. Wäre interessant, wenn der Euroraum (vollkommen realitätsfern) beschlösse, fossile Energieträger nur noch im Euro zu fakturieren. Da würde aber der SACEUR am Stand rotieren und plötzlich überall Terroranschläge und Russeninvasionen losbrechen. Halten ja schon die Ostsee (Königsberg) besetzt, die Menschen dort alle geknechtet durch den russischen Hegemon – Königsberg die Heimatstadt von Emanuel Kant! Das ist doch uraltes deutsches oder zumindest polnisches und litauisches Gebiet – und die Russen nutzen es doch nur für ihre russischen Schiffe in der Ostsee. Das stört doch die US-Flottenverbände in diesem Raum entspannt ihre neuen Gebiete im Baltikum zu schützen.

Da braucht es noch einiges an Vorwärtsverteidigung. Hier haben ja die Deutschen einiges an Know How zu bieten. Speziell seit Frau Van der Bellen die Russen wieder zu Feinden erklärt hat. Also darf man ja wieder vollkommen gerechtfertigt zurückschießen.

DI Mathias Gruböck                                                                                          Nondorf, 07.09.2017
Unternehmens- und Organisationsberater

20 Oktober 2016

Was du nicht willst dass man dir tu




Motte Allerechtevorbehalten Das ist aber schon nach dem Muster einer klassischen Kreditschädigung. "Ein nicht genannter Banker" macht mit Hilfe der Presse Panik bei den Anlegern. Das ist schon ein tolles Prinzip, wenn man die Banken nur lange genug abwertet haben sie keinen Wert mehr und daher sind dann ganz schnell überschuldet. Dann hat man eine Bankenkrise. Kann man aber auch bei jedem Häuselbauer so machen, dass man sagt, dass er bald pleite ist und flugs stellen alle ihre offenen Forderungen fällig - schon ist er wirklich pleite. Die liebe Presse hat anscheinend einen Sponsor in einem transatlantischen super-neo-liberalen Fond gefunden, da sie seit geraumer Zeit voll auf CETA, TTIP und sonstige Hedge-Fonds-Schmiermittel setzt. Also sie puscht. Da gibt es wirklich eine Armada von Fonds und Spekulanten und hochverschuldeten Weltwährungshütern, die sooo gerne den Euro in die Knie zwingen möchten. Und das ist wirklich sicher. Ein toller Nebeneffekt hierbei ist, dass sich niemand mehr Sorgen um den Dollar-Raum und dessen Goldmann-Sachs-Bankensystem macht. Nur, wenn man selber am goldenen Kindergeburtstagsluftballon hängt, soll man nicht mit Nadeln um sich werfen.
 
DI Mathias Gruböck                                                                                                Baden, 20.10.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

07 Oktober 2016

Mit einem Milizheer gewinnt man keinen Angriffskrieg

Der Herr Nobelpreisträger Stieglitz hat sie wieder einmal in Erinnerung gerufen. Die globalen Interessen. Und das aktuelle Lieblingsthema der Hedgefonds, nachdem das Griechenlandthema irgendwie schwierig ist permanent aufzuwärmen: Italien. Spanien und Portugal haben sich dem Doppelnelson der Hedgfonds-Geostrategen und unfriendly Staatsübernehmern noch einmal entziehen können. Jetzt ist es manchen doch noch in Erinnerung, dass diese Hedgefond-Komplexler reflexartig auf das Wegbrechen ihrer Speerspitze im europäischen Monopoloy, dem Brexit-Speerbruch, mit einer Kreditschädigungskampagne gegen das italienische Bankensystem reagiert haben. Auch die Deutsche Bank und die Commerzbank ist in der Folge von ihnen schwer unter Beschuß genommen worden. Tenor: das europäische Bankensystem ist kaputt. Der Konsulent der Soros-Anti-Euro-Wettfonds stößt auch noch mal in das gleiche Horn. „Globale Interessen“, die uns ja bekanntlich lenken, wollen den Euro destabilisieren. Das ist evident.

Da werden sogar so dummdreiste Szenarien in die Verstärkermedienwelt geschleudert, wie „Italien ginge es besser ohne Euro“. Weil die Fonds die Lira verschont hätten, die hätten sie zur Nachspeise verputzt. Das ist in Wirklichkeit eines Wirtschaftsnobelpreisträgers nicht würdig eine „entweder oder“-Simplifizierung herzustellen. Der Euro ist eine tolle Sache – wer hat eigentlich ein Problem damit? Inflation hat es immer schon gegeben. Die Kaufkraft vieler Menschen ist in Europa gestiegen. Der Dollar als finanzielle Hegemoniewährung wurde dadurch natürlich geschwächt. Das Problem mit dem Euro hat vor allem der Dollarraum, der im Prinzip sich nicht leisten kann wenn es zu viel Werte in anderen Währungen gibt. Hier geht es auch um wirtschaftliche Hegemonie.

Der Euro hat natürlich strukturelle Probleme. Das einzig wirkliche Problem des Euros ist jedoch, dass es derzeit an der politischen Einigkeit mangelt die politischen und auch militärischen Strukturen und Ressourcen Europas der Stärkung und dem Schutz des Euro zu widmen. Das ist nicht das Einladungsschreiben zum Kinderfasching, wie ein europäischer Bundeskanzler es genannt hat. Das muss echter beinharter Wille zur Macht sein. Der Euro kann nicht zwei Herren dienen. Und das ist das wirkliche strukturelle Problem des Euro – politisch und militärisch macht er auf eine Art Dollar-Konvertierungswährung und sonst geriert er sich als Weltwährung. Also was jetzt?

Stärken stärken! Die Erfolgsgeschichte der EU ist der Euro. Nur kann man jetzt nicht stehen bleiben und mit dem Dollar auf „Freund“ tun. Abgesehen davon, dass der Dollar gar nicht freundlich mit der EU tut. Da verschließen ALLE das Thema der Totalüberwachung des Euroraumes durch den Dollar. Das ist als ob das Finanzamt jedem Geldschein eine Kamera eingebaut hätte – und man bestünde auf ein Recht der finanziellen Privatssphäre. Und der Dollar hebt dann Strafzölle ein, wenn er irgendetwas ausspäht was er gegen andere Währungsräume und deren Wirtschaft verwenden kann.

Was das alles mit Milizheeren zu tun hat? Mit Milizheeren kann man keine langen Angriffskriege führen, da die Milizionäre, gerade in überalterten Gesellschaften, auch große Teile der Wirtschaft und der Sozialsysteme tragen. Berufsarmeen können dieses Problem beseitigen – da sie ja auch bei einem 15 jährigen Krieg wie in Afghanistan weiterhin ihren Sold bekommen. Auch etwaige „Sicherheitsberatungsfirmen“, also das nette Wort für Söldnerarmeen, gehen ins BIP ein. Freiwillige Feuerwehr und Milizheere eben nicht. Die Schaffung einer Euro-Armee und die gleichzeitige Einstellung alle Konkurrenzunternehmungen ist ein Punkt der zentraler für den Euro ist, als die Wetten gegen europäische Banken. Schaffung einer politischen Struktur die die gemeinsamen Interessen gegenüber den „globalen Interessen“ vertritt ist der zweite. Gemeinschaft funktioniert nur, wenn jeder einzelne eine Vorteil daraus erreicht, sich zu einer Gemeinschaft zusammenzuschließen. Dazu braucht es das Vertrauen, dass die Gemeinschaft auch seine Interessen wahrt und gegebenenfalls sich für diese einsetzt. Das gibt einer Gemeinschaft ihre Autorität. Sonst ist es eher eine Hegemonie. Und Milizheer vertreten nach wie vor am Besten das Interesse der Bürger sich zu schützen, notfalls zu verteidigen und nicht an Erobungsfeldzügen beteiligt zu sein.

DI Mathias Gruböck                                                       Baden, 07.10.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

21 Juli 2016

Eingefrorenes Geld und aufgetaute Fäulnis



Waren da nicht 37 Milliarden Dollar, die die USA eingefroren haben und nicht mehr hergeben wollen? Irgend eine argentinische Anschlagsgschicht aus dem 98er Jahr gegen ein jüdisches "Hostel" wird da genommen um sich die persische Kohle einfach zu behalten. Wer mit den Amis Abkommen schließt, sollte mit jeder möglichen und unmöglichen Linken rechnen - Gott sei Dank verhandelt für die EU Frau Malström das TTIP. Da kann nichts schief laufen, für die USA.
Das Problem ist vielmehr, dass die USA das Geld gar nicht „hergeben“ können, da es sich um echte, harte Gelder handelt. Da kann man nicht ein paar Schuldverschreibungen mit Ziffern bekritzeln. 37 Milliarden Dollar oder gar Euro sind heftig. Das ist so gut wie Cash, dass die USA ja bekanntlich schon lange abgeschafft haben. Frisches Geld brauchen die, nicht alte Verbindlichkeiten zurückerstatten. In den USA dürfte das nach 2008 wiedererstarkte Fliegerspiel jetzt endgültig ins Schwanken kommen, nachdem London sich selbst ein Loch ins Knie gemacht hat. Das wird niemand wegverhandeln können. Das trifft die 5 Augen mitten in ihr Zyklopen-Monokular. Auf Sand gebaut, wird virtuelle „Asche“ zur realen Asche. Würde die amerikanische Wirtschaft in noch ein paar Bereichen die Nummer 1 verlieren (z.B.: Monsanto) würde sich die exponentiell überhebelte Goldunterdeckung der amerikanischen Finanzpolitik plötzlich mit ebendiesen Hebeln gegen diese richten. Amerika kann es sich nicht leisten Monsanto zu verlieren. Der Dollar kann sich weder starke noch schwache chinesische oder europäische Währungen mehr leisten. Wenn man die Werbeeinschaltungen für ein Zusammenbrechen des Euro anschaut, dann könnte man als verschwörungstechnisch geschulter Analyst stark annehmen, dass dem Dollar das Wasser bis an den Hals steht. Katastrophen treten immer dort ein von wo der Mainstream abgelenkt werden soll. Wenn man davon ausgeht, dass es Gruppen gibt, die davon leben, dass sie die öffentliche Meinung in eine bestimmte Richtung lenken, dann muss man sich nur den Aufwand anschauen, den diese Gruppen in die Meinungsumformung auf bestimmte Ziele aufbringen. Dann kann man auch die Quelle der Umformungsanstrengungen erkennen. Wie beim alten Bauernfängerschmäh – es geht bei Lug und Betrug immer um Ablenkung. Der Dollar ist eine Ideologie, die nur vom Glauben an ihn lebt. TTIP soll die Glaubensgemeinschaft mehr als verdoppeln und den Dollar als Leitwährung sichern – auf Kosten des Euro. Den viel größeren Wirtschaftsaufschwung würde Europa nehmen, wenn der Euro den Dollar als Spitzenwährung verdrängen könnte. An das Gegenteil glauben nur die gekauften Konservativen und Frau Malström. Wobei bekanntlich die Konservativen (es gibt auch sozialdemokratische Konservative!) sogar ihre Großmutter gegen 30 Silberlinge an eine Giftmischerbude als Versuchskanninchen verkaufen würde.

DI Mathias Gruböck Baden, 18.07.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

03 März 2016

Wir sind das EU-Volk

TTIP soll ja angeblich die Preise für Grundnahrungsmittel und Autos senken. Das heißt wir dürfen ja nicht diesen Vertrag abschließen, sonst droht dem Euro die böse, böse Deflation.

TTIP: US-Verhandler sieht Probleme mit Bezeichnungen

Herr Leitl, die KMU`s die angeblich soo tolle Chancen in den USA durch TTIP bekommen werden, werden das gleiche Schicksal aller europäischer Firmen, die sich in den 80er und 90er Jahren in den USA angesiedelt haben erleiden. Sie werden am, nichtverhandelbaren Protektionissmus der einzelnen Bundesstaaten scheitern - im Gegensatz kann ja die EU allen ihren Mitgliedstaaten wirtschaftsgesetzliche Bestimmungen aufs Auge drücken.

Das ist nicht meine EU - um mit einer Bundeskanzlerin eines Mitgliedsstaates zu sprechen. Es ist wahrlich eine Kriese, da es ganz einfach an einem mangelt: an der demokratischen Legitimation der EU. Wir sind das EU-Volk. Die EU ist eher eine dubiose Lobby-Blackbox mit Verästelungen zu einer Militärdiktatur und vollkommen nichtdemokratisch bestimmten Räten und kaum demokratisch herleitbaren Kommissaren (! alleine der Titel spricht Bände) Wir sind das EU-Volk. Wo sind da die tollen westlichen Werte die hier vorgelebt werden, was erzählen wir einem Syrienmigranteflüchtling bei der tollen Werteschulung!? Es gibt meist 2 Themen die hier angeführt werden: Schwulenrechte und Gleichstellung zwischen Mann und Frau. Alles andere ist meist überhaupt nur noch ein Wischi-Waschi. Und wenn man Frau Heinisch-Hosek lauscht, ist in unserer materichalen Rechtsordnung die Frau im Prinzip dazu verpflichtet dem Sozialsystem eine ordentliche Beschäftigungsquote zu liefern und alle Funktionen die sie möglicherweise unbezahlt für ihre Familie machen wollte an anderen Frauen zum Beiträgeboost entgeltlich auszusourcen. Teilzeit ist Scheiße für das Sozialsystem. Die Menschen sind für das Sozialsystem da und nicht umgekehrt. Abgesehen von den Beamtensystemen. 

Die EU ist eine Machtmaschine, die gegen Einwurf von großen Geldscheinen Lobbys ihre Gesetze und Regelungen auswirft und die es externen Gruppen ermöglicht die einzelnen Vertreter der Nationalstaaten gegeneinander auszuspielen. Wir sind das EU-Volk. In Wirklichkeit interessiert es einen feuchten Kehrricht was eine deutsche Bundeskanzlerin für eine Vorstellung der EU hat - in einer Demokratie zählt einzig und allein der Wunsch des Volkes. Die Krise der EU ist nicht das Flüchtlingsthema, es ist ihr demokratisches Versagen. Der Fortbestand des deutschen Länderbundes wäre gefährdet wenn einzelne Ministerpräsidenten den anderen Aufnahmequoten vorschreiben und bei nichtbefolgen dann den Finanzausgleich sperren würden.

Es kann einfach nicht sein, dass ausländische Interessen (ja, auch die USA sind Ausland und haben ANDERE Interessen als Europa - solange diese Freundschaftsschmusewelle allen glauben machen soll die USA sind vollkommen selbstlos an unserem Wirtschaftserfolg interessiert werden hier weiter die Europäer zu den weltweit führenden Netto-Zahlern der US-Defizitstrategie werden) in Europa MASSGEBLICH Politik (wirtschaft/militär/kultur) machen.

Europa ist einen Schritt vor dem Untergang - unterschreibt dieses Wirtschaftsdiktat TTIP und dann werdet ihr sehen wir die USA mit Nativ Europeans in ihren Reservaten umgeht. Europa schlingert führungslos durch die rauher werdende See. Wir sind das EU-Volk! Vielleicht schaffen es die Europäer wie die Ostdeutschen diese Stasi-Schulden-Sozialisierer auch von der Macht zu verjagen. Damit wir nicht wieder die Frage der Unrechtsregime in Europa stellen müssen.

DI Mathias Gruböck                                                               Baden, 03.03.2016                                
Unternehmens- und Organisationsberater


01 März 2016

Zwischenkriegszeiten

Stilistisch wieder einmal schön versteckt als Fußnote wird das werte Publikum die Kunbarmachungsverordnung der obersten US-Heereskommandostelle brav wiedergegeben. Da stellt sich dann heraus, dass die Feuerpause in Syrien anscheinend nur dazu dient ungestört in Syrien einzumarschieren. Die US Truppen marschieren wie selbstverständlich ein, die Türken versorgen ihre Brückenköpfe mit Nachschub um dann mit den US-NATO Truppen eine Zangenbewegung zu machen. Ziel ist es Nordsyrien durch eine Zangenbewegung zu erobern oder zumindest den "feien" Sunnitenkriegern die Flanke abzusichern. Es wäre nun interessant ob die USA die syrische Regierung mit ihren Unterstützern den Russen über ihr Eindringen auf syrisches Hoheitsgebiet informiert haben, da sonst die Gefahr bestünde, dass die Russen versehentlich die US-Invasionstruppen als IS-Terroristen bekämpfen könnten. 

Dann würden sich die USA natürlich in ihrer nationalen Sicherheit bedroht fühlen, oder sie müssen ihre Marines verteidigen oder sonstwas und man hat den superschönsten heißen Krieg. Speziell in einer Feuerpause genau das richtige Signal der USA, dass es ihr nicht um Landgewinn und die Spaltung Syriens gebt. Der ORF kommt seiner Informationspflicht auch im 3, Absatz unter der ganz wichtigen Cyberwar-Ente nach. (Falls in den IS-Gebieten noch irgendwelche IS-IKT-Infrastuktur nicht bombardiert worden ist, dann fragt man sich was die US-Bombenangriffe in Syrien und dem Irak wirklich seit Jahren gemacht haben) 

In Wirklichkeit ist diese ganze IS-Geschichte ein Feigenblatt für die türkische, NATO-gestützte Aggression. Merkel weiß auch, dass das erst der Anfang war und die Feuerpause nur dazu dient, dass die UN-Verbindungsmänner (die gaaaanz sicher nicht irgendwelchen westlichen Geheimdiensten angehören) die eingeschlossenen Rebellen (der Westen nennt das monoton Opposition, klingt doch nach Parlamentarismus und nicht nach US-Raketen verfeuernden Turkmenenkriegern) strategisch wieder ausrichten und neuformieren. Eine einfache Übung für die erprobten Regimechanger im Westen, religiös-ethnische Spannungen solange zu befeuern (indem man zum Beispiel sunnitische Generäle der syrischen Armee zum Aufstand aufwiegelt um sie dann mit modernsten Waffen, Nachschub und Truppen zu versorgen und medial als Opposition zu vermarkten) bis ganz Syrien im Flächenbrand stand. Saudische Flieger werden in die Türkei verlegt, NATO-Schiffsverbände ins Mittelmeer, Bodentruppen sickern aus der Türkei und dem Irak ein. So schaut der moderne Eroberungfeldzug aus (der natürlich nur der Verteidigung der Menschenrechte dient). Wie in den Indianerkriegen schließen die USA, wenns taktisch gerade Not tut, einen Waffenstillstand um ihre verbündeten Kräfte ungestört neu zu sortieren und in die Verfügungsräume zu führen. Ein Monat länger und Präsident Erdogan hätte wieder nur seine türkischen Kurden maskrieren können. 

Die Welt darf sich auf einen spannenden Kampf einstellen. Die USA kämpfen im Prinzip um ihren weltweiten Alleinherrschaftsanspruch. Es kann einfach nicht sein, dass sie ihren Machtanspruch in Syrien nicht durchsetzen kann, da dies als Zeichen für die restliche Welt gelten würde, dass die USA nicht mehr unüberwindbarer Weltherrscher sind. Das würde den Dollar massiv auf Talfahrt schicken und die Welt würde ihre hunderten Milliarden Rüstungsgelder auch nicht mehr so ohne weiteres in die, dann nicht mehr so überlegene US-Rüstungsindustrie stecken. Auch könnten sich die Europäer dann zu sehr freispielen, da die NATO-Motivation des Selbst-Schutzes (was an sich in Nordafrika und Afghanistan bereits seit Jahren pervertiert wird) nicht mehr das Regime der US-Truppen in Europa unangreifbar machen würde. Für Amerika geht es um viel zu viel, als dass es in Syrien nicht erst richtig losgehen würde, mit wirkichen kriegerischen Handlungen. Jetzt wird es heiß. Da wird auch Merkel von ihren tranatlantischen Partnern gezwungen unbegrenzt Kriegsvertriebene aus Syrien, Irak, Libyen und Afghanistan aufzunehmen, da alle die in diesen Ländern zurückbleiben bald als Terroristen behandelt werden (vergleiche: erste Angriffe auf unerwünschte Regierungsgebilde in Libyen). Eine Art Schlachtfeldsäuberung der NATO über die Türkei. Einzig die Kurden müssen noch als nützliche Idioten für die NATO-Strategie gelobt werden um die Räume zu halten, während die türkischen NATO Kräfte in diese Räume vordringen. Derweil geht die politische Herumhackerei in Europa über die "Das Boot ist voll"-Thematik lustig weiter, ohne darauf einzugehen, dass es sich in Wirklichkeit seit Jahrzehnten um ein Kriegsschiff mit US-Kapitän handelt. Paradoxon des Tages: Vielleicht machen die Visegradstaaten durch ihre Blockadepolitik mehr gegen die Kriegsstrategien im Mittelmeer-Schwarzmeerraum als die Guten, die helfen die Aufmarschräume freizuschaufeln?

DI Mathias Gruböck                                                     Nondorf, 01.03.2016
Unternehmens- und Organisationsberater