04 September 2015

Migrationsdruck als Chance


JEDER strukturierter Ansatz ist besser als das ewige Hin- und Hersichtlgschichtl. Punkt 2 ist nicht ganz stimmig, da die Flüchtlinge meist in Länder wollen wo sie gute Transferleistungen als anerkannte Flüchtlinge bekommen und höhere Chancen auf Anerkennung.(so haben die meisten EU Staaten keine Tschetschenen genommen) Das Problem ist, dass Millionen Flüchtlinge nicht ohne Regeln und Gesetze aufgenommen werden können. Das schafft keine Gemeinschaft. Auch kann das kein Wunschkonzert der Flüchtlinge sein. Gleichzeitig werden dringende Reformen in Österreich noch unwahrscheinlicher, da niemand sich trauen würde zu sagen, dass die steigende Zahl an Flüchtlingen den Strukturänderungsbedarf zusätzlich erhöht. Änderungen am Arbeitsmarkt, Gewerbeordnungen, Verwaltungsstrukturen usw. können zudem nicht mehr einfach durch laufende Kostensteigerungskompromisse gelöst werden. Der Druck steigt wirklich Dinge grundlegend zu erneuern/ändern. Geschichtlich gesehen werden aber Zuwanderer dafür eher mit der Sündenbockrolle bedacht (Domäne der FPÖ) als als Katalysator für Veränderung akzeptiert zu werden. Wir stehen am Ende der Politik: Jedem das seine und meinen Lobbys das Meiste (Nürnbergerissmus) - Umverteilung aus dem Vollen. Es bricht die Zeit an wo die aowohl-alsauch Problemlösungsstrategie sich nicht mehr generationengerecht finanzieren lässt. Das braucht andere Politiker, keine Bestandswahrer. Die sind hilflos bei jeder Veränderung, da sie nicht regieren können. Die Menschen zeigen es vor was sie möchten - weniger Megasysteme, die immer öfter versagen, da sie alles mögliche machen nur nicht ihre Ursprungsfunktion erfüllen - unflexibel und offenbar von niemanden wirklich zu steuern. Oftmals hat man das Gefühl diese mächtigen Apparate befriedigen sich hauptsächlich selbst - und die eigentliche Funktion würde eine App besser und billiger erfüllen. Oder eben ein paar selbstorganisierte Freiwillige. Die Flüchtlingsproblematik als Chance...

DI Mathias Gruböck                                                        Baden, 04.09.2015
Unternehmens- und Organisationsberater

03 September 2015

US-Agent Orange


...sind schon etwas sehr weit weg von allem, was klassische Kriegskunst darstellt die Amis in Syrien. In einem Land in dem sie nichts verloren haben wollen sie einfach keinen der relevanten Akteure akzeptieren. Die Islamisten wollen sie nicht, den Assad wollen sie auch nicht und auf die Menschen die dort leben scheißen sie sowieso - die sollen alle am besten nach Deutschland fliehen, da die Syrer für die Israelis sowieso nur verkappte Islamo-Nazis sind. Möglichst ausbluten lassen, das muss offensichtlich die Devise der USA in Syrien sein, da sie außer ihre virtuellen Killermaschinen kaum etwas aufzubieten haben. Man kann davon ausgehen, dass die USA in Syrien so ziemlich jede bombardierbare Infrastruktur zerbombt haben, die man per Satelit ausmachen konnte (US-Bombenschäden sind, durch Studien belegt, biologisch abbaubar). Toll ist dabei, dass das angeschlagene Assadregime in den objektiven westlichen Medien ("Beobachtungsstellen in London") noch immer mehr Zivilisten bei Bombenangriffen tötet als die USA. Für das Geld was die US-Airforce in Bomben über Syrien abladen hätte man wohl die halbe syrische Bevölkerung kaufen können. Aber stur dabei bleiben, dass man eine Befreiungsarmee nach US-Gutdünken basteln will, die alle Probleme löst, ist einfach Realitätsverweigerung. Und wenn das doch nicht funktioniert, dann versucht man Kämpfer von Al Kaida-Splittergruppen abzuwerben?! Das ist der Offenbarungseid - hatten wir doch auch schon, als die CIA dem Herrn Bin Laden seine Stinger-Raketen aufgedrängt hatte. Die USA wollen einfach nicht kapieren, dass sie sich möglichst weit schleichen sollen und die arabische Welt mit ihren Strategiespielen und Kolonialisierungsversuchen in Ruhe lassen sollen. Die Türkei bekämpft mehr die Kurden als den IS, die Kurden wiederum sind die Einzigen, die voll von den Amis abhängen. Die Amis sind einfach zu eingebildet, dass sie eine ordentliche praktikable Strategie machen würden - zumindest in Syrien: Mit Assad und den Kurden die IS in die Zange zu nehmen wäre ein klassischer militärischer Ansatz (Wenn das Ziel wirklich Rückeroberung der Gebiete vom IS ist - wobei, die USA hatten noch nie die Herrschaft über diese Gebiete ?!?). Die Bevölkerung dazwischen durch massive Geldspritzen von den Vorteilen des Westens überzeugen. Das Töten in Syrien endlich einmal stoppen - auch unter der Bedingung den IS gewisse Territorien zu überlassen. Pull statt Push - kleine regionale Gewinnchancen aufmachen um die Einheit des absoluten Widerstandes gegen alles was aus dem verhassten Westen kommt zu brechen. Die Russen vorschicken, da den Amis dort keiner einen Milimeter über den Weg traut, da sie seit den Indianerkriegen noch fast jeden Vertrag gebrochen haben, der ihnen nicht mehr zum Vorteil gereichte. Aber vielleicht sind die Amis auch sehr zufrieden, dass sie wieder ihre Waffen an echten Menschen ausprobieren können. "Lauter Kanaken und Untermenschen auf die die Arien Brotherhood von Deutschland aus Jagd machen können. Für jeden fünften getöteten IS-Häuptling gibts einen Orden und eine Prämie. Kopfprämien - das sind die westlichen Werte, diese Kanaken machen es ja noch mit dem Schwert - wir sind so ethisch mit den Drohnen. " (laut streng geheimen unveröffentlichten Überwachungsaufzeichnungen aus Rammstein - kann aus Gründen der Nationalen Sicherheit (NS) irgendeiner Nation nur verschriftlicht wiedergegeben werden) 

In der Ostukraine wird jedenfalls bestritten, dass ethnische Russen durch Drohnen liquidiert werden obwohl der rechte Sektor schon einige Male dies von ihren US-Ausbildnern gefordert hat. Wobei zu Trainingszwecken kann man schon mal ein Auge zudrücken und das Granatenwerfen vor dem Parlament üben - die US-Waffenbrüder. Darf aus Rammstein auch innerhalb der EU liquidiert werden? Oder gibt es da Einschränkungen - orthodoxe Christen, Schwarze und Muslims in den neuen EU-Assotiationsgebieten schon - innerhalb der EU und vor allem in Wahlzeiten möglichst nicht? Mit welchem Recht entscheidet die USA über Tod oder Leben von Menschen in Ländern, die sie zuvor angegegriffen/übernommen/aufgekauft haben? Und danach werden die Berichte gefälscht - vielleicht war es doch nur die Großmutter vom Schwiegersohn mit der falschen SIM-Karte? "Jeder Schuss a Russ und rein mit der Fist in den Islamist". In werter Gemeinschaft.

DI Mathias Gruböck                                                     Baden, 03.09.2015
Unternehmens- und Organisationsberater

02 September 2015

Schwarze Afghanen

http://wien.orf.at/news/stories/2729406/

... und was lernen wir daraus? Wenn man sich als immerwährend neutraler Staat durch eine Supermacht auf Strafexpedition in Afghanistan (sagt natürlich für Frieden und Freiheit) zum Bruch der Neutralität drängen lässt (Kriegseinsatz von Soldaten und 50 gepanzerte Fahrzeuge aus deutscher NATO-Standard-Produktion (bei uns fährt die Sani mit Pinzgauern aus österreichischer Produktion), dann kommen Flüchtlinge (aus journalistischer Staatsräson werden hier 16-17jährige Minderjährige zu "jungen Männern") Durch Angriffskriege (und Afghanistan IST ein klassischer Angriffskrieg der USA um eine Strafexpedition gegen irgendein überschaubar zu zerstörendes muslimisches Land zu exerzieren) Jetzt kommen 16-17 jährige Afghanen nach Europa, vielleicht der eine oder andere um sich herzlich für die "Befreiung und Werteübermittlung" durch die NATO zu bedanken.

DI Mathias Gruböck                                                    Baden, 02.09.2015
Unternehmens- und Organisationsberater 

PS.: Zynisch: Wenn diese Afghanen vor dem Übermitteln von Freiheits- und Werthaltungen der NATO nach Europa fliehen, was genau suchen sie dann? Die wissen wenigstens wie man eine Kalaschnikow bedient und wie man Mohn am besten anbaut :-)

Münchhausensyndrom, oder wie entsolidarisiert man eine Gesellschaft


da haben sie den Herrn Aiginger von seiten der SI (Sozialistischen Internationale) ganz schön zu einer Kehrtwende gebracht. Vorwahlzeitenungehörig hat das WIFO negative Arbeitsplatzbeiträge durch Zuwanderung ausgewiesen (eher im Auftrag des Sozialministers Hunsdorfer - also Gewerkschaft) Das ging offenbar dem blümchenverteilenden Jetzt-reichts-macht-was-dagegen Problemnegierern in der SPÖ zu produktionslastig zu weit. Stellen wir einfach mehr Beamte und Kammernpragmatisierte ein. Der Rest kommt in Programme vom AMS und die durch die Hacklerreggelung in die Pension geflüchteten Lehrer, sollen auch plötzlich wieder arbeiten können. (Bekommen dann den Bonus dafür, dass sie in Frühpension gegangen sind - Mathematik ist nicht nur bei Schülern offenbar eine Schwierigkeit: wie schafft man es trotz Ausbildung bis ca. 21 Jahre im Schnitt mit 57 Jahren 45 Beitragsjahre zu erreichen - pragmatisierte Zeitdilatation) - der Herr Dr. Aiginger nutzt zu seinem Schwenk die "überalterte Gesellschaft". Auch so ein Schlagwort der Wachstumsfaschisten. Wenn eine Bevölkerung schrumpft, dann geht das auf natürlichem Wege nur über ein verändertes Verhältnis zwischen Jungen und Alten. Wenn eine Bevölkerung wieder wächst, dann dreht sich das wieder um. 1975 lebten in Österreich ca. 7,3 Millionen Menschen. Dieser Wert ist genau so berechtigt wie 3,5 oder 9 Millionen, wobei es wohl eine Art oberer Schranke geben wird bei der das Land die Menge an Menschen nicht mehr trägt. Klar kann man schon noch weiter wachsen, jedoch muss man da anderen dann etwas wegnehmen. Dies funktioniert dann via Krieg oder ähnlichen Unterwerfungsmethoden. Seit 1975 hat Österreich ein negatives autochtones Bevölkerungswachstum von ca. 1,4 Kindern/Frau. Bald sind in Österreich 9 Millionen Menschen beheimatet oder halten sich hier auf. Über den Daumen sind das ca. 2 Millionen oder mehr, die von irgendwoher gekommen sein müssen. Klarer Weise freut sich die Wirtschaft darüber, da mehr Menschen automatisch ein Wachstum per se verspricht. Ein endloses Bevölkerungswachstum ist nicht schlau unter der Annahme der Begrenztheit von Ressourcen. Eigentlich braucht man nur mehr Menschen wenn man viele Soldaten braucht - schlag nach beim Mutterorden. Die Überalterung der Gesellschaft könnte man auch anders sehen: Die Österreicher seit den Babyboomern haben sich entschieden den chinesischen Weg der Einkindpolitik aufzugreifen um aus dem permanenten Wachstumszwang herauszukommen. Dadurch stieg des Vermögen/pro Kopf. Dies hat wiederum Mensch aus Ländern mit einer Bevölkerungsexplosion (mit allen dazugehörigen negativen Aspekten wie Krieg, Umweltzerstörung, Resourcenmangel) dazu bewogen sich als Auswanderungs- oder Fluchtziel ein Land zu wählen das eben sein Bevöklerungswachstum im Griff hatte. Dadurch wächst aber die Bevölkerung im Zuwanderungsland nichtorganisch - mit all den o.a. negativen Aspekten. Und ganz ehrlich: den angeblichen Fachkräftemangel durch Zuzug von 70.000 Menschen/Jahr die der Sprache nicht mächtig sind, die eine andere Schrift haben und die sicherlich auch einen Prozentsatz an Menschen mit einer impliziten Hacklerregelung mitbringen, zu lösen ist als ob man die Donau zur Bewässerung einer Kleingartensiedlung umleiten würde. 

Jedenfalls EU-Propaganda-Stellen, Lobbyinstitute mit Gefälligkeitsgutachten sind weder der Weg um EU-Aversionen umzuargumentieren oder Menschen im Verteilungskampf (auch solche gibt es in Österreich) ihre Ängste zu nehmen. Das alles entsolidarisiert jede Gemeinschaft. Wenn TTIP durchgedrückt wird, ist die EU tot - und die EU-Bürger müssen den Dreck der Nahrungsmittelindustrie (Profitmaximierer mit Ausgangsprodukten, die aktuell maximal schädigungsfrei sein sollen) fressen, weil die letzten Lebensmittelproduzenten (Bauern) dem Profitstreben der Industriekonzerne zum Opfer gefallen sind. Unser Staatswappen hat Hammer und Sichel - der nächste Schmäh: Seit Jahren wird gegen Arbeiter (Produzenten) und Bauern spekuliert und gemobb-lobbt was das Zeug hält. Die nächste Änderung nach der Hymne: Weiblicher Staatswappenadler mit Ärmelschonern, der schaut was die USA/Konzernlobbys von ihr wollen und die jeden drüberläßt, wenn er wirtschaftlich potent ist - weil wir brauchen ja wieder Wachstum.

DI Mathias Gruböck                                                      Baden, 02.09.2015
Unterhemens- und Organisationsberater

PS: In der schönen neuen Welt der virtuellen Medien glauben alle, dass die gepostete Mainstreamaufregung die Meinung des Volkes ist. Wartet nur bis ihr die Auszählungen der nächsten Wahl seht. BM Häupl macht es eh schon vor: Das blaue Wien....

01 September 2015

Drohkasperl


.... und das harte Auftreten von Rambo-Faymann zeigt auch gleich Wirkung: Die Ungarn lassen alle Flüchtlinge dorthin, wo sie, trotz anderslautender Quoten hinwollen. Nach Österreich und noch besser nach Deutschland. Sind das jetzt die "Rückkehrer" die das BvT ganz genau unter Beobachtung hat? Oder sind das die, illegal nach Syrien wollten und jetzt wegen illegalem Verlassen des Landes im Gefängnis sitzen? Oder sind das jetzt die die legale illegale Grenzüberschreitungen in die andere Richtung machen. Also ganz wichtig ist, dass man einfach sagt "So gehts nicht weiter - die Regierung muss was tun!" Blöd ist nur, es wird so weitergehen. Wolle wir sie reilasse? Ja alle - weil dann machen wir wieder eine Demo, dass die Regierung endlich etwas gegen die Schulden macht - so wie in Griechenland. Und dann werden endlich auch die Preise für Wohnraum billigeren Segment steigen und die frühpensionierten invaliden Lehrer werden noch mal ein Extrageld bekommen, damit sie Flüchtlingskindern den Weg in die Hauptschule oder wenns gar nicht anders geht in die Sonderschule ebnen. Vielleicht kann man die gekündigten 1.100 BauMax Mitarbeiter in ein AMS-Programm stecken, wo sie Flüchtlingsunterkünfte bauen (so mit Materialien die es beim Baumax halt gibt - da sollten sie sich ja auskennen) - oder sie fliehen auch nach Deutschland zur OBI-Zentrale, da anscheinend in Österreich jetzt schon die Steuern für das Verteilungsgemurkse jetzt schon ohne Arbeit fließen. Die Wirtschaft freut sich über die Flächtlinge, denen kann man alles verkaufen sobald sie anerkannte Transferleistungen bekommen - das klingt nach Wachstum! Diese gekündigten BauMax-Mitarbeiter haben schon alles, denen kann man den in China produzierten Schrott nicht zum 100.ten Mal verkaufen. Wär auch viel zu gefährlich wenn man diesen, emotional angeschlagenen Menschen jetzt westliche Waffen verkaufen würde ... äh, das war ja nur in Syrien, jetzt gibts Wohnungen, Autos, Eiskästen und Beamtendienstleistungen die man zusätzlich verkaufen kann. Wolle wir sie reinlasse? Ja - und wer solls zahle? Ach, das wird scho - ich krieg mei Geld aus dem Bankomaten - und so wie in Griechenland wirds scho ned werden. Weil wir ja bekanntlich so reich sind. Kollektiver Reichtum? Wo bitte kann ich mir da das Geld abholen? Oder doch kollektive Schulden? Macht auch nichts - wir können ja im Fall eines Crashs auch nach Deutschland fliehen. Heim zu den ganz Reichen.

DI Mathias Gruböck                                                                              Baden, 01.09.2015
Unternehmens- und Organisationsberater

27 August 2015

Unrechtsinternet


Im Internet gibt es keinen Rechtsstaat, da dieser geographisch begrenzt ist. Die gleichen Leute, die eine Diskussion über den "Unrechtsstaat" DDR anzetteln übertreffen die Methoden der STASI bei weitem. Geheimdienste sind nicht Teil der demokratischen Gewaltenordnung und daher auch nicht als Exekutivorgan einer Demokratie zu verstehen. Geheimdienste sind Werkzeuge der Macht, die Interessen der Machthaber vollkommen schrankenlos umsetzen. Die Schaffung von mehr Sicherheit für Bürger durch Regelfreiheit und Gesetzlosigkeit ist einfach eine Lüge. Geheimdienste haben als Dienstleistung Machtschaffung und Machterhaltung - nicht für den Souverän, das Volk sondern für dessen (bestenfalls) gewählten Repräsentanten. Ein Einsatzauftrag das Volk in einer Demokratie vollinhaltlich zu überwachen um es vor sich selbst zu schützen stellt die Gruppe der Geheimdienstagenten und -bediensteten per definition außerhalb des Volkes. Weil, wer überwacht die Überwacher? Der Souverän? Das Volk? Zirkelbezüge waren noch nie sinnstiftende Regularien in einem Rechtsstaat. Sie sind eher der Stoff aus dem "Unrechtsstaaten" geschnitzt sind.

Zudem führt dieser Ansatz zu einem sehr negativen soziologischen Effekt. Die Entsolidarisierung durch Steigerung des Misstrauens in einer Gemeinschaft. An sich ist Totalüberwachung psychologisch am wahrscheinlichsten aus einer Angst-Paranoia von Machthabern, die sich ihrer Macht nicht sicher sind herleitbar. Auch Strategien wie zuerst Islam mit Terror und kulturell andersartiger Bedrohung gleichzusetzen (vergl. ARD: Wie passt der Isalm zu Deutschland?) um dann in der Folge Wohlstandsverlierer zu ächten, die sich gegen einen vollkommen unregulierten Zuzug von Muslims wehren (vor ein paar Monaten ja noch als Terror-erschaffende Religion erkannt) sind eigentlich verantwortungslos. Deutsche Bundespräsidenten, die, anders als ihr geschasster Vorgänger es nicht zusammenbringen den Islam als Teil deutscher Gesellschaft zu bezeichnen um dann Vereinigungsverlierern mit eben dieser Meinung als rechtes Pack zu identifizieren kann man wahrscheinlich als Mainstreammeinungsmitschwimmer bezeichnen. Diese Amtsträger brauchen dann die Totalüberwachung um sich vor den Auswirkungen ihrer entsolidarisierenden Strategien und Maßnahmen zu schützen. Vor Explosionsgefahr bei Gasgeruch zu warnen um dann selbst mit der brennenden Fackel Nachschau zu halten ist ein tolles Experiment. Wozu baut die Politik mit so viel Energie und Menschenleben zuerst ein xenophobes Feindbild Islam auf um dann ganz viele Flüchtlingswerberlager in sozioökonomische Problemgebiete zu pflanzen. Wilde Mischung.

DI Mathias Gruböck                                                                                 Baden, 27.08.2015
Unternehmens- und Organisationsberater

26 August 2015

Fluchtproduktion


Jeder Ansatz Ursache-Wirkungszusammenhänge in multinationalen Politikvorgängen auszumachen ist bis zu einem gewissen Grad willkürlich. Jedoch ist es sicherlich richtig Systematiken in großen Machtblöcken zu identifizieren, die wiederum Reaktionen und Haltungen hervorrufen. Um mit Egon Bahr zu sprechen - wenn man die Interessen der Mächte in gewissen Regionen herausarbeiten kann, dann kann man wahrscheinlich viel genauer die jeweilige Reaktion derjenigen vorhersehen, die sich dieser Hegemonie nicht unterwerfen wollen. Politisch haben die USA den Anspruch die Welt zu beherrschen. Dass dies im Zeitalter des Internets und von elektronischen Kommunikationsmitteln nicht wirklich gewaltfrei durchführbar ist erweist sich eins ums andere Mal. Hinzu kommt, dass Amerika nicht ein monolithischer Block ist sondern im Prinzip durch Lobbys und Interessensgemeinschaften gesteuert wird. Im Land gibt es noch eine sehr starke Verfassung die hier diesen Gruppen gewisse Schranken auferlegen jedoch im Ausland können diese Gruppen sehr ungehemmt ihre Ziele mit den Mitteln die der USA zur Verfügung stehen durchsetzen. Die EU kommt damit unter Druck - dient sie diesen "Weltherren" als Plattform und Unterstützer für ihre Machtentfaltung (z.B.: TTIP, Irak-Öl, Griechenland-Finanzierung, NATO, Osterweiterung) dann gelang es diesen Gruppen eindeutig einen geopolitischen Ansatz des kalten Krieges weiterhin für ihre Interessen zu nutzen. Macht die EU aber auf Integration und eigene Macht- und Sicherheitspolitik für ihre Bürger (EURO, Friedenstiftende Maßnahmen an den Grenzen, Eurasische Politik) dann wird massiv Druck auf die einzelnen europäischen Nationalstaaten ausgeübt um eine zu starke Vereinheitlichung Europas zu unterminieren. In der Verantwortung der Kriege der letzten Jahrzehnte kann man hier aus der Haltung der Europäer eher einen postkolonialistschen und friedfertigeren Ansatz gegenüber den USA erkennen. Gewalt als politische Kategorie ist in Europa sicherlich viel seltener durchsetzbar als beim Land mit der größten und teuersten Armee der Welt. Auf jeden Fall nicht als kukuxklanartiger Rachehandlung wie im Fall von Afghanistan. Die EU ist ein politische Werkzeug, deren Wert nur von dem Nutzen für die Bürger abhängt - also aus Sicht der Bürger. Wenn sie dazu benutzt wird Deutschland klein zu halten und als reiner Finanzier für alle möglichen Dinge zu dienen, dann wird das Gebilde nicht von langem Bestand bleiben. Europa hat das Problem des Machtvakuums im Zentrum des Kontinents - was einer wirklichen EU-Vereinigung dienlich wäre aber offenbar nur dazu benutzt wird um Deutschland geopolitisch zu steuern. Eine Osterweiterung der EU bis ins tiefste Asien ist auch eher die Politik der USA, denn einer EU die ihre Integration im Kerngebiet einmal vertiefen will und muss. Wenn man sehr misstrauisch gegenüber großpolitischen Aktivitäten ist, dann könnte man die doch etwas plötzliche Massenflucht aus allen Krisengebieten gleichzeitig hauptsächlich nach Deutschland und die anderen deutschsprachigen Länder (so hat es zumindest den Anschein) als durchaus von machen so gewollt ansehen. Wenn hier Menschenmassen einmal in Bewegung gesetzt sind, dann kann nichts und niemand mehr sinnstiftend hier eingreifen und es kommt zu einer Problemverlagerung für die es einfach keine optimale Lösung gibt. Sicherlich ist es keine der beiden Extrempositionen (alle raus oder alle rein). Wahrscheinlich gibt es so etwas wie eine, nahezu physikalisch bestimmbare Menge an Migration die eine Gesellschaft (sinnvoll und sozial verträglich) verarbeiten kann. Alles darüber hinaus führt zu Extremsituationen, was wiederum extreme Reaktionen begünstigt. Eine EU-Flüchtlingspolitik würde zuerst eine EU-Sicherheitspolitik bedingen, die den Namen wert ist. Die NATO kann diese nicht bringen, im Gegenteil werden hier weitere Konfliktherde und Kriegsszenarien bereits vorbereitet und betrieben. Ein Militärpakt kann wohl nicht länger als 25 Jahre Frieden überdauern ohne wieder seine ursächliche Bestimmung in Erinnerung zu rufen. Wer darlegen kann wie die EU (Rat/Kommission/Parlament) Einfluss auf das Treiben der NATO nehmen oder dieses gar bestimmen bekommt den höchsten EU-Forschungspreis zuerkannt. Europa ist eine nach Osten sich ausdehnende Kolonie der USA oder vielleicht eine Art autonomes Gebiet der Vereinigten Staaten von Amerika, ohne Geltungsbereich der US-Verfassung zu sein - darum dürfen sie ja Europa total überwachen wie man es eben bei so Sonderzonen macht - EU = Ostjordanland und Ostukraine = Gaza (bald mit Zaun?) und Russland dehnt sich gegen die nationalen Interessen (?????) der USA im Osten Europas um minus 2000km aus. Die über 1 Million Flüchtlinge aus der Ukraine Richtung Russland ist vollkommen in Ordnung - da kann die EUSA gar nichts dafür, es geht doch ganz sicher nur um Frieden und Selbstbestimmungsrecht für die neuen Gebiete im Süden und Osten. Es gibt ja noch einiges zu tun: den Libanon destabilisieren, den Jemen endgültig destabilisieren, den Kurdenkonflikt ordentlich anheizen, Ukraine weitermachen und die Baltischen Staaten durch die NATO vorwärtsverteidigen (immerhin EU-Länder die Staatsbürger haben, die nicht unterschrieben haben keine Russen zu sein - und daher keine EU-Staatsbürger sind - Südafrika wurde das als Appartheit vorgeworfen). Die EU muss eine ordentliche und unabhängige Wirtschafts- und Finanzpolitik machen. Für diese Unabhängigkeit braucht es eine selbstbestimmte Sicherheitspolitik. Dadurch kann die EU das Verhältnis zu und die Verhältnisse bei ihren Nachbarn im eigenen Interesse bestimmen (mitbestimmen) - in der Folge können Migrations- und Fluchtbewegungen besser eingedämmt oder überhaupt grundlos gemacht werden. Spätestens wenn die Neuankömmlinge der nächsten Jahre die heutigen Migranten/Flüchtlinge aus dem altbekannten Boot drängen werden kommt es zu einem Verteilungskampf mit massiver sozialer Sprengkraft.

DI Mathias Gruböck                                                                               Baden, 26.08.2015
Unternehmens- und Organisationsberater