01 April 2016

Beamtenstadl


Genau - und die Selbständigen auch! Der Baumeister oder Rechtsanwalt der als Bürgermeister sich selbst in seinem Brotberuf beauftragt - hahaha, das gesamte Kastenwesen der Politik ist auf einen Ursprung in einer Körperschaft oder Kammer zugeschnitten. Das ist die zweite Karrierechance für Beamte - so schauen "unsere" Vertretungen aber auch "unsere" Politik aus. Österreich das Proporz-Beamtenstadl, das immer weiter auf ein komplettes Systemversagen zusteuert, da sich die Verwalter-Beamten (früher Reichsverweser) selbst die Regulative hinzimmern, dass sie ihr potjemkinsches Verwaltungsdorf aufrecht erhalten können - "ned rechts und ned linksgeschaut, Hauptsache mein Schreibtisch ist aufgeräumt". Österreich hat einige Beamtenburgen auf Weltklasseniveau geschaffen, dort herrschen Fürsten und Herzöge in ihren kleinen abgeschotteten Machtbe-Reichen mit voller administrativer Allmacht. Das ist auch immer alles gesetzlich gedeckt, da sie ja selbst das Gesetz sind. Geld kommt aus dem Budget oder sonst aus Schuldverschreibungen. Das man im echten Leben für Geld marktfähige Leistungen und Produkte bieten muss sehen diese Strukturen bereits als unterschwellige Kritik. Blindleistung nennt man das technisch, wenn jemand mit höchstem Aufwand (Kosten) Dinge macht, die nicht einmal auffallen wenn er sie doppelt macht (vergl. Bgm Babler) - oder realleistungsloses Einkommen. Österreich hat sich eine arabeske Landschaft an Zuständigkeiten (also Zuständen - keine Verantwortung) geschaffen, bei der meistens in einer farblichen Dualität ein Schwarzer einen Roten den halben Weg trägt, damit der Rote den Schwarzen dann den Rest des Weges trägt. Für diese beachtliche Wegleistung bekommen dann beide noch meist 2 Einkommen mit Erschwerniszulage, da diese Art der Fortbewegung für alle Dienstleistenden ja offenkundig sehr beschwerlich und mühevoll ist. In der Folge wird noch ein Arbeitskreis (Projekt) zusammen mit einem Haufen Beratern, Gutachtern und überhaupt Experten gegründet, der herausfinden soll, warum die 100 Meter Laufzeiten dieser Huckepack-Partie nicht einmal für die Limits der Behindertenolympiade reichen. Erste Lösungsansätze gibt es auch schon mit Versuchsanordnungen mit Laufbahnen mit nur einer Spur. Auch Anordnungen mit Spitzenberatern, die Rot und Schwarz gleichzeitig tragen können haben bereits die 1 Minute Schallmauer auf 100 Meter Sprint gebrochen. Neuerste Variante ist der vermehrte Einsatz von rot/schwarzen Frauen, da die deutlich leichter zu tragen sind. Die Körperschaften und Beamtenstadeln weisen darauf hin, dass es sich bei der Weltrekordmarke von 9,7 Sekunden auf 100 Meter um eine falsche Statistik handle, da hier eine Verwechslung bezüglich der sozialpartnerschaftlichen Farbe Schwarz vorläge und sowohl Frauen als auch Rote diskriminiert würden.

DI Mathias Gruböck                                                        Nondorf, 01.04.2016
Unternehmens- und Organisationsberater

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