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24 April 2017

Verordnete Kultur


... und ich dachte immer, dass wir eine Verfassung haben... bin gespannt, wie man dann noch Russlandbashing betreiben will. Wo genau liegt eigentlich das Abendland? Müssen dann Christen aus anderen Ländern (USA, Deutschland, Russland, Nigeria, Südafrika, britisch Vergin Islands, Kuba) die bei uns leben wollen auch die Werteschulung machen oder nur Juden und Moslems? Oder die Aschkenasen-Juden nicht, da wir da doch schon zu viele christlichen Werte- und Kulturunterscheidungen betrieben haben und wir Israel (also diejenigen 75% die nicht zu den Arabern und schwarzen Juden gezählt werden) also jetzt einfach zum Abendland zählen. Und die USA und Kanada. Und Australien und Neu Seeland. Also überall wo Weiße leben und direkt etwas zu sagen haben? Also Südafrika nicht mehr? Das wird eine Superfrage in der Millionenshow: Ein weißer und ein schwarzer Südafrikaner wollen in Österreich leben - wer muß aller eine Werteschulung machen? A beide, B der Türke, C Mulsims oder D schwarze nichtchristliche Morgenländer? Oder noch eine lustige Frage: Warum muss ein Deutscher mit türkischem Hintergrund bei uns keine Werteschulung machen und sein Cousin aus der Türkei schon? Oder warum muss ein deutschtürkischer Doppelstaatsbürger auf einer österreichischen Uni keine 5000.- Euro zahlen während ein österreichischer Präsenzdiener, den vielleicht noch seine Eltern auch in der Türkei angemeldet haben seine Staatsbürgerschaft verlieren kann? Und geheime Listen bei der Staatspolizei/BMI die eine spezifische Ethnie kontrolliert - vielleicht einmal den Opa fragen, wie er damals das gemacht mit diesen kulturfremden Personen. So kann Integration gelingen. Gerade bei der Gruppe, die wahrscheinlich am wenigsten Probleme bereitet relativ zu ihrer Größe. Genau so bringt man ganz friedliche Menschen dazu aus ihrer Mitte zu kommen und sich auffälliger zu Verhalten. Beim Anwerben der Türken verlangte noch niemand Deutschkurse, Werteschwüre und Christentumkompatibilität. Damals reichte es noch wenn sie arbeiteten. Jetzt tun alle so, als ob die Nachkommen dieser Gastarbeiter Österreich täglich dankbar sein müssten, dass ihre Eltern oder Großeltern angeworben wurden. Integration heißt wahrscheinlich in erster Linie Heimat sein. Punkt. Jetzt überschlagen sich die Politiker darin allen anderen zu erklären, dass sie hier nicht heimisch seien (abgesehen davon, dass mir eine derart homogene und auch regional konsistente österreichische Leitkultur so überhaupt nicht darstellbar erscheint - außer man macht die übliche Vereinfachung - Österreich = Wien)

DI Mathias Gruböck                                                                                               Baden, 24.04.2017
Unternehmens- und Organisationsberater

03 April 2017

Umsetzungsverordnung Integrationsgesetz



An: Integration@bmeia.gv.at; sebastian.kurz@bmeia.gv.at 

Laut EMGR Entscheid Geschäftszahl Bsw43835/11 stellt das Verbot des Tragens von Kleidungsstücken in der Öffentlichkeit, die das Gesicht (speziell von Frauen) verhüllen keine Verletzung der europäischen Menschenrechtskonvention dar. Auf diesen Spruch dürfte sich die Novelle zum Integrationsgesetz in Österreich beziehen, die ebenfalls die Gesichtsverhüllung unter eine Verwaltungsstrafe stellt. (laut Pressemitteilungen)

In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage inwieweit Hygieneschutzmasken von (meist) asiatischen Touristen (sie verwenden diese meist, um bei einer Verkühlung ihr Umfeld nicht durch die Ausbringung von Bakterien und Viren zu beeinträchtigen) ebenfalls eine Verhüllung des Gesichtes darstellt. Gibt es in der Umsetzungsverordnung des Bundes dahingehend eine detaillierte Differenzierung? Gilt diese Art der Gesichtsverhüllung nur für muslimische Asiatinnen, die vielleicht eine schwarzgefärbte Hygieneschutzmaske tragen, als verboten? 

Inwieweit beschäftigt sich die Strafandrohung bei Gesichtszügeverhüllung auch mit Vollbärten und Tätowierungen im Gesicht. Ab welcher Menge an Metallteilen und Farbe im Gesicht gelten die ursprünglichen Gesichtszüge als unkenntlich? Sind Body-Modifications (Implantierte Hörner, gespaltene Zungen, Durchlöcherung von Gesichtsteilen) ebenfalls eine Art der Unkenntlichmachung von Gesichtszügen und dadurch im öffentlichen Raum verboten?

Wie schaut die Regelung bezüglich von Schönheitsoperationen im Gesicht aus? Wieweit dürfen hier plastisch-chirurgische Eingriffe die ursprünglichen Gesichtszüge verändern bis man von einer Unkenntlichmachung der Gesichtszüge spricht? Wird die hypertrophe Aufspritzung von Gesichtsteilen mit Kunststoffen ebenfalls als Unkenntlichmachung gewertet.

Gibt es bezüglich des Verbotes der Unkenntlichmachung der Gesichtszüge im öffentlichen Raum Ausnahmeregelungen? Zum Beispiel während einer Redoute-Ballveranstaltung? Oder während des Faschings? Müssen diese Ausnahmen gesondert beantragt werden? Wie ist die Regelung für Gesichtsbemalungen (z.B.: bei Sportveranstaltungen)?

Gilt der Brautschleier ebenfalls als eine Gesichtsverhüllung und darf daher nicht außerhalb einer Kirche getragen werden? Darf man mit einem Brautschleier beim Standesamt erscheinen? Gibt es hierfür Differenzierungen (z.B.: Farbe, Blickdichtigkeit o.ä. des Schleiers)? Gibt es eine gesetzliche Unterscheidung zwischen einem christlichen Schleier und einem muslimischen Schleier?

Stellen die Polizeibehörden die einzige Instanz dar, die Anzeigen zu gesetzwidrigen Gesichtsverschleierungen entgegennehmen? Wie werden diese durchgeführt? Sind zusätzliche Beamte dafür vorgesehen? 

Stellt die Verteilung des „Wachturms“ durch Zeugen Jehovas ebenfalls den Tatbestand von „problematischen Schriften“ dar? Wie kann man den Zeugen Jehovas verbieten diese „kulturfremden“ Schriften zu verteilen, in denen die Frau dem Manne als Untertan zugeordnet wird oder in denen man dazu aufgefordert wird seine Kinder zu züchtigen? Gelten Monarchisten ebenfalls als Staatsgefährder, weil sie außerhalb der Verfassung argumentieren?

Gibt es irgendeine Möglichkeit an den „Werteschulungen“ teilzunehmen. Welche Werte werden dort vertreten? Kann man diesen Wertekodex irgendwo abrufen oder einsehen? Was genau wird dort geschult? Verfassungsrecht? Religionsfreiheit?

Der Novelle zum Integrationsgesetz ist eine implizite Leitkultur inhärent, die weder in der Verfassung noch sonstwo expressis verbis definiert wurde. Wo kann man bitte eine Beschreibung dieser Leitkultur finden? Gibt es Lehrpläne oder mediale Angebote die dieser, offenbar stillen Übereinkunft zuwiderhandeln? Ziel des Integrationsgesetzes ist es ja offenkundig andere Kulturen, die durch Migration in die sogenannte Leitkultur getragen werden, durch deren Integrationskraft in dieser aufzulösen (Verbote schützen klarer Weise nur Kulturen, die nicht genügend Integrationskraft besitzen und/oder in denen gewisse kulturelle Aspekte nicht mehr mehrheitsfähig sind). Gleichzeitig migriert diese, wieimmer definierte, österreichische Leitkultur sehr stark in die deutsche (zumindest sprachlich) und vor allem in die anglo-amerikanische Supraleitkultur (sprachlich, rituell, ideologisch, moralisch, modisch, wirtschaftskulturell, schulisch, kulinarisch). 

Vor diesem Hintergrund wäre eine möglichst exakte Definition der österreichischen Leitkultur als Integrationsziel für die gewünschte Integration der kulturfremden Elemente unabdingbar um diesen nicht nur ihre kulturellen Gepflogenheiten zu verbieten sondern klare Anpassungsziele vorgeben zu können. Sozusagen „oben ohne“ im Schwimmbad als erfolgreicher Abschluss für ehemalige Burka-Trägerinnen.

Gibt es irgendwelche Berechnungen im Integrationsministerium ab welcher Migrationsquote in Bezug auf die Gesamtbevölkerung, die Leitkultur nicht mehr mehrheitsfähig ist? Inwieweit ist diese Leitkultur durch weitergehende Migration veränderbar?

Sollte ein Integrationsgesetz nicht als allererstes ganz genau definieren WORIN die Integrationsleistung besteht? Woran kann man erkennen, dass sich jemand entsprechend dem Integrationsgesetz in die österreichische Leitkultur integriert hat? Bekommt er dann einen Stern? Oder vorher?

DI Mathias Gruböck                                                                                                  Baden, 03.04.2017
Unternehmens- und Organisationsberater

17 März 2016

Die Leitminderheitskultur


Schuldirektorinnen, die sich bei einem 98%igen Schüleranteil mit nichtdeutscher Muttersprache für mehr Unterstützung in der Spracherziehung einsetzen wird vom Unterrichtsministerium maximal ein Stinkefingermaulkorbbrief anstatt Hilfe geschickt. Die Frau Ministerin turnt inzwischen in New York in Frauenverteidigungsthemen herum.

Man vernimmt, dass die Kinder mit 6 Jahren in die Schule kommen, ohne richtig Deutsch zu können. Sie sind großteils aber bereits schon in Österreich geboren, haben aber bis dahin keinen Zugang zu der Mehrheits(?)-Kultur gefunden. Auch nicht zur Sprache. Das ist wahrscheinlich ein Viertel der Kinder. Ein anderes Viertel kann vielleicht doch halbwegs Deutsch. Deutsch! - wenn man sich heutzutage das Deutsch der Kinder in österreichischen Schulen anhört, dann ist es Berlin-Synchron-Deutsch oder bestenfalls Göthe-Instituts-Deutsch. Österreichisch – Fehlanzeige. Das ist die Hälfte der Kinder deren Mutter eine andere Sprache als Deutsch hat. Es geht aber noch weiter. Ein Gutteil der „österreichischen“ Kinder sprechen heutzutage ein „Hochdeutsch“, dass sich idiomatisch nördlicher als Hannover ansiedeln lässt. Das kommt sicherlich von einem Medienkonsum der „österreichische Dialekte“ meist mit Untertiteln versieht. Das sind wohl noch die 25% die sich in einer Art österreichischen Leitkultur wiederfinden. Dann gibt es noch ein Viertel, dass sich schon fast grundsätzlich der englischsprachigen Leitkultur angepasst haben. Das geht von sprachlichem Kauderwelsch über sittliche Normen, die zusehends durch US-TV-Serien geprägt werden, bis hin zu einer Akzeptanz der Minderwertigkeit der „eigenen“ kulturellen und gesellschaftlichen Konzepte. Also, in der Vergangenheit gibt es soetwas wie ein Reservat der „Mozart-Kugel-Lipizaner-Sängerknaben“ aber alles was nicht durch einen, vielleicht sogar vollkommen sinnentleerten Anglizismus beschrieben wird ist altbacken und maximal „retro“. Das geht sogar schon so weit, dass Serientiteln wie Motive automatisch auf Englisch ausgesprochen werden und anscheinend die Meisten keine Idee davon haben, dass es durchaus auch ein deutsches Wort mit exakt der gleichen Bedeutung gibt. Es grenzt ja heutzutage schon fast an Wiederbetätigung wenn man die Frage äußern würde warum David in Zusammenhang mit einem österreichischen Nationalspieler automatisch als Dävid ausgesprochen wird. Vielleicht weil Tiroler Landeshauptleute mit Dävid auf Grund seiner Hautfarbe auch gleich Englisch parlieren.

Es ist wirklich fraglich inwieweit wir jemanden noch integrieren können, wenn wir selbst unsere Kultur innerhalb einer Generation zumindest sprachlich aufgeben. Wenn heute morgen ein Junge ein leckeres Backon-Wrap verspeist, dann verkommt eine österreichische kulturelle Identität alsbald zu einer Ecke im Kulturdisneyland. (Hier selbst kontrollieren – wer hat jetzt Land und wer hat länd gelesen?)

Alle sind per Du und tragen keine Krawatten mehr. Weil die hippen US-Startups das so vorleben. Klar sind das nur Konventionen, wozu brauchen wir die? Weg damit! Konventionen stören meistens die Einführung von neuen Regeln. Wer die Regeln vorgibt hat die Macht, da er das Spiel bestimmt. Das ist so und wird auch so bleiben. Österreichisch war ganz nett – ich war noch ein Bub, damals. Hatte auch noch eine Lederhose im wirklichen Alltagsbetrieb im Einsatz. Damals rockte noch Heinz Conrads FS1. Jetzt ist die Persiflage der amerikanischen Unterklasse à la Simpsons ein Quotenhit, jeder kennt sich mit den Finessen von US-Gerichtsverfahren mehr aus als mit eigenen juristischen Abläufen und seit neuesten verstehen wir auch Börgerkulinarik und Ghettokultur als Leitkultur. Die Leitkultur in Österreich ist wahrscheinlich durch eine qualifizierte Mehrheit geprägt, die nach der Maxime, alles besser als die österreichisch-deutsche Gegenwartskultur, agiert.

Servus Bub, hau di über die Häuser, österreichisch ist drittklassig. Die Leitkaskade: US-D-Ö.

DI Mathias Gruböck                                                        Nondorf, 17.03.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

21 September 2015

Sanktionenschwertschwinger


https://www.facebook.com/peterpilz/posts/963613340349146




wie wärs mit Sanktionen gegen das Burgenland? (wegen der FPÖ Beteiligung) Oder Entzug der Staatsbürgerschaft für Herrn Lopatka, weil er intrigant zum Wortbruch angestiftet hat? Nach wessen Gesetzen wird hier zur Aggression gegen andere Staaten aufgerufen? Wer bestimmt da wer aus der EU hinaus fliegt und bestraft/sanktioniert wird? Einer EU, die nicht einmal die militärische Macht und Entscheidung auf ihrem Gebiet hat? Was ist jetzt - attackieren wir Saudi Arabien oder Griechenland (die haben sogar nachweisbar Regeln gebrochen), Russland, Assad, die Türkei, Ungarn und China? Da ist doch die neutrale Hintertürl-NATO-Mitläuferarmee aus Österreich etwas über beansprucht, oder? Österreich sanktioniert alle, die nicht ihre EU-Außengrenzen gezwungenermaßen öffnen? Die Argumentation könnte leicht als etwas sehr realitätsfremd angesehen werden. 

Für die Grünen nicht wirklich eine Stärkung für die Wien Wahl, bei der sehr viele händeringend um eine lösungsorientierte Alternative (!) flehen! Was wäre genau das Ziel von Sanktionen gegen Ungarn? Manche wenden die Flucht in die internationalen über geordneten Systemzusammenhänge immer dann an, wenn sie von mangelnden lokalen Lösungspotentialen ablenken wollen. Haltet den Dieb...

DI Mathias Gruböck                                                       Baden, 21.09.2015
Unternehmens- und Organisationsberater

19 September 2015

Österreich am Scheideweg

Die Sonntagsfrage wird laut Profil Ende September 2015 mit 33% FPÖ, 23% SPÖ und 21% ÖVP gelistet. Beide Großparteien (?) wären in einer AG jenseits der Sperrminorität und zusammen haben sie auch keinerlei Mehrheit außer eine relative mit gerade einmal 11 Prozentpunkten Vorsprung gegenüber der FPÖ.

Im Zuge der Flüchtlingsthematik ist eine sogenannte „Zivilgesellschaft“ ins Handeln gekommen, da die Staatsführung offenbar keinerlei wieimmergeartete situationsangepasste Reaktionen gezeigt hat. Da keinerlei Vorgaben oder Strukturierungen der Staatsführung absehbar waren, wie jetzt genau Recht und Ordnung im Bezug auf die Flüchtlingsthematik aussehen sollte, haben einige viele das Handlungsregime an sich gezogen und einfach einmal geholfen. Hilf- und ratlose Politiker haben sich in der Folge soweit erfrecht, sich an die Spitze dieser Basisbewegung zu setzten und diese schrittweise für sich zu vereinnahmen.

Zwei, tendenziell sehr fragwürdige Strategien werden hierbei deutlich:

1.) Gesellschaftliche Gruppen, die zunehmend das Machtvakuum einer Regierung, die nicht regiert sondern nur versucht politische Entwicklungen einzufangen oder hinterherzulaufen (wenn sie nicht gerade damit beschäftigt ist möglichst nichts zu ändern und so weiter zu wurschteln wie bisher), beginnt auszufüllen. Immer öfter hört man den Satz: Wenn die Politik versagt, dann muss man das Recht in die eigene Hand nehmen. Im Zuge der Flüchtlingsproblematik haben eine zunehmend relevante Menge an Menschen nach einem selbstdefinierten, aus einer moralisch-ethischen Gesinnung heraus de facto gesellschaftlich verbindliche Regeln geschaffen. Meinungsäußerungen aus einer anderen Überzeugung heraus (PEGIDA) wurden von einem, ebenfalls, Massenphänomen und politischer Willenskundgebung zu einem Verstoß gegen das Gesinnungsregime der medialen Meinungsführerschaft diskreditiert und als Darf-man-nicht-haben-Gesinnung stilisiert. An einem weitgehenden Verbot der Äußerung einer Meinung entgegen der Leitmeinung wird massiv gearbeitet. Jede Fragestellung in Richtung: „Wieviel Opfer (im Sinne von Menschen) verträgt eine funktionierende und solidarische Gesellschaft – speziell unter dem Aspekt der Macht von Opfern auf Grund ihres Status?“ wird sofort als weitere Opferschändung entlarvt und nicht weiter beachtet. Im Zuge der Flüchtlingssystematik entsteht eine Art Parallel-Rechtstaat, an dem EU-Bürger nicht Teilnehmen können (z.B.: Roma und Sinti können nicht aus einem EU-Land fliehen oder diverse höchstregulative Bestimmungen, an die sich jeder EU-Bürger gegen Strafandrohung halten muss – nur weil er eben kein Opfer ist). Daraus entwickelt sich wahrscheinlich eine durchaus realistische Befürchtung mancher EU-Bürger, dass sie hinter den fortwährend ankommenden Opfern zurückgesetzt werden.

2.) Eine wohl viel gefährlichere Entwicklung stellt das aktuelle Schnitzen an der NAZI-Keule dar. Alle die nicht der Meinung der öffentlich-rechtlich-staatlichen Leitmeinung sind, werden ins NAZI- und Rassisteneck geschoben. Speziell ein aktuelles Aufwärmen von 26 Jahre alten Fotos eines Parteiführers deutet auf die Strategie der SPÖ hin, die sie schon einmal (speziell der aktuelle Bundespräsident) praktiziert hat. Die Story die derzeit vorbereitet wird ist eine sehr gefährliche: Schritt eins: Herr Strache ist eigentlich ein NAZI, damit ist ein etwaiger demokratischer Erfolg gegen alle Staatsmedien und großkoalitionäre Netzwerke als eigentlich illegal definierbar. Ähnlich wie in der Flüchtlingsfrage und bei der Blau/Schwarzen Koalition wird ein breitflächiger und internationaler Widerstand vorbereitet. Die Gefahr hierbei ist, genau wie in der Flüchtlingsproblematik, dass die SPÖ-Spinndoktoren nach der Wahl wieder weg sind und es fraglich ist, ob die derzeitige SPÖ-Führung einen von ihr initiierten Widerstand voll unter demokratisch-rechtsstaatlicher Kontrolle halten kann. Wahrscheinlich ist das der SPÖ aber auch egal, da sie in Wien im Prinzip um ihre Existenzberechtiung kämpft. Und politische Parteien, die derart abgewirtschaftet haben aber noch immer die gesamte Machtfülle des Staatsapparates kontrolliert, reagiert in ihrer Panik vor absolutem Kontrollverlust wohl sehr schnell aggressiv. Prinzipiell ist eine Oppositionsstrategie einer Mehrheitspartei gegen eine Oppositionspartei meistens sowieso schon ein Zeichen der Schwäche. Viele mit „linker“ Gesinnung werden das Narrativum vom NAZI-HC-Strache als Rechtfertigung dafür nehmen, das Gesetz in ihre Hand zu nehmen und in den Widerstand zu gehen. Sozusagen als Antwort auf die ewige Frage „Wie hättest du damals reagiert“ kann man in der Folge die Rechtsgültigkeit einer Wahl, bei der die FPÖ mandatsstärkste Partei wird in Abrede stellen. Es ist davon auszugehen, dass die SPÖ in Wien nicht ohne weiteres eine demokratische Entscheidung gelten lassen und von der Macht weichen wird. Es ist schon daran zu erkennen wie denkunmöglich die Vorstellung eines wirklichen Machtwechsels bei einer demokratischen Wahl in Österreich selbst für die systemimmanenten „Experten“ ist. Stell dir vor, du hast alles unter deiner Kontrolle und das blöde Volk wählt etwas anderes!? Das ist ein Putsch von unten! Raus mit dem NAZI-Volk aus Österreich. Wer die falschen Politiker wählt, ist unsolidarisch und wird des Landes verwiesen. Ab wieviel Prozent einer Religion an der Wohnbevölkerung wird der Freitag eigentlich freigegeben? Wie ist das jetzt mit der Burka und dem Kopftuch? Stimmt es jetzt plötzlich wieder, was Ex-Präsident Wulff gesagt hat, dass der Islam Teil der deutschen Identität ist? War doch die letzte Zeit jetzt wieder anders gesehen worden vom Präsidenten Gauck – und wie ist das mit BP Fischer? Eh klar – man muss einfach flexibel sein und das Leben ist eben Veränderung. Richtig – eben auch in der Politik. Österreich am Scheideweg.

DI Mathias Gruböck                                                           Baden, 19.09.2015
Unternehmens- und Organisationsberater

18 September 2015

Krisenpolitik im Wahlkampfmodus


Das ist echte Krisenpolitik - Die Einhaltung von Dublin III feststellen - Ungarn dafür prügeln und so weiterwurschteln wie bisher. https://de.wikipedia.org/…/Verordnung…/2013_%28Dublin_III%29 (Dublin III) einmal durchlesen schadet da gar nicht. Das Flüchtlingsthema benötigt konkrete Entscheidungen und wird nicht wie in der österreichischen Innenpolitik mit salbungsvollen Worthülsen kalmiert. Blabla - enge Zusammenarbeit - blabla - gesamteuropäisches Problem - blabla - Dublin III einhalten - blabla - Ungarn sind Faschisten - blabla - in Wien ist Wahlkampf - blabla - Refugee welcome - blabla - Grenzkontrollen, aber nur so ein bisschen - blabla - der rote Heinzi feiert die sozialdemokratisch-solidarische Selbstbeweihräucherung - blabla - hauptsache sie ziehen weiter nach Deutschland - blabla - alle anderen sind Unmenschen und wir sind so gut auf Pump. Und jetzt stellt der BK Faymann-Chefkasperl dann den anderen Ländern die sich nicht mehr weiter Geld pumpen können, die EU-Finanzplanung ein. Das sind die wahren EU-Werte: Ich bestimme dass ich um alle Kosten dieser Welt einfach unendlich gut sein darf, damit die Welt sieht wie böse die FPÖ ist und warum wir, falls wir in Wien nach 100 (-6) Jahren die rote Bürgermeisterpacht verlieren werden, zum Bürgerkrieg gegen die FPÖ aufrufen darf. Eigentlich hab ich nichts im Griff außer die Zeitungen die ich vorher aus dem Staatssäckel bedient habe. Führungsanspruch sieht ganz anders aus.

04 September 2015

Migrationsdruck als Chance


JEDER strukturierter Ansatz ist besser als das ewige Hin- und Hersichtlgschichtl. Punkt 2 ist nicht ganz stimmig, da die Flüchtlinge meist in Länder wollen wo sie gute Transferleistungen als anerkannte Flüchtlinge bekommen und höhere Chancen auf Anerkennung.(so haben die meisten EU Staaten keine Tschetschenen genommen) Das Problem ist, dass Millionen Flüchtlinge nicht ohne Regeln und Gesetze aufgenommen werden können. Das schafft keine Gemeinschaft. Auch kann das kein Wunschkonzert der Flüchtlinge sein. Gleichzeitig werden dringende Reformen in Österreich noch unwahrscheinlicher, da niemand sich trauen würde zu sagen, dass die steigende Zahl an Flüchtlingen den Strukturänderungsbedarf zusätzlich erhöht. Änderungen am Arbeitsmarkt, Gewerbeordnungen, Verwaltungsstrukturen usw. können zudem nicht mehr einfach durch laufende Kostensteigerungskompromisse gelöst werden. Der Druck steigt wirklich Dinge grundlegend zu erneuern/ändern. Geschichtlich gesehen werden aber Zuwanderer dafür eher mit der Sündenbockrolle bedacht (Domäne der FPÖ) als als Katalysator für Veränderung akzeptiert zu werden. Wir stehen am Ende der Politik: Jedem das seine und meinen Lobbys das Meiste (Nürnbergerissmus) - Umverteilung aus dem Vollen. Es bricht die Zeit an wo die aowohl-alsauch Problemlösungsstrategie sich nicht mehr generationengerecht finanzieren lässt. Das braucht andere Politiker, keine Bestandswahrer. Die sind hilflos bei jeder Veränderung, da sie nicht regieren können. Die Menschen zeigen es vor was sie möchten - weniger Megasysteme, die immer öfter versagen, da sie alles mögliche machen nur nicht ihre Ursprungsfunktion erfüllen - unflexibel und offenbar von niemanden wirklich zu steuern. Oftmals hat man das Gefühl diese mächtigen Apparate befriedigen sich hauptsächlich selbst - und die eigentliche Funktion würde eine App besser und billiger erfüllen. Oder eben ein paar selbstorganisierte Freiwillige. Die Flüchtlingsproblematik als Chance...

DI Mathias Gruböck                                                        Baden, 04.09.2015
Unternehmens- und Organisationsberater

02 Juli 2015

Wer einmal lügt und dabei erwischt wird...




Es spannt sich gerade wieder einmal der große Diskussionsraum in der Griechenlandthematik auf, da dieses Thema ein nichtrivial und linear zu lösendes ist. Eine Unmenge an historischen und ähnlichen Fällen wird nun versucht als Rolemodels heranzuziehen. Argentinien, das historische Deutschland und jetzt die USA werden gegen die Bankrottversuche der griechischen Regierung verprobt.

Jeder Vergleich hinkt hier. Argentinien wurde zum Spekulationsobjekt der Hedgefonds, die gegen die fixe Dollarbindung der argentinischen Währung mit Erfolg gewettet hatten. Deutsche Schuldenabbau oder Schuldenschnittprogramme nach Weltkriegen sind auch nicht mit der griechischen Misere vergleichbar – die USA liefern zwar eine Idee, was den Griechen offenbar vorschwebt, jedoch mit einer gravierenden Einschränkung. 1971 schwenkten die USA von der Goldbindung zu einem Dollar-Glaubenssystem um. Seit den 70er-Jahren des letzten Jahrhunderts hat die USA sehr viel Geld und Energie darin verwendet dieses Glaubenssystem zu stärken und aufrecht zu erhalten. Eins jedenfalls ist noch nie geschehen in den letzen 45 Jahren: Niemand konnte oder wollte die USA beim Schummeln und Betrügen erwischen.

Die Griechen wurden 2009 dabei erwischt, wie sie massiv gelogen und betrogen haben. Wer hier weggeschaut oder vorsätzlich gutgläubig war ist unerheblich. Das Vertrauen in Griechenland wurde durch die Betrugshandlungen der Griechen zerstört. Wo hier die tollen US-Ratingargenturen all die Jahre waren ist dabei nur ein Nebenthema – da die USA massives geopolitisches Interesse daran haben und hatten, Griechenland in den Euro, die EU und die NATO zu hebeln. Dies gilt vermehrtt auch in Zeiten, in denen die USA das schwarze Meer für sich beanspruchen und der Bosporus dem strategischen Zickzack-Widersprüchlichkeitskurs Washingtons nicht mehr absolut folgen kann oder will.

Das Griechenland die faulen Kredite nicht bedienen will ist klar. Daher kam es 2011/2012 dazu, dass man den Griechen (und seinen eigenen Banken) versuchte eine Brücke zu bauen – de facto wurde ein Programm ausgearbeitet in dem alle nachgelassen haben – also die Banken haben ihre Exposures an die Staaten(bürger) übergewälzt, die haben ein komplexes „Hilfssystem“ aufgesetzt, wo sie über die Jahre wohl einen Teil der Schulden mitabgezahlt haben und die Griechen mussten den Gürtel dorthin schnallen, wo er ohne Betrug auch gewesen wäre – auch in Griechenland mussten natürlich die Bürger die Rechnung für die korrupten Machenschaften zahlen.

Und dann kommt plötzlich eine neue griechische Regierung und erklärt, dass alle Brücken die den Betrügern gebaut worden waren und deren Beschreiten vereinbart wurde abgerissen werden. Ohne die Argumente pro und con hierfür nochmals abzuwägen, was sicherlich für jedes Berechtigung findet, ist mit dieser Vorgangsweise der griechischen Regierung jedes zurückerworbenes Vertrauen vollkommen zerstört und diejenigen die die Betrüger einfach zum Teufel geschickt hätten, gestärkt. Eine Währungspolitik kann sich das nicht bieten lassen – man kann nicht mit jemanden ein Gemeinschaftsunternehmen führen, der sich an keine Abmachungen hält und eine Art Sperrminorität dazu nutzt, den Partnern Geldgeschenke abzupressen. Wer mag eine Währungsgemeinschaft, die wortbrüchige Betrüger, die sogar klar sagen, dass sie einfach weiterkassieren wollen, belohnt und diejenigen die sich an die Geschäftsregeln zu halten versuchen implizit abstraft?

DI Mathias Gruböck Baden, 02.07.2015
Unternehmens- und Organisationsberater

23 Juni 2015

Die Grünen und der Machtanspruch der Sesselkleber

 
Es gibt nichts Gutes, außer man tut es! Hinsichtl und Hersichtl werden auf die Dauer auch nicht mehrheitsfähig bleiben. Man muss das schon ein bisschen netter formulieren: Die beiden großen und ältesten Parteien haben jetzt sooo lange die schwere Verantwortung für alles und jedes in diesem Land getragen. Gebt ihnen doch endlich etwas Zeit um sich in der Einmal-Nicht-Regierungsverantwortlichkeit zu refokussieren. Wenn man so laaaange an der Macht war, dann ist es ja nur zu demokratisch, dass sie alles versuchen, damit einmal auch andere an die Macht kommen. Das ist ja durchaus im ursächlichsten demokratiepolitischen Sinne. Die Demokratie ist nicht die bessere Regierungsform (wie die beiden Casino-Farben-Parteien tagtäglich nachweisen) sondern eigentlich nur der, durch Wahlen bestimmte, Übergang in der Machtausübung. 

Unverrückbare Machtausübung ist Faschismus - Nichtausübung der Regierungsgewalt ist große Koalition und Pröll/Häupel sind Gesetz/Exekutive/Justiz in einem - sozusagen die vereinigte Gewaltentrennung. Das ist wohl das wirkliche Zuwanderer-Problem in Österreich: Man kann den Asylwerbern und Zuwanderern nicht schnell genug beibringen wie das in Österreich so zu laufen hat - Strukturen von gestern mit Strategien von vorgestern für die Fragen von morgen. Nur weil's mal gut war ist das rot/schwarze Erbpachtmodell nicht auf alle Zeiten die Antwort auf alle Fragen. So patschert (oder was auch immer) kann der HC Strache gar nicht sein, dass die FPÖ dazugewinnt. Viele machen den Fehler, die FPÖ-Wähler zu verunglimpfen. Vielleicht einmal anders: Wie frustriert müssen Menschen von Rot/Schwarz sein, dass sie sich gezwungen sehen FPÖ zu wählen? Wieviele FPÖ Wähler wählen die FPÖ weil sie aktuell die EINZIGE Möglichkeit darstellt wirklich die beiden anderen Sesselkleber-Parteien abzuwählen (oder zumindest situativ eine von diesen) Wer würde im "roten" Wien nicht viel lieber die Grünen wählen, wenn der Herr BM Häupl nicht mit denen danach am Rad spazieren fährt! Wahlrechtsreform - Schneckn! Die Grünen in Wien sind so offensiv wie ein Koalabär im Mittagsschlaf. Machtwillen - gefühlt unter dem absoluten Nullpunkt. Die Vertreter ALLER Themen die in Zukunft wichtig sein werden können seit Jahrzehnten bald daraus keine Themenführerschaft generieren. Technokraten kann man offenbar nur mit Simplifizierungen aushebeln und nicht durch Diskussionsrunden. Gerade JETZT wären Parteien oder Gesinnungsgemeinschaften dringend notwendig die wirkliche Alternativen anbieten! Können auch Utopien (Visionen) sein. Aber mehr vom Gleichen nur einfacher - das machen die Asiaten und HC viel besser und wollen damit auch gar keine Probleme lösen, sondern nur ihre jeweiligen Geschäfte.

DI Mathias Gruböck                                                              Baden, 23.06.2015
Unternehmens- und Organisationsberater

Alle regen sich über HC auf


Alle regen sich über HC-Strache auf, weil er politisches Kleingeld aus einem Amoklauf schlagen will indem er das schreibt, was die Krone schreibt - die EU hat die Ermordung einer Zeitungsredaktion, die für die Freiheitsrechte gekämpft hat als Anlass genommen, die Passagierdatenüberwachung durchzuwinken und die deutsche Regierung nimmt Charly Hebdo als Anlass um die Vorratsdatenspeicherung wieder einzuführen. Wenn ein weißer Terrorist und Nazi (da gilt ganz besonders die Unschuldsvermutung) in den USA 9 Menschen ungeplant abschlachtet bilden die Regierungschefs der westlichen Welt keine Menschenkette in einer abgesperrten Nebenstraße. Gegen Rassismus. Nocheinmal - HC Strache hat den Nationalismus nicht erfunden. Nur, wie Multi-Kulti für alle so funktioniert, dass es für alle, die schon da sind funktioniert wird man mit zeugen-jehovaschen Fangfragen wie "Bist du für Menschlichkeit?" auch nicht beantworten. Politiker die nicht einmal Antworten haben sondern rethorische Fragen stellen braucht auch keiner! Eine Pseudo-Lösung der Asylfrage auf dieser unkonkreten moralistischen Ebene spielt nur den Politikern in die Hände, die simple Antworten geben.
Wer soll wovon wo wie lange Leben - wer muss dafür Raum, Geld, Ressourcen und Arbeit in welcher Menge hergebe?. Und wo kommen dann die Einwanderer und Asylwerber der nächsten Jahre hin. Einfach und konkret. 50.000 bis 70.000 Menschen pro Jahr sind in den nächsten 10 Jahren mit Nachwuchs ca. 1.000.000 Menschen. Das gehört geplant und ordentlich gemanaged. Nicht nur bis zur nächsten Wahl.
Nocheinmal: HC Strache bietet die triviale Lösung an - Anti-FPÖ Wahlkämpfe bringt diejenigen, die dieses Konzept fahren automatisch in die Position der Komplexitätsvergrößerer. Jetzt sollten sich die Herren (und auch Damen) überlegen ob sie die letzten Jahre darin geglänzt haben komplexe Probleme wählerverständlich zu lösen - oder auch nur etwaige Lösungen zu kommunizieren?! Wenn diese das wirklich glauben sollten, dann ist das nur ein weiterer Schritt in den politischen Untergang. Wer hindert die derzeit Regierenden daran Dinge wirklich zu bewegen?! Sie brauchen eh keine Rücksicht mehr auf die Gunst der Wahlbevölkerung nehmen, da sie da nicht mehr viel verlieren können. Aber wahrscheinlich kümmern sich die Herren und Damen von den Regierungsparteien gerade mehr um die Stärkung der Oppositionsrechte - für die Zeit wenn sie in der Opposition sind


DI Mathias Gruböck Baden, 23.06.2015
Unternehmens- und Organisationsberater

13 Juni 2015

Tiefflieger




Mathias Gruböck Wobei ... es klingt fast etwas zynisch, wenn man bedenkt, dass Palästinenser (und/oder eigentlich annektierte Israelis mit der falschen Religion) seit nunmehr über 40 Jahren als Flüchtlinge im "eigenen (?)" Land leben und sie im Gaza-Streifen nicht einmal vor zig-tausenden Tonnen Bomben fliehen können. Die kommen aus dem abgeschotteten und eingezäunten Bereich nicht einmal heraus. Wenn ihnen das Gas, das Wasser oder die Elektrizität abgesperrt wird können sie in den Ruinen verrecken - das stört seit Jahrzehnten niemanden - weil ja dort nur Terroristen sterben. Diejenigen, die seit Jahrzehnten Krieg und Unterdrückung in diesem Gebiet als politische Waffe einsetzen nehmen KEINE Flüchtlinge auf! Eine massive, vom Westen finanzierte Aufrüstung (z.B.: Geschenkte U-Boote mit der Möglichkeit von überall auf der Welt Atomwaffen zu verschießen) - ursprüngliche indirekte Waffenlieferungen an den IS um Syrien zu destabilisieren und eine Politik, die offenbar darauf setzt ALLE Seiten eines Bürgerkrieges (IS/Al Kaida/Regime) ausbluten zu lassen um dann die Macht zu übernehmen, generiert unsägliches menschliches Leid und verstärkt durch Vertreibung von Menschen nur die Problem der "normalen" Menschen um Lösungen für die Machtzentren zu eröffnen.

DI Mathias Gruböck                                                                  Baden, 13.06.2015
Unternehmens- und Organisationsberater

11 Februar 2015

Integrationsunwillen


Da sind aber einige der Herrn Politiker auf sehr dünnem Eis unterwegs. Verwaltungsstrafen für Integrationsunwillige. Strafrecht sogar. Ob sie sich da nicht ein ordentliches intellektuelles Eigentor schießen. Die Frage die da sehr schnell aufkommt ist, Integration in WAS? Was ist die österreichische Kultur? Oder gar Identität? Vielleicht haben die Identitären ja doch Recht???

Wir ein eingebürgerter Amerikaner (die gibt es wegen der Steuervorteile) angezeigt wenn er/sie nicht Deutsch kann und keine Lederhose im Kasten hat. Bekomme ich eine Verwaltungsstrafe wenn ich ganz unösterreichisch Schrank sagen würde? Neben Junge, Tschüss, Lecker, Sahne, Sonnabend usw. Wird die Werbewirtschaft dann wegen versuchter Desintegration angezeigt? Wie soll sich ein guter Integrationswilliger auskennen, wo doch die Österreicher selbst nicht mehr wissen, dass das im Werbefernsehen Deutsch-Deutsch ist. Und, um die Komplexität nicht zu sehr zu verringern, bemühen sich die Deutsch-Deutschen um eine kulturelle Integration in die amerikanische Kultur. Bekommt man eine Verwaltungsstrafe wenn man nur noch Cupcakes backen kann und von einer Sachertorte keine Ahnung hat? Oder sind Cupcakes einfach kulturell und identitätsstiftend so überlegen, dass man diese Süssspeisenumvolkung durch Strafmandate gegen Baklava und alles morgenländische Zeugs absichern muss?

Wie soll man sich auch in eine Sprache integrieren, die sich selbst versucht vollkommen unlesbar und unnutzbar zu machen, indem sie zur sogenannten „Gendergerechtigkeit“ vergewaltigt wird? Es wird ja bei der heurigen (!!! Austriazismus) Zentralmatura (!!! Austriazismus) noch nicht geahndet wenn Herr Üzmir jr. vollkommen chauvinistisch und frauenverachtend kein Binnen-I schreibt oder er/sie Gramatikalverwurschtelungen (!!! Austriazismus also der Wurschtl) betreibt. Aber bald – bald werden solche Integrationsunwillige abgestraft.

Wie kann man einem Integrationswilligen erklären, dass die berühmteste Frau der österreichischen Gegenwart offenbar ein Mann ist? Ist das das Integrationsleitbild das es zu verinnerlichen gibt wenn man keine Kopftücher tragen soll. Oder kurze Rap-Einlagen wegen Söhne-Töchter in Nationalhymnen – damit auch jeder weiß, dass es in Österreich eine sehr ähnlich verteilte Geburtenrate zwischen Buben (!!! Austriazismus, der langsam desintegriert wird) und Mädchen gibt, wie überall. Und die tollen Quotenfrauen – müssen sich jetzt integrationswillige Frauen zu Quotenfrauen ausbilden lassen – sozusagen, du kein Kopftuch, du bekommst Quotenplatz? Und als Zeichen für den Erfolg der Emanzipation gibt es ab sofort Quotenplätze für integrationswillige Männer als Putzmann. Oder gibt es bald die verpflichtende Pigmentaufhellungstherapie für schwarzfarbige Österreicher wie einen David Alaba, da ja die Mehrheitshautfarbe eindeutig im helleren Farbbreich liegt und man sich da wohl anpassen sollte. Oder einfach die Übernahme des katholischen Glaubens, damit hier auch der Durchschnitt der Taufscheinchristen nicht zu sehr islamisiert wird.

Nur, was ist wenn in absehbarer Zukunft die Geschlechtergleichstellung noch weiter verbessert wird und die Geburtenraten pro Frauen an die der Männer angleicht? Dann geht es sehr schnell mit der Leitkultur, die kaum mehr im Marketingmainstream auszumachen ist. Ob man Cupcakes auf türkisch oder deutsch nachbäckt ist wohl sehr egal. Den Burger kann man auch auf Englisch bestellen und wenn man in Wien ungestraft einen Kaffee aus einem Plastikbecher verkaufen kann um ihn „to go“ zu trinken, dann sollte manchen der Herrn (und Frauen) Politiker klar werden, dass sie vollkommen die falsche Frage aufwerfen. Es ist nicht die Frage wie willig Migranten sich in unsere Kultur integrieren, sondern wie stark eine europäische oder regional österreichische Identität überhaupt noch ist – wo ist hier die Selbstbehauptung? Und da ist die Frage eine ganz andere – nämlich, wer gibt in ALLEN Belangen die Normen vor? TTIP ist ja nur eine kleine Folge einer klaren kulturellen, politischen, militärischen und wirtschaftlichen Unterordnung Europas unter US-amerikanische Hegemonieansprüche. Wenn ein türkischer Bub ein pseudo Rap-Baseballkapperl trägt ist das vollkommen ok. Wenn eine türkische Frau ein Kopftuch trägt wird sie angespuckt. An alle Steirerhutträger – unsere Kultur ist gerade dabei ins „Cultural submissive“-Kammerl expediert zu werden. Jahrelanges Medienstakatto über die „Deutschen“ als die dumpfen Untiere, die man johlend abschlachten muss, weil sie alle böse Nazis sind oder einfach nur depperte Lederhosen- und Dirndlträger sind, die nicht bis drei zählen können, führt zum Ergebnis, dass die junge Generation die eigene Sprache, Kultur und Gemeinschaft als minderwertig, altvatrisch und nicht „hip“ empfindet. Deutsch ist das schlechtere Englisch und alles was angelsächsisch-amerikanisch ist ist super-cool. Seit neuestem werden auch schon die kulturell überlegenen Sportarten der USA immer mehr in Europa propagiert – vollkommen unreflektiert mit allen US-Selbstübersteigerungen und Selbstverherrlichungen. Die glauben wirklich das sie in allem die Besten, Größten, Mächtigsten und Schönsten sind. Und immer mehr lernen bei uns, dass das so stimmt.

In Wirklichkeit integrieren wir uns in die US-Kultur – oder werden integriert, damit wir nicht abgestraft werden. The brave new world – order. (langsam muss man Englisch schreiben, sonst versteht einen niemand mehr – ist so wie mit einem Moser-Film: Lang her, schwarz weiss und in Wirklichkeit gibt es bald niemanden mehr, den das interessiert)

DI Mathias Gruböck Baden, 11.02.2015
Unternehmens- und Organisationsberater