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11 Mai 2019

Wir verteidigen uns in Persien




Da sieht man wieder wie blöd man sein muss wenn man keine Atomwaffen hat, weil dann wird man von den KI Algorithmen des US-Supercomputers, der permanent den weltweiten Atomkrieg wie die Gewinnchancen bei einem Go-Spiel berechnet, als locker angreifbar ausgewiesen. B52-Langstreckenbomber nutzen auch alle Verteidigungsarmeen, die sich 20.000 km von ihrem Staatsgebiet entfernt vor Angriffen auf ihre (Kriegs-)Interessen schützen müssen. Die Europäer schiffen sich dabei vor fleißig mitmachen und so tun als ob man nicht dabei ist derart an, dass einem Angst und Bange werden kann vor so viel Friedensprojekt-Willen. Ein Überwachungs-Sicherheitsgesetz nach dem anderen wird da in Europa durchgepeitscht, aber die Verhinderung und wenigstens Nichtbeteiligung an einem Krieg der massiv die Sicherheit in Europa gefährdet ist derart nicht sichtbar wie die Stealth-Bomber der USA, die aus Deutschland den Iran angreifen werden (und über das "neutrale" Österreich fliegen werden) Nicht umsonst ist der neue Oberkommandierende für Europa ein US-Luftwaffengeneral, der schon überall auf der Welt Länder platt gemacht hat. Neuerdings in Europa. Friedensprojekt bekommt da ein ganz neues Marketing-Konzept. Der Frieden den wir überall schaffen. Das Schweigen der muslimischen Lämmer. Lustig auch wieder - der ORF schreibt die Texte der NATO-Pressestelle derart unkommentiert ab, dass er sich sogar journalistisch kühn auf die Message "Wegen der erhöhten Gefahr eines iranischen Angriffs ..." einlässt. So der ORF online Auftritt überhaupt etwas mit Journalismus zu tun hat, da hier speziell zu Kriegen der westlichen Alliierten/NATO/USA immer nur Pressekommuniqués der militärischen Oberkommando-Führung und deren "embedded" Strat-Com Taskforces durchgegeben werden. Feindsender-Meinungen werden konsequent unterdrückt um die Wahrheit (vergleiche Webauftritt des ÖBH:" "Winning the Hearts and the Minds"! Dieser Ausspruch wurde zum Missions-Statement der Psychological Operations, der Medienarbeit im Rahmen von Friedensmissionen auf der ganzen Welt. Ohne "Kinetische Operationen (...)" wird (...) durch Printmedien (Zeitungen, Zeitschriften, Plakaten, Flugzetteln), Radio, Fernsehen und Internet, Überzeugungsarbeit geleistet. (http://www.bundesheer.at/truppendienst/ausgaben/artikel.php…)" Sitzt etwa auch schon ein Verbindungsoffizier im ORF? So unter dem Thema: "Wer will den totalen Krieg!? - die NATO-PsyOps arbeitet an den Herzen und Gehirnen der Friedensprojektler". Gibt ganz neue Antwortmöglichkeiten falls man in einer Konfliktsituation auf gut wienerisch gefragt wird: "Hot da jemand ins Hirn gschissen!?" - einfach Ja sagen, weils so ist. Lustiger Weise wissen unsere PfF-NATO-Aftervasallen schon, dass das Flüchtlingsaufkommen plötzlich wieder ansteigen könnte. Nachdem die Perser das Schachspiel und das Dezimalsystem erfunden haben werden sie wohl auch bis Europa finden, wenn wir sie aus ihren Häusern bomben nachdem wir ihre wirtschaftliche Lebensgrundlagen zerstört haben.

DI Mathias Gruböck                                                                                                 Baden, 11.05.2019
Analyst

24 Oktober 2018

Grüße aus Schilda


Komisch, ich dachte die "Flüchtlingskrise" wurde durch massenhaft zu Fuß-Gehende ausgelöst. Das endlose Kasperltheater mit Pseudo-Sicherheitsaktivitäten geht also weiter. Schilda und Amtsschimmel feiern ihre Wiederauferstehung. Das einzige was man ändern muss ist, dass man endlich einmal die Belohnung für Migranten, die sich als persönlich Verfolgte präsentieren, einstellt. Es geht um Migration. Flüchtlinge muss man nicht integrieren, da die ja wieder zurück wollen - nur Migranten wollen bleiben. Wenn man die Fluchtursachen wirklich verhindern will, soll man möglichst aufhören diese Länder (und auch uns) aufzurüsten und laufend mit den Billionen-teuren "westlichen Verteidigungsbündnissen" einen Krieg nach dem anderen zu befeuern oder gar selbst zu betreiben. Klar, wir wollen nur das Öl und nicht die Menschen von dort. Einfachste Möglichkeit die Menschen vor "Flüchtlingskrisen" zu bewahren wären Fahrverbote für verbrennungskraftmaschinenbetriebene Fahrzeuge und Flugzeuge. Aber das wollen wir auch nicht - im Gegenteil satteln wir jetzt auf Benziner um - die dann halt nur halb so viel NOx und 30% mehr CO/CO2 ausstoßen um die Luft zu verbessern - weil ja offenbar nur Dieselfahrzeuge Abgase erzeugen. Bin neugierig welche US-bezahlte NGO dann auch für Benziner-Fahrverbote klagt. Ahh, die USA müssen die Benzinpreise niedrig halten, damit ihre Big-Blocks ordentlich pledern können und die weißen-rechts-rechten Kernwählerschichten weiterhin Ressourcen verbrennen können als ob es kein morgen gäbe. Energiewende wurde immer falsch verstanden - Energiewende heißt, dass man all den bösen bösen Venezulanern, Russen, Persern, Syrern, Libyern, Süd-Sudanesen, Nigerianern UNSER Öl jetzt endlich durch Waffengewalt abnimmt. Westliche Söldnerarmeen räumen dann die letzten Widerstände beiseite, die nach den NATO-Bomben noch übrig sind und sichern die Raffinerien und die Pipelines. Aber wir brauchen dieses Öl ja unbedingt um es zum Teil zu verheizen und den Rest als Plastik über den gesamten Weltball zu verteilen. Aber wir wollen nicht, dass die Menschen von dort kommen und ihr eigenes Öl auch mitverheizen und bei der Welt-Plastifizierung mitmachen. So gesehen sind die Schilda an burgenländischen Grenzübergängen ja fast prophetisch: keine Autos, LKWs oder Busse, nicht mal Mopeds - dann kommen auch keine Migranten mehr. Die Welt ist eigentlich sehr einfach. Stop Migration - stop burning oil and war.
 
DI Mathias Gruböck                                                             Baden, 24.10.2018
Analyst

12 Juli 2017

Wahlkampf der Pharisäer



Motte Allerechtevorbehalten Systemisch gesehen gibt es, wie 2015 wieder einen Haufen Leute, die alle nichts machen können außer sich in Stehsätze zu flüchten. Die können schon wieder alle aufzählen, was alles nicht gehen kann und wie schlecht die Welt ist. Polemisch gesagt könnte man jetzt sagen: Diese Leute wollen, dass die Menschen nicht in irgendeiner Halle bleiben sondern sich auf das "Warlord" oder Schlepper-Boot begeben um dann zu ertrinken. Dass diese "Warlords", Clanchefs, Mafiabosse, Schleppergrößen vorher nicht so ungezügelt agieren könnten hat die NATO ja zu verhindern gewußt, in dem sie Libyen angegriffen hat. Damals hieß es auch wie arm die Menschen unter Ghadaffi seien, dann kamen die NATO-Bomber und interpretierten eine Flugverbotszone als Kriegserlaubnis (Danke Hillary). Da starben dann 90% der Menschen im lybischen Frühling und das Land zerfiel in dubiose Regional-Machtbereiche. Lustiger Weise gibt es eigene Truppenkörper von Italien, Frankreich, USA, England, NATO in Libyen, die die Ölförderungseinrichtungen und Pipelines schützen. Hört man nichst, dürfte also passen. Jetzt kassiert halt nicht mehr der Libyische Staat die Öleinnahmen sonder irgendwelche "Warlords" - wahrscheinlich gleich in Form von Waffen. Weil wir ja von der NATO im Osten laufend eingebläut bekommen, ist Frieden nur ein Problem von zu wenig Waffen und, dass man bis vor kurzem friedliche Staaten zuwenig als Feind erkennt. Etwas billig ist es natürlich, wenn man jetzt politisches Kleingeld aus der Misere dieser Menschen schlägt. Wenn man nicht will, dass Menschen am Meer ertrinken, dann sollte man das in See stechen verhindern und nicht die Rettung von Nichtschwimmern optimieren. Diese Betroffenheitsmimer sollen einfach ihr Geldtaschl öffnen und den Afrikanern ein Flugticket zahlen. Wenn man das nicht will soll man genauso den Mund halten wie diejenigen, die Klimaschutzverträge unterschreiben um gleich darauf den Flugverkehr zu intensivieren. Betroffenheit und Entrüstung über üble Zustände sind noch kein einziger Schritt in Richtung einer Lösung. Noch viel mehr, da wir die Probleme meist selbst hervorgerufen haben. Ganz gefährlich wird dann wenn diese Pharisäer anfagen Wahlkampf zu treiben. Nicht gut.
Es wird nicht mehr lange gut gehen, wenn der Westen überall wo er will IS, Al-Khaida, Taliban oder Ghadaffi draufschreibt, damit er dann in Ruhe seine Bomben und Söldernheere in selbstständigen Ländern abladen kann. Das können wir ganz einfach einstellen. Einfach aufhören sich irgendwo verantwortlich für Krieg zu fühlen.  
DI Mathias Gruböck                                                                                            Baden, 12.07.2017
Unternehmens- und Organisationsberater

24 Juli 2016

Ausgleichsverfahren



Motte Allerechtevorbehalten Solidarität ist keine Bringschuld. Migranten kommen auch nicht um eine Gesellschaft zu unterstützen, sondern ihr Leben zu verbessern. Es gibt noch keine Globalisierung der Solidarität. Funktioniert einfach nicht in menschlichen Maßstäben, genauso wie die Globalisierung an sich auch. Beides läuft im Endeffekt auf einen Kampf um die (Lebens-) Ressourcen hin. Und die Superschlauen finden immer dass die anderen die Dummen sind, die das Land ruinieren - beste Voraussetzungen für ein kleines Lagerkampferl. Die andern sind immer die Depperten. Diese Einstellung zu Ende gedacht führt zu einem sehr faschistoiden Ergebnis. Was macht man mit den Depperten - Wahlrecht entziehen, oder ihnen die demokratischen Freiheiten entziehen, da sie ja nachgewiesener Weise damit nicht umgehen können? Auch ist es etwas paradox, dass man dem Mitbürger die Solidarität entzieht wenn er nicht mit Nicht-Bürgern solidarisch ist. Das ist wie Abtreibungsgegner die Abtreibungsärzte umbringen. Abwertung von Gruppen die sich nicht so verhalten wie man will ist nicht viel anders als die Abwertung die sie betreiben. Das ist ein Strudel der in ganz ganz blöde Konfliktsituationen führt. Hört endlich auf damit und kümmert euch wieder um den Ausgleich! Nur eine ausgeglichene Gesellschaft kann auch Integrieren!

DI Mathias Gruböck                                                               Baden, 24.07.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

02 Juni 2016

Brandgefährlich

https://www.publicintegrity.org/2016/05/27/19731/former-senior-us-general-again-calls-abolishing-nuclear-forces-he-once-commanded

Die einfachste Art der Reduktion der 10.000 Sprengköpfe ist doch sie einfach mal wo zu zünden ;-) Wie kann es wohl passieren, dass es noch immer mehr Sprengköpfe gibt, als die politischen Führer für ihre Drohgebärden und Machtpolitik brauchen - die Militärs entscheiden also über Anzahl, Art und Ziele der Atombomben - und weigern sich auch diese wieder herzugeben. Da führt man eher wieder einen Konflikt mit Russland herbei um neue Atomsprengköpfe (hauptsächlich auf Europa) zu (er)richten oder dort zu stationieren. Aber seit VdB Bundespräsident ist, ist die Welt wieder in Ordnung. Wir machen keine Volksabstimmung (das wäre populistisch) sondern wir nähern uns in Form des Herrn Minister Doskozil der NATO an.

Hat ja der Herr Kerry auch den Minister Kurz unlängst zum Rapport befohlen, da so mir nix dir nix für die Westbalkanroute eine Sperre organisieren. Vor allem, wie haben das die Österreicher beim US-Protektorat Mazedonien organisiert? Da gibts heiße Ohren, wenn man die US-Truppen beim Kriegführen im Nahen Osten, Afghanistan und Pakistan durch Unterbindung der Lenkung Flüchtlingsströme erschwert. Das ist doch der Deal gewesen, die Österreicher zahlen nur für den Krieg in Afghanistan und den Irak und müssen nicht mitkämpfen. Dafür nehmen sie die Kriegsflüchtlinge (allesamt vor Kriegen des Westens in diesen Regionen) auf. Was sind das für Demokratien, wo jedes Dorf eine Abstimmung oder freie Willenskundgebung gegen Flüchtlingslager vorbringen darf? Diese rechtsradikale FF-Dorfjugend aus Altenfelden fackelt einfach den Holzstadl ab, die ihnen die Willkommenskulturfreunde hingepflanzt haben. Endlich haben wir in Österreich auch die Fratze der Rechten entlarvt. Ein statistisches Experiment: Wieviele Flüchtlingslager muss man gegen den Widerstand der Anwohner bauen, bis man den Nachweis für die prinzipielle, zurückgebliebene Rechtsradikalität der Landbevölkerung führen kann. Das ist natürlich ein tolles Konzept: Im Septermber 2015 am Westbahnhof alle begrüßen, seine alten Kleider nicht in die Humanbox werfen sondern in Traiskirchen neben dem Flüchtlingslager auf die Straße und sich dann aufregen, weil die in Altenfelden (wird natürlich als erstes das Abstimmungsverhalten bei der BP-Wahl analysiert werden) die immer weiter und weiter einwandernden Migrationsflüchtlinge nicht aufnehmen wollen. Wobei Oberösterreich ja sowieso geschichtlich vorbelastet ist.

DI Mathias Gruböck                                                      Baden, 02.06.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

Grüner Rechtextremismus

https://www.gruene.at/themen/demokratie-verfassung/rechtsextremismusbericht-2016-straftaten-verdoppelt

Der kaum verlinkte grüne Bericht als pdf zum downloaden:
https://www.gruene.at/themen/demokratie-verfassung/rechtsextremismus-bericht-2016-straftaten-verdoppelt/rechtsextremismusbericht-2016-1.pdf


Also ein Bericht, der als ersten Schritt die Definition des politischen Rechtsextremismus der deutschen Verfassung abschafft um ihn durch eine Punktation der Negation der eigenen politischen Forderungen als Kennzeichen des Rechtsextremismus zu ersetzen und um dann weiters eine politische Partei vom entgegengesetzten Flügel des politischen Spektrums als Rechtsextremisten zu definieren, ist schon sehr gewollt.  

Vollkommen fragwürdig wird dann noch, wenn man die politische Strategie, die FPÖ über das Justizsystem aus dem Parlamentarismus und der Demokratie hinauszudrängen, bei einer Anzeigenablehnung von 90% rechts-grundloser Anzeigen die Justiz zu relativieren beginnt. 

Eine krause Definition jagt die andere um dann durch die permanente Vermischung von Anzeigen und gerichtlichen Verurteilungen (relativ konstant 1-2 Personen pro 100.000 Österreichern) und die Vermarktung von Zahlen aus dem Jahre 2015 als Report 2016 in ein wirklich tedenzielles Politmachwerk zu verkommen. Noch dazu wo die Anzeigen zu einem Großteil aus den eigenen Internetüberwachungsgruppen (wahrscheinlich in Abstimmung mit proporz-politischen staatlichen Einheiten und Staatssendern) stammen. Überhaupt setzt sich das Grüne Selbstverständnis unter Vermeidung jedes oppositionellen Agierens ein integraler Bestandteil der Regierungskoalition zu sein weiter fort. Offenbar gibt es weiter den Glauben, dass die Aufgabe der Grünen innerhalb der Regierungskoalition die Abwehr des Machtverlustes der großen Koalition gegenüber der FPÖ ist. Sogar ein Peter Pilz spielt schon den Pressesprecher der "neuen" alten großen Koalition im Facebook: 


Die Grünen entpuppen sich zunehmend als eine Art SPÖ ohne Arbeiter und Gewerkschaftsbund. Sozusagen das realexistierende Paradoxon der Arbeiterbewegung, die die Arbeiterschaft als systematische Benachteiligung erkennt, sozusagen die linksliberale A-Schicht-Ex-Arbeiterschaft, die es sich immer offener selbst zugesteht zur politischen Elite zu gehören oder zumindest dort hinzugehören. Dieser Selbstdefinitionsdruck zeigt sich in dem, über weite Teile intellektuell ziemlich gewollten oder gar eine ungewollt selbstreflektierenden Schrift des "Rechtsextremismusreport 2016".


Vollkommen zum Rohrkrepierer wird die Aufzählung der 25 "Angriffe" auf "Geflüchtetenunterkünfte" bei denen bei mehreren Punkten jeder bessere Nachbarschaftsstreit brutaler und gewalttätiger geführt wird. Da tut sich fast das Bild einer canabisrauchgeschwängerten Redaktionssitzungen in der grünen Löwelstraße auf, in der die Verfolgung des fahrerflüchtigen Autofahrers, der Charly-Hebdo, den Redaktionshund, wohl aus islamistisch Gründen überfahren hat (wofür man auch schon eine UNO-Sicherheitsratsitzung gefordert hat) gleich von der Beschäftigung mit dem Raktenbeschuß des Flüchtlingslagers Traiskirchen durch die rechte FPÖ-Hisbollah (eine Feurwerksrakete fiel in das Parkgelände des Flüchtlingslagers) gefolgt wird. Auch Scheiben wurden eingeworfen, jede Scheibe 1 Angriff. Durch einen anschließenden Nachbarschaftsstreit-Terrorreport wird Österreich zum failed State des Kampfes gegen den Terror durch radikalisierte Einzeltäter und organisierte Banden. 15.000 eingeschossene Fensterscheiben werden als Nachweis für das "Kriegsgebiet" Österreich angeführt - und noch ein Joint macht in der Löwelstraße seine Runde - man ist sicher.

Einige pointierte Schlaglichter auf einen Bericht, der gegen selbstdefinierte Hetzer hetzen soll. Die grüne selffulfilling prophecy - eigenartig, schräg, demokratiepolitisch bedenklich. 


Zitat aus dem "Rechtsextremismusbericht der Grünen 2016":

Peham untersucht das Vorgehen von Rechtsextremen, die sich demokratischer Instrumente bedienen bzw. diese propagieren, um sich einerseits selbst zu legitimieren und andererseits über das Mittel von Abstimmungen letztlich Ungleichheit und Entdemokratisierung zu etablieren. (Anmerkung ?????) (Zitat: Rechtsextremismusreport 2016 der Grünen Partei Österreichs,

Ausschluss jedes rechts von den Grünen stehenden Gedankengutes von demokratischen Prozessen? Politisch-philosophische Glanzleistung der Grünen - aktuell definieren die Grünen (Herr Ölinger) gerade in FM4 wie sie jetzt mit ihrem Bundespräsidenten im Rücken die FPÖ als Rechtsextreme Partei verbieten lassen möchten. So ist's richtig. Nur nicht nachlassen - weiter immer gegen die Hetzer hetzen, die so gefinkelt agieren, dass sie sich demokratisch legitimieren und über die Mittel von Abstimmungen (diese Nazis) die einzig wahren Gutkräfte der Linken aus ihren Proporz- und sonstigen Pfründen verteiben wollen.

oder:

Achtung: Noch ein Zitat - jeder der behauptet es gäbe naturgegebene (biologische) Unterschiede zwischen Mann und Frau ist rechtsextrem - oder rechtsextremistisch, da wird etwas herumdefiniert.Vor allem Katholiken besonders aufpassen, auch das Judentum (das auserwählte Volk) wäre laut Grünendefinition schwer rechtsextrem.

Rechtsextremismus wird demnach begriffen als ein ganzes Bündel von Merkmalen, darunter pp die Behauptung natürlicher Ungleichheit: ein biologistisch, im Rückgriff auf die nicht weiter hinterfragbare Instanz Natur argumentierender Antiuniversalismus und Antiegalitarismus, der sich gegen soziale Emanzipationsbestrebungen (u.a. Feminismus) und die Idee einer Menschheit richtet (Biologismus)

Dann sind österreichische Behörden und Gerichte schwer rechstextrem(istisch). Eine Gleichheit von Vätern gegenüber Müttern wird massiv bestritten und hier aus irgendwelchen biologistischen Konzepten heraus die Mutternschaft gegenüber der Vaterschaft idealisiert und als einzigen Rechtsanspruch auf die Bestimmung über Kinder durchgesetzt. Irgendwelche Ideen von egalitären Menschen werden im Familienrecht operativ nicht durchgesetzt. Verhetzungsstraftaten gegen Väter werden von den staatlichen Organen gefördert und unterstützt. Straftaten von Müttern werden von staatlichen Organen gefördert und unterstütz, gegen Minderheiten (Väter) wird systematisch gehetzt (angebliche patriachale Unterdrückung die durch nichts bewiesen wird). Weiters wird der Versuch unternommen Rechtsextremismus als männliches Problem darzustellen und die Minderheit der Männer zu diskreditieren.

Oder:


Für die Fußballfans: Ein Zeichen von Rechtsextremismus! Gerade jetzt vor der EM Aufpassen - auch auf andere Länder wetten und nur eine kleine Fahne schwenken. 

Hyper-Patriotismus: ein zur „Selbstüberhöhung neigendes Wir-Gefühl“
(Holzer 1993, 38)
,

Immer auch dem Spielgegner ins Wir-Gefühl miteinbeziehen. Also Deutschland, Deuschland, (....) äh das auch wieder nicht... schwierig die Grünen. Darf ich jetzt Piefke sagen oder kommt dann der BvT? Ist es politisch korrekt wenn man einen echt blinden Schiri - "Schwarze Sau" oder "Schwarzes Arschloch" tituliert. Bekommt man dann eine Anzeige wegen Verhetzung? Wozu spielen wir dann überhaupt Fußball auf nationaler Ebene? Das EINZIG Ziel ist die Schaffung eines WIR-Gefühls durch Selbstüberhöhung - vergleiche "Der 4. Stern" in Deutschland.

DI Mathias Gruböck                                                           Baden, 01.06.2016
Unternhemens- und Organisationsberater

31 Mai 2016

BIP und Flüchtlinge



Motte Allerechtevorbehalten Fröhliches Zahleninterpretieren. Vieleicht ist in Ländern (und deren Nachbarschaft) die ein hohes BSP haben die Gefahr eines Krieges oder kriegerischer Auseinandersetzungen geringer? Man könnte diese Statistik auch so interpretieren, dass es sich reiche Länder leisten können im eigenen Land unterprivilegierte Menschen als Söldner in weit entfernte Länder zu schicken um dort vollkommen unterprivilegierte "ausländische" (also eigentlich im Ausland inländische) Menschen mit Krieg, Vertreibung und Armut zu drangsalieren. Diese nennen das dann diesen Menschen die Freiheit und Demokratie bringen. Klarer Weise impliziert dieses "bringen", dass sie dafür nicht dorthin gehen wo ihr Geld hingeht. Das einzige was wirklich "frei" ist auf der Welt ist das Geld. Also viel Geld.

DI Mathias Gruböck                                                   Baden, 31.05.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

24 Mai 2016

Der Mensch an sich


Was ist das Zeichen, das uns die Flüchtlingsthematik deuten will? Warum ist das im Prinzip anscheinend so unlösbar? Warum müssen da Werte, Gesetze, internationale Vereinbarungen und sonstiges herangezogen werden um ein allgemeines Unwohlsein oder Störgefühl in der Bevölkerung zu bekämpfen?

Wenn man etwas genauer hinschaut, dann kommen die Störgefühle offenbar nicht von alleine vom Flüchtlingsthema sondern es tut sich ein gesamter Strauß von Themen auf, die irgendwie nicht mehr so ganz reibungslos „funktionieren“. Es sind allesamt Themen die mit der Gemeinschaft, der Gruppe, dem menschlichen Zusammenleben in Gruppen zu tun haben und hier mit der zunehmenden Verstädterung des Menschen.

Die Gruppenbildung, eigentlich die Kleingruppenbildung des Menschen funktioniert seit Jahrmillionen auf die gleiche Art, dass die Interaktion mit anderen Gruppenmitgliedern jedem Einzelnen in der Gruppe in Summe über alle Werte einen höheren Gewinn bringt als er als Einzelner dauerhaft erzielen könnte. Auch sind alle Verhaltensweisen und Eigenschaften dahingehend prädestiniert sich in Kleingruppen aufzuhalten und darin zu existieren. Ein sehr wichtiges Kriterium dieser „archaischen“ Kleingruppen ist die qualitative Bindung der einzelnen Mitglieder, die eine einfache Austauschbarkeit sowohl des Individuums und damit auch der Gruppe nicht trivial gestalten lassen.

Im Zuge der Verstädterung und auch der profitorientierten Substitution von Gruppenfunktionen wurden sehr viele dieser ursprünglichen „Mehrwerte“ einer Kleingruppe von wirtschafts- oder verwaltungsorientierten Organisationen übernommen, die Teilfunktionen in einem institutionellen oder industriellen Maßstab bereitstellen. Diese Institutionen und Organisationen treten damit an die Stelle der ursprünglichen Gruppe, dies aber immer nur für spezielle Bereiche und lösen diese darin ab. An einem spezifischen Punkt kommt die Entscheidung, die „archaischen“ autonomen und nachhaltigen Gruppen aufzugeben und sich in die individuelle Abhängigkeit von diesen Großsystemen zu begeben. Dies erfolgt unter dem impliziten Versprechen: „WIR geben DIR alles was DU brauchst!“. Dieses Versprechen gibt auch schon erste Indizien dafür, dass diese Systeme und Organisationen für ihr gedeihliches Wachstum immer mehr Verbraucher benötigen. Und hier zeigt sich auch schon der erste große Unterschied zu den Kleingruppen – eine Kleingruppe ist abhängig von ihren spezifischen Gruppenmitgliedern, die Systeme und Organisationen benötigen eine Menge an Verbrauchern aber das Individuum ist ihnen unbekannt. Dahingehend sind jetzt auch Appelle an die „Solidarität“ der Menschen in der Flüchtlingsfrage eher eine Verstärkung des Problems. Solidarität ist ein Wert für den Zusammenhalt und die Leistungsbereitschaft eines Individuums mit der Gemeinschaft. Vorraussetzung für Solidarität ist, dass die Gemeinschaft dem Individuum klar zeigt, dass es sie ebenfalls den Zusammenhalt mit dem Individuum sicherstellt und dafür auch leistungsbereit ist. Eine Gemeinschaft, die diese Versprechen aber jedem gibt, zeigt dem Individuum, dass es ihr nicht um die Person an sich geht sondern eben wiederum nur um Menschen als statistische Größe.

Die Teilnahme der Menschen an den diversen Wirtschafts- und Sozialsystemen hängt zunehmend vom individuellen Gewinn des jeweiligen Einzelnen ab. Dieser Gewinn hängt aber auch von nichtmonetären Parametern ab. Eine Gesellschaft die sich um das Individuum an sich kümmert wird jede Menge an Individuen nicht erreichen. Diese werden sich kaum bis gar nicht von irgendwelchen „Werten“ von Eliten, die nach wie vor die Systeme zu ihren Gunsten managen können, davon überzeugen lassen, dass diese ihnen ebenfalls nutzen würden. Eine rein monetäre Betrachtungsweise von Solidarität oder Gemeinschaft als wirtschaftliches und ökonomisches Problem wird eine Entsolidarisierung von Menschen durch Entidentifikation weiter vorantreiben. Die alleinige Verteufelung von Versuchen sich in Gruppen zusammenzufinden, die dem Individuum ein Gefühl der persönlichen Identifikation und Zusammengehörigkeit geben, löst das Problem der anonymen Singularität von Menschen in den Großsystemen nicht. Vielmehr kommt es zunehmend zu Glaubenskriegen zwischen den Anhängern des abhängigen Individualismus, der sich selbst als Krone der Gesellschafts- und Sozialentwicklung inszeniert und den analogen Retrogemeinschaftswesen Vertretern. In diesem Glaubenskrieg stirbt die Wahrheit wie immer zu erst. Hier gibt es die breitflächigen Narrative von den Militärs, die Frieden und Freiheit bringen, von Investoren, die Wohlstand und Glückseligkeit unter die Menschen bringen wollten und über Händler, die nicht auf Profitsteigerung aus seien. Als Zwickmühlenschreckgespenster werden dann entweder der Antichrist-Terrorist mit dem Triefauge oder alle vergasende Nazihorden benutzt um die Leute einfach dazu zu bringen weiter zu machen. Vorwärts ohne Ziel, weil nur von Ängsten getrieben ist vielleicht nicht die ideale Politik, da vorne durchaus auch der Abgrund auf die dahintrabende Herde warten kann. Selbstfahrende Autos als ultimative Symbolik. Das System lenkt von ganz alleine. Freie Fahrt für freie Bürger nur solange sie Ziele und Parteien aus dem vorgegeben Werteraum auswählen. Alle fünf bis sechs Jahre interessiert das System plötzlich das Individuum. Davor und danach gibt es Gremien, Experten und Kommissionen, die ganz genau wissen was die Bürger-Menschen wirklich wollen. Vor allem immer mehr Gesetze, die das Zusammenleben zwischen dem System und den Bürgern regeln. Systemkontrolle, sowohl im Sinne der Steuerung als auch der effektiven Kontroll-(Macht) ist keine Ansporn zur Solidarität. Der Terminus der „Bürgerbeteiligung“ definiert das sehr schön. Klingt als ob aus einem absolutgesetzten System heraus Randgruppen Mitspracherechte eingeräumt werden sollen. „L'état ce sont nous!“ hört man die „Sonnengott“-Eliten nicht sagen. Außer Herrn Trump, der spricht es einfach aus. Für diese Eliten (kann man ganz locker sagen, ohne, dass irgendwer stutzt) ist Solidarität nur ein anderer Ausdruck für Leistungen die das Individuum für ihre Profite und Wachstumsraten erbringen soll. Solidarität im Sinne eines Zusammenschlusses zu Interessensgemeinschaften ist damit nicht gemeint. Das stellt recht schnell irgendeinen Tatbestand dar. Aufruhr, Populismus, Sozialismus, Radikalismus, Idealismus, Nationalismus, Terrorismus, Rassismus – irgendwie wird man die Interessenlagen außerhalb der kontrollierten Herde schon bezeichnen können. Damit greifen dann die Repressionsmaßnahmen mit denen sich das System gegen gesellschaftliche Strömungen und Interessenbildungen wehrt. Die Ideologie, dass die Menschen nur für die Wirtschaft (und da vor allem nur entweder als Verbraucher oder Lohnsklaven) da seien hat uns ein nicht enden wollendes Wachstum an Verbräuchen gebracht. Viele leben auch schon nur noch von den Spekulationen auf diese Verbräuche und meinen, dass weitentfernte Lohnsklaven doch dankbar seien sollten die Dinge zu produzieren, die dann auf Grund von kapitalistischen Grundgesetzmäigkeiten immer wertloser werden müssen. Eine zentrale Frage wurde im österreichischen BP-Wahlkampf gestellt: Was sind unsere Werte? Alle reden davon – keiner kennt sie. Herr BPVdB versuchte sich irgendwie mit dem Ansatz, Wert ist alles das wofür es einen Investor gibt. Das stellt zwar die politische Realität dar, war aber als Vision etwas zu real existierender Kapitalismus, der vielleicht bald draufkommt, dass vieles wertlos ist. Die Gefahr von Rechts ist ein lindes Mailüftchen gegen die Gefahr durch eine westliche Werteblase. Was Geld bringt ist was wert. Wenn's keine Geld bringt ist es nichts wert. Schlag nach bei den Geburtenraten. Der Mensch an sich ist nur Kostenfaktor. Und genausogut wie jeder andere Mensch auf dieser Welt. Nur österreichische Männer haben eine gesetzlich verankerte Wehrpflicht und keinen Anspruch auf Sorgerecht bei ihren Kindern. Aber sonst sind sie von staatswegen schon den Flüchtlingen gleichgestellt.

DI Mathias Gruböck                                                                                          Baden, 24.05.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

07 Mai 2016

Statistische Sicherheit



Motte Allerechtevorbehalten Also das ist schon etwas polemisch, einen Tag nachdem ein illegal in Österreich aufhältiger Kenianer der offensichtlich in der schwarzafrikanischen Drogenszene agierte und bei dem sich die Polizei seit Wochen und Monaten weigerte Anzeigen gegen ihn aufzunehmen (um wahrscheinlich eben diese Statistik zu schonen) eine Frau erschlagen hat! Eine Polizeiarbeit, die aus politisch-strategischen Weisungen keine “Flüchtlinge“ mehr beamtshandelt, um dann in Wahlzeiten Ängste vor Rechts zu schüren und Ängste vor unkontrolliertem Zuzug zu unterdrücken trägt nicht zur Steigerung des Sicherheitsgefühles bei. Wenn man einmal an einem Feiertag über den Brunnenmarkt gegangen ist musste man sich auch als Polizist wohl nie fragen warum da zwischen jedem geschlossenen Marktstand ein Schwarzer stand. Und auch weiterhin von der Polizei unbedrängt stehen wird. Auch kommt der Stangenmörder sicher nicht in die statistikspalte für Flüchtlinge, da er abgelehnt wurde. Mit dem Ansatz tut man den Flüchtlingen nichts Gutes!

Vielleicht kann man einmal eine Strategie längerfristig beibehalten? So in etwa: Österreich ist ein Einwanderungsland, wir unterstützen gemeinsam den Zuzug von Menschen und versuchen die demographischen und kulturellen Veränderungen möglichst friktionsfrei zu gestalten. Etwa baldiger Umstieg auf Englisch als zusätzliche Amtssprache und zukünftige Mehrheitssprache. Oder aber: Österreich ist kein Einwanderungsland - wir sehen die Globalisierung als wirtschaftliche und kulturelle Zerstörung von Gesellschaften an. Wir stellen die Förderung von migrierenden Asylwerbern ein. Asylwerber bekommen "nur" noch den Anspruch auf einen sicheren Aufenthalt in Österreich, zum Beispiel in einem Flüchtlinglager in strukturschwachen Gebieten. 

Eines ist aber klar, die schlechteste Vorgehensweise ist, dauernd zwischen beiden Extremen hin- und herzuspringen. Nebenbei ist es mehr als polemisch den Sicherheitsbericht aus dem Jahre 2014 als Grundlage herzunehmen.

DI Mathias Gruböck
Unternehmens- und Organisationsberater                          Nondorf, 07.05.2016

27 April 2016

Wenn der Kaiser das wüsst'


Eine Milliarde für Bildung, eine 1,6 Milliarden für das Heer, eine Milliarde da eine Milliarde dort. Was ist da eigentlich mit dem Budget und der Verschuldungsrate? Ein Ausgabenziel gilt normaler Weise auch bei Schlechtwetter und wenn es im April schneit. Jetzt wird ja sogar TTIP vom deutschen Wirtschaftsminister Gabriel mit der Sorge um das zukünfitige Wohlergehen unsere Kinder und Enkel verkauft. Wie steht es eigentlich da mit einem immer mehr anwachsenden Schuldenberg? Klar ist der Trick mit massiver Zuwanderung, damit die pro Kopf-Verschuldung wieder sinkt lustig aber nicht wirklich abendfüllend. Frisches Geld wird durch frische Bevölkerung gerechtfertigt - das ist ein Wirtschaftsaufschwüngchen, dass man einfacher auch haben hätte können - einfach auf Pump die Sozialleistungen für die Österreicher hinaufschrauben - ah, das geht nicht, da die alle immer in den Süden fliegen um das Geld dann wieder auf den Kopf zu hauen. Flüchtlinge als die, steuerlich gesehen, besseren Staatsbürger (in spe). Nur, dass das auch auf Dauer nichts hilft gegen die steigende strukturelle Belastung von selbständiger und produktiver Erwerbstätigkeit durch Overheadkosten. Zu viele geschützte Werkstätten, die selbstreferentielle Leistungen erbringen. Langsam aber sicher bleibt das perpetuum mobile proportius dualis stehen. Alle Puffer aufgebraucht und keinerlei Strategie zum Systemchange erkennbar. Mehr vom Gleichen. Ist ja eh wurscht ob man mit 80, 90 oder 120 gegen die Mauer donnert. (%Verschuldung vom BIP) 

Die Regierung argumentiert wie ein Bauer, dessen Ertrag immer weniger wird, da er immer mehr anschreiben muss um die Altlasten zu bedienen. Und dann gab es auch noch Hagel und Trockenheit. Also man kann nichts dafür. Sozusagen. Relaunch, Restart, aber jetzt richtig, Anlauf, und hopp - während die Latte immer höher wandert. Das System Österreich funktioniert nicht mehr, es wird immer mehr verspielt. Alle glauben irgendetwas aus der Nazizeit gelernt zu haben, während viele Strukturen im Geiste noch in der Monarchie stecken. Jetzt eben kein Kaiserreich mehr sondern maximal ein paar Fürstentümer. Wenn das der Kaiser wüsste!

DI Mathias Gruböck                                                         Nondorf, 27.04.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

06 April 2016

Kein Mensch ist illegal - Massen schon

https://www.facebook.com/kmii.aktion/photos/a.345898738842543.75939.345433725555711/933088100123601/?type=3&theater
Motte Allerechtevorbehalten Streng genommen sind das eine Kosten und das andere nicht erzielte Einnahmen. Diese entstehen durch die Globalisierung des Geldsystems. Die Globalisierung bezieht sich aber eben nicht auf die Migrationsmöglichkeiten von Menschen. Einfach gesprochen: Das Geld kann dort hingehen wo es am meisten Profit macht, der Mensch darf nicht dorthin wo er am meisten verdient. Die Eskalation des Systems entsteht wenn sich die beiden Ebenen immer weiter voneinander entkoppeln. Wenn die Geldwirtschaft keine Menschen (Kulturen/Zivilisationen/Gesellschaften) mehr zu benötigen glaubt, da sie sich virtuell unendlich vermehren kann und die Menschen gleichzeitig immer stärker in Konkurrenz um die physikalisch begrenzten Ressourcen treten. Überkritisch wird es, wenn Zugänge der Geldwirtschaft (ewiges exponentielles Wachstum, nichtorganisches Wachstum, virtuelle Vermehrung durch Glaubenssysteme usw.) auf die reale Existenz von Menschen und Gesellschaften angewendet werden. Dann kommen zu den Glaubenssystemen eben noch Emotionen wie Gier und Angst in ihrer Massenausprägung. Der westliche humanistische Ansatz des Individuums scheitert in Zusammenhang mit Massenphänomenen. Krieg, Massenpanik, Massaker, Unruhen, Vertreibung sind nicht durch die humanistische Brille der Idividualbetrachtung des Einzelnen zu erklären. (vergleiche das zwanghafte Versagen eines Individualstrafgesetzes bei der Loveparade-Massenpanik in Duisburg, da eine Masse an Menschen in Angst gleichzeitig zu Opfern und Tätern wird, indem sie sich selbst zertrampelt und erdrückt - hier muss der individuelle Schuldbegriff scheitern) Es geht in der Flüchtlingsmigration also nicht um Finanzierbarkeiten sondern um die Angst vor unkontrollierbaren Massenphänomenen, die die Ordnung (Rechtsstaat, der seinen Mitgliedern Sicherheit geben soll) außer Kraft setzen. Phänomenologisch betrachtet sind die Effekte wie Silvester in Köln, Kottbuser Tor in Berlin aber auch Menschen die sich einfach auf Autobahnen marschieren die Symbolbilder für die Berechtigung dieser Ängste geworden. Es ist wie bei der deutschen Fußballnationalmannschaft im Spiel gegen England: Als sie ihre Ordnung verloren haben, haben sie das Match verloren. Und Verlieren hat tiefenpsychologisch durchaus mit Untergang zu tun (vergleiche im deutschen Osten, die in den letzten 100 Jahren drei Mal "untergegangen" und "verlustig gegangen" sind - also offenbar schneller angstvoll auf neuerlichen Ordnungsverlust mit Ängsten reagieren)


DI Mathias Gruböck                                                       Nondorf, 06.04.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

24 März 2016

Einfach weitermachen?




https://www.facebook.com/michaela.wagner.5015/posts/10205818187116393

Motte Allerechtevorbehalten ... und wohin flüchten die Menschen in Brüssel dann vor dem Terror nicht integrierter Migranten?


Michaela Wagner Diese frage ist deiner Intelligenz unwürdig und einfach dumm!!!

Motte Allerechtevorbehalten warum? Diese Terroristen sind auch irgendwann einmal als Flüchtlinge gekommen (oder ihre Eltern ). Wobei ich die Unterscheidung zwischen Terror und organisierter Kriminalität für willkürlich halte. Und mit Intelligenz hat eine unbeschränkte Aufnahme von Flüchtlingsmigranten unter der Auslobung eines "besseren Lebens" für sie gar nichts zu tun. Auch die Quintessenz: Wir müssen ALLE integrieren sonst bilden sie Parallelgesellschaften, die per se die gegebene Gesellschaft (? hier eine spannende Frage wer WIR überhaupt sind) ablehnt, erzeugt durchaus Druck. Integration heißt bei uns Job. Daß das zu wenig für viele Menschen ist, sollte UNS ein Warnzeichen sein. Der islamistische Terrorismus hat viel weniger mit Religion als mit der radikalen Antithese zur kapitalistischen Egozentrik zu tun. Die Prinzipien kennt man von mafiösen Verbindungen, die immer dann auftreten, wenn die herrschenden Gruppen zerfallen oder schwächeln. Als sehr intelligent kann man vor allem die Forderung Vieler weiter unbegrenzt Wasser in ein Pool mit massiven Rissen zu pumpen nicht gerade bezeichnen. Prinzipiell finde ich es nicht sehr intelligent Sprüche von irgendwem laufend als eigene Meinung zu posten - weil irgendwie wird man dann bald von Katzen bevormundet werden - anscheinend unsere wichtigsten Meinungsbildner.

Und NEIN. Islamismus hat nichts mit Religion zu tun. Der Islam hat zum Beispiel ein sehr strenges Selbsttötungsverbot – noch viel strenger als im Christentum. Das die soziopathischen Methoden der Verengung des Handlungsspielraumes von jungen Menschen mit der Lösungsvariante, dass nur ein Selbstmord der Gruppe (Heimat-Familie-Brüder) das (Über)Leben sichert, ist weder sonderlich neu noch auf den muslimischen Glauben begrenzt. In jedem besseren Hollywood-Militärfilm wird derjenige der die Welt (= USA) vor Aliens, dem Bösen allgemein, den Marines-Feinden einem Meteoriten oder den Russen durch Selbstopferung rettet als der ultimative Held dargestellt. Was etwas dabei hilft ist, dass viele die Sprache des Koran (Arabisch) weder lesen noch verstehen können (vergleiche Luther-Bibel) und es keine salafistische Zentralauslegung (Kalifat vergl. Vatikan) gibt. Daher kann jeder der einen längeren grauen Bart und einen Turban tragen kann, seine ganz persönliche Interpretation und Indoktrination abgeben. Darin geht es ausschließlich nicht um Spiritualität und Mystik des Islam, sondern um gesellschaftliche Machtmechanismen und die Fokussierung auf Feindbilder. Zentrales Feindbild sind hierbei die „westlichen Werte“ und hier speziell deren negativen Auswirkungen auf Systemverlierer und Außenseiter.

Dies führt sofort zur ersten Fehlreaktion der „westlichen Wertegemeinschaft“, dass sie in einen undifferenzierten Abwehrmechanismus gegen die teilweise vollkommen berechtigte Kritik geht und hier jede Ablehnung und Kritik grosso modo als Terrorismus beschreibt. Erster Fehler – der Kulturkampf mit sofortiger Idealisierung und Außerfragestellung der eigenen Werte. Zweiter Fehler Aufrüstung und Militarisierung der eigenen Gesellschaften um angeblich die eigene „Freiheit“ zu verteidigen. Rückkehr des Leit- und Steuerungsprinzipes in den Demokratien unter Beschneidung (oft Selbstbeschneidung) der Freiheit. Damit verkommen die Methoden der Ideologieführer der Islamisten durchaus zunehmend Spiegelungscharakter der eigenen gesellschaftlichen Prozesse. Weitermachen klingt in diesem Zusammenhang durchaus verunsichernd.

DI Mathias Gruböck                                                                                    Nondorf, 24.03.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

19 März 2016

Grenzen - los!

Es ist schon etwas eigenartig, dass eine gewisse Gruppe von Menschen innerhalb der EU die EU laufend für gescheitert erklären, nur weil nicht alle Mitgliedsstaaten unbeschränkt Migranten und Flüchtlinge von außerhalb der EU aufnehmen und integrieren wollen.
Asyl wir hier eindeutig als Migration definiert, also nicht Schutz vor Verfolgung sondern unbegrenzt neue EU-Bürger zu generieren. Zudem werden Milchmädchenrechnungen angestellt, als ob es in den letzten 70 Jahren keinerlei Migration und Integration von Millionen Menschen in der EU gegeben hätte. Jetzt rechnet man einfach 500 Millionen + 5 Millionen (pro Jahr!) und meint, dass sei überhaupt nichts. 5 Millionen Menschen ist die Bevölkerung so manches kleinen europäischen Landes in die wir Migranten laufend zurückschicken.
Dann gibt es noch lauter diffuse Konzepte wie die Verteilung der Flüchtlinge auf alle EU-Länder oder Asyl auf Zeit (sehr interessant, dass jetzt offenbar Asylrecht über das Bestehen des Asylgrundes besteht - also doch Migration). Wie soll eine Verteilung von Flüchtlingsmigranten innerhalb eines Schengenraumes funktionieren, wo sie doch jetzt schon anscheinend überall dort hingehen wo sie hinwollen? Warum sollen syrische Turkmenen in Rumänien bleiben, wenn ihre Verwandten bereits in Hannover wohnen? Wie soll eine Solidarität innerhalb der EU entstehen, wo jetzt Finanzkapital und Wirtschaft dafür werben, dass man das billige Geld unbedingt in Asylwerber- und Zuwanderergroßsiedlungen stecken soll? Das billige Geld kommt nicht bei den ansässigen Gewerbetreibenden und Kreditwerbern an, da sie nicht Basel-X-kreditwürdig sind. Wir schaffen angeblich sogar Wirtschaftswachstum indem staatliche Stellen in Flüchtlingsströme Schuldverschreibungen investieren.Das ist echt krank - der südliche Teil der EU muss Schulden abbauen und in Zentral- und Nordeuropa werden neue Schulden gemacht um den angeblichen unermeßlichen Reichtum der EU-Staaten in ein exogenes Bevölkerungswachstum zu stecken. Das ist super für viele Statistiken, wie die Verschuldung/Kopf und dergleichen. Solange man die Asylwerber aus den Arbeitslosenstatistiken herausrechnen kann, ist man da fast im Gewinnen als Politiker.
Konzeptionell gibt es da einen grundsätzlichen Fehler in der Asylgesetzgebung - diese ist nicht für eine globalisierte Auslegung entwickelt worden. Das Grundkonzept ist, dass ein Fluchtstaat von sicheren Zufluchtsstaaten umgeben ist - also Nachbarschaftshilfe in der Region. Das funktioniert auch - siehe Balkankriege, Ungarnaufstand und Prager Frühling für Österreich. Sogar die Deutschen Steuerflüchtlinge hat Österreich immer sehr bereitwillig aufgenommen (:-)) Eine Globalisierung der Flüchtlingsströme führt vor allem zu einem Geschäfts- und Strategiemodell für gewisse Gruppen. Laut Aussage von Verfassungsrechtlern und Nachbarstaaten muss Österreich unbegrenzt Asylwerber aufnehmen oder weiterleiten oder durchleiten oder zurücknehmen oder anderweitig zu verteilen versuchen. Genau genommen ist aber dann die Flüchtlingsverteilung innerhalb der EU auch nicht Menschenrechtskonform. Also jeder Mensch hat demnach in der EU 28 mal die Chance Asyl zu beantragen. Spannend wird das ja jetzt mit der türkischen Visafreiheit wo doch die Türkei nach Ansicht vieler kein sicheres Land mehr ist. Solange das Asylrecht in Europa mehr beinhaltet als die Sicherheit vor Verfolgung wird das einfach kolossal danebengehen. Europa hat keine Pflicht zum Beispiel eine Million Russen, eine Million Nordkoreaner, eine Million Tibeter, eine Million Kubaner, eine Million Indianer oder sonstwas verpflichtend aufzunehmen wenn sie sich aus irgendeinem Grund auf den Weg machen würden. Oder doch? Muss die EU jedem Menschen auf der Welt der in seiner Heimat keine Lebensperspektiven sieht welche in der EU gewähren um nicht als "unsolidarisch" zu scheitern?
Eines ist hier ganz sicher - so funktioniert Gesellschaft sicher nicht - soviel Unkonkretheit, Unschärfe und Fehlkonzeption führen zwangsläufig zu einer Entsolidarisierung, da anscheinend niemanden innerhalb der EU klar macht, was drinnen und was draußen ist. Und das ist eine Grundforderung für die Bildung einer Gemeinschaft. Es wird kein Fußballmatch, kein Fanklub oder sonstiges sportliches Team funktionieren, wenn nicht einfach klar ersichtlich ist wer zu der Heimmannschaft und wer zur Gastmannschaft gehört. Solange man nicht genau weiß wer man selbst eigentlich genau ist, sollte man sich nicht über mangelnde innere Solidarität beschweren. Ohne Grenzen (Ober- Landes- Gemeinschafts-) gibt es keine Solidarität - grenzenlose Solidarität ist Selbstaufgabe und führt automatisch zu Verunsicherung, Konflikt und Chaos.


DI Mathias Gruböck Nondorf, 19.03.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

14 März 2016

Geschmacklose Pose


Motte Allerechtevorbehalten Also das ist absolute Scheiße Herr PILZ! Der Respekt vor dem Leben und dem Tod eines Menschen MUSS über jeder politischen Effekthascherei stehen. Das ist einfach letzklassig!

Es ist auch eine Perfidie, dass hier der Staat oder die EU für alles herhalten muss, was in der Welt geschieht. Auch ist es ein Zeichen der "Verstaatlichung" der Selbstbestimmung der Menschen in Europa. Primär ist es die Verantwortung der Eltern oder jedes Einzelnen sich mitten im Winter in ein Schlauchboot zu setzten und eine Überfahrt zu wagen. Hier zentraleuropäische Politiker verantwortlich zu machen ist gewagt bis hetzerisch, da genau die Einladungspolitik mehr Menschen dazu gebracht hat ihr Glück durch das Wagnis einer Überfahrt zu versuchen. Es ist vollkommen verständlich, dass man nicht in der Ungewissheit eines türkischen Flüchtlingslagers dahinvegetieren will, jedoch ist es eine persönliche Entscheidung sich in die Hände von organisierten Kriminellen zu begeben um eine Chance wahrzunehmen. Die parallele Politik der Förderung von Randgruppen in Europa und die Aufbürdung der Hauptlast auf die Gruppe der "Normalen" tut ihr Übriges um ebendiese Mitte der Gesellschaft zu erodieren. Der normale Mittelstand zerfällt langsam aber sicher unter den Lasten die ihm aufgebürdet werden. Er soll das virtuelle Geld der Spekulationsblasen berappen, er soll jede Randgruppe fördern mit dem immergleichen Effekt, dass diese dadurch anwachsen und er soll jetzt eine unabsehbare Menge an Zuzugswilligen schultern, weil die Politstrategen glauben, dadurch den Mittelstand (und einzigen wahren Massen-Nettozahler) wieder auffüllen zu können. Spiele mit der Bevölkerungs-Gaußkurve haben etwas von Gottesphantasien. Laissez-Faire-ich-sag-zu-allem-konfliktfrei-Ja ist dabei reine Fahrlässigkeit, die sich eine immer kleiner werdende Menge der oberen Mittelschicht leisten kann. Einen fiktiven angeblichen Reichtum, der sich hauptsächlich in den Schuldenquoten niederschlägt gebetsmühlenartig ins Treffen zu führen, wird mit zunehmenden Arbeitslosen- und Sozialhilfeempfängergruppen immer stupider. 

Umverteilung ist ein wichtiges Prinzip der sozialen Marktwirtschaft. Umverteilung basiert aber auf der Idee, dass die Mengen der Empfänger nicht unplanbar anwachsen sollten, da sonst die unteren Schichten der Gesellschaft in einen Verteilungswettstreit treten - zusätzlich kommt die untere Mittelschicht immer mehr in die Nähe des Empfängerschwellwertes und das System droht dadurch aus der Finanzierbarkeit zu laufen. Österreich ist ja sooo reich. Wenn die Menschen politisch zu konservativen Haltungen tendieren, dann ist das ein klares Zeichen dafür, dass sie in den Bewahrermodus schwenken und glauben ihre soziale Position verteidigen zu müssen. Gleichzeitig stagnieren die linksliberalen Gruppen wie die Grünen, da sie tendenziell eher die Fortschrittsgewinner beheimaten, die durchaus anderen etwas von ihren "Gewinnen" abgeben wollen und mit ihren Erfolgen Gutes und Richtiges fördern wollen. Vielleicht setzen aber gerade durch diese Strategien einen Mechanismus in Gang, der den "rechten" (nicht-christlich sozialen) Kräften ihren Selbstläufer-Zulauf beschehrt.

Vielleicht sollten sich die Grünen einmal damit beschäftigen den Menschen Antworten auf ihre Fragen zu geben und nicht permanent zu erklären, dass sie falsch denken und das das verboten ist. Die Zeigefingernummer verkommt auch langsam zur Pose und entfernt sich immer weiter von den realen Gegebenheiten.

DI Mathias Gruböck                                                        Nondorf, 14.03.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

06 März 2016

Was mach ich mit dem Pfand in meiner Hand?

Türkei will "Stadt" für Flüchtlinge bauen

4500 m² oder 4500 km²? Also die Türkei beansprucht jetzt schon offiziell Gebiete in Syrien - und die EU soll das zahlen. Heim ins türkische Reich - sonst schickt der EU-Kandidat Türkei weiter Flüchtlinge. Das ist eine ganz neue Art der EU-Erweiterung, man finanziert den Beitrittkandidaten die Eroberung von Nachbarstaaten.

Es ist manchmal schon ganz toll wie parallel heutzutage exakt die gleichen machtstrategischen Dinge parallel und zeitgleich ablaufen und in unseren Warheitsmedien schaut das diametral entgegengesetzt dargestellt aus. Wenn die Russen in der Ukraine eine kurzfristigst auf russischem Hoheitsgebiet befindlichen Flieger abgeschossen hätten, dann wäre Feuer am Dach gewesen. Wenn Russland "seine" Leute in der Ukraine unterstützt ist das ein Völkerrechtsverbrechen, bei dem man sogar nicht einmal die UNO bemühen muss um Sanktionen zu setzen (was an sich auch nicht ganz gesetzeskonform ist). Wenn das NATO-Mitglied Türkei das selbe und mehr macht, ist das angewandte Nächstenliebe und wird noch honoriert vom Westen. Neo-Sultan Pascha Erdogan kommt in den Topf mit den "guten" Diktatoren. Der pfeift auf Schwulenrechte, schickt die Frauen wieder hinter den Herd, bricht zwecks Machterhaltung einen Bürgerkrieg mit den Kurden vom Zaun, macht eher mehr als weniger false flag-Terrorangriffe und beschuldigt meistens noch die Opfer als Täter, mächt die Medienlandschaft mit der Präsidialsichel auf gleiche (und) gerichtete Haarlänge, dass weiland Göbbels seine Freude hätte und seine Interventionen im Nachbarland Syrien sind auch sowas von volkerrechtswidrig, dass jedem Rechtsstaatler die Grundlage abhandenkommt.

Die NATO soll ein Verteidigungsbündnis sein, jedoch dauernd greift irgendeiner der Bündnispartner irgendwelche fremden Länder an. Jetzt ist es gar schon so weit, dass einzelne Bündnismitglieder die anderen durch ihr Vorgehen zum mitmachen bei ihren "Erweiterungsfeldzügen und Einflussausdehnungsaktivitäten" nötigen. Der Herr Präsident Erdogan ist einfach in der Lage die Kurdengebiet abzuriegeln, den Irak und Syrien zu bombardieren und eine Zeitung nach der anderen gleichzuschalten, aber bei den Flüchtlingen, die sich in seinem Land massenhaft Richtung Europa aufmachen, ist er vollkommen machtlos. Der Herr der jeden Beserlpark von ein paar lästigen Demonstranten gewaltsam räumen lässt, ist solange machtlos bis er einen Vorteil daraus ziehen kann. Wenn es ihm mehr politischen Gewinn verspräche, würde er die Flüchtlinge in ihre Lager treiben und dort anpflocken, so schnell könnte man gar nicht schauen. Mit Menschen spielt man keine Machtspielchen - also laut Völkerrecht. NATO-Partner sind da aus einem anderen Holz geschnitzt. 

DI Mathias Gruböck                                                    Baden, 06.03.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

25 Februar 2016

Ball superflachhalten und Spiel kontrollieren


Irgendwie kommt einem vor, dass da plötzlich eine Hektik aufkommt, die weder den real existierenden Problemen, noch dem Gemüt der Bevölkerung gut tut. Wir werden weder morgen in der Früh durch den Muezzin geweckt werden noch wird unsere Wirtschaft eingehen, weil wir keine Arbeitskräfte mehr haben. Sicher gibt es einen Haufen Probleme und langsam kommt es auch bei den letzten Sozial-System-Umverteilerphantasten an, dass ein ungezügelter Zuzug nicht die ultima Ratio ist. Vielleicht sollte man auch einmal genauer hinschauen mit wem man befreundet (?) und/oder verbündet ist und ob da nicht einige der Ursachen für die aktuellen Problemstellungen zu finden wären. Überhaupt sollte man etwas die Plastikteil-im-Marsriegel-Angstparanoia-Hysterie herunterfahren. Es geht um das bisher eher unbekannte Phänomen der migrierenden Flüchtlinge. Jetzt muss man etwas an der Selbstverantwortungsschraube drehen dürfen. Wenn jemand aus einem substandardflüchtlingslager in der Türkei oder aus Afghanistan oder aus Nord-, Süd, Ost- oder Westafrika mitten im Winter losmarschiert, dann hat das sicherlich jede Menge Ursachen aber letztendlich liegt hier schon noch eine Selbstverantwortung des migrierenden Flüchtlings vor. Der erste Hysteriehype geht mit der Verantwortungszuordnung für das Schicksal dieser Menschen an Regierende los, die noch nicht einmal diese Menschen in ihrem Verantwortungsbereich haben. Es gibt keine "richtige" Strategie, aber es gibt Versuche von funktionierenden taktischen Ansätzen. Eine Taktik muss man aber relativ unaufgeregt runterspielen und nicht dauernd in rigendwelchen Foren oder Talkshows Wuchtln drucken und den anderen erzählen wie es nicht geht. Besser recht und schlecht ins Handeln gekommen als weiterhin die Problemstellung erklärt. Langsam bekommt man schon den Eindruck, dass die Deutschen zunehmend in diesem Spiel auch Weltmeister sind. (PS.: die Anzahl der Bücher bei Migranten wird nicht viel anders sein als bei Anwesenden - Daumenregel 2% - Streit um Kaisers Bart, die einen sagen es bleibt bei den 2% über alle gesehen und die anderen sagen 2% von 100000 sind 2000 Kriminelle absolut mehr. Beide haben Recht)

Und beim Match Griechenland gegen Österreich sollte man auch mal in die Halbzeitpause gehen und in der Kabine Dampf ablassen. Ohne die unschönen Fouls auf beiden Seiten kommt man viel besser ins Spiel. Aber letzten Endes doch eine europäischen Lösung, auch wenn es am Spielfeld eher ruppig zugeht.

DI Mathias Gruböck                                                                    Baden, 25.02.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

Putin destabilisiert die EU durch die Flüchtlinge (?!)

http://orf.at/stories/2326259/

Wirklich Herr Hahn? War da nicht das politische Signal von Wirtschaftssanktionen, NATO-Ostetweiterung und Russlandbashing von jeder Sportveranstaltung bis zum Songcontest? Die EU behauptet doch dauernd Russland sei eine stali-fascho Diktatur, da muß man doch den Betroffenen Asyl gewähren! Da sind natürlich keine Schlepperbanden schuld, sondern Putin pumpt jedem höchstpersönlich mit seinen KGB Freunden die Radln auf. Dem Herrn Hahn kann man wahrlich nicht vorwerfen sich im Fokus auf das Wesentliche zu verzetteln. Weiter so EU-Pappkameraden, wo sind sie konkreten Lösungsansätze? Plauderanten und Bedenkenträger haben wir schon genug. Vielleicht ist der Herr Putin auch daran beteiligt, dass wir wieder zur Altkleidersammlung Hirschen müssen und nicht unsere Altkleidung unter migrierende Flüchtlinge werfen. Das ist übrigens der Casus Knaxus der feurig geführten Debatte: Das Asylrecht hat einfach nicht vorgesehen, das Flüchtlinge weitermigrieren können. Sobald ein Flüchtling in einem Nachbarstaat angekommen ist, ist er geflohen. Wie schrecklich auch immer Krieg, Flucht und Not ist, sobald er weitermarschiert wird er zum (vollkommen verständlichen) Kriegsmigranten. Flüchtlinge aus Osttimor sind in Mitteleuropa Migranten, keine Flüchtlinge mehr. Wer anderes behauptet hat eine unverhohlene Lust an Chaos und Unruhe stiften.

Auffallend ist aber die sehr noble Zurückhaltung des Herrn Kommissars Hahn bezüglich der Flüchtlinge die aus der Türkei kommen. Wo bleibt da der Analogieschluss? von dort kommen Millionen und der Herr Erdogan wird dafür in seinem Krieg gegen Kurden und Syrer unterstützt damit die NATO dort schneller ist als die sunnitisch-saudi-arabischen Kräfte sich ausbreiten können. Ahso, wir schaffen DAS (?) ja. Wir (?) wollen einen Krieg gegen chinesische, saudische (tw), iranische, russische (...) Interessen im Irak, Afghanistan, Syrien, Jemen, Libyen (...) führen. Jaja, wir schaffen das. But - who the FUCK is WIR?

DI Mathias Gruböck                                                                Baden, 25.02.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

24 Februar 2016

Zahlenspielereien rund ums Systemversagen

http://orf.at/#/stories/2326203/

Hört doch endlich mit der Zahlenwichserei auf. Wenn eine eingewanderte Gruppe von ca. 90.000 Menschen in Österreich 5,7% der Ermittlungsvorgänge der Polizei auslöst, dann hat ein Anteil von ca. 1% der sich in Österreich aufhältigen Personen eben 5,7% der Ermittlungen ausgelöst. Das heißt aber, dass Asylwerber 5,7 mal mehr Ermittlungen hervorgerufen haben als andere in Österreich aufhältige Personen. Auch ist eine Steigerung von 4,1 auf 5,7 Prozent nicht nichts. Wenn wir eine 28% Steigerung eines Wirtschaftsparameters hätten würden schon alle jubilieren. Nebenbei haben wir 2015 mehr als 1 Million Menschen durch unser Land gelassen ohne sie zu erfassen - die Tonnen an Kalaschnikows und Drogen die hier durchgeschleust werden hätten können, kann auch keiner feststellen, da wenn niemand erfasst wurde auch kein Verfahren gegen einen Asylwerber eröffnet werden könnte. Jetzt kommt das schon zum 2. Mal, dass man ein eklatantes Systemversagen (aus welchen Gründen auch immer) schönredet. Die Hypo und jetzt die Flüchtlingskriese haben erschreckende Missstände in der, nicht gerade billigen österreichischen Verwaltung gezeigt. Die Strukturen betteln nahezu nach Reformen und unsere Volksvertreter üben sich weiterhin in Schönsprech und Zahlenakrobatik. Wo sind die unparteilichen (!) Audits dieser Strukturen denen dann auch wirkliche Lösungsmaßnahmen folgen. In 2 Jahren wird dann wieder ein Rechnungshofbericht erscheinen, den Finanzlandesräte und andere Verantwortungsträger milde lächelnd am Klo aufbrauchen. Der Reformstau reicht schon die gesamte Balkanroute hinunter, wenn wir ihn physisch einsetzen könnten, dann käme kein einziger Flüchtling mehr durch. Peinlich ist wirklich wenn man vor Wahlen dem werten Publikum noch versucht weiszumachen, dass das Systemversagen eigentlich die Strategie war. Und Griechenland ist überhaupt schuld an allem, gefolgt von der EU.

DI Mathias Gruböck                                                                    Baden, 24.02.2016
Unternehmens- und Organisationsberater                                              
 

19 Februar 2016

Ein Problem besteht solange man keine Lösung hat


Ganz Europa, oder zumindest das deutschprachige Mitteleuropa befindet sich derzeit in einer Art zirkulären Lösungsfindung. Hin und her geht’s da. Wie bei allen Problemen behindern vor allem angenommene Mythen und vorgebliche Grundlagen den Ausbruch aus den Lösungssuchzyklen. Daher ist es einmal interessant ob man es, wie zum Beispiel in der Mathematik üblich, leisten kann die Rahmenbedingungen und Grundvoraussetzungen abseits von semantischen Spielereien zu definieren, da man manchmal das Gefühl bekommt, dass hier oft schon viel mehr um des Kaisers Bart gestritten wird anstatt um valide Lösungsschritte. Hierbei kann man auch gleich die verwendeten Lösungssuchmethoden auf ihre Wirksamkeit untersuchen.

1.) Obergrenze – Diese Diskussion ist offenbar eine Scheindiskussion und eine Folge der darunterliegenden Annahmen, die sich zum Teil in einem eigenartig rechtsfreien Raum befinden. Systemtheoretisch ist es vollkommen klar, dass ein vorhandes System (Gemeinschaft, Gruppe, Staat, Staatenverbund) nicht unbegrenzt anwachsen kann, speziell nicht in kurzen Zeitabschnitten. Die Diskussion über Obergrenzen ist vielmehr der theoretische Versuch das Handlungsregime wieder in das System zurückzuholen. Vorher sind in der Obergrenzen-Diskussion aber zwei bedingende Begriffe zu diskutieren: Solidarität und Asylrecht als einforderbares Recht. Jeder Topf hat einen Deckel.

2.) Asylrecht als einforderbares Recht. Prinzipiell ist das Asylrecht in seiner jetzigen Auslegung ein Recht, dass ALLEN bedürftigen Opfern von Kriegen (Naturkatastrophen, Industriekatastrophen, wirtschaftliche Katastrophen, Umweltkatastrophen sind hier nicht beinhaltet) ein von ihnen einforderbares Recht von außerhalb des Systems einräumt, wobei die Inanspruchnahme in keiner Weise mengenmäßig beschränkt wird. Das ist konzeptionell wahrscheinlich eine der Ursachen, warum hier keine klaren Vorgehensstrategien gefunden werden ohne, dass man Menschen von außerhalb des Systems ihr zugebilligtes Anspruchsrecht entzieht. Wie in solchen Fällen üblich wird daher versucht über die Rahmenbedingungen (sichere Herkunftsländer, wer kann ein Opfer wovon sein, usw.) die Menge der Berechtigten einzuschränken. Vielleicht ist der Anspruch, ALLEN Kriegsopfern einen Rechtsanspruch in einem System einzuräumen rein praktisch einfach nicht umsetzbarer? Jedem Menschen recht getan ist eine Kunst die niemand kann.

3.) Solidarität: Solidarität ist wohl der am meisten missbrauchte Begriff in dieser Diskussion. Da wird von verschiedenen politischen Gruppen die Solidarität mit den Kriegsopfern weltweit eingefordert um Migrationsströme zu rechtfertigen um gleichzeitig innerhalb des Systems (EU) die Solidarität mit EU-Bürgern abzubauen. Gleichzeitig soll die Solidarität von Gruppen innerhalb des Systems EU durch die Androhung des Entzuges von Solidarität erzwungen werden. Wie weit das wiederum solidarisch ist, ist fraglich. Gleichzeitig werden beispielsweise Roma aus Rumänien derzeit durch nordafrikanische Migranten zusehend von ihren Bettelplätzen verdrängt. Oder ungarische Firmen, die Arbeiter entsenden wollen Kammern verschärft reglementieren. Inwieweit das wiederum EU-intern solidaritätsstiftend sein soll ist fraglich. Es ist schon eine große Herausforderung innerhalb der EU echte Solidarität zu üben. Oder gar innerhalb der einzelnen Nationalstaaten. Mit allen Menschen gleich solidarisch zu sein, führt anscheinend dazu, dass sich sehr viele zurückgesetzt fühlen.

4.) Integration: Integration ist ein Schritt in der Logik der Migration. Die mittel- und nordeuropäischen Staaten versprechen den bereits in fernen Flüchtlingslagern sitzenden Menschen Arbeit, Unterstützung und Integration. Damit bauen durch diese Asylanreize eine massive Konkurrenz zu stupiden Flüchtlingslagern, deren einzige Funktion es ist, Leben zu retten – sonst aber auch nichts mehr. Solange dieses Versprechen gilt wird jeder Mensch, der in einem Flüchtlingslager „nur“ das nackte Leben gerettet hat, versuchen sein Menschen-Leben durch Einlösung dieses rechtsgültigen Versprechens wieder zu einem sinnstiftenden zu machen. Die versprochene Integration hängt aber massiv vom Vorhandensein von Arbeit ab. Wenn dieses Gut bereits eine Mangelware ist, dann befeuert man innerhalb des Systems massiv den Kampf um Arbeit. Auch wenn es gelänge in relativ kurzer Zeit die Migranten „arbeitsfähig“ zu machen (schreiben, lesen, sprechen, rechnen) wird man in den meisten Fällen sein Versprechen nicht erfüllen können und/oder bereits im System befindlichen Integranten zurücksetzen müssen. Wenn man als Benchmark die Integration Ostdeutschlands heranzieht, sind das Integrationshalbwertszeiten von mindestens 5-10 Jahren (Integrationshalbwertszeit bedeutet hier, dass 50% der ursprünglichen Migrationsmenge voll integriert ist) anzunehmen. Dies deutet auch auf eine Falsifikation der Bevölkerungsentwicklungsdebatte hin. Wenn man die aufzuwendenen Integrations-Milliarden für die Förderung der Nachwuchsrate investieren würde, würden in einem ähnlichen Zeitraum ähnlich viele integrierte Systemmitglieder (Staatsbürger) vorhanden sein. Für einen Systemteilnehmer ist es daher nicht ganz selbsterklärlich warum man die Investition in „fremde“ Menschen tätigt aber nicht in die Steigerung der autochtonen Geburtenrate. Alleine schon das Aufwerfen dieses Gedankens führt bei vielen Ideologen zum zücken der Nazi-Keule, da deutsches/österreichisches Bevölkerungswachstum zu fördern immer sofort mit dem Mutterorden gleichgesetzt wird, während „fremde“ Kulturen und Menschen massiv zu fördern als eine Art Wiedergutmachung verstanden wird. Irgendwie drüften in der gesamten Flüchtlingsdebatte im deutschsprachigen Raum nach wie vor Schuldgefühle eine Art moralischen Anstoß geben und nicht einfache, ideologieunabhängige Konzepte wie ein System funktionieren und sich positiv (konfliktfrei) entwickeln kann.

Ein wahrscheinlicher Lösungsansatz wäre, das Leistungs-Versprechen an die Welt zurückzunehmen. Europa kann viele Menschen (Flüchtlinge UND Migranten) aufnehmen aber nicht alle. Europa hat bisher kaum Verantwortung in Irak/Syrien/Lybien auf sich genommen. Die Briten, die immer in vorderster Front bei jedem Angriffskrieg in der Region mit dabei waren, bekommen mit einer weiteren Extrawurst ihre Belohnung dafür. Die Türkei, die hier ein sehr perfides Spiel spielt wird fast zum Vollmitglied h.c und Lieblingspartner für die EU. So kann das nicht gehen. Verabschieden wir uns einfach einmal von unseren Selbsttäuschungen und machen wir wieder das was wir uns vorgenommen hatten. Ein Friedensprojekt Europa. Wer nimmt uns dann auf, wenn dieses Projekt scheitert? Dieses Projekt war und ist die Lösung für das Problem Krieg! Jeder der dieses Projekt zerstören/schwächen will will keinen Frieden.

DI Mathias Gruböck                                                         Baden, 19.02.2016
Unternehmens- und Organisationsberater